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16.01.2008, 11:24 #16Spezialist
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Hallo Wolli,
wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich denken, Du wärst der Mann meiner ehemals besten Freundin...
Dort ist es ähnlich. Die Eltern frisch getrennt und meine nunmehr Nicht-Freundin kümmert sich so gut wie gar nicht. Mittlerweile ist der Mann meine 'Freundin' und ist völlig verunsichert... ähnlich wie Du.
Ich arbeit mit halber Stelle als Förderschullehrerin und stecke meine ganze Nachmittagsenergie in die außerschulische Unterstützung meines Sohnes (3. Klasse).
Mir macht das Spaß und wie man so ignorant sein kann zu sagen, das Kind müsse alleine klar kommen - ist mir echt nicht klar. Aber - wie gesagt - ich erlebe es täglich bei unseren Freunden. Meiner Freundin war das immer zu anstrengend, zu aufwändig... zu wasweißich...
Konkret sieht es hier so aus, dass mein Sohn die Hausaufgaben alleine macht und ich bei Fragen zur Verfügung stehe. Da er auf eine sehr leistungsorientierte Schule alter Art geht, sind es teils (zu viele) Hausaufgaben und dann braucht er mehr Unterstützung, in dem ich ihm zum Beispiel die Matheaufgaben diktiere statt dass er sie selbst liest und abschreibt.
Vor allen Lernzielkontrollen wird geübt und die wesentlichen Punkte zusammengefasst. Wir sprechen viel über Schulinhalte. Wenn in Sachunterricht ein Thema behandelt wird, dass man im Alltag z.B. besichtigen/anschauen kann - dann fahren wir los und machen das. Diese Unterstützung führt dazu, dass er in allen Fächern mündlich auf 1 steht. Seine Arbeiten waren bislang 2'en und 1'en. Ich denke, er bekommt ein schönes erstes Notenziffern-Zeugnis.
Am Wochenende und in den Ferien machen wir grundsätzlich nichts, Lernprogramme am Pc hatten wir anfangs auch, sind aber irgendwie überflüssig bzw. die Hausaufgaben eh' sehr umfassend. Mehr wäre zu viel.
Ich denke neben der rein sachlichen informativen Unterstützung gibt es einen weiteren nicht genanntenn emotionalen Effekt. Nämlich der, dass das Kind und sein Lebensraum gewürdigt wird. Das Kind fühlt sich ernstgenommen, in einem sicheren Nest behaglich 'eingewickelt'.
Mein Sohn würde mir aufs Dach
steigen, wenn ich plötzlich seine Hausaufgaben nicht nachgucken wollen würde.
Allerdings kenne ich diese Argumentation 'das Kind will ja gar nicht kontrolliert werden, das ist selbstständig'. Dahinter steckt meist nur, dass das Kind gute Antennen hat und selbstredend erfüllt, was die geliebte Mutter erwartet. Ob es das selbst tatsächlich SO WILL, wage ich meist zu bezweifeln. Kinder lieben Interesse an sich... Kinder sind per se keine Eigenbrötler und brauchen nicht umsetzt 18 Jahre um selbstständig zu werden.
Ich wünsche Dir ein gutes Gespräch über den Mediator.
Mein Freund rechnet damit, dass zumindest sein Sohn (11 Jahre) über kurz oder lang zu ihm ziehen wird. Wir hoffen, dass er bis dahin trotz Hochbegabung das Gym mit mittelmäßigen Noten schafft.
LG
Deala
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20.01.2008, 13:30 #17Spezialist
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hallo wolli,ich sehe das auch wie die anderen,das es die pflicht und eigentlich auch selbstverständlich ist,das sich deine ex auch um die schulischen probleme der kids kümmert.
man kann sie sich nicht selbst überlassen.
meine große tochter hat mich bestimmt auch öfters gehasst,aber jetzt hat sie zu ihrer schwester gesagt,ich bin froh und mama dankbar,das sie mich öfters gezwungen hat zu lernen. ihr versteht was ich meine.
klar tut es mir auch leid,wenn ich die kleine darauf hinweisen muss,nimm dir ein buch und lese.
sie bekommt von mir ab und zu übungsblätter die sie dann alleine löst. sollte sie aber fragen haben,kann sie jederzeit zu mir kommen.
ich sage ihr aber nicht gleich was zu tun ist,sie soll mir sagen was sie machen würde.
meine große tochter hat sich auch für ales mit einer annonce bei mir bedankt.
das fande ic super.
also bin ich doch nicht so schlecht wie die kids vielleicht manchmal denken.
denken wir mal an unsere kindheit zurück.habt ihr immer lust gehabt das zu üben was euch kein spaß macht.
lg diana
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20.01.2008, 15:33 #18Spezialist
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Hallo Wolli,
leider fehlen mir zum Verhalten Deiner Ex-Frau keine Worte ein....
Wir handhaben es auch, wie die meisten hier: Ich kontrolliere die Hausaufgaben meiner Tochter täglich (und das möchte sie auch so!), wenn Klassenarbeiten anstehen, wird der Unterrichtsstoff nochmal wiederholt, evtl. Lücken versuchen wir durch gezieltes Üben zu schließen.
Lesen üben wir jeden zweiten Tag etwas, mehr machen wir z.Zt. nicht -es läuft so recht gut.
Liebe Grüße Karin
Kinder bedeuten Glück, für das es keine Worte gibt.
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23.01.2008, 08:53 #19
Hallo wolli,
habe gerade beim sonderpädagogischen Förderbedarf einen Link dazu eingestellt und dieses mal rauskopiert:
Begriffsklärung
Förderung ist neben Erziehung, Bildung und Unterricht einer der zentralen handlungsleitenden Begriffe der Pädagogik. Ziel von Förderung als individuelle Unterstützung und Begleitung ist eine optimale Persönlichkeitsentwicklung. Sie setzt an elementaren Entwicklungsbereichen wie Wahrnehmung, Motorik, Denken, Gefühlsleben und Sprache an, um Lernprozesse zu ermöglichen bzw. zu optimieren. Dabei richtet sich Förderung nicht nur auf vorhandene Defizite, sondern geht auch von bestehenden Fähigkeiten und besonderen Interessen aus. Förderung sollte daher immer kompetenzorientiert sein. Die Bedürfnisse der Heranwachsenden nach Förderung ist ein wichtiger Ausgangspunkt von Erziehung. Alle Kinder und Jugendlichen brauchen also Förderung. Im Einzelfall drückt sich dies als individueller Förderbedarf aus.Der jeweilige Förderbedarf wird jedoch nicht vom Kind selbst geltend gemacht. Mit Förderbedarf wird das bezeichnet, was von den Erziehungsverantwortlichen, für die Entwicklung als hilfreich oder notwendig angesehen wird.
Vielleicht hilft dir das in der Argumentation bei deiner Ex.
Liebe Grüße
Jodatz
______________________
Die Forenchefin
mit Alex 13 Jahre und Jette 14 Jahre und Supermann
Gebildet ist der, der weiß, wo er findet, was er nicht weiß.
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23.01.2008, 13:43 #20
Hallo,
auch ich helfe meinem Sohn (10/4. Klasse) so gut ich kann. Er erledigt seine Hausaufgaben weitgehend schnell und auch alleine. Aber sobald er Fragen hat, er etwas nicht verstanden hat, komme ich ins Spiel. Das ist meine Aufgabe, finde ich zumindest. Ich lerne mit ihm auch auf Klassenarbeiten, nicht zuviel, aber ich frage ihn ab und übe mit ihm. Ich hole mir auch viel "Material" aus dem I-Net (wenn es z. B. um Aufsatz oder Mathe geht) und habe ihm auch Kinderseiten gezeigt, wo er sich Infos für MNK etc. holen kann und habe auch schon die eine oder andere Lern-CD besorgt. Ich gehe mit ihm in die Bücherei, habe von Anfang an versucht, ihn ans Lesen heranzuführen.....und es hat geklappt. Auch in Englisch habe ich ihm schon div. CDs besorgt, bei den er spielerisch im nebenbei hören, einige englische Wörter hört und somit auch lernt. (er möchte im Moment unbedingt Englisch lernen)
Ich versuche ihm, soweit es spielerisch geht - ohne das es wie lernen aussieht - ihn zu unterstützen, weil ich der Meinung bin, dass die Schule heutzutage nicht alle Mittel und Zeit hat, die Kinder je nach Begabung zu unterstützen. (zumindest in unserer Schule nicht).
Mein Bestreben ist es, dass er die Chance in der Schule hat, die ihm gerecht ist!
Kenne aber auch andere Mütter, die gar nichts mit ihren Kindern machen, sei es aus Zeit-Lust oder sonstigen Gründen und bei den meisten Kindern merkt man es aber auch an den schulischen Leistungen an. Natürlich gibt es auch Kinder, die keinerlei Hilfe benötigen.
Aber wenn, wie Dein Sohn auf einer Vier rumhängt, ist es doch auf jeden Fall sinnvoll, hier ihn zu unterstützen und zu üben.......
Also ich kann Deine Ex-Frau hier gar nicht verstehen. Ich finde das sehr schade.
Leider finde ich im Moment nichts Sinnvolles im Netz über das Thema........aber auch ich habe schon oft gelesen, dass Kinder, die von ihren Eltern unterstützt und auch gefördert werden, weiter kommen als solche, die keinerlei Unterstützung erfahren.
Viele Grüße
Dani



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