Der schwebende Ball
Verrückte Welt: Du bläst gegen einen federleichten Tischtennisball, aber er rollt nicht weg, sondern kommt auf dich zu! Dahinter steckt Druck – und mit dem kannst du alle verblüffen.
Was brauchst du dafür?
- einen leeren Joghurtbecher
- einen Tischtennisball
- einen Trinkhalm

Wie geht das?
- Bohre mit einer Schere, einem Schraubenzieher oder einem Messer (lass dir vielleicht dabei helfen) ein Loch in den Boden des Joghurtbechers. Das Loch soll so groß sein, dass dein Trinkhalm genau durchpasst.
- Stecke den Trinkhalm von unten durch das Loch und lege den Tischtennisball unter den offenen Becher.
- Halte den Becher etwa fingerbreit über dem Tisch. (Den richtigen Abstand musst du testen.) Blase kräftig gegen den Ball. Er schwebt nach oben und dreht sich.
Was passiert da?
Druck machen! Wenn du die Luft im Becher beschleunigst, nimmt ihr Druck stark ab. Sofort will andere Luft die entstandene Lücke ausfüllen. Sobald du also in den Becher bläst, wird laufend Luft nachdrängen und aufsteigen. Der leichte Tischtennisball ist dabei im Weg und wird einfach mit nach oben gedrängt. Obwohl du nach unten bläst.
Warum ist das so?
Wenn du auf etwas drückst, übst du eine Kraft aus, die man Druck nennt. Je mehr Kraft du aufwendest oder je kleiner die Fläche ist, die du presst, desto stärker wird der Druck. Druck ist deshalb die "Kraft pro Fläche".
Wir spüren unablässig Druck: den Luftdruck, dessen Gewicht immer auf unseren Körpern lastet. Auch im Wasser gibt es Druck. Der Wasserdruck nimmt zu, je tiefer man taucht. Die Gase in der Erdatmosphäre bestehen aus winzigen Luft-Molekülen, die Tag und Nacht auf den Körper drücken. Am stärksten ist dieser Luftdruck am Boden, denn hier sind die meisten Luftmoleküle vorhanden. In großen Höhen gibt es entsprechend weniger Luftmoleküle und daher auch weniger Luftdruck. Der Druck in den Kabinen eines Flugzeuges wird daher künstlich erhöht, damit die Passagiere auf 10.000 oder 11.000 Metern Flughöhe normal atmen können. Auch Sauerstoff muss zugeführt werden. Man sagt, die Luft da oben ist zu dünn. Umgekehrt müssen sich Taucher vor zu großem Wasserdruck schützen. Bis höchstens 120 Meter Tiefe reichen Neopren-Anzüge aus. Wenn’s tiefer gehen soll müssen Taucher Spezialanzüge tragen.
Luft lässt sich prima zusammenpressen: etwa beim Aufpumpen von Autoreifen oder bei Pressluftbohrern. Die Hydraulik macht sich den Druck zunutze: Hydraulikflüssigkeit wird mit relativ wenig Kraft, z. B. mit einem Motor, in einen schmalen Kolben gepresst. Sie weicht in einen dickeren Kolben aus und drückt ihn mit starker Kraft nach oben. So wird mit wenig Einsatz viel Kraft gewonnen.
Dieses Experiment holt dir den leuchtenden Sternenhimmel nach Hause.
In diesem Experiment baust du ein Becher-Telefon und lernst Schallwellen kennen.
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