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Ist das schon die Pubertät? 7 Tipps für den Familienfrieden

Kinder in der Pubertät können ganz schön anstrengend sein. So lösen Sie die 7 häufigsten Probleme in der Pubertät für Ihren Familienfrieden.

Noch gestern war Ihr Kind ein freundliches Wesen, das gutgelaunt mit seinen Kuscheltieren spielte und Sie für die tollsten Eltern des Universums hielt. Auch Sie selbst waren mit sich und ihren ja offensichtlich erfolgreichen Erziehungsmethoden im Reinen. Dann kam die Verwandlung: Nahezu über Nacht hat sich der reizende Nachwuchs in einen launischen Mitbewohner verwandelt, der Türen knallt anstatt den Müll runter zu bringen. Und mit einer Heulattacke reagiert, wenn im Kühlschrank der Lieblingsjogurt fehlt. Was ist geschehen? Ist das schon die Pubertät?

Tatsächlich beginnen die hormonellen Veränderungen bereits gegen Ende der Grundschulzeit. Bei Mädchen etwa mit neun, bei Jungen mit elf Jahren, bis die Pubertät dann zwischen 12 und 16 auf Hochtouren läuft. Die Kinder werden selbständiger, treffen eigene Entscheidungen und wollen als Persönlichkeit ernst genommen werden. Gleichzeitig machen Ihnen hormonell bedingte Stimmungsschwankungen und die Suche nach ihrem künftigen Platz in der Gesellschaft das Leben schwer. Und damit auch den Eltern, die dem veränderten Verhalten ihres Kindes oftmals ratlos gegenüberstehen. Wie die Familie möglichst harmonisch durch diese wilden Jahre kommt, verraten Ihnen folgende Tipps.

So lösen Sie die 7 häufigsten Probleme in der Pubertät

1. Motzen und schlechte Laune.

Teenager sind Meister der Provokation. Das weiß jeder, der einmal mit einem zusammengelebt hat. Und manchmal wird es selbst für die gutmütigsten Eltern schwer, dabei die Ruhe zu bewahren. Trotzdem ist es genau das, was Sie tun sollten. Nehmen Sie Kritik nicht persönlich. Auf der Suche nach sich selbst, muss sich ihr Kind notgedrungen von Ihnen abgrenzen. Die Pubertät verlangt ihm viel ab. Sein Leben verändert sich radikal, es muss einen ganz neuen Platz in der Gesellschaft finden und zu allem Überfluss spielt auch noch der Körper verrückt. Es ist verunsichert und oft überfordert.

Wer sich das vor Augen hält, schafft es leichter, gelassen und mit Verständnis auf pubertäre Ausbrüche zu reagieren. Humor, interessierte Fragen und manchmal sogar eine Umarmung helfen weiter als Machtkämpfe und lautstarke Streits. Sind Sie trotzdem ein Mal kurz davor die Nerven zu verlieren: lieber den Raum verlassen und später wieder das Gespräch suchen.

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2. Regeln missachten

Wenn das Kind wächst, älter und selbständiger wird, müssen auch die Regeln mitwachsen, die es einhalten muss. Sie sollen der Orientierung dienen und den Teenagern gleichzeitig genug Freiraum lassen, um sich auszuprobieren und eigene Entscheidungen zu treffen. Egal, ob es dabei um Ausgehzeiten, die Fernsehdauer oder den Umgang mit dem Handy geht. Wenn Regeln von den Kindern konsequent missachtet werden, kann das daran liegen, dass sie ihnen tatsächlich entwachsen sind.

Fragen Sie ihr Kind, welche Abmachung es sich selbst vorstellen könnte und finden Sie einen Kompromiss. Absprachen, die gemeinsam getroffen werden, respektieren den kindlichen Wunsch nach mehr Selbstbestimmung, sie werden leichter akzeptiert und seltener übertreten.

3. Chaos im Kinderzimmer

Socken, Spielzeug, Schulbücher, Teetassen: Kinderzimmer ähneln in diesem Alter oft eher Müllhalden als Wohnräumen. Zum Aufräumen sind ihre Besitzer meist schwer zu bewegen. Für fast alle Eltern ein neuralgischer Punkt. Deshalb wird das Kinderzimmer leicht zur Kampfzone. Dabei ist die Lage in diesem Fall ganz klar: Das Kinderzimmer gehört dem Kind. Es ist sein ureigenes Revier und es darf selbst entscheiden dürfen, wie aufgeräumt es darin sein soll. Eltern sollten bestenfalls durch geschicktes Verhandeln Einfluss nehmen: „Ich sauge dein Zimmer gerne mit, wenn der Boden frei ist.“ Bei jüngeren Kindern hilft es manchmal, Hilfe anzubieten.

4. Verweigerungshaltung  im Haushalt

Nicht verhandelbar ist das Aufräumen im Rest der Wohnung. Das ist Gemeinschaftsgebiet, in dem alle Bewohner auf einander Rücksicht nehmen und zumindest ein wenig mithelfen sollten. Ebenso wie beim Einkaufen, Tischdecken, Müll runterbringen etc.. Um Dauerstreit zu vermeiden, sind feste Regeln hier eine gute Idee. „Tischdecken ist immer Kinderaufgabe“, oder „Montag  Nachmittag ist allgemeiner Aufräumtag“ sind wesentlich einfacher zu vermitteln, als wenn man sein Kind ständig mit neuen Aufgaben und Ermahnungen bombardiert. Das nervt nicht nur alle Beteiligten, es stiehlt auch Zeit für wertvollere Gespräche, in denen man etwas über das Leben seines Kindes erfährt.

5. Kleidung und Frisur

Eine pinke Strähne im Haar, zu kurze Röcke, duchlöcherte Hosen: in der Pubertät entwickeln Kinder mitunter Kleidungsvorlieben, die Eltern schaudern lassen. Genau wie Erwachsene drücken sie damit ihre Persönlichkeit aus und versuchen ihren Platz in der Gesellschaft und bei Freunden zu finden. Auf Elternseite ist deshalb Toleranz gefragt. Ausnahme sind Tattoos und Piercings, die unumkehrbare Folgen für den Körper haben. Versuchen Sie in diesem Fall mit ihren Kindern über die Nachteile einer solchen Entscheidung zu sprechen und sie dazu zu bewegen, ihren Wunsch noch einmal von allen Seiten zu durchdenken.

6. Die Schlafkrankheit

Samstag Vormittag: Vom Kind keine Spur. Es liegt im Bett wie ein Toter. Es wird mittags, es wird zwei Uhr. Erst dann schleicht langsam ein verquollenes Wesen in die Küche. Für ein gemeinsames Familien-Frühstück ist es jetzt ebenso zu spät wie für einen Ausflug aufs Land.  Weckt man das Kind allerdings früher, ist die Laune derart im Keller, dass es auch keine Freude ist. Was tun?

Die Antwort lautet: Schlafen lassen. Mit dem Eintritt in die Pubertät brauchen Kinder zwei Stunden mehr Schlaf als vorher. Da Schule und Gesellschaft darauf keine Rücksicht nehmen, sollte man Teenager am Wochenende möglichst ausschlafen lassen. So sehr es das Familienleben momentan auch durcheinander bringt: Es geht wieder vorbei.

7. Der Perfektionismus der Eltern

In der Pubertät können Kinder vorübergehend zu kleinen Monstern werden, die ihre Erzeuger in den Wahnsinn treiben. Die Eltern hingegen sollen stets gelassen und freundlich bleiben, Wutanfällen und Beleidigungen mit Humor begegnen und ihren Kindern mit der richtigen Mischung aus Liebe, Verständnis und wohlwollender Führung den Weg in die Zukunft weisen. So weit, so unmöglich. 

Falls Sie das tatsächlich immer schaffen, sollte man Sie für den Friedensnobelpreis nominieren. Falls nicht: verzeihen Sie sich! Auch das ist ein ganz, ganz wichtiger Pubertäts-Überlebens-Tipp: Seien Sie nicht nur ihren Kindern, sondern auch sich selbst gegenüber nachsichtig! Niemand kann immer perfekt reagieren.

Autorin: Barbara Stummer

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