Ergebnis 1 bis 15 von 30
Thema: Eltern-Burnout, gibt´s das?
-
28.10.2011, 14:01 #1Spezialist
- Registriert seit
- 16.01.2008
- Beiträge
- 7.835
Ihr habt ja sicher schon gemerkt, dass ich mich hier viel rar gemacht habe in letzter Zeit.
Das liegt nicht an Euch!
Mir ist einfach vieles zu viel.
Nach Unfallzeuge, Tod der Katze im Winter, Lungenentzündung von Junior, Verbrennung von Männe, wochenlang selber krank, habe ich mich nie so recht erholt.
Jetzt war ich wieder krank und fühle mich immer noch nicht wieder fit.
Heute, Schule geht ja wieder los, wollte ich Junior Vokabeln abfragen.
Das ganze hat nichts gebracht. Er hat zwar gelernt, aber nichts gewusst, wie so oft in letzter Zeit.
Viel interessanter war aber für mich die Beobachtung, dass ich schon nach 5 min total entnervt war. Obwohl gerade viel frei war.
ich war total am Ende deswegen. Auch alles , was im Haushalt anfällt, ist mir nur eine Last.
NICHTS macht Spaß.
Ich habe schon autogenes Training angefangen, mache täglich Gymnastik (gegen Rückenschmerzen), gehe täglich spazieren etc. Nichts bringt was.
Nun frage ich mich, ob´s Burnout bei Eltern gibt???
Irgendwie habe ich den Eindruck, ich erhole mich GAR NICHT mehr.
Mit den Vokabeln dachte ich heut. Seit 8,5 Jahren unterstütze ich Junior (wegen ADS), außer in den Ferien, fast täglich, auch wochenends, bei den HA.
Und irgendiwe kann ich das nicht mehr.
Nun muss er sich Jahresende aber bewerben und ich habe den Eindruck, ich lasse ihn im Stich.
Ich denke manchmal, ich müsste mal raus, schaffe das aber nicht, weil ich wieder denke, alle im Stich zu lassen.
Schließlich konnten sich alle ihr Leben lang auf mich verlassen und jetzT???
Kennt das eine von Euch?
Ich weiß echt nicht mehr weiter
LG hanja
Forenseele
-
28.10.2011, 14:27 #2
@hanja: Soweit ich weiß, hat Burn-out ja immer mehrer Komponenten .
Und du hast ja eben nicht nur die Kinder, sondern auch noch deine Arbeit, deinen Mann , das Haus usw. Jeder will was , überall möchtest du dein Bestes geben. Das ist so !
Als ich damals mit 2 Kindern und ein paar Tage im Monat gearbeitet habe und dann meine chronische Rückenschmerzen hatte - da hatte der Arzt in der Reha bei mir ein akutes Erschöpfungssyndrom festgestellt.
Ich habe wirklich 5 Wochen gebraucht, um mich davon zu erholen - weg von der Familie.
Ich denke, du solltest schnellstens mit einem Arzt sprechen - lass dir helfen -
Und das Üben mit deinem Sohn - holt euch Hilfe - es nützt ja nichts, wenn du daran zugrunde gehst.
Ich knuddel dich mal ganz doll.
Liebe Grüße
Jodatz
______________________
Die Forenchefin
mit Alex 13 Jahre und Jette 14 Jahre und Supermann
Gebildet ist der, der weiß, wo er findet, was er nicht weiß.
-
28.10.2011, 15:32 #3
Hallo Hanja

Uploaded with ImageShack.us
Wenn es möglich ist, dann beantrage eine Mütter-Kur.
Und gebe die Nachhilfe nach Außen ab, wenn es finaziell möglich ist.
So wie du es beschreibst, kannst du Hilfe echt gebrauchen.
LG alusru
Lesen gefährdet die Dummheit
Forenagentin
-
28.10.2011, 15:39 #4
Ich würde eher zu einer Kur nur für dich raten - ohne Kinder !
Musste mein Mann wie gesagt, damals auch mit 2 Kindern wuppen, die wesentlich kleiner waren als deine jetzt.
Denke du brauchst Abstand !
Liebe Grüße
Jodatz
______________________
Die Forenchefin
mit Alex 13 Jahre und Jette 14 Jahre und Supermann
Gebildet ist der, der weiß, wo er findet, was er nicht weiß.
-
28.10.2011, 16:02 #5
Mütter-Kur ist ohne Kinder, nicht verwechseln mit Mutter-Kind-Kur

LG alusru
Lesen gefährdet die Dummheit
Forenagentin
-
28.10.2011, 16:13 #6
-
28.10.2011, 16:38 #7
Hallo Hanja,
Burn-out kann, denke ich, jeder bekommen. Wir haben mittlerweile Teenager in unserer Praxis, die wir zu Psychologen deswegen überweisen.
Ich kann dich soooo gut verstehen, mir ging es letztes Schuljahr ja ähnlich. Ich musste mit Sohnemann lernen, Haushalt und Arbeit schmeissen und auch noch den Hund versorgen und und und. Ich war chronisch müde, konnte aber nie richtig schlafen, ständig gereizt und total unausgeglichen. Junior wurde dadurch auch nicht besser. Viele Gespräche mit meinem Chef (Arzt) und seiner Freundin (Heilpraktikerin) halfen mir zwar, änderten aber an der Gesamtsituation nichts.
Bei mir wurde es erst besser, als wir im Urlaub waren. Der Druck war trotzdem noch da, weil Timm ja in der letzten Ferienwoche im Sommer noch die Nachprüfung hatte. Aber ich konnte abschalten.
Ich denke auch, eine Kur für Dich alleine wäre das Beste. Sprich mit deinem Hausarzt und hole einen Antrag bei Deiner Krankenkasse. Ich drücke dir die Daumen, dass Du wieder zur Ruhe kommst.
Und sorry für den langen Text....
Drück Dich ganz lieb.
Grüße Christine
Alles Wahre ist so einfach, dass es eigentlich nur ein Dummkopf verstehen kann. Darum haben es ja die klugen Köpfe so schwer.
-
28.10.2011, 21:03 #8
Also ich hatte das vor zwei Jahren auch.
Mir stürzte alles über dem Kopf zusammen.
Mein Arbeitsplatz war in Gefahr wegen Umstrukturierung -
mein Mann erkrankte schwer
mit Saskia lief es in der Schule auch nicht rund
die ganzen Termine die ich mit ihr hatte.
Mir wurde schwindelig ohne Grund und ich war sehr
gereizt.
Ich denke das war Burnout.
Ich war beim Arzt und lies mich krankschreiben
und so konnte ich mich etwas entspannen.
Ich dachte auch immer ohne mich läufts nicht.
Aber ich versuche immer mehr abzugeben
und es tut gut.
Ich fühle mich - sagen wir mal freier.
Etwa 3 Monate war ich zuhause und rappelte mich langsam wieder.
LG Marita
Queenie!
Marotto!
---------------------------
Es ist normal anders zu sein
( Richard v. Weizsäcker )
-
28.10.2011, 21:24 #9
-
29.10.2011, 10:25 #10Spezialist
- Registriert seit
- 16.01.2008
- Beiträge
- 7.835
Ihr seid echt lieb!!!

Ich heule schon wieder...
vermutlich habt Ihr Recht, ich müsste raus.
Aber ich weiß z.Z. gar nicht, ob ich alleine, ohne Männe zurecht käme...
LG hanja
Forenseele
-
29.10.2011, 10:47 #11
@hanja: du bist da ja nicht alleine !
Und so hilfst du doch niemanden - wirklich !!
Ich dachte damals ne zeitlang auch - oh weh - dachte ohne mich läuft gar nichts und musste irgendwann feststellen - die Welt hat sich weitergedreht.
Meiner Familie ging es gut - und mir immer besser.
hat aber wie gesagt, lange gedauert !
ich bin mir auch sicher, dass dein Mann dich unterstützen wird - ihm sollte ja auch daran gelegen sein, dass es dir wieder gut geht.
Also lass dir helfen - gib Dinge ab ( wie z.-b. die Hausibetreuung von deinem Sohn - incl. Nachhilfe )
Ich knuddel dich noch mal ganz lieb
Liebe Grüße
Jodatz
______________________
Die Forenchefin
mit Alex 13 Jahre und Jette 14 Jahre und Supermann
Gebildet ist der, der weiß, wo er findet, was er nicht weiß.
-
29.10.2011, 11:29 #12
@Hanja, in einer Kureinrichtung bist du nicht alleine.
Da sind viele, die die gleiche oder ähnliche Problematik haben. Außerdem bekommst du dort Hilfe und Anleitungen, wie du aus dem Tief wieder heraus kommst.
LG alusru
Lesen gefährdet die Dummheit
Forenagentin
-
29.10.2011, 12:44 #13Spezialist
- Registriert seit
- 16.01.2008
- Beiträge
- 7.835
Mein Mann redet schon lange davon, dass ich zur Kur soll...
Aber wie wäre es da dann abends, gibt es da noch Gemeinsames?
Wenn ich nämlich viel allein bin, grüble ich und das tut mir GAR nicht gut.
Am liebsten würde ich ganz lange Urlaub machen, am besten mit Familie.
Hausis höre ich jetzt, wenn ich merke, es stresst mich, SOFORT auf.
Einige Dinge kann Männe übernehmen. Die Fächer , die ihm nicht liegen, muss ich mal sehen. Vielleicht kann er auch viel mehr ALLEIN!?
LG hanja
Forenseele
-
29.10.2011, 15:21 #14Spezialist
- Registriert seit
- 15.11.2007
- Ort
- Niedersachsen
- Beiträge
- 556
Mensch Hanja,
ich bin ganz betroffen, wenn ich das lese. Wirklich richtig ernsthaft *seufz*.
Könntest Du Dir gut vorstellen, diese Auszeit in Form einer Kur zu nehmen? Sicher? Ich frage deswegen, weil ich das Gefühl des 'Nicht-mehr-Könnens' kenne, aber für mich entschieden habe, mich bei einer so einer Auszeit nicht besser zu fühlen, zumal ich hinterher hier wahrscheinlich noch mehr Baustellen als vorher hätte :-/.
Wenn Dein sehnlicher Wunsch ist, mal rauszukommen und Abstand zu gewinnen, dann bin ich mir sicher, solltest Du auf schnellstem Wege eine Kur beantragen. Deine Symptome klingen durchaus nach einem Burnout.
Wie sieht denn Dein Alltag sonst aus, wo holst Du Dir sonst Entlastung...? Entlastung auch vor allem in emotionaler Form? Bei wem kannst Du Dich so richtig ausheulen, wer hört Dir zu? Hast Du Freundinnen, die Dir im Notfall zuhören und Dich aufbauen können? Was gönnst Du Dir? Machst Du Sport, hast Du ne Freundin für einen Kneipenabend? Hast Du etwas, was Dich mit Deinem Sohn verbindet, was Dich emotional wieder an ihn annähern lässt? Ich z.B. gehe gerne mit meinem Sohn shoppen, inkl. einem Essen. Oder wir machen einen Ausflug mal an einem Freitag nachmittag (Zoo, Spaßbad etc).
Uffh... fühl Dich mal ordentlich gedrückt!
Lieben Gruß
Deala
-
29.10.2011, 16:29 #15
@Hanja, in einer Kureinrichtung gibt es auch abends Angebote. Außerdem lernst du dort auch andere Betroffene kennen, mit einigen wirst du dich bestimmt gut verstehen.
Nur Mut, mache den Schritt. Am besten frage mal bei deiner Krankenkasse nach. Die können dir entsprechende Kurhäuser empfehlen.
Eine Freundin war in einer Mütterkur in Bad Wurzbach. Sie blieb auch länger und danach war sie richtig umgewandelt, ein ganz neuer Mensch. Bei ihr wirkt es selbst nach Jahren noch nach.
LG alusru
Lesen gefährdet die Dummheit
Forenagentin



LinkBack URL
About LinkBacks
Zitieren
habe ich doch glatt automatisch ein - Kind- mit dazu gesetzt 
Lesezeichen