Tierische Detektivgeschichten: Schwarzes Gold!

Schwarzes Gold!

„Puh, geschafft!“, seufzt Schäfer Hubertus und wischt sich den Schweiß von der Stirn.

Jeden Abend das Gleiche: Zusammen mit dem Hirtenhund Ulf treibt er seine 145 weißen und die 5 schwarzen Schafe in die Scheune. Dort sind sie sicher vor wilden Tieren. Schäfer Hubertus streicht über das weiche schwarze Fell seines Lieblingsschafes Emma. Die schwarzen Schafe sind noch jung und empfindlich. Sie sollen erst geschoren werden, wenn das Wetter dauerhaft warm ist.  Dann zündet sich der Schäfer eine Pfeife an, stützt sich auf seinen Hirtenstab und beginnt zu zählen. „147, 148, 149, 150 – alle da“, sagt er zufrieden und schließt das große Tor. Jetzt kann er beruhigt nach Hause gehen.   

Schock am Morgen

Hirtenhund Ulf sitzt ungeduldig vor der Haustür. „Ja, ich komme ja schon“, brummelt Schäfer Hubertus und packt das Vesper in den Rucksack. Heute will er mit seinen Schafen auf die Wiese am Südhang. Dort stehen saftige Kräuter. An der Scheune angelangt, öffnet er eine schmale Tür. So kann immer nur ein Schaf nach dem anderen heraus, und Hubertus kann sie ganz einfach zählen. „143, 144, 145 ...!?“ Aber – oh weh! Es ist kein Schaf mehr in der Scheune! „Die schwarze Emma fehlt – und die anderen schwarze Schafe!“, jammert Hubertus. „Die schwarzen Schafe sind doch besonders wertvoll! Gestern waren sie noch alle da. Oh, ich glaube, ich muss Detektiv BIMBO anrufen.“

Wer ist verdächtig?

„Wer hat denn noch einen Schlüssel zur Scheune?“, fragt Detektiv BIMBO. „Nur mein Stallbursche Emil und der Wollhändler Hans. Aber du glaubst doch nicht ...?“, fragt Hubertus. „Jemand anderes kann es nicht gewesen sein. Schließlich wurde die Tür nicht aufgebrochen, und in den Wänden war auch kein Loch“, sagt BIMBO, „ich knöpfe mir die beiden einmal vor!“ - „Ich stehle doch keine Schafe!“, empört sich der Stallbursche Emil. „Wo soll ich die denn unterbringen? Ich hab doch nur eine kleine Kammer hier auf dem Hof. Und die teile ich mir mit meiner Frau Herta. Gestern bin ich gleich nach der Arbeit heimgegangen. Herta hat Zwiebelkuchen gemacht. Und Most gab es auch. Wir hatten einen gemütlichen Abend“, fügt er lächelnd hinzu.  

Beim Wollhändler Wolle

In der Fabrik von Wollhändler Hans ist es laut. Die Maschinen rattern. Überall Wollfäden, die zu schönen weißen Wollknäueln aufgewickelt werden. BIMBO muss eine Weile suchen, bis er den Wollhändler gefunden hat. „Wo ich gestern Nacht war? Gearbeitet hab ich, bis 1 Uhr liefen die Maschinen. Und dann bin ich zu meiner Frau nach Hause gegangen. Das können Sie überprüfen“, brüllt Hans gegen den Lärm und zupft hastig schwarze Fussel von seinem Hemd. „Ist hier immer so viel los, dass Sie in der Nacht arbeiten müssen?“, fragt Detektiv BIMBO. „Wir hatten einen Großauftrag“, entgegnet Hans, „das kommt vor.“ – „Könnte ich dann mal die Arbeit der vergangenen Nacht sehen?“, fragt BIMBO. Mürrisch führt Hans ihn zu einer Reihe Kartons.  „Hab ich’s mir doch gedacht“, sagt BIMBO, nachdem er ein bisschen darin herumgewühlt hast, „und wo sind die Schafe?“ – „Die stehen im Fahrradschuppen“, gibt Hans kleinlaut zu.

Wie hat BIMBO entdeckt, dass Hans die schwarzen Schafe gestohlen hat?

Schafe

Lösung:

Der Wollhändler zupfte sich schwarze Fussel vom Hemd. Er muss in der Nacht die Wolle der schwarzen Schafe verarbeitet haben. Die Knäuel liegen zwischen der weißen Wolle in den Kartons.

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