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Alt 19.01.2010, 16:51   #1
Belladonna
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Leibniz Privatschule
Hallo liebe Eltern,
wer hat Erfahrungen mit der Leibniz-Privatschule in Hitzhusen / Bad Bramstedt? Ich suche nach Alternativen für meine Kinder (5 / 10). Auf den Infoveranstaltungen hört es sich alles ganz fantastisch an, aber aus beruflicher Erfahrung weiß ich, dass man den werbenden Worten und den Hochglanzbroschüren nicht unbedingt trauen kann. Wäre nett, wenn mir Eltern schreiben, deren Kinder diese Schule besuchen. Welche Erfahrungen habt Ihr, wie wird das Förderer-Konzept umgesetzt, lohnt sich die Nachmittagsbetreuung? Gut... schlecht... Ihr wisst schon.. Danke!!
Belladonna
Belladonna ist offline  
Alt 19.01.2010, 20:31   #2
Karlo
Festes Mitglied
 
Registriert seit: 19.01.2010
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Karlo befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Leibniz Privatschule
Hallo, leider kann ich nicht viel Gutes aus der Leibniz Privatschule berichten. Seit Herr B. die Schulleitung im Mai 09 übernommen hat, geht es drunter und drüber. Ständige Lehrerwechsel machen den Kindern zu schaffen. Von Sep. 09 bis Feb. 10 werden es 4 Lehrer sein, die die Schule (meist freiwillig) verlassen haben werden. Treten Probleme auf so ist ein Gespräch mit der Schulleitung sehr schwierig, da Herr B. einfach kein Ahnung hat, sich immer wieder bei seiner Frau (MB) erkundigen muss und herausredet, oder den Eltern oder den Kindern Schuld für die Probleme gibt. Es hat den Anschein, als dass alle Probleme in der Schule gar keine sind, d. h. alles Negative wird gedeckelt - gibt es nicht. Wer unangenehme Fragen stellt oder sich nicht mit Ausreden zufrieden gibt, wird gebeten, das Büro zu verlassen. Die Schulleitung verlangt Kooperation von den Eltern, ist aber selber nicht bereit, Fehler einzugestehen, zu korrigieren geschweige denn daraus zu lernen. Es ist richtig, den Hochglanzversprechungen nicht zu trauen. Klar wird den Eltern alles möglich zugesagt, aber in den Verträgen steht das auch so schwammig drin, dass man keine Chance hat, da raus zu kommen (außer nach einen Jahr).
Wir haben uns erhofft, dass die Eltern mit einbezogen werden (wie immer wieder zugesagt wurde), doch wird nur ihr Geld gerne eingezogen und die billige Arbeitskraft bei den AGs am Nachmittag ausgenutzt. Ansonsten hat man als Elternteil keine Fragen zu stellen, nichts zu beanstanden und sich bloß nicht einzumischen. Es gibt auch keine Schulkonferenz. Elternmeinungen sind nicht erwünscht. Es gibt genügend Eltern, die genau das wollen: ihr Kind morgens hinbringen, abends wieder abholen und nichts wissen wollen, was in der Zwischenzeit geschehen ist. Bist Du so ein Elternteil, so ist das DIE Schule für Euch.
Die AGs kann man sich auch schenken. Sportvereine und VHS sind günstiger und besser. Bei der Hausaufgabenbetreuung wird auch nur beaufsichtigt und nicht wirklich unterstützt. Die Kinder surfen hier z. T. im Internet, anstatt zu lernen. Die Lehrer sind überlastet und können / dürfen nicht so wie sie könnten / möchten.
Ich könnte etliche haarsträubende Vorfälle erzählen, die es noch nicht einmal auf den Öffentlichen geben würde. Hier zahlt man sogar 300 € dafür.
Die Leibniz-Privatschule ist ein Wirtschaftsunternehmen. Es wird zwar immer wieder gesagt, dass es hier doch schließlich um Kinder geht, doch haben wir erkannt, dass es in erster Linie um Frau MB, dann um das Geschäft und erst dann um die Kinder geht.
Belladonna, spar´ das Geld, es lohnt sich nicht.
Karlo
Karlo ist offline  
Alt 20.01.2010, 19:13   #3
Saskia Jacomo
Aufstrebendes Mitglied
 
Registriert seit: 20.01.2010
Beiträge: 15
Saskia Jacomo befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Leibniz Privatschule
darf ich dann mal fragen, warum du deine kinder noch auf der leibniz privatschule hast, wenn mb so unmöglich ist? also wir sind zufrieden. mein kind geht gerne auf diese schule. die lehrer sind nett und über herrn b. kann man auch hinwegsehen. schließlich gibt es auf jeder schule lehrer, die man nicht mag, damit müssen unsere kinder lernen zurechtzukommen. welche alternativen für bad bramstedt gibt es denn? und was die negativen sachen angeht, so gibt es die auch auf den öffentlichen schulen. man muss sich auch nicht überall einmischen. ich vertraue der geschäftsführung. die haben mir zugesagt, dass mein kind dort sein abi machen kann und bis dahin wird noch viel wasser den berg hinunter fließen.
saskia

Geändert von Saskia Jacomo (10.02.2010 um 04:58 Uhr).
Saskia Jacomo ist offline  
Alt 20.01.2010, 20:31   #4
Tixo
Neuling
 
Registriert seit: 20.01.2010
Beiträge: 1
Tixo befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Einfach mal machen lassen
Danke Saskia, auch ich bin völlig anderer Meinung als Karlo.

Die Leibniz Schule fängt gerade an. Eine neue Schule zu gründen und zum Laufen zu bringen, ist ein gigantisches Projekt, für das man im Idealfall viel und teures (weil dann mutmaßlich gutes) Personal benötigt. Gleichzeitig ist die Schule gerade zu Beginn aber erheblich unterfinanziert.
Das Schulgeld beträgt nur für den Vormittagsunterricht etwa 120 Euro pro Kind und Monat. Bei einer Klassenstärke von 20 Kindern, summieren sich die Einnahmen somit zu gerade einmal 2.400 Euro pro Monat und Klasse. Die Stundenzahlen von Kindern und Lehrern sind etwa gleich, es wird also ein Lehrer pro Klasse benötigt. Somit müsste es also möglich sein, den kompletten Arbeitsplatz mit 2.400 Euro pro Monat zu finanzieren. Dass das nicht reichen kann, sollte jedem einleuchten. Querfinanzierung von der Nachmittagsbetreuung ist offensichtlich zwingend erforderlich.
Daher empfinde ich es als ziemlich perfide, in diesem Zusammenhang das Wort "ausnutzen" der Eltern zu benutzen. Und insofern ist es auch nachvollziehbar, dass einige Lehrer die Schule wieder verlassen. Sie kann nicht viel zahlen und bietet außerdem deutlich weniger Arbeitsplatzsicherheit und Altersversorgung im Wettbewerb mit dem Land Schleswig-Holstein, das immer noch praktisch jeden verbeamtet. Aufgrund dieses Umstandes kommen diejenigen Lehrer, denen es bei ihrer Berufswahl vor allem um Sicherheit, Freizeit und Einkommen geht, auch nicht zur Leibniz Schule. Eine Tatsache, die mich nicht traurig macht.
Mir ist bisher nicht aufgefallen, das die Schulleitung Probleme vor allem bei Eltern sucht. Täte sie es, würde ich ihr allerdings zustimmen. Die Schule zieht aufgrund ihres Gesamtkonzeptes bestimmte Elterngruppen an. Ich habe den Eindruck, dass neben den ganz normalen Menschen vor allem zahlreiche Eltern vorkommen, die sehr elitär denken, Eltern von Kindern, die an anderen Schulen nicht klar gekommen sind und sehr engagierte Eltern, die fest davon überzeugt sind, extrem genau zu wissen, was für ihr Kind gut und richtig ist. Dummerweise ist der Anteil an Krawallmachern in diesen 3 Gruppen wohl extrem hoch. Um all dem Informationsbedarf dieser sich sorgenden Eltern nachzukommen, bräuchte die Schule eine Vollzeitkraft für Elternkommunikation. Ich denke, das Gegenteil von dem, was Karlo schildert ist richtig. Die Lehrer sind per Email sehr kurzfristig erreichbar. Meist antworten sie innerhalb weniger Stunden - traumhafte Verhältnisse, für jeden, der mal ein Kind an einer staatlichen Schule gehabt hat.
Die Schule ist eine gemeinnützige GmbH (Gemeinnützige GmbH – Wikipedia), sie darf keine Gewinne erwirtschaften und tut es auch ganz offensichtlich nicht, siehe oben. Karlos 300 Euro setzen sich übrigens aus Schulgeld, Nachmittagsbetreuung und Mittagessen zusammen. Es ist nicht korrekt, diese Zahl im Vergleich mit staatlichen Schulen zu verwenden, die weder Nachmittagsbetreuung noch Mittagessen anbieten.
Ich habe sehr großen Respekt vor den Menschen, die sich für diese Schule engagieren. Die Geschäftsführung und Schulleitung gehen als Gesellschafter erhebliche persönliche Risiken ein und arbeiten extrem hart. Es handelt sich um Enthusiasten, die für Ideale kämpfen, an die sie glauben.
Ich finde es traurig, dass sich leider nicht wenige Eltern dafür engagieren, die Schule zu sabotieren anstatt sie in ihrer schwierigen Entwicklung zu unterstützen. Bei vielen wäre es schon hilfreich, wenn sie die Schule einfach mal machen ließen. Ich bin jedenfalls voller Vertrauen, dass das Konzept funktioniert und genau die richtigen Leute die Verantwortung tragen. Ich bin sicher, dass unsere Kinder bis zum Abitur Spaß am lernen haben werden und daher auch viel lernen. Anfangsschwierigkeiten machen mir keine Angst - bis zum Abi ist noch Zeit.

Geändert von Tixo (20.01.2010 um 20:35 Uhr).
Tixo ist offline  
Alt 21.01.2010, 08:49   #5
Karlo
Festes Mitglied
 
Registriert seit: 19.01.2010
Beiträge: 27
Karlo befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Leibniz Privatschule
Die Lehrer tun ihr Bestes, gar keine Frage, und Hochachtung vor ihnen, dass sie unter diesem Arbeitsklima unterrichten können. Ich möchte hier nicht genauer ins Detail gehen, aber es ist schon bizarr, wenn ein Lehrer von seinen Kollegen zur Entlassung beglückwünscht wird. Ich möchte die Schule auch nicht sabotieren, sondern Belladonna eine - meine ehrliche Antwort auf seine Frage geben. Ein Forum ist ja für einen Meinungsaustausch gedacht. Doch auf der LPS vermisse ich diese Kommunikation von Seiten der Schulleitung – nicht von Seiten der Lehrer.
Es sind auch nicht die Lehrer, die ich kritisiere, es ist die Schulleitung. Die Lehrer dürfen auch nur das sagen und so handeln was und wie Ihnen diktiert wird.
Auch ich habe Respekt, dass sich MB dieser Aufgabe verschrieben haben, und mit Sicherheit war da ganz großer Enthusiasmus einst vorhanden. Doch wenn man so etwas aufzieht, dann sollte man kritikfähig sein. Hier ist das ganz große Defizit der B´s. Sie lassen keine andere Meinung als die ihre zu. Das ist ihr Recht, ihnen gehört der Laden.
Doch bei allem Engagement reicht es nicht, wenn die Sache gut gewollt ist, es aber bei der Durchführung hapert.
Schlagworte wie „wir holen Ihr Kind da ab, wo es steht“ oder „die individuelle Betreuung“ u. s. w. hören sich toll an und es ist normal, dass es anfängliche Schwierigkeiten gibt. Doch MB verneint alle Schwierigkeiten, anstatt sie zuzugeben und aus den anfänglichen Schwierigkeiten zu lernen. Nach Aussagen der B´s ist alles immer prima. Doch:
„Schau mal genauer hin, hast Du es noch nicht entdeckt.“
Mir scheint, viele Eltern gleichen den drei Affen – nichts sehen (wollen) nichts hören (wollen) nichts sagen (wollen). Mir ist auch aufgefallen, viele Eltern ärgern sich hinter vorgehaltener Hand über div. Sachen, aber aus Angst nicht laut werden. Sie haben Angst, die Schule könnte bei zu viel schlechtem Ruf in Insolvenz gehen und das von den Eltern gegebene Darlehen wäre dann weg. Ich sage: Scheiß auf das Geld! Eine gute schulische Ausbildung darf nicht mit dem Portemonnaie abgewogen werden.
Ich habe mit unseren Nachbarskindern den direkten Vergleich zu anderen Schulen (gleiche Jahrgangsstufen) und bezweifle, dass die Kinder ihr Abi auf der Leibniz schaffen werden.
In den Klassen der weiterführenden Schule sieht es tatsächlich so aus: Die Themen werden zwar nach Lehrplan durchgenommen, aber doch sehr oberflächlich. Ein Vergleich mit dem Gym und der Real in BB zeigt, dass unsere Kinder wirklich nur an der Oberfläche des Lernstoffes kratzen und nicht ans Eingemachte gehen. Klar gehen die Kinder gerne auf die Leibniz Privatschule, wenn sie sich nicht so anstrengen müssen, wie auf anderen Schulen. In Englisch und Mathe sind sie um Längen zurück und das trotz mehr Unterrichtsstunden.
Tixo, Du hast Recht: das Klientel ist wirklich besonders. Und die Zahl der Krawallmacher ist hier tatsächlich besonders hoch. Aber lt. B. ist alles im grünen Bereich. Und auch hier findet man es wieder: die Unfähigkeit der Schulleitung Negatives zuzugeben und entsprechend zu handeln.
Es bleibt jedem frei, diese Schule zu mögen.
Es ist aber nicht umsonst, dass so viele Eltern ihre Kinder von der Schule nehmen.
Karlo

Geändert von Karlo (10.02.2010 um 06:57 Uhr).
Karlo ist offline  
Alt 23.01.2010, 12:13   #6
Muttervernünftig
Aufstrebendes Mitglied
 



Benutzerbild von Muttervernünftig
 
Registriert seit: 22.01.2010
Beiträge: 6
Muttervernünftig befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Zitat eines ehemaligen Schülers
"Das einzige was an der Leibnizschule gut war, war das man keine Schulsachen hin- und herschleppen mußte. Ansonsten bin ich froh, dass ich da weg bin!!"

Das ist der Kommentar unseres Kindes.

Ich würde hier gerne mehr schreiben, bin aber immer noch so schockiert über diese Schule, dass mir die Worte fehlen.
Ich möchte nur an alle Eltern der Leibnizschüler appelieren ihre Kinder genau zu beobachten und bei auffälligen Verhaltensweisen eher dem Kind als der Schule zu glauben. Ihre Kinder werden es Ihnen danken.
Denn Mobbing und Diskreminierung waren das erste Jahr an der Tagesordnung. Wie es heutzutage dort läuft, kann ich nicht sagen. Laut anderen Eltern hat sich wohl nicht viel verändert.
Und zum Leistungsstand der Leibnizschule:
Unser Kind war in der Leibnizschule immer unter den Besten in der Klasse. Seit es auf einer staatlichen Schule ist, braucht es in einigen Fächern Nachhilfe um auf den Leistungsstand der Klasse zu kommen. Was es selbst nach einem halben Jahr noch nicht ganz geschafft hat.

Muttervernünftig
Muttervernünftig ist offline  
Alt 24.01.2010, 18:28   #7
zwerg-welsumer
Aufstrebendes Mitglied
 
Registriert seit: 24.01.2010
Beiträge: 5
zwerg-welsumer befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Unser Sohn besucht die Schule und wir sind sehr zufrieden. Er ist der jüngste von vier Kindern. Wenn wir alle Schuljahre unserer Kinder zusammenrechnen, kommen wir auf 37 Jahre. Wir können, denke ich, mit Recht behaupten ausreichend Erfahrung zu haben, um uns ein Urteil zu erlauben. Wir haben Erfahrungen mit der Grunschule, Realschule, Gymnasium, der Waldorfschule und der Leibnizschule.
Eins ist ganz sicher: die Schule an der man nichts auszusetzen hat, die gibt es nicht!!!
Eine Schule kann nie für alle Kinder gleich schlecht oder gut sein.
Es ist wichtig zu schauen, passt das Konzept der Schule zu meinem Kind.

Unser Sohn leidet sehr stark unter ADHS. Die vier Grunschuljahre und das eine Jahr am Gymnasium waren für uns Eltern, die Lehrer und vor allem für unseren Sohn eine einzige Tortur. Er ist wirklich nicht einen Tag gerne zur Schule gegangen. Sein Selbstbewusstsein war völlig im Keller. An manchen Tagen war ich total verzweifelt, mir war unklar wie wir die Schulzeit unseres Sohnes durchstehen sollen.
Seit unser Sohn die Leibnizschule besucht haben sich die Probleme sozusagen in Luft aufgelöst. Er geht jeden Morgen gerne zur Schule und kommt jeden Abend fröhlich und ausgeglichen nach Hause.
Und das und zwar nur das zählt für uns!!!!
Ganz nebenbei haben sich seine schulischen Leistungen total gesteigert. Die Kritiker werden sicherlich sagen, das liegt nur daran, dass hier weniger verlangt wird. Ich weiß nicht, ob das so ist oder nicht und wenn, dann ist es mir egal. Viel wichtiger ist mir, dass es meinem Kind dort gut geht.

Das große sportliche Angebot kommt unserem ,,Zappelphillip'' enorm zugute.

Die Leibnizschule hat, ich möchte es mal so ausdrücken, eine sehr spezielle Elternschaft. Es gibt bestimmt nicht wenige Eltern, die fast täglich meinen, sie müssten mit dem Lehrer sprechen. Ich bin der Meinung es geht gar nicht anders, als dass sich die Lehrer davon nicht beeindrucken lassen.
Man muss auch mal Vertrauen haben, Loslassen können und nicht überall mitreden wollen.

Zum Schulgeld möchte ich sagen, dass wir die 300 Euro nicht einfach so aus dem Ärmel schütteln. Wir finden aber, dafür was unserem Kind an dieser Schule geboten wird, was wir in so einem Umfang noch an keiner anderen Schule erlebt haben, sind 300 Euro pro Monat nicht zuviel Geld.

Geändert von zwerg-welsumer (01.02.2010 um 21:38 Uhr).
zwerg-welsumer ist offline  
Alt 24.01.2010, 23:12   #8
Unknown
Neuling
 
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Beiträge: 3
Unknown befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Leibniz Privatschule
Kinder sind in der Regel gerne in der LPS. Kopfschmerzen macht mir der Mangel an Transparenz, fehlende Schulkonferenz etc.Kinderkrankheit oder Systemfehler?
Unknown ist offline  
Alt 28.01.2010, 10:11   #9
Saio Assisi
Aufstrebendes Mitglied
 
Registriert seit: 28.01.2010
Beiträge: 9
Saio Assisi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Zitat:
Zitat von Karlo Beitrag anzeigen
Hallo, leider kann ich nicht viel Gutes aus der Leibniz Privatschule berichten. Seit Herr B. die Schulleitung im Mai 09 übernommen hat, geht es drunter und drüber. Ständige Lehrerwechsel machen den Kindern zu schaffen. Von Sep. 09 bis Feb. 10 werden es 4 Lehrer sein, die die Schule (meist freiwillig) verlassen haben werden. Treten Probleme auf so ist ein Gespräch mit der Schulleitung sehr schwierig, da Herr B. einfach kein Ahnung hat, sich immer wieder bei seiner Frau (MB) erkundigen muss und herausredet, oder den Eltern oder den Kindern Schuld für die Probleme gibt. Es hat den Anschein, als dass alle Probleme in der Schule gar keine sind, d. h. alles Negative wird gedeckelt - gibt es nicht. Wer unangenehme Fragen stellt oder sich nicht mit Ausreden zufrieden gibt, wird gebeten, das Büro zu verlassen. Die Schulleitung verlangt Kooperation von den Eltern, ist aber selber nicht bereit, Fehler einzugestehen, zu korrigieren geschweige denn daraus zu lernen. Es ist richtig, den Hochglanzversprechungen nicht zu trauen. Klar wird den Eltern alles möglich zugesagt, aber in den Verträgen steht das auch so schwammig drin, dass man keine Chance hat, da raus zu kommen (außer nach einen Jahr).
Wir haben uns erhofft, dass die Eltern mit einbezogen werden (wie immer wieder zugesagt wurde), doch wird nur ihr Geld gerne eingezogen und die billige Arbeitskraft bei den AGs am Nachmittag ausgenutzt. Ansonsten hat man als Elternteil keine Fragen zu stellen, nichts zu beanstanden und sich bloß nicht einzumischen. Es gibt auch keine Schulkonferenz. Elternmeinungen sind nicht erwünscht. Es gibt genügend Eltern, die genau das wollen: ihr Kind morgens hinbringen, abends wieder abholen und nichts wissen wollen, was in der Zwischenzeit geschehen ist. Bist Du so ein Elternteil, so ist das DIE Schule für Euch.
Die AGs kann man sich auch schenken. Sportvereine und VHS sind günstiger und besser. Bei der Hausaufgabenbetreuung wird auch nur beaufsichtigt und nicht wirklich unterstützt. Die Kinder surfen hier z. T. im Internet, anstatt zu lernen. Die Lehrer sind überlastet und können / dürfen nicht so wie sie könnten / möchten.
Ich könnte etliche haarsträubende Vorfälle erzählen, die es noch nicht einmal auf den Öffentlichen geben würde. Hier zahlt man sogar 300 € dafür.
Die Leibniz-Privatschule ist ein Wirtschaftsunternehmen. Es wird zwar immer wieder gesagt, dass es hier doch schließlich um Kinder geht, doch haben wir erkannt, dass es in erster Linie um Frau MB, dann um das Geschäft und erst dann um die Kinder geht.
Belladonna, spar´ das Geld, es lohnt sich nicht.
Karlo
Karlo, und genauso ist es!
Saio Assisi ist offline  
Alt 28.01.2010, 10:21   #10
Saio Assisi
Aufstrebendes Mitglied
 
Registriert seit: 28.01.2010
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Saio Assisi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
[quote=Tixo;310442]Danke Saskia, auch ich bin völlig anderer Meinung als Karlo.

Die Leibniz Schule fängt gerade an. Eine neue Schule zu gründen und zum Laufen zu bringen, ist ein gigantisches Projekt, für das man im Idealfall viel und teures (weil dann mutmaßlich gutes) Personal benötigt. Gleichzeitig ist die Schule gerade zu Beginn aber erheblich unterfinanziert.
Das Schulgeld beträgt nur für den Vormittagsunterricht etwa 120 Euro pro Kind und Monat. Bei einer Klassenstärke von 20 Kindern, summieren sich die Einnahmen somit zu gerade einmal 2.400 Euro pro Monat und Klasse. Die Stundenzahlen von Kindern und Lehrern sind etwa gleich, es wird also ein Lehrer pro Klasse benötigt. Somit müsste es also möglich sein, den kompletten Arbeitsplatz mit 2.400 Euro pro Monat zu finanzieren. Dass das nicht reichen kann, sollte jedem einleuchten. Querfinanzierung von der Nachmittagsbetreuung ist offensichtlich zwingend erforderlich.
Daher empfinde ich es als ziemlich perfide, in diesem Zusammenhang das Wort "ausnutzen" der Eltern zu benutzen. Und insofern ist es auch nachvollziehbar, dass einige Lehrer die Schule wieder verlassen. Sie kann nicht viel zahlen und bietet außerdem deutlich weniger Arbeitsplatzsicherheit und Altersversorgung im Wettbewerb mit dem Land Schleswig-Holstein, das immer noch praktisch jeden verbeamtet. Aufgrund dieses Umstandes kommen diejenigen Lehrer, denen es bei ihrer Berufswahl vor allem um Sicherheit, Freizeit und Einkommen geht, auch nicht zur Leibniz Schule. Eine Tatsache, die mich nicht traurig macht.
Mir ist bisher nicht aufgefallen, das die Schulleitung Probleme vor allem bei Eltern sucht. Täte sie es, würde ich ihr allerdings zustimmen. Die Schule zieht aufgrund ihres Gesamtkonzeptes bestimmte Elterngruppen an. Ich habe den Eindruck, dass neben den ganz normalen Menschen vor allem zahlreiche Eltern vorkommen, die sehr elitär denken, Eltern von Kindern, die an anderen Schulen nicht klar gekommen sind und sehr engagierte Eltern, die fest davon überzeugt sind, extrem genau zu wissen, was für ihr Kind gut und richtig ist. Dummerweise ist der Anteil an Krawallmachern in diesen 3 Gruppen wohl extrem hoch. Um all dem Informationsbedarf dieser sich sorgenden Eltern nachzukommen, bräuchte die Schule eine Vollzeitkraft für Elternkommunikation. Ich denke, das Gegenteil von dem, was Karlo schildert ist richtig. Die Lehrer sind per Email sehr kurzfristig erreichbar. Meist antworten sie innerhalb weniger Stunden - traumhafte Verhältnisse, für jeden, der mal ein Kind an einer staatlichen Schule gehabt hat.
Die Schule ist eine gemeinnützige GmbH (Gemeinnützige GmbH – Wikipedia), sie darf keine Gewinne erwirtschaften und tut es auch ganz offensichtlich nicht, siehe oben. Karlos 300 Euro setzen sich übrigens aus Schulgeld, Nachmittagsbetreuung und Mittagessen zusammen. Es ist nicht korrekt, diese Zahl im Vergleich mit staatlichen Schulen zu verwenden, die weder Nachmittagsbetreuung noch Mittagessen anbieten.
Ich habe sehr großen Respekt vor den Menschen, die sich für diese Schule engagieren. Die Geschäftsführung und Schulleitung gehen als Gesellschafter erhebliche persönliche Risiken ein und arbeiten extrem hart. Es handelt sich um Enthusiasten, die für Ideale kämpfen, an die sie glauben.
Ich finde es traurig, dass sich leider nicht wenige Eltern dafür engagieren, die Schule zu sabotieren anstatt sie in ihrer schwierigen Entwicklung zu unterstützen. Bei vielen wäre es schon hilfreich, wenn sie die Schule einfach mal machen ließen. Ich bin jedenfalls voller Vertrauen, dass das Konzept funktioniert und genau die richtigen Leute die Verantwortung tragen. Ich bin sicher, dass unsere Kinder bis zum Abitur Spaß am lernen haben werden und daher auch viel lernen. Anfangsschwierigkeiten machen mir keine Angst - bis zum Abi ist noch Zeit.[/QUOTE

Hut ab vor allen Menschen, die sich für eine gute Sache einsetzten! Doch informieren Sie sich einmal, wie verschwindend gering der jeweilige Gesellschafter Anteil ist; die geschäftsführenen Gesellschafter tragen kein wirkliches persönliches Risiko.
Saio Assisi ist offline  
Alt 28.01.2010, 10:28   #11
Saio Assisi
Aufstrebendes Mitglied
 
Registriert seit: 28.01.2010
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Saio Assisi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Zitat:
Zitat von Saskia Jacomo Beitrag anzeigen
darf ich dann mal fragen, warum du deine kinder noch auf der leibniz privatschule hast, wenn manke boesten so unmöglich ist? also wir sind zufrieden. mein kind geht gerne auf diese schule. die lehrer sind nett und über herrn boesten kann man auch hinwegsehen. schließlich gibt es auf jeder schule lehrer, die man nicht mag, damit müssen unsere kinder lernen zurechtzukommen. welche alternativen für bad bramstedt gibt es denn? und was die negativen sachen angeht, so gibt es die auch auf den öffentlichen schulen. man muss sich auch nicht überall einmischen. ich vertraue der geschäftsführung. die haben mir zugesagt, dass mein kind dort sein abi machen kann und bis dahin wird noch viel wasser den berg hinunter fließen.
saskia
Vertrauen ist gut, doch Kontrolle besser. Ich wünsche Ihnen, dass Sie nicht enttäuscht werden und Ihr Kind keinen Nachteil oder sogar Schaden daraus zieht.
Saio Assisi ist offline  
Alt 28.01.2010, 10:39   #12
Saio Assisi
Aufstrebendes Mitglied
 
Registriert seit: 28.01.2010
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Zitat:
Zitat von Belladonna Beitrag anzeigen
Hallo liebe Eltern,
wer hat Erfahrungen mit der Leibniz-Privatschule in Hitzhusen / Bad Bramstedt? Ich suche nach Alternativen für meine Kinder (5 / 10). Auf den Infoveranstaltungen hört es sich alles ganz fantastisch an, aber aus beruflicher Erfahrung weiß ich, dass man den werbenden Worten und den Hochglanzbroschüren nicht unbedingt trauen kann. Wäre nett, wenn mir Eltern schreiben, deren Kinder diese Schule besuchen. Welche Erfahrungen habt Ihr, wie wird das Förderer-Konzept umgesetzt, lohnt sich die Nachmittagsbetreuung? Gut... schlecht... Ihr wisst schon.. Danke!!
Belladonna
Liebe Belladonna, an jedem der Beiträge ist sicherlich auch etwas Wahres dran, doch der Karlo sagt grundsätzlich voll und ganz die unverblümte Wahrheit. Wir haben exakt die gleichen Erharungen gemacht und der Weggang unseres Kindes ist beschlossen. Schauen Sie einfach, welcher Typ Eltern Sie sind und sprechen Sie offen mit Elternvertretern der Schule. Ich wünsche Ihnen offene Gesprächspartner und ein gutes Händchen bei Ihrer Entscheidung!
Saio Assisi ist offline  
Alt 29.01.2010, 18:13   #13
Belladonna
Aufstrebendes Mitglied
 
Registriert seit: 19.01.2010
Beiträge: 5
Belladonna befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Was ist faul an der Schule?
Danke ersteinmal für die Beiträge. Klingt alles sehr spannend.
Etwas macht mich aber stutzig: Wenn Tixo schreibt, dass nicht gerade wenige Eltern die Schule sabotierien, dann frage ich mich, ob diese Eltern nicht auch Grund dazu haben. Aus dem Nichts heraus werden die Eltern wohl nicht die Schule angehen.
Was ist also faul an der Leibniz Privatschule?
Belladonna ist offline  
Alt 01.02.2010, 20:36   #14
Saskia Jacomo
Aufstrebendes Mitglied
 
Registriert seit: 20.01.2010
Beiträge: 15
Saskia Jacomo befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
bin schockiert
ich nehme diesen vormals hier stehenden text zurück.
nur kurz: der leistungsstand stimmt bei unserem kind nicht. wir werden weitersehen.

Geändert von Saskia Jacomo (10.02.2010 um 06:15 Uhr).
Saskia Jacomo ist offline  
Alt 02.02.2010, 16:00   #15
Muttervernünftig
Aufstrebendes Mitglied
 



Benutzerbild von Muttervernünftig
 
Registriert seit: 22.01.2010
Beiträge: 6
Muttervernünftig befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Hallo Saskia,
ich kann hier nur einen Rat geben,
und der lautet: KÜNDIGEN
Und die eingesparten 300,00€ für einige Zeit in Nachhilfeunterricht investieren.
Herzliche Grüße

Muttervernünftig

Geändert von Muttervernünftig (11.02.2010 um 00:06 Uhr).
Muttervernünftig ist offline  
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