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24.03.2010, 14:17 #1Profi
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hallo
heute hat es in der schule meiner tochter einen ganz unschönen vorfall gegeben. meine tochter hat bei uns bis 12.10 schule und geht dann mittwochs anschließend in die betreuung noch bis um 13.00. kurz vor 13.00 ruft mich die kl meiner tochter an und fragte mich ob ich denn in die schule kommen könnte und mein kind abholen es hätte einen sehr unschönen vorfall gegeben. ich bin dann natürlich auch gleich los. ich sag dann die eltern eines jungen im klassenzimmer sitzen und habe mir aber nichts dabei gedacht. die lehrerin kam dann gleich auf mich zu und hat mir dann folgendes erzählt: meine tochter hat mir anderen kindern in der pause gespielt dann kam dieser junge ganz unvermittelt und ohne grund auf mein kind zu hat sie mit beiden händen am kopf gepackt und ihr dreimal mit voller wucht den kopf gegen den boden geschlagen. anschließend hat er sie noch gestossen so das sie auf den boden geflogen ist. sie hat nun eine kleine beule am kopf und ist natürlich vollkommen fertig. die nähere befragung aller kinder die bei dieser situation dabei waren ergab immer das gleiche. der junge sei ohne grund, ohne das mein kind ihn provoziert hätte , geärgert hätte oder irgendwas gemacht hätte auf sie zugekommen und hätte das getan. als ich das gehört habe war ich im ersten moment geschockt und sowas vom perplex. ich wußte nicht was ich sagen sollte ich mußte das ganze erst mal sacken lassen. ich muß dazu sagen das wir nicht von einem vorfall an einer weiterführenden schule reden . meine tochter ist in der zweiten klasse einer grundschule. zu dem jungen ist zu sagen das er 1 oder 2 jahre älter ist als seine mitschüler so das diese schon rein körperlich ihm nicht gewachsen sind und sich nicht wehren können. der junge kam anfang des jahres in die klasse weil die eltern woohl umgezogen snd . es gab wohl schon in seiner alten schule entsprechende vorfälle wo er auch unangenehm aufgefallen ist. ich habe dann mit einer anderen mutter geredet die mir dann erzählte sie hätte sich auch schon bei der kl beschwert weil dieser junge wohl immer ausländerfeindliche sprüche abgelassen hätte. " scheiß Türken" etc(Die andere Mutter ist eine türkin. also gab es auch an unserer schule schon entsprechende vorfälle wohl mit diesem kind. die kl meinte dann sie würde umgehend eine lehrerkonferenz einberufen weil sie so einen gewaltausbruch nicht auf sich beruhen lassen würde. der junge müßte jetzt auch in eine therapie gehen. sie wüßten schon die ganze zeit das junge sich nicht unter kontrolle hätte und aggresiv wäre und sich nicht unter kontrolle hätte. aber einen vorfall dieser art hätte es noch nie gegeben. sie meinte dann auch sie würden den jungen in der nächsten zeit verstärkt beobachten. so das sind die tatsachen.
jetzt meien frage. ich bin nach längerer überlegung nicht bereit die sache einfach so auf sich beruhen zu lassen.ich denke einfach ein kind das so eine hohes gewaltpotential hat macht das wieder und ist unberechenbar.und selbst wenn er eine therapie macht ist es mit ein oder zwei sitzungen nicht getan das geht ja übe rmonate.und ich denke das kind ist eine gefahr für die anderen. und wer soll die kinder vor dem schützen ? und ich denke so eine kind hat auf einer normalen schule nichts verloren zuma das ja bekannt und das in seiner alten schule auch schon so war.wie seht ihr das ? meint ihr das sehe ich übertrieben? ich möchte nun morgen zu der rektorin gehen und mich beschweren. da ich noch nie in einer solchen situation war weiß ich nicht genau wie ich das genau machen soll. muß man da was schreiben? oder wie soll man das machen? meiner meinung nach gehört der junge von der schule weg. punkt aus. sind wird doch mal ehrlich wie will die schule die kinder vor diesem junge schützen?
ich wäre dankbar wenn ihr mir eure meinung sagen würdet. ich bin immer noch total schockiert. aber ich denke das kann man nicht auf sich beruhen lassen. der junge ist eine gefahr für die anderen. ich bin mir zwar sicher das die schule schon auch darüber beräht und was macht aber ich habe einfach auch das bedürfnis was zu machen.
danke für eure hilfe

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24.03.2010, 14:43 #2Spezialist
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Hallo,
Erstmal muss ich sagen, dass es mir natürlich leid tut für deine Tochter. Für sie ist die ganze situation natürlich nicht schön gewesen.
Ich kann also verstehen, dass du dir Sorgen machst.
Jetzt möchte ich dir aber die ganze Sache mal aus einer anderen Sicht erklären.
Ich habe einen 15-jährigen Pflegesohn. Also er zu uns kam war er 12 und hatte schon 5 verschiedenen Schulen hinter sich bis er dann schließlich auf einer Sonderschule kam. Er war extrem aggressiv, zerstörte oft unkontrolliert fremdes Eigentum und schlug grundlos auf seine Mitmenschen ein. Natürlich war er nicht ohne Grund so unausgeglichen und aggressiv. In seiner Familie gab es Probleme und er bekam nicht genug Aufmerksamkeit, positive Bestärkung, logische Konsequenzen oder schlicht gesagt: Er bekam nicht genug Liebe. Er wurde schwierig und (wie du es auch so schön sagst) eine Gefaht für die anderen.
Fazit: Sonderschule für Verhaltensauffällige Kinder.
Der Tiefpunkt der Gesellschaft. Dort wurde es trotz Therapie aber nicht besser. Er fühlte sich abgeschoben und von den anderen Menschen verachtet.
Dann kam er zu uns und es war weiß Gott nicht einfach. Wir haben auch noch weitere Pflegekinder und es gab oft situationen wo ich einschreiten musste, damit er niemanden verletzt. Doch wir haben für ihn gekämpft und jetzt geht er auf eine normale Realschule und benimmt sich dort. Doch es war schwer ihn dort unterzubringen. Viele Schulen winken schon ab, wenn sie nur hören, dass ein Kind irgendwann mal verhaltensauffällig war und deswegen auf einer Sonderschule war.
Dank Verhaltenstherapie, Rückhalt durch seine neue Familie, aber auch der Schulbegleitung läuft es inzwischen sehr gut. Schulbegleitung bedeutet, dass ein extra zuständiger Betreuer ihn immer begleitet hat und notfalls eingeschritten ist. Gleichzeitig wurden die Lehrer geschult darin, mögliche Gefahrensituationen zu erkennen und zu vermeiden.
Wenn du dich jetzt beschwerst wird der Junge abgeschoben. Ich würde es begrüßen, wenn du stattdessen versuchen würdest der Familie und dem Jungen zu helfen.
Ich will dir hier keine Moralpredikt halten(soll jetzt bitte nicht so rüber kommen), aber ich würde mal weniger "egoistisch" sondern mehr an andere denken dabei.
Forenoptimist
Bevor du urteilst über mich und mein Leben,
zieh meine Schuhe an und laufe meinen Weg.
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24.03.2010, 14:53 #3
Wir haben in unserer Parallelklasse auch einen Jungen, der hier im Ort in einer Pflegefamilie lebt, er kommt auch aus schlimmen Verhältnissen. Auch dieser Junge war extrem aggressiv, ist auf Lehrer und Mitschüler losgegangen - ich denke, es waren Hilfeschreie! Seit dem 2. Schuljahr hat auch er einen Betreuer in der Schule, der ihn dort begleitet. Und das hat ihm ungemein geholfen, denn die Lehrer wußten sich auch nicht zu helfen. Ich habe ihn jetzt seit kurzem mit in der Einrad-AG ohne Betreuer und bisher habe ich eigentlich alles ganz gut mit ihm geregelt bekommen.
Vielleicht wäre das ein Ansatz, darum zu bitten, daß er einen Betreuer erhält, damit der im Notfall eingreifen kann.
Liebe Grüße
Smoky
Foren-Nixe
"Zockerin"
Wenn ich eine Situation nicht ändern kann, dann muss ich meine Sichtweise ändern.
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25.03.2010, 05:04 #4
@mikael: ich danke dir, dass du auch mal eine andere Sicht der Dinge aufzeigst, wie sich ein Kind, dass genug "Liebe" und " Aufmerksamkeit " bekommt, entwickeln kann.
@mikael: wie sollte man aber, womöglich sogar als Betroffener da direkt helfen ?????
@aesulapium: es tut mir total leid für deine Tochter, dass sie so etwas erleben musste und ich kann dich total verstehen.
Ich würde in jedem Fall bei der Schulleitung nachfragen, was sie denn für Maßnahmen einleiten werden ! Vielleicht gibt es bei euch auch so eine Stelle, wo sich Schulen bei gerade solch schwierigen Kindern Hilfe holen können.
Ich denke auch, dass es womöglich Probleme im Elternhaus gibt und im direkten Umfeld !
Womöglich wurde von der Schule zumindest schon das Jugendamt eingeschaltet.
Denn gar nichts machen - geht ja irgendwie auch nicht.
Im übrigen bin ich mir sicher, dass es bei solchen Massiven Gewaltakten bei uns hier sofort auch die Polizei und REBUS eingeschaltet wird - auch wenn das womöglich kontraproduktiv wäre
Ich drücke euch die Daumen, dass deine Tochter über diesen Vorfall schnell hinweg kommt
Liebe Grüße
Jodatz
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Die Forenchefin
mit Alex 13 Jahre und Jette 14 Jahre und Supermann
Gebildet ist der, der weiß, wo er findet, was er nicht weiß.
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25.03.2010, 09:40 #5Spezialist
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Gute Frage, jodatz.
Also was kann man tun?
Auf der einen Seite kann man bei sich selbst anfangen bzw. bei seinem Kind.
Man überlegt sich zusammen wie man solche Gewaltsituationen deeskalieren kann. Wie reagiere ich in so einer situation? Wer holt Hilfe? Wer wird geholt? Wie kann ich mich wehren bzw. schützen ohne das jemand weiteres verletzt wird? Welche Stellen an meinem Körper muss ich besonders schützen(ein Tritt gegens Schienenbein ist nicht z.B. nicht so gefährlich wie ein Schlag ins Genick)Wie kann ich eingreifen ohne Opfer, Täter und natürlich auch mich selbst weiter zu gefährden? Es gibt spezielle Grifftechniken mit denen man auch als körperlich schwächerer einen Gegner kontrollieren kann. Sowas kann man sich selbst erarbeiten, aber auch beim KL oder SL anregen das als Klassen/Schulprojekt durchzuführen. Bei uns kommt dann immer die Gewalotpräventionsabteilung der Polizei. Da ich nicht weiß was REBUS ist, kann es auch sein, dass die für sowas zuständig sind. Dieses Projet hilft nicht nur in Situationen mit Gewalt, sondern schützt Kinder auch vor sexuellen Übergriffen und Missbrauch!
Außerdem sollte man seinem Kind deutlich machen, dass es zwar in dieser Situation das Opfer war, aber der Junge es nicht gemacht hat, weil er gemein und böse ist, sondern weil ihm nie einer beigebracht hat wie man nett zueinander ist. Das funktioniert besonders mit jüngeren Kinder meiner erfahrung nach sehr gut. Die Kinder sollten sich trotz eines solchen Vorfalls nicht abweisend und ablehnend verhalten. Das verstärkt nur die Aggression des Jungen.
Ein zweiter Punkt ist das herantreten an die SL. Natürlich muss sich etwas ändern. Aber es macht einen Unterschied ob ich hingehen und sage"Dieser Junge ist gewalttäitig. Ich will das er aufhört, meine Tochter zu schlagen" oder ob ich sage "Dieser Junge scheint Probleme zu haben. Was macht die Schule und was können wir als Eltern machen?" Man sollte sich informieren ob das JA schon eingeschaltet ist und ob die Schule schonmal nach einem extra Schulbetreuer gefragt hat. Außerdem kann man ja auch ein Projekt, wie ich es oben schon genannt habe vorschlagen.
Richtig helfen kann man natürlich nicht, dass ist schon richtig, aber man kann versuchen dem Jungen nicht noch mehr Steine in den Weg zu legen.
Davor stellt sich allerdings für jeden selbst die Frage ob ich diesen Einsatz für ein fremdes Kind aufbringen will. Das muss dann natürlich jeder für sich selber entscheiden. Ich würde es natürlich tun, aber ich bin ja auch irgendwie vorbelastet durch meine Arbeit mit den Kindern. Außerdem habe ich laut meiner Frau ein Helfersyndrom
Forenoptimist
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25.03.2010, 11:53 #6Spezialist
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Also ich kann hier beide Seiten gut verstehen. Einerseits ist da ein Kind echt fies malträtiert worden, was ich als Eltern ebenfalls nicht auf sich beruhen lassen würde!
Andererseits ist da der "Täter", der mit (ich schätze 9-10) Jahren wahrscheinlich ebenso Opfer ist, Opfer von vernachlässigung, Gewalt, was auch immer, was ihn so hat werden lassen, wie er ist.
Ich persönlich würde jetzt von der Schule Maßnahmen verlangen, die 1. andere Kinder schützen, 2. dem "Täter" helfen.
Schulbegleitung ist da schon eine gute Sache. das muss aber natürlich erst mal genehmigt sein.
JA einschalten ist sicher schon mal richtig, denn solche Gewalt lässt auf größere Probleme daheim schließen. Zumindest hier bei uns SOLL sowas gemeldet werden, damit gehandelt werden kann, bevor es zu spät ist.
Aber ich denke, die Schule wird auch wissen, was zu tun ist.
Ein 2. Punkt ist eine Wiedergutmachung am Opfer! Eine einfache Entschuldigung tut´s da sicher nicht!
Es darf auch nicht sien, das das mädchen jetzt nur noch mit Angst zur Schule geht!
ES MUSS Maßnahmen in beide Richtungen geben.
LG hanja
Forenseele
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25.03.2010, 15:40 #7
Hier an unserer GS ist auch diese Woche gerade schlimmes passiert, unser Nachbarjunge (fast mein 3. Kind
) wurde mit Notarzt und Rettungswagen von der Schule ins Krankenhaus gebracht - was war passiert.
Sie haben in der Pause auf dem Schulhof gespielt.
Es gibt dort einen Jungen in der Klasse - auch 1 Jahr älter wie die anderen - riesengroß, und oft in Schwierigkeiten verwickelt (denke auch zu Hause ist es schwierig - der große Brude mit ADHS, ein kleiner Bruder, das Nesthäkcken, mit Down-Syndrom).
Dieser Junge hat unseren Nachbarsjungen geschubst im Spiel, wobei dieser wohl schon zu ihm sagte: "nicht so doll" - gilt für ihn wohl aber eher als Motiviationsschub - nun hat er nochmal richtig Schwung genommen und das Ergebnis ist, daß der kleine jetzt mit 3 angebrochenen Wirbeln im Krankenhaus liegt!
Vor wenigen Wochen hat dieser Junge den Kopf eines Erstklässlers gegen eine Wand geschleudert. -
Da stimmt also scheinbar auch irgend etwas nicht - allerdings war wohl die Aussage unserer Rektorin zu meiner Nachbarin, als der Kleine in den Krankenwagen verladen wurde - "ach, das ist sicherlich nicht so schlimm und war ja auch nur ein Versehen"
. Der Junge mußte beatmet werden, weil er keine Luft mehr bekam!
Es ist ja Sache meiner Nachbarin, aber ich glaube, ich würde da schon ein bißchen Tamtam machen, daß man diesen Vorfall ja wohl nicht einfach so abtun kann, zumal der Junge für solche Übergriffe bekannt ist.
Dem Jungen sollte auch dringend geholfen werden, damit er nicht noch weitere Kinder verletzt.
Zum Thema, wie schütze ich mich bei einem Angriff. Das lernen meine Beiden ja jetzt seit über einem halben Jahr bei einem Selbstbehaupftungs-/Selbstverteidigungskurs . Sie lernen dort Situationen abzuschätzen (konnte unser Sohn sogar schon auf dem Schulhof anwenden) und sich entsprechend zu verhalten. Sie lernen einem eventuelllen Angriff auszuweichen aber auch sich von provozierenden Kids nicht einschüchtern zu lassen. Kann ich nur empfehlen - bringt den Kindern unheimlich viel - und damit uns Eltern natürlich auch!
Geändert von Smoky (25.03.2010 um 15:42 Uhr)
Liebe Grüße
Smoky
Foren-Nixe
"Zockerin"
Wenn ich eine Situation nicht ändern kann, dann muss ich meine Sichtweise ändern.
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25.03.2010, 15:48 #8Spezialist
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Smoky, das ist ja auch echt heftig.
Ist immer gut, wenn solche Vorfälle einer gesehen hat, denn Schubsen an sich ist ja nicht soo dramatisch, aber wenn man blöd fällt.
Ich beobachte in der Schule aber auch immer öfter, das die Kinder keine Grenzen mehr kennen. Sie schubsen nicht, sie schubsen heftig, sie rangeln nicht, sie kämpfen aggressiv.
Ich denke, da muss man echt mal ansetzen. Vielen fehlt auch die Bewegung, so dass sie ihre Kräfte nicht mehr einschätzen können.
Woran es liegt, dass so Ehrenkodexe, wie , wer schon am Boden liegt, wird nicht mehr getreten etc. nicht mehr gelten, weiß ich auch nicht. Vielleicht spielt Frensehen eine Rolle...
LG hanja
Forenseele
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25.03.2010, 15:56 #9
Dieser "Unfall" ist wohl von der halben Klasse gesehen worden - und alle haben das gleiche gesagt.
Du hast recht - die Gewaltbereitschaft nimmt zu - einen Ehrenkodex gibt es nicht, und auch nur noch sehr wenig Respekt - es ist erschreckend.
Schlimm vor allem, wenn man selbst ein Kind hat, das ein Opfer ist.
Ich war zunächst erschüttert, meine Kinder in eine Kampfschule schicken zu müssen, denn wir sind ganz friedliebende Menschen und haben daß auch immer unseren beiden vermittelt, aber damit machst du heute offenbar unbewußt deine Kinder zu potentiellen Opfern.
Liebe Grüße
Smoky
Foren-Nixe
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25.03.2010, 16:02 #10Stammgast
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Auch ich habe genau wie hanja das Gefühl, dass die Kinder Grenzen nicht mehr erkennen.
Ich denke auch, dass sie Gewalt für immer normaler und auch erstrebenswert halten.
Vor ein paar wochen waren zwei Kollegen und ich in einer Schule. Es ging um ein Projekt zum Thema Drogen. Die anwesenden Kinder waren in der 5. und 6. Klasse. Wir waren damals in Zivil und plötzlich mitten drin fragte mich ein Junge ob ich den auch eine Waffe dabei hätte.
Ich bejahte und dann wollten alle Kinder sie umbedingt sehen, also habe ich sie rausgeholt, das Magazin entfernt und sie den Kindern gezeigt. Ein Junge wollte sie umbedingt mal in die Hand nehmen. Da die Waffe ja ungefährlich war(ungeladen) habe ich sie ihm gegeben. Er nimmt sie, wiegt sie kurz in der Hand, dreht sich dann um, hält sie einem Mitschüler an den Kopf und drückt dann ab
Die Waffe macht dieses typische Geräusch und ich war erstmal kurz geschockt obwohl ich natürlich wusste das die Waffe ungeladen war. Dann dreht der Junge sich wieder zu mir um und sagt"Schade, dass die Waffe nicht geladen war, dann hätte es mal richtig geknallt."
Die anderen Kinder fanden sein Verhalten anscheinend normal und auch die Lehrer haben nichts weiter gesagt. Das habe ich dann übernommen und den Jungen erstmal zusammengeschissen. Aber trotzdem war er schockierend.
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25.03.2010, 16:02 #11Spezialist
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Das es gesehen wurde ist gut, denn sonst steht immer Aussage gegen Aussage und dann wird´s schwierig. So muss der Junge die Konsequenzen tragen. Ich kann da auch die Eltern verstehen, wenn ihnen das Verständnis für den "Täter" fehlt. Die Probleme zu lösen ist mehr was für die Fachkräfte! Egal ob das Kind es nun auch schwer hat oder nicht. Irgendwo ist eine Schmerzgrenze erreicht. Gebrochene Wirbel... auha!
Aber es ist wirklich schlimm, wie sowas immer mehr eskaliert. und ich denke, wir sind noch nicht am Ende der Fahnenstange, leider!
LG hanja
Forenseele
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25.03.2010, 19:16 #12
Ganz ehrlich, ich weiss nicht wie ich auf sowas reagieren würde.
Klar, würde ich mein Kind verteidigen. Aber man darf nicht vergessen das der Junge auch noch ein Kind ist. Wenn man sich so ansieht wie die Kinder sich entwickeln, ist wircklich Handlungsbedarf von Seiten der Erzieher und Pädagogen angesagt. Aber da ist auch so einiges im Argen.
Hier ist es recht ruhig in unserem Dörfchen aber in der Stadt gehts auch anders zu. Ab der 5. Klasse müssen unsere Kids mit dem Bus dahin und da gabs auch schon Zwischenfälle.
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25.03.2010, 19:21 #13
Lando, das ist aber auch kein neues Phänomen.
Ich kann mich erinnern das wir in unserer Schulklasse ( bin JG 66) die Kaserne in Mittenwald besucht haben. Da hat auch ein Mitschüler ein Gewehr genommen und auf uns gezielt. Der junge Soldat war auch ganz erschüttert.
Hat dann auch laur gemahnt das man eine Waffe niemalsnienicht auf einen Menschen richtet, auch nicht wenn sie nicht geladen ist 
Im TV läuft gerade Alarm für Kobra 1 und da wird geballert wie blöde, wie sollen den die Heranwachsenden noch den Unterschied von Gut und Böse kennen wenn sowas im TV als Cool hingestellt wird?
Es ist wircklich schrecklich
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26.03.2010, 11:36 #14Stammgast
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So etwas gab es bei uns nicht Laurasmom.
wir waren damals in der Polizeiausbildung 12 Leute und wir hatten am Anfang alle Hemmungen eine geladene Waffe abzufeuern.
Ich musste bisher noch nie auf jemanden schiessen und bin heilfroh darüber. Auch meine Söhne, die ja viel von meinem Beruf mitbekommen und ihn auch total spannend und super finden, machen sowas nicht.
Ob es am Fernsehn liegt weiß ich nicht. Ich habe als Kind bzw. Jugendlicher(bin JG 66) auch viel "Mist" geguckt mit Schießereien und Gewalt. Damals war das ganze nur noch nicht so realistisch wie heute.
Ich kann verstehen das man da als Elternteil Konsequenzen fordert. Die Frage ist nur ob eine Bestrafung für den Täter wirklich eine Verbesserung schafft. Das bezweifel ich nämlich.
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26.03.2010, 12:12 #15Spezialist
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Lnado, was Du in der Schulklasse erlebt hast, ist echt schlimm. Und das die Lehrerin nichts dazu sagt, eine Katastrophe!!!
Strafen bringen bei kleinen "Tätern" GAR nichts, Das lässt sie oft nur noch schwieriger werden. Logische Konsequenzen müssen sofort greifen (wer auf dem Schulhof schlägt, darf nicht auf den Schulhof...) und bei richtig auffälligen Kindern müssen die eltern ins Boot geholt werden. die meisten Probleme kommen ja nunmal von zu Hause! Da ist bei vielen sicher Erziehungsberatung angesagt!
Und vielleicht begleitenden Erziehungsunterstützung!
Lando, ich habe früher auch Mist im fern gesehen, aber nicht in dem Maß wie heute. 1. gab es , wo Tote vorkamen, keine furchtbaren Bilder davon, 2. gab es die schlimmen Filme erst später am Abend, 3. wurde insgesamt viel weniger gesehen. früher fing das Programm doch erst 17 Uhr an!
LG hanja
Forenseele



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