Mein Kind ist schüchtern, was kann ich tun?
Auf der Kindergeburtstagsfeier haben anscheinend alle kleinen Besucher ihren Spaß, nur Ihr Nachwuchs steht stocksteif in der Ecke? Jetzt nur nicht schimpfen oder in Mitleid zerfließen. Helfen Sie Ihrem Kind, seine Schüchternheit zu überwinden, in dem Sie folgende Tipps beherzigen.
-
Gehen Sie mit gutem Beispiel voran!
In der Schlange vor der Supermarktkasse drängelt sich jemand einfach vor Sie? Zeigen Sie Ihrem Kind, dass Sie sich nicht alles gefallen lassen und sprechen Sie den Störenfried ruhig aber bestimmt auf sein Verhalten an.
-
Unterstützen Sie Ihr Kind anfangs in schwierigen Situationen.
Ihr Sprössling muss lernen, sich gegenüber anderen durchzusetzen. Das heißt aber nicht, dass er gleich jede schwierige Situation alleine bewältigen muss. Wenn Ihr Kind auf dem Spielplatz gehänselt oder geschubst wird, dürfen Sie ruhig eingreifen. So sieht das Kind, dass es sich auf Sie verlassen kann und wie man Konflikte klären kann.
-
Beziehen Sie für Ihr Kind Position.
Bringen Sie ihr Kind nicht in Verlegenheit, in dem Sie anderen Erwachsenen von seiner Schüchternheit erzählen. Stehen Sie hinter ihm! Auf die Frage "Ach, Ihr Kleiner ist wohl sehr schüchtern?" können Sie ruhig selbstbewusst antworten: "Nein, mein Kind ist nicht schüchtern. Es wird mit Ihnen reden, wenn es soweit ist."
-
Machen Sie Ihrem Kind immer wieder Mut!
Gerade, wenn etwas nicht so geklappt hat, ist es für ein Kind wichtig zu spüren, dass Sie ihm weiterhin vertrauen. Sätze wie "Ich bin für Dich da, egal was passiert", "Ich glaube an Dich" oder "Ich bin stolz auf Dich" zeigen dem Kind, dass Sie ihm etwas zutrauen.
-
Ein tierischer Freund kann Selbstvertrauen geben.
Wenn Kinder sich ausgeschlossen und abgelehnt fühlen, kann die Beziehung zu einem Haustier ihr Selbstvertrauen fördern. Von einem Tier fühlen sie sich akzeptiert und bedingungslos geliebt. Allerdings können Sie nicht erwarten, dass sich Ihr Kind hundertprozentig und jederzeit um den tierischen Familienzuwachs kümmert.
-
Es müssen nicht immer gleichaltrige Spielgefährten sein.
Auch, wenn es Ihnen schwer fällt zu akzeptieren: Manche Kinder spielen lieber alleine. Zwingen Sie Ihr Kind nicht dazu, sich mit Gleichaltrigen auseinanderzusetzen. Eine andere Möglichkeit ist es, dass Ihr Nachwuchs besser mit jüngeren oder älteren Kindern zurechtkommt.
-
Übung macht den Meister.
Zuhause herrscht dicke Luft, weil Ihr Kind etwas anderes will als Sie? Das ist eine wunderbare Gelegenheit zu üben. Ermutigen Sie Ihr Kind, Ihnen zu erklären, warum ihm etwas so wichtig ist und wie sie einen Kompromiss finden können.
-
Pünktlichkeit hilft dabei, Kontakte zu schließen.
Wenn Ihr Kind schwer Anschluss findet, ist es von Vorteil, etwas vor der Zeit da zu sein. Während die anderen Kinder langsam eintrudeln, hat sich Ihr Sprössling schon eingewöhnt und vielleicht einen Spielgefährten ausgeguckt.
-
Kontakte knüpfen gehört zum Alltag.
Zeigen Sie Ihrem Kind, dass es auch zu Ihrem Alltag gehört, immer wieder mit fremden Menschen ins Gespräch zu kommen. Besuchen Sie zusammen eine Spielgruppe oder einen Kurs und gehen Sie mit gutem Beispiel voran.
-
Lassen Sie sich und Ihrem Kind Zeit.
Sie wollen, dass Ihr Kind möglichst schnell seine Schüchternheit überwindet. Der Wunsch ist verständlich.
Trotzdem: Drängen Sie Ihr Kind nicht. Lassen Sie ihm Zeit, Situationen und Menschen erst einmal aus sicherer Entfernung zu beobachten. Die Entscheidung, zu unbekannten Kindern oder Erwachsenen Kontakt aufzunehmen, liegt allein bei Ihrem Kind. Das müssen Sie akzeptieren.
Neue Inhalte:- Tipp für Eltern - Mit Kindern Ausflüge ans Wasser machen
- Tipp für Eltern - Checkliste: Hat mein Kind ADHS?
- Tipp für Eltern - So meistern Sie den Alltag mit ADHS
- Tipp für Eltern - Bunter Bilder malen mit Kindern
- Wissen - Warum brauchen Hunde einen Schwimmkurs?
Aktuelle Diskussionen im Eltern-Forum:
















