Experimente für Kinder: Sonstige Experimente: Kresse anpflanzen ohne Erde

Kresse anpflanzen ohne Erde

Echt krass, die Kresse! Wenn du eine Pflanze auf Watte setzt und gießt, wird sie nicht wachsen. Kresse dagegen wird nach wenigen Tagen zum Anbeißen grün. Aber nur, wenn die Mischung stimmt. Dann zeigt Kressesamen, was in ihm steckt!

Was brauchst du dafür?

  • drei kleine Schälchen
  • einen Beutel Kressesamen
  • Watte
  • Wasser

Echt krass, die Kresse: Schritt 3

Wie geht das?

Echt krass, die Kresse: Schritt 1

1. In jedes Schälchen kommt etwas Watte.

2. Die Watte im ersten Schälchen bleibt trocken, die Watte im zweiten Schälchen feuchtest du an, im dritten gießt du so viel Wasser dazu, dass die Watte bedeckt ist.

Echt krass, die Kresse 3. Verteile Kressesamen auf die drei Schälchen. Warte einige Tage, achte darauf, dass die Schälchen trocken, feucht bzw. nass bleiben.
Echt krass, die Kresse: Schritt 4 4. Nur im zweiten Schälchen gedeiht die Kresse. Du kannst sie nach wenigen Tagen ernten. Sie schmeckt nussig-scharf und ist gesund!

Was passiert da?

Nackte und bedeckte Tatsachen: Ohne Wasser oder mit zu viel Wasser kann Kresse nicht wachsen. Sie braucht Feuchtigkeit, aber auch Luft. Aber eigentlich brauchen Pflanzen ja auch Erde, um wachsen zu können. Kresse schafft das auch auf Watte. Das funktioniert, weil in den Kressesamen selbst ein kleiner Vorrat an Nährstoffen vorhanden ist. Sie können sich ganz ohne Erde, sozusagen selbst, ernähren.

Warum ist das so?

Pflanzen haben unterschiedliche Methoden entwickelt, um sich zu vermehren. Nadelbäume z. B. sind Nacktsamer. Das bedeutet, sie produzieren Samen, die nicht in einem Fruchtknoten eingeschlossen sind. Nadelhölzer besitzen männliche und weibliche Blüten. Meistens bilden sie getrennte Zapfen. Die männlichen geben Pollen ab, der vom Wind verbreitet wird. Landen Pollen auf weiblichen Zapfen, befruchten sie die Eizellen. Die Samen reifen geschützt im weiblichen Zapfen heran. Wenn er sich öffnet, fallen geflügelte Samen heraus.

Am weitesten verbreitet auf der Welt ist die Pflanzengruppe der Bedecktsamer mit rund 250 000 Arten. Zu ihnen gehören Bäume, Sträucher, Blumen und Kräuter. Auch die Kresse. Viele Blüten der Bedecktsamer werden von Tieren, vor allem Insekten, bestäubt. Manche Blüten werden durch Pollen bestäubt, die der Wind herbeigetragen hat.

Nach der Befruchtung wächst ein Same im Fruchtknoten heran. Er hat einen kleinen Nahrungsvorrat in seiner Hülle. Löwenzahn-Samen z. B. hängen an einer fallschirmartigen Frucht. Der Wind trägt sie an einen zufälligen Platz. Wenn dort genug Wasser und Licht vorhanden ist, keimt der Same aus und die junge Pflanze kann wachsen.

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