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20.06.2008, 20:45 #1
Die Rechnung
Eines Abends, als die Mutter gerade das
Abendessen kochte, kam der elfjährige Sohn
in
die Küche, mit einem Zettel in der Hand. Er
überreichte den Zettel mit einem seltsamen,
amtlich anmutenden Gesichtsausdruck seiner
Mutter, die
sich daraufhin die Hände in der Schürze
abwischte, den Zettel entgegennahm, und zu
lesen begann:
Für das Jäten des Blumenbeetes: 2 Euro
Für das Aufräumen meines Zimmers: 8 Euro
Weil ich Milch holen gegangen bin: 1 Euro
Weil ich drei Nachmittage auf meine kleine
Schwester aufgepasst habe: 12 Euro
Weil ich zwei Einser bekommen habe: 8 Euro
Weil ich jeden Tag den Müll raus bringen: 3
Euro
Insgesamt: 34 Euro.
Die Mutter blickte sanft ihren Sohn an. Es
kamen ihr unzählige Erinnerungen ins
Gedächtnis.
Dann nahm sie einen Stift, und begann auf
einen anderen Zettel zu schreiben:
Für neun Monate lang unter meinem Herzen
tragen: 0 Euro
Für alle durchwachten Nächte, die ich an
deinem Krankenbett verbracht habe: 0 Euro
Für das viele Im-Arm-halten und Trösten: 0
Euro
Für das Auftrocknen deiner Tränen: 0 Euro
Für alles, was ich dir Tag für Tag
beigebracht habe: 0 Euro
Für jedes Frühstück, Mittagessen, Brotzeit,
Semmeln und alles, was ich dir zubereitet
habe: 0 Euro
Für mein Leben, was ich dir jeden Tag gebe:
0
Euro
Insgesamt: 0 Euro
Als sie fertig war, gab die Mutter mit einem
Lächeln den Zettel ihrem Sohn in
die Hand. Das Kind las es, und zwei große
Tränen liefen aus seinen Augen.
Dann drückte er den Zettel an sein Herz, und
schrieb im Anschluss auf seine eigene
Rechnung:
BEZAHLT....
Das hat mir sehr gut gefallen
LG alusru
Lesen gefährdet die Dummheit
Forenagentin
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20.06.2008, 21:31 #2PferdefreundinGast
Das ist aber wirklich schön, Uschi!!!
Und so wahr!!!
Hab auch noch etwas gefunden:
Als der liebe Gott die Mutter schuf, machte er bereits den sechsten Tag Überstunden. da erschien der Engel und sagte:" Herr, Ihr bastelt aber lange an dieser Figur."
Der liebe Gott sprach:" Hast Du die speziellen Wünsche auf der Bestellung gelesen?
- Sie soll vollwaschbar, darf aber nicht aus Plastik sein;
- sie soll 160 bewegliche austauschbare Teile haben;
- sie soll von Essensresten und schwarzem Kaffe leben können;
- sie soll einen Schoß haben, den man nicht mehr sieht, wenn sie aufsteht;
- ihr Kuß soll alles heilen, vom Beinbruch bis zum Liebeskummer;
- sie soll sechs Paar Hände haben."
Da schüttelte der Engel verwundert den Kopf und sagte:" Sechs Paar Hände? Das wird kaum zu machen sein, oder?"
"Die Hände machen mir kein Kopfzerbrechen!, sagte der liebe Gott. "Aber die drei Paar Augen, die eine Mutter haben muß!"
"Gehören die zum Standardmodell?" fragte der Engel.
Der liebe Gott nickte. "Ein Paar, das durch geschlossene Türen blickt, während sie fragt:" Was macht ihr Gören denn da drin?", obwohl sie es längst weiß. Ein zweites Paar im Hinterkopf, mit dem sie sieht, was sie nicht sehen soll, aber wissen muß. Und natürlich noch dieses Paar hier vorn, aus denen sie ein Kind ansehen kann, das sich unmöglich benimmt, und die sagen:" Ich verstehe dich und habe dich sehr lieb", ohne daß sie ein einziges Wort spricht."
"O Herr", sagte der Engel und zupfte ihn leise am Ärmel. "Geht schlafen, macht morgen weiter."
"Ich kann nicht", sprach der liebe Gott, "denn ich bin nahe dran, etwas zu schaffen, das mir einigermaßen ähnelt. Ich habe bereits geschafft, daß sie sich selber heilt, wenn sie krank ist, daß sie eine sechsköpfige familie mit einem Pfund Gehacktem satt bekommt und einen Neunjährigen dazu bewegen kann, sich unter die Dusche zu stellen."
Der Engel ging langsam um das Modell der Mutter herum "Zu weich", seufzte er.
"Aber zäh", sagte der liebe Gott energisch. "Du glaubst gar nicht, was diese Mutter alles leisten und aushalten kann."
"Kann sie denken?"
"Nicht nur denken, sondern sogar urteilen und kompromisse schließen", sagte der Schöpfer.
Schließlich beugte sich der Engel vor und fuhr mit einem Finger über die Wange des Modells."Da ist ein Leck", sagte er. "Ich habe Euch ja gesagt, Ihr versucht zu viel in dieses Modell hineinzupacken."
"Das ist kein Leck", sagte der liebe Gott, "das ist eine Träne."
"Wofür ist die?"
"Die fließt bei Freude, Trauer, Enttäuschung, Schmerz, Verlassenheit und Stolz"
"Ihr seid ein Genie", sagte der Engel.
Da blickte der liebe Got traurig. "Die Träne", sagte er, "ist nicht von mir."
Epilog aus "Vier Hände und ein Herz voll Liebe"
Erma Bombeck
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21.06.2008, 07:40 #3
Ich finde beide Texte superschön und Klasse!!!
LG Iza
Liebe das Leben und das Leben liebt dich
Forenhexe
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21.06.2008, 08:00 #4
ich finde beide GEschichten auch sehr schön.

@alusru: das habe ich auf einer Schalltplatte - selbst als ich jünger war, kullerte bei mir bei dem Lied immer ein Tränchen.
Liebe Grüße
Jodatz
______________________
Die Forenchefin
mit Alex 13 Jahre und Jette 14 Jahre und Supermann
Gebildet ist der, der weiß, wo er findet, was er nicht weiß.
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21.06.2008, 09:36 #5
Danke,
Pferdi, dein Text gefällt mir auch sehr gut
LG alusru
Lesen gefährdet die Dummheit
Forenagentin
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21.06.2008, 18:37 #6
Diese Texte lassen mich nachdenklich werden. Sie sind super schön
LG Forensonne

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22.06.2008, 09:03 #7
Oh wie schön, sitze hier mit Gänsehaut!!!
Super!!!
LG juna
Forenstern
Freundinnen sind wie Schuhe:
Man denkt, man kann nicht genug davon haben, aber letztendlich sind es immer die gleichen, mit denen man sich wohl fühlt.
(Kerstin Gier)
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24.06.2008, 10:34 #8
Was eine Mama bewirkt
Nachdem ich die dreckige Wäsche und die
Schultaschen aus allen Ecken des Flurs
aufgesammelt hatte, fragte ich mich letztens,
ob diese "Mutterarbeit" meinen
Kindern überhaupt etwas wert ist. Ist das,
was ich tue, wichtig?
Und dann sah ich, wie meine Tochter Madeline
begeistert ihren Tagesbeschäftigungen
nachging. Dabei fielen mir einige besondere
Augenblicke mit ihr ein....
Wenn wir zusammen im Auto sitzen, schiebt sie
manchmal ihre Hand in meine, lehnt sich
zurück, lächelt und freut sich einfach, mit
ihrer Mama allein zu sein.
Oder es kommt vor, dass sie es nachmittags
kaum aushält, mir von ihrem aufregendem Tag
zu erzählen.
Oder wenn sie an einem nicht so tollen Tag
ein "Auweh" mitbringt, wirkt ein
Kuß von Mama Wunder.
"Brauchst du noch ein Pflaster?"
"Nein, Mama, jetzt gehts wieder"
Oder beim Zubettgehen: "Kannst du mich
zudecken, Mama?"
Zwei Minuten später ist sie bis zur Nase
eingekuschelt und schläft friedlich- sie
fühlt sich sicher und geborgen nach einem
Kuss, einer Umarmung und einem Gebet von
Mama.
Eine einfache Berührung von Mama bewirkt eine
unglaubliche Veränderung.
Ich danke Gott für die Rolle, die ich in
ihrem jungen Leben übernehmen darf. Die
Wäscheberge werden eines Tages verschwinden,
aber die Prägung, die ich in ihrem Leben
hinterlasse, bleibt für immer.
Welch großes Vorrecht ist es , Mutter zu
sein!
von Michele Hall
LG alusru
Lesen gefährdet die Dummheit
Forenagentin
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24.06.2008, 20:25 #9
Ich hätte hier auch noch was schönes zum Lesen:
Ein Engel
Es war einmal ein Baby im Bauch seiner
Mutter, welches bereit war geboren zu
werden…
Das Baby fragte Gott:
"Wie soll ich auf der Erde leben, wo
ich
doch so klein und hilflos bin?
Wie werde ich singen und lachen können, um
fröhlich zu sein?
Wie soll ich die Menschen verstehen, wenn
ich
die Sprache nicht kenne?
Was werde ich tun, wenn ich zu Dir sprechen
will, Gott?
Und wer wird mich beschützen?"
Und Gott antwortete dem Baby:
"Ich habe für dich ein Engel
ausgewählt,
der über dich wachen wird, bist du erwachsen
bist.
Dein Engel wird für dich singen und auch für
dich lachen.
Und du wirst die Liebe deines Engels fühlen
und sehr glücklich sein.
Dein Engel wird dir die schönsten und
süßesten Worte sagen, die du jemals hören
wirst.
Mit viel Ruhe und Geduld wird dein Engel
dich
lehren zu sprechen.
Dein Engel wird deine Hände aneinanderlegen
und dich lehren zu beten.
Dein Engel wird dich verteidigen, auch wenn
er dabei sein Leben riskiert."
In diesem Moment riefen Stimmen der Erde den
Namen des Babys, denn es sollte nun geboren
werden.
Voller Erwartung sprach das Baby ein letztes
Mal zu Gott:
"Oh Gott Ich muss jetzt von dir gehen.
Bevor ich dich jetzt verlasse, sage mir
bitte
den Namen meines Engel."
Und Gott sprach:
"Ihr Name ist nicht wichtig. Nenne sie
einfach Mama!“
LG Christiane
Forenmaus
Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität.
Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.
(Sokrates, gr. Philosoph, 470-399 v.Chr.)
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24.06.2008, 20:31 #10
Chrissy, das ist sehr, sehr schön.
Das habe ich schon mal gelesen, aber nicht mehr gefunden.
LG alusru
Lesen gefährdet die Dummheit
Forenagentin
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24.06.2008, 20:40 #11
Ja Du, ich musste auch wieder suchen gehen.
LG Christiane
Forenmaus
Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität.
Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.
(Sokrates, gr. Philosoph, 470-399 v.Chr.)
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25.06.2008, 18:25 #12
hallo chrissy,
das ist auch sehr sehr schön.
Kennt ihr das Gedicht von Kurt Tucholsky. Das haben wir damals in der Schule gelernt, allerdings auf Hochdeutsch - das kann ich aber leider gerade nicht finden.
Kurt Tucholsky, 1890 - 1935
Hast uns Stulln jeschnitten
un Kaffe jekocht
un de Töppe rübajeschohm -
un jewischt un jenäht
un jemacht un jedreht...
alles mit deine Hände.
Hast de Milch zujedeckt,
uns bobongs zujesteckt
un Zeitungen ausjetragen -
hast die Hemden jezählt
und Kartoffeln jeschält...
alles mit deine Hände.
Hast uns manches Mal
bei jroßem Schkandal
auch'n Katzenkopp jejeben.
Hast uns hochjebracht.
Wir wahn Sticker acht,
sechse sind noch am Leben...
Alles mit deine Hände.
Heiß warn se un kalt.
Nu sind se alt.
Nu bist du bald am Ende.
Da stehn wir nu hier,
und denn komm wir bei dir
und streicheln deine Hände.
Liebe Grüße
Jodatz
______________________
Die Forenchefin
mit Alex 13 Jahre und Jette 14 Jahre und Supermann
Gebildet ist der, der weiß, wo er findet, was er nicht weiß.
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25.06.2008, 18:53 #13
Einen Text zum Nachdenken
Zum Nachdenken . . .
Eines Tages stand ein junger Mann mitten in der Stadt
und
erklärte, dass er das schönste Herz im ganzen Tal
habe.
Eine
große Menschenmenge versammelte sich, und sie alle
bewunderten sein Herz, denn es war perfekt.
Es gab keinen Fleck oder Fehler in ihm. Ja, sie alle
gaben
ihm recht, es war wirklich das schönste Herz, was sie
je
gesehen hatten. Der junge Mann war sehr stolz und
prahlte
lauter über sein schönes Herz.
Plötzlich tauchte ein alter Mann vor der Menge auf und
sagte: "Nun, dein Herz ist nicht mal annähernd so
schön, wie
meines." Die Menschenmenge und der junge Mann
schauten das
Herz des alten Mannes an. Es schlug kräftig, aber es
war
voller Narben, es hatte Stellen, wo Stücke entfernt
und
durch andere ersetzt worden waren.
Aber sie passen nicht richtig, und es gab einige
ausgefranste Ecken. Genauer an einigen Stellen waren
tiefe
Furchen, wo ganze Teile fehlten.
Die Leute starrten ihn an: Wie kann er behaupten, sein
Herz
sei schöner, dachten sie?
Der junge Mann schaute auf des alten Mannes Herz, sah
dessen
Zustand und lachte: "Du musst scherzen",
sagte er, "Dein
Herz mit meinem zu vergleichen. Meines ist perfekt und
deines ist ein Durcheinander aus Narben und
Tränen."
"Ja", sagte der alte Mann, "deines
sieht
perfekt aus, aber
ich würde niemals mit dir tauschen. Jede Narbe steht
für
einen Menschen, dem ich meine Liebe gegeben habe. Ich
reiße
ein Stück meines Herzens heraus und reiche es ihnen,
und oft
geben sie mir ein Stück ihres Herzens, das in die
leere
Stelle meines Herzens passt. Aber weil die Stücke
nicht
genau sind, habe ich einige raue Kanten, die ich sehr
schätze, denn sie erinnern mich an die Liebe, die
wir teilten.
Manchmal habe ich auch ein Stück meines Herzens
gegeben,
ohne dass mir der andere ein Stück seines Herzens
zurückgegeben hat. Das sind die leeren Furchen. Liebe
geben
heißt manchmal auch ein Risiko einzugehen. Auch wenn
diese
Furchen schmerzhaft sind, bleiben sie offen und auch
sie
erinnern mich an die Liebe, die ich für diese Menschen
empfinde. Und ich hoffe, dass sie eines Tages
zurückkehren
und den Platz ausfüllen werden. Erkennst du jetzt, was
wahre Schönheit ist?"
Der junge Mann stand still da und Tränen rannen über
seine
Wangen. Er ging auf den alten Mann zu, griff nach
seinem
perfekten jungen und schönen Herzen und riss ein Stück
heraus. Er bot es dem alten Mann mit zitternden Händen
an.
Der alte Mann nahm das Angebot an, setzte es in sein
Herz.
Er nahm dann ein Stück seines alten vernarbten Herzens
und
füllte damit die Wunde des jungen Mannes Herzen. Es
passte
nicht perfekt, da es einige ausgefranste Ränder
hatte. Der junge Mann sah sein Herz an, nicht mehr
perfekt,
aber schöner als je zuvor, denn er spürte die Liebe
des
alten Mannes in sein Herz fließen. Sie umarmten sich
und
gingen weg, Seite an Seite.
LG alusru
Lesen gefährdet die Dummheit
Forenagentin
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25.06.2008, 18:57 #14
Habe gerade beim Lesen eine Gänsehaut bekommen
Liebe Grüße
Jodatz
______________________
Die Forenchefin
mit Alex 13 Jahre und Jette 14 Jahre und Supermann
Gebildet ist der, der weiß, wo er findet, was er nicht weiß.
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25.06.2008, 19:00 #15
Diese Texte finde ich bei wkw
LG alusru
Lesen gefährdet die Dummheit
Forenagentin



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