Experimente für Kinder: Sonstige Experimente: Bunte Lese-Experimente

Bunte Lese-Experimente

Deine Feunde meinen, es wäre doch keine Kunst, so ein paar Wörter von einem Blatt abzulesen? Dann macht den Lese-Test – und lacht euch zusammen schlapp!

Was brauchst du dafür?

Bunt lesen: Material Buntstifte und weißes Papier

Wie geht das?

  1. Teile ein Blatt Papier in drei Spalten. In die erste schreibst du untereinander Farbwörter in den passenden Farben. Also "Rot" schreibst du mit dem roten Stift, "Grün" mit dem grünen und so weiter. Ihr könnt euch mit dem Schreiben auch abwechseln!
  2. In die zweite Spalte schreibst du farbige Unsinnswörter. Ganz nach Lust und Laune.
  3. In die dritte Spalte schreibst du wieder Farbwörter. Aber diesmal nie in der Farbe, die du gerade verwendest.
  4. Jetzt lass deine Freunde die Spalten nacheinander so schnell wie möglich lesen. Sie sollen aber nicht die Wörter vorlesen, die da stehen, sondern die Farben, in denen die Wörter geschrieben sind.
    Das wird spätestens in Spalte drei eine kunterbunte Lesepleite!

Bunt lesen

Was passiert da?

Wortsalat als Nervennahrung: Zu Beginn ist das Farben-Lesen kein Problem, nicht mal bei den Unsinnswörtern. Aber in der dritten Spalte wird’s dem Leser "zu bunt": Statt der Farbe, die er sieht, liest er das Wort, das da steht. Denn geübte Leser erfassen die Worte eben schneller als die Farbe, in der sie geschrieben sind. Wer’s nicht schafft, die Farben richtig vorzulesen, ist also ein guter Leser!

Warum ist das so?

Das Gehirn ist unser kompliziertestes Organ und wirklich einmalig: Was wir geübt und "im Kopf" haben, können wir rasch erkennen und anwenden. Beim "bunten Lesen" kannst du deshalb prima ausprobieren, wie schnell dein Hirn auf "richtig lesen" schaltet.

Aber zum Beispiel auch so: Schreibe einen Satz, bei dem in jdeem Wrot nur der etsre und der lzttee Bshcuatbe an der rcthiegin Slltee sehten. Trotzdem kannst du den Satz lesen! Weil wir gewohnt sind, alles sofort zu lesen, was wir sehen, funktionieren Werbeslogans so gut. Da genügt es, an einem Plakat vorbeizufahren und schon haben wir den Spruch erfasst.

Das Gehirn besteht hauptsächlich aus Nervenzellen. Es besitzt etwa 100 Milliarden dieser Zellen, und jede einzelne ist mit bis zu 10.000 anderen verbunden. Wir können uns das Gehirn vorstellen wie ein riesiges Netzwerk mit einem komplizierten Kabelsystem von mehreren 100.000 km Länge. Unser Gehirn empfängt und sendet Signale mit einer Geschwindigkeit von bis zu 100 Metern pro Sekunde! Das Gehirn setzt sich aus verschiedenen Teilen zusammen. Wichtig sind zum Beispiel: Das Großhirn. Es ist stark gefaltet, hat zwei Hälften und steuert unter anderem das Denken und Sprechen, das Erinnern und Problemlösen. Das Kleinhirn ist für das Gleichgewicht verantwortlich, es koordiniert Bewegungen und die Haltung. Das Stammhirn reguliert lebenswichtige Vorgänge wie die Atmung und den Herzschlag.

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