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  1. #1
    Spezialist Avatar von jodatz
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    Hallo allerseits,
    folgende Mail erreichte mich über ein anderes Forum vor Kurzem.
    Ich denke, dass ist für alle ganz interessant.

    In der Sendung "Kontraste" vom 28.6.07 fiel die Behauptung, daß Hartz IV-Kinder sich ein Mittagessen in der Schulkantine im Prinzp nicht leisten könnten, da der Regelsatz hierfür nur 79 Cent vorsehe. Eine Aussage, die ich nicht glauben mochte...
    Hans Petersen hat ein wenig für mich recherchiert und folgenden - unbedingt lesenswerten!!! - Artikel aufgetrieben:
    LINKEZEITUNG.DE - Kinderarmut: Weniger Essen durch Hartz IV

    Pro Tag stehen Schulkindern bis zu 14 Jahren für ihre Ernährung tatsächlich nur 2,28 Euro zur Verfügung. Zum Vergleich: 1987 waren es noch 2,90 Euro!!!
    Aber es geht noch viel weiter ...
    Wenn Eltern ihre Kinder verhungern lassen, schreit die Nation auf. Doch wo bleibt der Aufschrei für die ca. 1,7 Mio. Kinder in unserem Lande, die (abhängig von ihren Eltern) von Hartz-IV leben müssen???
    Ich finde, diese Tatsachen gehören an den Pranger - so darf es nicht weitergehen!!!

    Mit freundlichen Grüßen
    Edith Aufdembrinke
    DAGO Kinderlobby e.V.*

    Postfach 202 303 - 20216 Hamburg - Tel.: 040/4016 7530
    e.aufdembrinke@dago-kinderlobby.de - DAGO Kinderlobby e.V.

    *eingetragen im Vereinsregister Hamburg, Registerblatt VR 17715
    Steuer-Nr. 17/411/02710 beim Finanzamt Hamburg Nord

    Liebe Grüße
    Jodatz


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  2. #2
    Spezialist Avatar von chrissyf.71
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    Hallo Jodatz!

    Das stimmt leider wirklich! Einen ähnlichen Bericht hab ich vor kurzem bei uns in der Zeitung gelesen. Ein super Angebot diesbezüglich find ich ja die "Arche" in Berlin, wo Kinder aus sozialschwachen Familien Mittags eine warme Mahlzeit bekommen.

    Hier im Saarland ist es mittlerweile so, dass die Finanzierung des Schulessens für ALGll Empfänger, sofern es halt GAnztagsbetreuung gibt, zum Großteil übernommen wird.

    LG!
    Chris


  3. #3
    Spezialist Avatar von jodatz
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    Hallo Chris,
    die Arche haben wir in Hamburg auch und noch einige andere Organisationen, wo die Kinder mittags kostenlos warmen Essen bekommen.
    Das andere weiß ich jetzt nicht genau.
    Ich finde es aber wirklich ein Unding, dass Eltern nicht mal genügend Geld haben, um ihre Kinder gesund zu ernähren. Es muss ja nicht gleich der Biobauer sein.
    Sowas macht mich echt wütend und da merke ich mal wieder, wie wenig wir selbst doch eigentlich tun können.

    Liebe Grüße
    Jodatz


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  4. #4
    Spezialist Avatar von chrissyf.71
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    Hallo Jodatz!

    Sowas ärgert mich auch immer! Gerade bei uns sollte doch eigentlich kein Kind an Hunger leiden!

    Ich kenn aber leider einen ähnlichen Fall, wo das Geld sehr, sehr knapp sitzt. Und ohne ihre Eltern bzw. seine Eltern würden die Kinder auch kein geregeltes Essen bekommen.

    Und weißt Du, was das ganze noch schlimmer macht? Wenn Du, trotz Arbeit, nicht in der Lage bist, Deine Familie vernünftig zu versorgen, weil Du nicht genug verdienst.

    LG!
    Chris


  5. #5
    Spezialist Avatar von jodatz
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    Hi Chris,
    stimmt, das regt uns auch immer auf.
    Da arbeiten Menschen wirklich viel und hart und bekommen dafür einen Hungerlohn, so dass es selbst bei 2 Verdienern am Ende noch knapp wird.
    Dagegen sollte die Politik endlich was tun - dann bräuchten nicht so viele Menschen aufs Amt und um Geld "betteln".
    Theoretisch muss es möglich sein, eine Familie mit einem Gehalt zu ernähren und für eine Wohnung zu sorgen - der andere Partner könnte sich dann voll und ganz auf die Kindererziehung usw. kümmern. ( nichts dagegen spricht dann ein Teilzeitjob, wenn die Kinder ab 3 in der Kita sind )
    Ich weiß - rein utopisch und von vielen ja auch nicht gewollt.
    Dann wäre es aber zumindest so, dass es in jeder Familie jedenfalls einen Vollverdiener gäbe.

    Ich träum schon wieder - muss aber auch mal sein

    Liebe Grüße
    Jodatz


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  6. #6
    Spezialist Avatar von chrissyf.71
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    Hallo Jodatz!

    Aber wie Du ja an den endlos Diskussionen verfolgen kannst, haben unsere Herren/Damen Politiker auch kein Patentrezept dafür, dass die Menschen mehr verdienen.

    Ich weiß, das war früher und nicht heute, aber genau da liegt es, früher konnten die Männer ihre Familien auch ernähren, es war auch nur 1 Verdienst vorhanden. Und heute? Heute muß doch in den meisten Fällen die Frau mitverdienen. KLar, in vielen Fällen ist das auch nur ein Konsumdenken, weil man seinen Kindern ja das wirklich beste geben möchte. Da muß das Kind dies machen, jenes machen, es braucht diese Kleidung, jeden Kleidung. Ich kann mir für meine Kinder auch keinen Musikunterricht leiste, der würde pro Kind auf fast 80 Euro kommen, also muß halt der örtliche Kinderchor herhalten.

    LG!
    Chris


  7. #7
    Spezialist Avatar von Tanja
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    Ich gehe auch arbeiten, weil ein Verdienst uns nicht reichen würde. Leider ist die Firma, wo Martin arbeitet Insolvent gegangen und ein neuer Investor hat sie dann gekauft, nachdem schon alle Arbeitslos waren und die Firma schon geschlossen war. Er hat dann einige wieder eingestellt, aber mit einem Lohn, der viel niedriger war als der Lohn vorher. Martin hätte damals auch mehr Arbeitslosengeld bekommen, als wie den Lohn jetzt. Aber man kann ja froh sein überhaupt Arbeit zu haben.

    Ich denke auch manchmal, jetzt gehen wir schon beide arbeiten, aber großartig leisten können wir uns auch nichts.

    Für Joschi bekomme ich keinen Unterhalt, sein Erzeuger hatte keine Lust zum Arbeiten und jetzt bekommt er keine mehr. Wer will auch jemanden einstellen, der über 10 Jahre arbeitslos war und sich nicht darum gekümmert hat einen Job zu bekommen. Er hätte arbeiten können, es lag nicht daran, dass es nichts für ihn gab, er hat es immer geschafft sich davor zu drücken. Ich hoffe nur, dass Joschi nicht irgendwann herangezogen werden kann um für ihn irgendetwas zu bezahlen.

    Liebe Grüße
    Tanja
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  8. #8
    Spezialist Avatar von Biene
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    Hallo zusammen!
    Ja es ist echt schlimm, zumal immer zuerst bei den kleinsten gespart wird. Immer zuerst bei denen die sich am wenigsten wehren können.
    Auch bei uns gibt es immer mehr Suppenküchen, weil die Armut immer weiter steigt. Ich frage mich nur, wo ist der angebliche Aufschwung? Hier bei uns in der Gegend ist davon nichts zu spüren
    Ich gehe auch stundenweise morgens arbeiten, aber da kommt auch nicht viel bei rum. Wir haben aber das große Glück, das wir mietfrei im Haus meiner Eltern wohnen, sonst müßte auch ich Vollzeit arbeiten gehen.
    Aber aufgrund stetig steigender Nebenkosten wie Strom, Wasser und Heizung werde auch ich mich, wenn meine Tochter aus der Grundschule raus ist nach einer Vollzeitstelle umsehen müssen!
    Es grüßt Euch Biene!


  9. #9
    Spezialist Avatar von chrissyf.71
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    Hallo Tanja!

    Das ist eine Sache, die kommt in manchen Patchworlfamilien leider auch hinzu, nämlich der fehlende UNterhalt seitens des Kindsvaters/Kindsmutter. In vielen Dingen ist man heut zu Tage ja auf einen Doppelverdienst angewiesen.

    Ich geh jetzt mal so rein nur für´s Saarland aus, ich weiß, in andern Bundesländern ist es nicht so. Wir müssen z.B. all unsere Schulbücher selbst kaufen. Für Janina kommen 110 Euro für´s 4. Schuljahr auf uns zu und für Nicolas knapp 80. Klar, über´s Jahr kann man Geld zurücklegen. Aber dann wäre man rein theoretisch nur am Zurücklegen, denn es fällt ja immer was an. Deswegen sind auch wir auf 2 Verdienste angewiesen. Klar, derzeit bin ich arbeitslos, werd aber baldmöglichst hoffentlich wieder arbeiten gehen. Wir sind aber in der guten Lage, dass uns nur ein Teilzeitverdienst von mir genügen würde. Wir wohnen aber zum Glück in einer wirtschaftlich relativ guten Gegend, in der die Lebenshaltungskosten aber auch nicht zu groß sind. Von daher können wir uns mit 1 1/2 Verdienst schon etwas mehr leisten, halt nur keine Musikstunde für die Kinder, die gerne Gitarre und Keyboard lernen würden.

    LG!
    Chris


  10. #10
    Spezialist
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    hallo jaodatz,
    das ist echt ein grosser skandall!
    und wenn es nicht so viele menschen geben wuerde
    die freiwilligen arbeit machen,waeren die situation in ganz europa
    noch viel katastropahler.
    l.g. conny


  11. #11
    Spezialist Avatar von jodatz
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    Hallo allerseits,
    wie vielleicht die meisten schon mitbekommen haben - die Milch wird teurer !
    Wie sich nun die Milchküchen in den Schulen finanzieren sollen, weiß ich auch nicht -
    Hier ein Artikel zu den Milchpreiserhöhungen:
    Preisschub bei Molkereiprodukten ''Milch ist ein knappes Gut'' - Wirtschaft - sueddeutsche.de

    Liebe Grüße
    Jodatz


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  12. #12
    Spezialist Avatar von Biene
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    Hallo Jodatz!
    Alles hausgebackene Probleme, wenn Du mich fragst!
    Was ist das für ein Irrsinn, da wird sich beschwert, das zu wenig Milch da ist. Die Bauern die mehr Milch produzieren als sie dürfen, müssen Strafen zahlen, was hat das zur Folge? Es wird nur soviel produziert wie man darf, denn wer will schon Strafe zahlen? Also, was machen die Bauern mit dem Überschuss? Die können wohl schlecht der Kuh sagen:"nun gib mal 5 Liter weniger Milch"!
    Es ist schon ein paar Jahre her, da hat uns mal ein bekannter Bauer erzählt, das er den täglichen Milchüberschuss einfach weg gießt, damit er keine Strafe zahlen muß.
    Eigentlich ist genug Milch da!
    Aber man braucht ja auch Mittel und Wege um die Preise in die Höhe zu treiben! Ärgerlich für uns Verbraucher, aber wir können es leider nicht ändern und müssen für verfehlte Politik bezahlen!
    Es grüßt alle ganz herzlich Biene!


  13. #13
    Spezialist Avatar von jodatz
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    Hallo Biene,
    ich stimme dir zu.
    Anstatt dass man sagt, alles was zuviel produziert wird , geben wir einfach so an die Bedürftigen oder Schulen, nein, da wird das kostbare Gut weggegossen und die Menschen müssen weiter hunger.
    Ein echter Skandal !


    Ich fürchte nur, wir werden da nichts dran ändern können obwohl es ja eigentlich immer heißt Politik ist für die Menschen da.

    Liebe Grüße
    Jodatz


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