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Thema: ADHS - ein neues Drama
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11.04.2010, 22:49 #1Stammgast
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Hallo Zusammen
ich habe mich bei Euch angemeldet, weil ich gesehen habe, dass hier auch viele AD(H)S Betroffene posten. Da hab ich mich "richtig" gefühlt.
Daher möchte ich Euch nun gerne von unseren Problemen berichten und bis jetzt schon gespannt wie ein Flitzebogen, was Ihr mir dazu so schreibt.
Unsere Zwillingsjungs werden nächsten Monat 11.
Bereits im Kindergarten kam das Thema ADHS zum ersten Mal auf. Wir haben daraufhin ein 6 jährige Diagnose-Odysse angetreten.
Zwar bestand immer der Verdacht auf ADHS, aber nie hat uns das jemand klar bescheinigt, geschweige denn uns mal Therapien vorgschlagen/vermittelt.
Trotz alledem haben wir beide Jungs relativ gut durch die Grundschule gebracht und sind im vergangenen Sommer mit einer verbindlichen Gymnasialempfehlung für beide zum Gymnasium gewechselt.
Wohl kaum nötig zu erwähnen, daß wir sehr stolt darauf sind.
Und nun geht das Drama in die nächste Runde!
Unser Sohn Lukas hat in erster Linie ein Wut-Problem. Er ist schnell aufbrausend und hat seine Wut nicht im Griff. Parallel dazu hat unser Kind ein ganz ausgeprägtes Gerechtigkeitsbewußtsein. Fühlt er sich ungerecht behandelt oder ist er der Meinung, daß einem Freund Unrecht getan wird, tut er dies lautstark kund. Trotzdem bringt er gute Schulleistungen (2-3).
Unser Julian ist da mehr der Klassische ADHSler. Träumer, langsamer, unaufmerksam, Impulsgesteuert. Seine schulischen Leistungen sind auch nicht so gut (3-4), denn er hat sich immer noch nicht wirklich mit dem Schulwechsel abgefunden. Alles NEue ist für ihn ein Drama.
Nun haben wir endlich Therapeuten für unsere Kinder gefunden, die zum einen die Diagnose ganz klar aussprechen und vorallem endlich mit den Kindern daran arbeiten, wie sie dauerhaft zurechtkommen können. Parallel dazu bekommen beide seit ein paar Wochen Medikamente.
Leider gönnt die neue Schule unseren Kindern nicht die geringste Zeit, dass MEdikamente und Therapie überhaupt greifen können.
Dass das Verhalten des einen das des anderen bedingt und vielleicht sogar hervorruft, wird von der Schule mal komplet ignoriert.
Unsere Schule schmückt sich mit einem hübschen Förderpreis für individuellen Förderung - super haben wir gedacht. Merken tut man davon allerdings gar nichts.
Weil Julian nicht binnen von Wochen die gewünschte Veränderung zeigte, hat man nun ein Sonderschulverfahren gegen ihn eingeleitet. Als wir uns dagegen gewehrt habem, hat man Lukas aufgrund irgendwelcher "Vergehen" mal für eine Woche vom Unterreicht ausgeschlossen - ohne Anhörung, ohne Vorwarnung, ohne Klassenkonferenz...... unser Anwalt hat gesagt, schlicht und ergeifend vällig rechtwidrig.
In den einzelnen Gesprächen mußten wir leider feststellen, daß man an dieser Schule offensichtlich massiv aussortiert und was man nicht "weg-fünfen" kann, wird man auf anderem Weg los - ohne sich an Gesetze zu halten.
Wir sind mit unseren Nerven völlig am Ende, haben (mittlerweile) 8 extrem harte Wochen hinter uns und haben im Moment einfach nur noch Angst davor, daß man unsere Jungs bis hin zur Sonderschule abstuft, weil man mit ADHS einfach nicht umgehen kann und will.
Freue mich, Eure Meinungen dazu zu hören und hoffe, hier ein wenig mentale Unterstützung zu finden um den Kampf um die Zukunft meiner Kinder besser durchstehen zu können.
Liebe Grüße und danke für´s lesen
Kalo
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12.04.2010, 06:32 #2
Hallo Kalo
bei uns ist es ähnlich gewesen.
Unsere ist auch aufbrausend und wird laut.
Sie hat ADHS.
Nun nach dem Wechsel auf die Realschule
war es auch krass.
Hinzu kam das sie Medikameniös umgestellt wurde.
Auch uns wurde Druck gemacht.
Aber Dank des Schulpsychologischen Dienstes
unserer Therapeutin
einer Sonderschulüberprüfung
und mit Hilfe des Jugendamtes
(das wir selbst hinzugezogen haben)
bekommt sie nun eine Intregationshilfe
für die Schule gestellt.
Alle waren der Meinung das es ihr hilft.
Sie hat nämlich auch gute Noten.
Wenn Du noch was wissen möchtes frag nur.
Ich muss leider gleich auf Arbeit
und kann nicht so ausführlich schreiben.
LG Marita
Queenie!
Marotto!
---------------------------
Es ist normal anders zu sein
( Richard v. Weizsäcker )
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12.04.2010, 06:57 #3Spezialist
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Sonderschulverfahren, weil er 3-4 steht???
Schulausschluss- einfach so???
Das gibt´s ja gar nicht!
Was für eine asoziale Schule!
Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten. Entweder Ihr kämpft um Euer Recht und die Jungs bleiben auf der Schule (im Recht seid Ihr sicher nach Deiner Beschreibung) oder aber es gibt bei Euch schulische Alternativen und Ihr wechselt.
Ich weiß ja nicht, ob es jetzt am KL der Jungs liegt oder die ganze Schule SO ist.
Ich würde meine Kinder an so einem Auslesestall, wenn denn die ganze Schule so ist, gar nicht haben wollen.
Natürlich ist es toll, wenn mal jemand für Änderungen in so einem System kämpft, aber ob man das auf Kosten der eigenen Kinder wirklich will?!
Wenn ich meine Kinder darunter nehmen würde, gäbe es von MIR sicher hinterher einen Leserbrief in der örtlichen Presse.
Ich bin echt empört!
Viel Glück, dass Ihr shcnell zu einer für Euch guten Lösung findet.
LG hanja
Forenseele
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12.04.2010, 13:30 #4Spezialist
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Hallo Kalo,
bis zu diesem Abschnitt kann ich Deine strukturierten Erzählungen gut nachvollziehen.
Dann aber ergeben sich mehrere Probleme und ich werde einfach mal ein paar statements und Fragen aufschreiben :
Auf dem Gymnasium herrscht der Druck des G8. Es gibt nicht die Möglichkeit, Arbeiten noch einmal zu schreiben oder unter anderen Bedingungen... Mündliche Mitarbeit steht ständig im Fokus und wird laufend notiert. Störendes Verhalten im Unterricht stört die, die unauffällig sind. Was genau also meinst Du? Was bedingt WAS???? Am Gym gibt es _keine_Zeit..., denn in dieser Zeit verlieren Kinder den Anschluss... Mithalten um jeden Preis, NACHHOLEN geht bei der Stoffmenge doch gar nicht. Da würden die Kinder ja durchdrehen... Bei wenigen Fehltagen bricht hier schon der Nacharbeitsnotstand aus...
Gibt es bei uns auch. Förderkurse für je 9 Schüler in Ma, En und De in der Mittagsfreizeit. Dabei geht es nicht NUR um Kinder mit schlechten Noten, sondern auch um die Kinder, die zwischen ZWEI Noten stehen... Also durchaus auch für Kinder zwischen 2 und 3 um sie auf 2 zu pushen. Förderung heißt nicht immer Orientierung an den Schwächsten.
Was genau bietet also Eure Schule an?
Das geht nicht.
Förderschulen mit dem Schwerpunkt Emotionale Entwicklung (Ehemals Sonderschulen für Verhaltensgestörte) unterrichten nach den Richtlinien der Hauptschule. Hier stimmt etwas nicht. Kein Kind auf dem Gym kann zu irgendeiner Förderschule zur Überprüfung gemeldet werden.
Ausschluss vom Unterricht ist bei entsprechenden Vorfällen jederzeit möglich. In Nds. folgt dem in der Regel eine Klassenkonferenz, informiere Dich darüber, wie es in Eurem Bundesland ist. Was genau ist vorgefallen? Verwarnungen muss es bei entsprechender Schwere des Verhaltens nicht geben, sonst würde man manchen Schläger ja nie der Schule verweisen können (damit sage ich NICHT, dass das Euer Kind ist... nur zur Verdeutlichung!)
Aus welchem Bundesland bist Du? Die meisten Länder haben schon den Schul'TÜV' (Schulinspektion). Waren die schon an dieser Schule?
Schulen müssen sich an die Gesetze halten. Was konkret wirfst Du der Schule vor?
Aussortieren... An der Schule von unserem Sohn munkelt man unter den Eltern auch von gewaltigem Druck in Klasse 5 und 7, um die Spreu vom Weizen zu trennen. Die Stofffülle ist enorm (ich schrieb es schon), aber man kann mit sinnvoller Planung mithalten. Es fallen die heraus, die nicht jedes Wochenende oder in den Ferien bereit sind zu lernen, abgesehen von den paar Naturtalenten, die alles können...
Wichtig ist vor allem, dass Ihr auch die Therapie durch begleitende Beratung/Therapie für Euch Eltern unterstützt.
Stutzig macht mich, dass Ihr schon mit der Thematik beim Anwalt seid? Warum? Das vergiftet die Atmosphäre enorm...
Ich weiß, Du bist nach meinen Ausführungen bestimmt frustriert und u.U. auch sauer. Aber ich bin Förderschullehrerin und in einer solch eskalierten Situation hilft es Dir/Euch leider nix, wenn ich Dich bedauere... hmmm....?
Wenn Du trotzdem magst, antworte noch einmal auf meine Fragen. Vielleicht klärt sich dann auch einiges für mich...
Lieben Gruß
Deala
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12.04.2010, 14:29 #5Spezialist
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Deala, klar kann man auch einfach so -ohne Konferenz u.ä. von der Schule verwiesen werden, da muss aber schon was ganz Heftiges vorfallen.
Wenn dem so wäre, müsste Kalo es doch wissen.
Und klar, gibt es auf den G8-Gymnasien enormen Druck, den Stoff durchzuziehen, was auch für Lehrer nicht gerade tollist.
Aber es kann auch nicht sein, dass ohne Rücksicht auf die umstände eines Kindes "gesiebt" wird.
D.h. nämlich, dass z.B.ADS-Kinder niemals die Chance auf ein Abi hätten, egal wie intelligent sie sind.
Nun kann man natürlich sagen, die Arbeitsweise muss halt auch stimmen, aber dafür braucht es eben auch die Unterstützung der Schule.
Dass die umstände seit G8 wirklich schwierig sind (für alle seiten) darf einfach nicht bedeuten, dass alle, die nicht 100% auf "Linie" sind, chancenlos sein müssen!!!
LG hanja
Forenseele
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12.04.2010, 15:41 #6Spezialist
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Hej Hanja,
ich bin da ganz bei Dir :-)...
ein ADHS-Junge ist auch bei unserem Sohn in der Klasse und das klappt auch!
Von daher würde mich hier auch sehr interessieren, welche Rücksicht von Kalo erwartet wird und wie die 'Nicht-Rücksichtnahme' konkret aussieht.
Dennoch... vom zu erarbeitenden Stoff kann es keine Abstriche geben. Der fehlt dann hinterher als Unterbau, auf dem weitergelernt wird.
Rücksichtnahme könnte ich mir z.B. so vorstellen, dass Arbeiten in extra Räumen zeitgleich geschrieben werden, so dass kein Ablenkungspotential besteht. Oder dass engmaschig Verhalten/Hausaufgaben kontrolliert und gespiegelt wird mit Gegenzeichnung durch die Eltern. Oder dass Eltern und Lehrer einmal die Woche ein (Telefon-)Gespräch führen oder oder oder...
Aber dazu kann Kalo dann ja noch einmal Stellung nehmen!
Lieben Gruß
Deala
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12.04.2010, 17:44 #7Spezialist
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Irgendwie kommt mir deine Problematik bekannt vor. Mein Sohn wurde von einer Lehrerin auch ausgesiebt. Bzw. fast ausgesiebt. Wir sind dann freiwillig gegangen. Von der Realschule auf die Gesamtschule. Für uns war dieser Weg der beste. Soll jetzt aber nicht heißen, das er es für euch auch ist.
Auch wenn man natürlich von keiner Schule und keinem Lehrer erwarten kann, dass er sich stundenlang mit jedem Schüler einzeln hinsetzt und alles nachlernt, aber trotzdem ist enge Betreuung natürlich sinnvoll. Egal ob ADHS oder nicht. Das bedeutet für eine ruhige Arbeitsatmosphäre, Lehrer sollten auch mal länger bleiben und noch was erklären, enger Kontakt zwischen Schule und Elternhaus u.s.w. Leider fehlt einigen Lehrern dazu die richtige Einstellung. Vielleicht haben sie keine Lust, vielleicht sind sie sich ihres Arbeitsplatztes zu sicher. Ich weiß es nicht und kann diese Einstellung nicht nachvollziehen. aber wenn ich teilweise die Gespräche im Lehrerzimmer höre, verstehe ich warum sich manche Schüler und Eltern allein gelassen fühlen.(Ich darf übrigens auf Lehrern rumhacken, bin selber Lehrerin
)
Dieses Aussieben hat übrigens (zumindest hier bei uns) einen ganz logischen Grund. Trotz bindender Schullaufbahnempfehlungen pushen immer noch viel zu viele Eltern ihr Kind aufs Gymnasium, obwohl es allenfalls für die Realschule reicht. Genauso gehen Kinder, die besser auf einer Hauptschule aufgehoben wären, auf eine Realschule. Bei uns sind die Eingangsklassen jedes Jahr voller. In den nächsten Jahren würden dann immer mehr Kinder die Versetzung nicht schaffen. Um einen Schulwechsel zu erleichtern versuchen wir schon in den ersten beiden Jahren das Tempo anzuziehen, um herauszufinden wer nacher wirklich Abi machen kann.
Natürlich ist der druck durch G8 noch größer geworden und das ist wirklich streßig für die Kinder.
Ich würde die Therapie weiter durchziehen und die Ruhe bewahren. Solange deine Söhne weiter gute bis durchschnittliche Noten schreiben, gibt es keinen logischen Grund das sie nicht auf dem Gymnasium bleiben.
Die Sache mit der "Sonder"schule halte ich auch für unrechtmäßig. Deala hat es ja schon erklärt(und sie ist ja vom Fach, oder?). Kann mir aber vorstellen das Lehrer damit drohen. Macht ja auch erstmal Eindruck und erweist sich dann als haltlos.
Ich bin immer wieder überrascht wie unterschiedlich es auf deutschen Gymnasien abgeht. Bei uns verliert Goot sei Dank keiner den Anschluss, wenn mal eine woche krank ist und nicht parallel mitarbeitet. Und Zeit gibt es immer. Und wenn sie nicht da ist muss der Lehrer sie halt schaffen. Mir ist es ehrlich gesagt wichtiger das meine Schüler etwas aus meiner stunde mitnehmen, als das ich den Stoff duchgeprügelt habe. Und das Mitgenommen muss auch nicht immer umbedingt was mit dem Thema zu tun haben Meistens lerne ich auch noch was
Bin ja echt ehrlichtert das ich weder an so einer hHorroschule(klingt gerade für mich so, sorry) unterrichte noch meine Kinder auf eine solche schicke.
Liebe Grüße
Danny
FOREN-TWISTER
Wir leben alle unter dem gleichen Sternenhimmel,
aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont.
"Wir brauchen euch alle. Egal wo ihr wohnt, egal zu welchem Gott ihr betet.
Jeder von uns kann Verantwortung übernehmen. Jeder von uns kann die Freiheit bewachen."
Jens Stoltenberg
*1994**1995**1998**2000**2010**2010*
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12.04.2010, 20:50 #8Spezialist
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Hi Danny,
Nee, das ist wirklich keine Horrorschule... ich finde die Schule und die strukturierte Art zumindest der jetzigen Lehrer ziemlich gut... Zur Erläuterung vielleicht noch dieses: An der Schule vom Sohn gibt es 80 Minuten-Stunden. D.h. inhaltlich - gerade in den Sachfächern, die einmal pro Woche stattfinden - passiert da richtig viel. Es werden meist 2 Blätter geschrieben, etwas mündlich/in Partnerarbeit erarbeitet und im Buch Diverses an Stoff vermittelt. Dann gibt es noch eine Hausaufgabe. Darauf basiert dann die nächste Stunde. Verpasst so ein Schüler mehrere Tage, dann hat er einfach quantitativ viel nachzuholen. In den Hauptfächern sieht es ähnlich komplex aus, wobei hier in jeder Woche ein Grundthema neu erarbeitet wird. D.h. hier kommt noch die qualitative Aufarbeitung - so man gefehlt hat - hinzu.
An welcher Schulform unterrichtest Du??? Für mich als Förderschullehrerin, die wir unseren Schülern zur Not auch mal ihren Kopf nachtragen
, war das auch hartes Brot... Das mitzutragen und nicht ständig zu fluchen
... Aber ich sehe zum Ende des Schuljahres nun, dass tatsächlich nur auf diesem Wege die vorgebenen Kompetenzen erreicht werden können.
Es ist also ein Politikum, kein schulbedingter Stress... Die Schulen sind nur Erfüllungsgehilfen... und hier in Nds. hat sich einiges die letzten Jahre in Richtung Leistungsgedanke geändert... Selbst bei uns, die wir in Klasse 3 schon Englisch unterrichten müssen bei Schülern, die kaum richtig ihre Muttersprache deutsch sprechen können...
Na ja... etwas am Thema vorbei, war mir aber grad noch wichtig :-)!
Lieben Gruß
Deala
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12.04.2010, 21:03 #9Stammgast
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Nabend zusammen.
erstmal vielen Dank für die vielen Antworten.
Ich werde mich jetzt bemühen, alle Statemants und vorallem Fragen der Reihe nach "abzuarbeiten".
@ Deala:
Es geht mir nicht darum, daß meinen Kindern eine Extrawurst gebraten werden soll in der Hinsicht, dass für meine Kinder andere Prüfungskreterien zugrunde gelegt werden.
Hier eine Kurz-Chronologie seit Schulwechsel, denn ich denke, dass die verdeutlicht, was ich mit Zeit meine:
-Erstes Gespräch mit der KL Anfang Sep. 09
-Suche nach Therapeutin - Erster Termin Mitte Oktober 09
-bis zu den Weihnachtsferien konnte die Therapeutin 6 Stunden mit Julian arbeiten (Diagnose eingesschlossen)
- email der KL, dass ich bitte zu seinem Gespräch kommen möchte vom 2.2.10
-Termin, bei dem dann der SL dazukam (was ich nicht wußte) und mir mitteilte, dass er das Sonderschulverfahren nun einleiten würde war dann am 16.02 (weil seitens der Schule kein früherer Termin möglich war)
Die Therapeutin hatte also 10 Sitzungen mit dem Kind! Und Wunder kann die nun mal auch nicht vollbringen.
Als wir uns dann entschieden haben, Julian Medikinet zu geben hat man uns genau 1 Woche nach Beginn der Medikation mitgeteilt, dass das gar nichts bringen würde. Und das, nachdem sowohl die Therapeutin als auch ich mehrfach erklärt haben, dass die genaue Dosierung des Medikament "ausprobiert" werden muß und wir uns gerade am Beginn der Findungsphase befinden.
Das meine ich damit, wenn ich mich "beschwere", dass man uns keine Zeit gibt. Das Verhalten eines ADHSlers kann man nichtmal mit Medis innerhalt von 2 Wochen so umgrempelt, dass man es als angepaßt bezeichnen könnte.
Da es genau 3 Tage vor der besagten mail der KL Zeugnisse gab, bin ich aus allen Wolken gefallen, denn Juli hatte 2en, 3 en und eine 4 auf dem Zeugnis! Also für einen ADHSler im ersten Halbajhr Gymi in meinen Augen total ok. Wir haben mit dem Stoff auch nicht wirklich Schwirigkeiten.
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Der Förderpreis ist das "Gütesiegel Individuelle Förderung" des Ministeriums für Schule und Weiterbildung des Landes NRW.
Das „Gütesiegel für individuelle Förderung“ ist eine Auszeichnung des Schulministeriums in NRW. Für die Dauer von drei Jahren wird es solchen Schulen verliehen, die sich in ihrer Arbeit in besonderem Maße an den Bedürfnissen der einzelnen Schüler orientieren, sie nach ihren Befähigungen fördern und mit Fehlern und Schwächen ermutigend umgehen.(O-Ton der Beschreibung auf der Homepage der Schule)
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Wir haben uns über die Förderschulen für Emotionale Entwicklungen hier schlau gemacht und ich bin ebenfalls darüber gestolpert, dass die hier nur Hauptschulniveau anbieten. Eine solche Schule mit gymnasialniveau gibt es in Köln. Das sind von uns aus aber etwa 100 km - ich denke, dass wäre nicht wirklich zumutbar.
Außerdem habe ich mit einer bfreundeten Abendrealschul-lehrerin gesprochen, die mir mitteilte, dass genau die "Sonderschüler" häufig bei ihr landen,weil die einen Abschluss nachmachen wollen. Sie sagt, dagegen ist ein Hauptschulabschluss echt vollgepackt mit Wissen - und sowas kann man mitten im Ruhgebiet eigendlich nur ironisch meinen. Will heißten. die kids, die von der Sonderschule kommen können kaum was.
Hinzukommt, dass die Förderschulen aufgrund der EU-Richtlinie auf dem Prüfstand stehen und geschlossen werden sollen.
Gerade aktuell hat meine Freundin (allerdings aus Schleswig-Holstein) mir mitgeteilt, dass die Förderschule an der sie tätig ist zum Ende des Schuljahres gschlossen wird. Und dass "ihre" Schule nicht die einzige ist.
Bezüglich Lukas hat er Lukas für eine Woche vom Unterreicht ausgeschlossen - ohne akuten Anlass. Selbst wenn mein Kind mir das zu dem Zeitpunkt verheimlicht hätte, hätte man uns als Erziehungsberechtigten den Grund mitteilen müssen.
Man hat mir in dem Gespräch am 16.2 - nachdem man mir gesagt hat, dass man Julian zur Sonderschule schicken wird - gesagt, Lukas sei ein "Anarchist, der mal was hinter die Löffel braucht"!
Er hat wohl einem Jung einen Tischtennisschläger auf den Kopf gehauen, außerdem hat er einen Trupp 7. oder 8. Klässler geschubst, weil die seinen Bruder gepisakt haben.
Und damit bin ich dann bei der Wechselwirkung im Verhalten der Jungs.
Julian wird von einem Trupp älterer Schüler gepiesackt (verbal und Physisch). Weil kein Lehrer da ist, geht Lukas dazwischen - und kriegt ein paar auf den Deckel, weil er sich gegen 3-4 Jahre ältere Kinder verbal nicht wehrenm kann und stattdessen schubst.
(Diese Kinder wurden allerdings nicht mal zurechtgewiesen - nicht mal, nachdem mein Sohn der KL die Namen und die Klasse nennen konnte)
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Von dem SchulTÜV habe ich schon mal gelesen, wüßte aber nicht, dass es den hier schon gibt. (NRW)
Ich werfe dem SL vor, dass ersich bezüglich der Ordnungsmaßnahme nicht an das für NRW gültige Schulgesetz gehalten hat. Er begründet die Maßnahme zwar mit einem Paragrafen, hat diesen aber offensichtlich nicht gelesen, denn dann wüßte er, daß er ohne Klassenkonferenz oder vergleichbarem Gremium keine Ordnungsmaßnahme verhängen darf. Vor diesem Gremium muß der Schüler gehört werden, der das Recht hat, einen Lehrer oder einen Schüler seines Vertrauen mitzunehmen sowie die Eltern. Dann muß die Konferenz bzw. das Gremium diese Entscheidung treffen.
Liegen gravierende Gründe vor, kann ein Schüler vom SL unmittelbar vom Unterreicht ausgeschlossen werden. Die Konferenz / Anhörungen hat er dann nachträglich abzuhalten.
All diese Dinge sind in unserem Fall nicht geschehen.
Darum haben wir die Sache einem Anwalt übergeben.
Zum einen hatte ich zwar die Aussagen von zwei Lehrerinnen, einem Rektor und einer ehem. Rektorin dazu, aber meine juristischen Kenntnisse beschränken sich auf ein wenig Zivil- und Wirtschaftsrecht. Ich wollte mit also die "Fachmeinung" einholen.
Außerdem war ich zu diesem Zeitpunkt mit beiden Baustellen derartig überfordert, daß ich gar nicht in der Lage gewesen wäre das alleine in die richtige Bahnen zu lenken. Manchmal muß man halt Schreibkram deligieren!
So, liebe Deala - ich hoffe, daß Du jetzt ein etwas besseres Bild hast. Ansonsten frag bitte nochmal nach. Ich hab das Thema schon so oft diskutiert, dass ich manch Dinge auslasse, einfach weil ich und 70 % meiner Gesprächspartner diese Info schon haben.
Ich bin Dir auch überhaupt nicht böse oder sauer oder so. Du hast völlig recht - für Mitleid kann ich mir nichts kaufen. Ich bin auf der Suche nach ehrlicher Unterstützung oder vielleicht auch nach jemandem, der mir sagt, dass ich total falsch liege. Also immer weiter so!
Danke fürs Lesen!
Liebe Grüße
Kalo
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12.04.2010, 21:22 #10Stammgast
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nun zu Dir
liebe Danny
meine Jungs wollen erstmal an der Schule bleiben.
Ich hab schon über die Alternativen nachgedacht -auch über Gesamtschule.
Bei einigen Schulen glaube ich, dass wir vor Regen in die Traufe kommen, einige sind einfach viel zu weit weg und an der Gesamtschule besteht einfach das Problem, dass die die maximale Anzahl an Schüler aufgenommen haben und es schwer wenn nicht unmöglich wird, sie da unter zubringen!
Außerdem will ich nun auch keine übereilten Schulwechsel in die Wege leiten! Das würde für Juli den totalen Stress bedeuten und für Lukas wäre das auch nicht wirklich gut. Und mit einem anhängigen Sonderschulverfahren wird es auch schwer, dass ein SL auf sich nimmt, was ein anderer Sl eingestielt hat.
Mir ist (nun) auch klar, daß auch verindliche Empfehlungen nicht wirklich was darüber aussagen, ob ein Kind wirklich für ein Schulform geeignet ist.
In unserem Fall ist es so, daß ich meine Kinder für ihre Grundschulzeit quer durch die Stadt gefahren habe - was zu einen daran lag, daß die besuchte Grundschule in der Nähe meiner Uni lag und zu dem Zeitpunkt schon erfahrene Ganztagsgrundschule, was hier in unserem Stadtteil noch nicht so war und zum anderen hat diese Grundschule einen extren guten Ruf.
Die ehem. Rektorin,mit der ich über unsere Fälle gesprochen habe meinte auch, dass es natürlich "Gefälligkeits-Empfehlungen" gibt, aber die sie Grundschule kennt und sich das bei unserer nicht vorstellen kann.
Ich mächte das noch mal ganz deutlich sagen - hier geht es ausschließlich um das Verhalten meiner Kinder und nicht um ihre Leistungen oder um das Pensum!
Ich arbeite mit meinen Kindern das ein oder andere auf, was im Unterricht nicht verstanden wurde - aber ich würde das zur Zeit eher als wenig bezeichnen. Hausaufgaben dauern bei uns gerne mal ein wenig, was aber auch daran liegt, dass ich immer mit kindern HA machen muß. Und da diskutiert man gerne mal, wenn man unterschiedliche Lösungsansätze hat.
Soviel erstmal von mir.
Bitte um weitere Nachfrage, wenn ich mich mal wieder unverständlich ausgedrückt habe - und nochmals vielen Dank für die vielen Reaktionen auf meinen Beitrag! Bis jetzt hat mir alles nur mehr Mut gemacht, dass wir auf dem richtigen Weg sind!
LG Kalo
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13.04.2010, 07:44 #11Spezialist
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Hallo Kalo,
danke für die sehr lange, sehr ausführliche Antwort. Ich werde - um die Situation für mich (und vielleicht für Dich... ich weiß es nicht) weiter Fragen stellen... auch mal ganz doofe, ja?
Du hast 'besondere Kinder' und suchst relativ zügig das Gespräch nach Schuljahresbeginn mit der Schule. Wunderbar.
Welche Vereinbarungen habt Ihr dabei getroffen, hast Du Dir ein Gedächtnisprotokoll von dem Gespräch angefertigt? War der Papa auch anwesend?
5 Monate später erst erfolgt das entscheidene Gespräch, bei dem anscheinend alles kollabiert.
Warum habt Ihr in der Zwischenzeit keinen laufenden Kontakt gehabt - zumal um die Therapie durch Nachfragen in der Schule besser begleiten zu können? War in der Zwischenzeit kein Elternsprechtag? War hier nämlich im November...
Seit wann bekommt Dein Sohn Medikinet und wie kam es zu dieser Äußerung von der Lehrerin, das würde nix bringen... an diesem besagten Tag vom 2.2., oder vorher...?
Die Schwierigkeit ist die, dass gerade an Schulen mit eher unauffälligen Schülern bei den Lehrern oft ein erstaunliches Unwissen zum Umgang mit besonderen Kindern herrscht. Sie wissen oft nicht mehr als die Fleischersfrau von nebenan
... Gerade deswegen verstehe ich den seltenen Kontakt zwischen Schule und Euch nicht.
Wie groß ist denn die Klasse, in der Deine Kinder sind? Ich bin auch grad genervt, weil eine Vereinbarung (Schüler - Lehrer - Eltern) von den Lehrern meines Sohnes nicht in dem Maße umgesetzt wird, wie ICH mir das vorstelle. Also hat mein Kind jetzt noch einmal Zeit die Lehrer dazu zu bewegen, das zu tun. Sonst rufe ich diese Woche an und frage nach. Ich habe gelernt, nicht mehr zu warten.
Weißt Du, wie seine mündliche Mitarbeit bewertet wird? Das wäre ja noch einmal wichtig, ob die 'Schwere' der Verhaltensauffälligkeiten einzuordnen. Sprich, liegt er auch da im guten bis durchschnittlichen Bereich, dann muss diese Diskrepanz (Auffälligkeit lt. Schule vs. guten mündl. Mitarbeit) erläutert werden.
Und... zur mündlichen Mitarbeit resp. zu deren Beurteilung: Lehrer müssen auf Verlangen handschriftliche fortlaufende Notizen zur Mitarbeit der Klasse vorlegen können. Ein schnell angefertigter Computerausdruck hat da wenig Beweiskraft...
_Hast Du mal gesagt/gefragt, dass Ihr die Schule auch wegen dieses Versprechens ausgewählt habt und Du Dich jetzt verraten und verkauft fühlst, dass hier nur hohle Worte stehen...? Welche Umsetzung läuft an der Schule. Z.B. hat die Schule meines Kindes den 'Trainingsraum' (Konzept, dass Kinder bei 3maliger Vewarnung den Kl.raum verlassen, um mit unbeteiligten Lehrern danach darüber sprechen zu können und einen 'Rückkehrplan' ausarbeiten. Bei mehrfacher Anwesenheit im TR gibt es ein gestaffeltes System zur Elternbenachrichtigung. Das wäre für mich das MINDESTMASS bei einer solch vollmundigen Ankündigung... Schulsozialarbeiter... Schülerkonfliktlotsen... Ständige Möglichkeiten Vertrauenslehrer/Beratungslehrer zu sprechen... SO etwas vorhanden?
Das regt mich auf
... Aber das wäre auch ein anderes Thema... Nur so viel: Förderschulen mit dem Schwerpunkt Lernen leisten wunderbare Arbeit mit Kindern, die an jeder Hauptschule zu Schulverweigerern würden oder sonstwie den Bach 'runtergingen. Ich finde den Ausspruch dieser Dir bekannten Lehrerin zutiefst unqualifiziert. Man könnte genauso gut sagen, dass diese speziellen Schüler von der Förderschule dort so weit stabilisiert wurden, dass sie es später im Leben schafften, einen anderen Abschluss anzustreben. Wir haben zum in der Förderschule/L einen großen Anteil stark traumatisierter Kinder sitzen, die mit Mühe und Not überhaupt sich Schulstoff zuwenden können. Setz' Dich mal mit einem Förderschullehrer zusammen und frage nach seinen Schülern in seiner Klasse. Alleine die Geschichten aus EINER Klasse lassen Dir die Haare zu Berge stehen.
Ja, ein wunderbarer Türöffner - diese UN-Forderung - in Deutschland noch mehr an Lehrern einsparen zu können. Da sitzen dann Kinder mit Förderbedarf in Grund- und Hauptschulen und haben Anrecht auf genau 2 (!) Förderschullehrerstunden PRO WOCHE... TOLL. Und das unter dem Deckmäntelchen der Integration. Dabei fällt die intensive persönliche Arbeit in den kleinen Klassen bei uns weg (im Schnitt 12 Schüler), die sehr persönliche Ansprache und die Freiheit individuelle Wegen beschreiten zu können. Die Last diese Kinder irgendwie durch den Unterricht zu schleifen, liegt dann bei den Lehrern der Regelschulen, die dafür nicht ausgebildet sind. Fortbildungen gibt es auch nicht.
SO wie diese Inklusion (Fachwort dafür) in D umgesetzt wird, ist es zum Heulen. Da wird dann Deine Bekannte bald keine Kinder mehr mit Förderbedarf in ihrer Abendschule sitzen haben... Da kommen die dann gar nicht mehr erst hin.
Das nur als Exkurs nebenbei, weil ich das hier so nicht stehen lassen konnte...
...
WAAAA... jetzt ist meine Antwort so lang, dass ich sie kürzen muss... daher geht es im nächsten Post weiter.
Lieben Gruß
Deala
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13.04.2010, 08:02 #12Spezialist
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Hier geht es weiter und das Schlimme ist, ein Teil ist mir verlorengegangen *heul*.... Und ich habe nicht noch mal so viel Zeit...
Das würde ich auch an Eurer Stelle mal versuchen aufzulisten, was u.U. passiert ist und wie die Schule NICHT reagiert hat... Die werden Euch ja wahrscheinlich einiges zu Eurem auffälligen Sohn erzählt haben, als sie diese Förderschulgeschichte da losgetreten haben. Das darf nicht sein, die Schule hat auch eine Informationspflicht den Eltern gegenüber.
So, ab hier versuche ich das rekonstruieren, was mir durch Hin- und Herkopiererei verloren ging.
Also... (zweiter Versuch)
ich kann verstehen, dass Du unzufrieden und sauer bist. Was aber bei dennoch unglücklich ist, ist die Einschaltung eines Anwalts. Das vergiftet immer - egal ob es Schule ist oder ein ganz anderer Bereich - das Miteinander. Das ist dann leider eben doch nicht 'nur Schreibarbeit delegieren'. War denn keine Möglichkeit, da mit dem Schulelternrat (Pflegschaft heißt das in NRW, glaube ich...) zusammenzuarbeiten? Man kann auch in den Landesschulbehörden anrufen und sich Unterstützung holen (so heißt die obere Schulbehörde hier). Oder es gibt Fachberater (Lehrer außerhalb der Schulen zuständig für unterschiedlichste Bereiche...). War da NIX möglich?
Was ich noch wissen möchte, ist, was aus der Überprüfung geworden ist. Hat die stattgefunden? So wie Du klingst, wohl nicht...? Obwohl das i.d.R. vor den Osterferien stattfinden sollte... Hat sich bezgl. der Überprüfung schon jemand bei Dir gemeldet? WER oder welche Schule soll überprüfen?
Hast Du Informationsmaterial bekommen, offizielle Schreiben... IRGENDWAS?
Ah, jetzt weiß ich, was ich vergaß... eine mögliche Schule in 100 km Entfernung ist unmöglich, dass könnt Ihr ablehnen. Bzw. DAS GEHT GAR NICHT... Was wurde von der jetzigen Schule gesagt, WO genau Euer Sohn ihrer Meinung nach hingehen soll... Ich finde das ja echt putzig, sehr seltsam...
So, der Rest ist jetzt knapp und hoffentlich nicht allzu wirr! Melde Dich noch mal!
Und... verlier Dein Kind nicht aus den Augen... DER IST WICHTIG! Macht Ihr begleitende Therapie, das wurde bei sämtlichen ADHS-Fortbildungen, die ich besuchte, auch bei Medikamentegabe als unerlässlich angesehen...
__________________
Lieben Gruß
Deala
-
13.04.2010, 16:32 #13Spezialist
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@Deala ich unterrichte an einem Gymnasium. Fast nur Oberstufe, aber auch zwei mal Mittelstufe und einmal Unterstufe. Wir haben auch nur Doppelstunden(90 Minuten) und da wird natürlich auch viel gemacht. Allerdings ist es bei uns nicht so streßig, obwohl wir natürlich auch Richtlinien haben an die wir uns halten müssen, aber ich habe das Gefühl das wir in unserer Lehrplangestaltung vielleicht doch etwas freier sind als andere Bundesländer. Müssen wir an meiner Schule aber auch. Wir haben einen hohen Ausländeranteil und viele von denen haben trotz Empfehlung fürs Gymnasium wirklich große Defizite. Ich sage mal so "Unter den Blinden ist der Einäugige König!"
Darum bekommst du auf einer Grundschule mit schlechten Schülern mit durchschnittlichen Leistungen eher eine Empfehlung fürs Gymnasium als auf einer Schule mit guten Schülern.
Und die landen dann alle zusammen hier bei uns und wir müssen sie irgendwie auf einen Stand bekommen
Aber wir haben natürlich auch zentrale abschlussprüfungen und Zentralabi. Also auch schön die Kontrolle von oben.
Aber vielleicht sehe ich den Streß auch nichts so, weil ich das unglaubliche Glück habe vier gute und fast problemlose Kinder zu haben, die super alleine klar kommen, fast nie meine Hilfe brauchen und einfach die unglaubliche fähigkeit haben im Unterricht nicht zuzuhören, nur halbwegs mitzuarbeiten und trotzdem schriftlich und mündlich gute Noten zu haben.
Ich sehe das Problem übrigens auch in der Politik, aber das ist wie du ja schon gesagt hast ein anderes Thema.
Geändert von Danny4 (13.04.2010 um 16:36 Uhr)
Liebe Grüße
Danny
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Wir leben alle unter dem gleichen Sternenhimmel,
aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont.
"Wir brauchen euch alle. Egal wo ihr wohnt, egal zu welchem Gott ihr betet.
Jeder von uns kann Verantwortung übernehmen. Jeder von uns kann die Freiheit bewachen."
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13.04.2010, 21:36 #14Stammgast
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Immer her mit den Fragen.

Aber eins vorweg, denn ich glaube, dass das nicht ganz deutlich wurde:
Lukas ist der Sohn, den der SL vom Unterricht ausgeschlossen hat (ohne Klassenkonferenz ect) und wegen welchem wir den Anwalt eingschaltet haben.
Da war das Problem, dass als Rechtsmittel nur die Klage bleibt wenn der SL nicht einsieht. dass er in diesem Fall rechtswidrig gehandelt hat. Und wenn wir dagegen nichts gemacht hätten, hätte der bei der nächsten Gelegenheit vielleicht noch den Jung rechtswiedrig von der Schule verwiesen - und dann stehste erstmal da und mußt dann um Dein Recht kämpfen.
Das würde ich auch an Eurer Stelle mal versuchen aufzulisten, was u.U. passiert ist und wie die Schule NICHT reagiert hat... Die werden Euch ja wahrscheinlich einiges zu Eurem auffälligen Sohn erzählt haben, als sie diese Förderschulgeschichte da losgetreten haben. Das darf nicht sein, die Schule hat auch eine Informationspflicht den Eltern gegenüber.
Julian ist der ADHSler,der zur Sonderschule soll.
Aber nun mal der Reihe nach:
Bei unserem ersten Gespräch würde im Prinzip nix vereinbart. Ich hab "versprochen"mich um eine Therapeutin zu kümmern. Hab mir damals leider nix aufgeschrieben und Papa war auch nicht dabei (berufl. unterwegs).
Bis zum Elternsprechtag MitteNovember gab es ein paar Mails von der KL an mich, die jedoch eher zuversichtlich waren. Den Eindruck bestätigte auch das Gespräch am Elternsprechtag sowohl mit KL als auch mit co-KL (= Deutsch und Geschi-Lehrer). Der sagte damals "julian hat sich seit Schuljahresbeginn um 180 Grad gedreht. Wir haben ja noch 1 1/2 Jahre und wir kriegen das bis dahin schon hin" (die wirklich wichtigen Dinge hat man ja manchmal ganz genau präsent).
Also erstmal alles gut - und guter Dinge, da wir ja in der Zwischeinzeit eine Therapeutin gefunden hatten.
Vor Weihnachten bat dann die Mathelehrerin um ein Gespräch. Sie bemängelte, daß Julian immer so lange braucht, bis er eine Aufg. beginnt. Das würde am Gymi nicht gehen! Als ich sie fragte, ob sie ernsthaft glaube, dass das mit der Schulform zusammenhing, mußte auch sie das verneinen. Ich erklärte, daß die Therapeutin daran arbeite aber in ein paar Sitzungen nun mal keine Wunder vollbringen kann.
Vor Weihnachten vereinbarte parallel die KL mit der Therapeutin einen Kontrollbogen, den Julian von den Lehrern ausfüllen lassen sollte - nach den Ferien. Ankreuzen, ob "Zuhören" und "Arbeitsaufnahme" gut/mittel/schlecht waren. Also 2 Kreuze pro Stunde und Lehrer.
Das ganze scheiterte kläglich, denn Julian vergas das ganz häufig (typisch) oder die Lehrer waren zu schnell weg oder machten es einfach nicht.
Die Rückmeldung bekam ich aber auch erst mit der mail vom 02.02.!
kontakt war also da!
Mein Kind bekommt jetzt seit 4 Wochen Medikinet und das das nix bringen würde, sagte mir die KL bei einem gespräch 1 1/2 Wochen vor den Osterferien. Wie es jetzt läuft, kann man nach 2 Tagen noch nicht sagen und ich bin mir auch noch nicht sicher, ob wir schon die endgültige Dosierung gefunden haben.
Die Klasse meiner Jungs hat 28 Kinder, davon 18 Jungs und etwa 70 % Kinder mit Migrationshintergrund.
Seit etwa Mitte Feb.läuft es lt. meinen Kindern ganz gut in der Klasse. Vorher hat vorallem Julian sich selber als Opfer bezeichnet, dass von den anderen kinder gerne gepisackt wird.
Ich weiß nicht wie die mündliche Mitarbeit bewertet wird, aber in den rein mündl. Fächern kriegt man keine 3, wenn man nie den Mund aufmacht - oder?
Julian kann offentlichlich Fragen beantworten, wenn er aufgefordert wird.
Lt. KL / SL kann man das nicht leißten. Lukas beschwert sich jedoch regelmäßig darüber, dass er sich den Arm ausreißt und mit den Worten "ich weiß, dass Du das weißt, aber ich muß auch die anderen mal Fragen" abgewimmelt wird. Und Lukas sagt, dann werden anderen Kinder aufgefordert die sich nicht melden.
Also kann man das nicht leisten oder WILL man das für Julian nicht leisten?
Aber das nur am Rande.
Zum Gütesiegel - ja klar hab ich das angesprochen.
Der SL ging nicht darauf ein, er wiederholte nur immer wieder, er werde das Verfahren einleiten, denn er könne ein Kind wie Julian nicht beschulen (er kennt mein kind meines WIssens nach gar nicht).
Die Erprobungsstufenkoordinatorin hat in dem letzten GEspräch vor den Ferien mitgeteilt, daß diese Förderung für Julian nicht geleistet werden kann. Die Förderung würde sich auf Legastenie oder so beziehen und man hätte ja schließlich 2 Kinder mit Integrationshelfer an der Schule - Die Kinder haben eine körperliche Behinderung!
Schulpsychologo o.ä gibt es dieser Schule nicht, "da man ein Gymnasium ist" (O-Ton Erprobungskoord.).
Die KL hat Julian wohl mal vor die Tür geschickt als er sich über eine 4 in Englisch geärgert und geweint hat.
Die Überprüfung von Julian hat natürlich noch nicht stattgefunden. Auch wurde uns bis jetzt GAR NICHTS schriftliches mitgeteilt.
Ob er das Verfahren nun auf dem Weg gebracht hat oder nicht, mußte der Anwalt erst schriftlich erfragen. Zurück kam ein Einzeiler: Man habe das Verfahren auf den Weg gebracht.
Ich habe zuerst beim Schulamt angerufen. Die haben mich an die Bezirksregierung verweisen, da diese für Gymnasien zuständig sei.
Dort habe ich mit einem Sachbearbeiter telefoniert, der mich erstmal vertröstet hat, er müsse den Fall mit einem Kollegen besprechen. Als ich dann 2 Tage später einen Rückruf erhielt, teilte man mir mit, der SL hätte dem Kollegen auf nachfragen mitgeteilt, man hätte "so wie gestern" ein Beratungsgespräch mit mir geführt. Als ich sagte, daß ich seit 1 Woche mit niemandem von der Schule gesprochen hätte, vertröstete er mich wieder, er wolle das nochmal genau nachfragen und sich dann wieder melden. Das war Ende Feb. Seit dem hab ich da nix mehr gehört!
Bezüglich Julian gibt es von der Schule KEIN EINZIGES SCHRIFTSTÜCK an uns!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Ach ja - die überprüfende Schule - als ich den SL danach fragte, nannte er die "SOnnenschule". Mußte ich erstmal so hinnehmen, denn ich kannte die SChule nicht. Bei meinen Recherchen kam dann heraus, daß das die "Schule für Kranke" hier ist. Als ich ihn in dem zweiten gespräch mit dieser Info konfrontierte, meinte er, es würde halt jemand von der zuständigen schule kommen!
Hier hab auch dann auch mal die Sache mit dem Anspruch auf das Bildungsniveau angesprochen, aber von da an kam immer nur noch das gleiche von ihm: er leitet das ein und dann wird schon irgendwer prüfen, was mit Julian zu passieren hat. Hier kam zum ersten mal, daß Förderort ja auch Gymn. sein könnte - also per Helfer.
Dass ich bereits angestoßen hatte, einen Integrationshelfer für Julian zu beantragen (die Inso hatte ich da aber auch erst ein paar Tage)meinte er, das ginge NUR über dieses Verfahren. Das ist aber falsch. Ich hab jetzt einfach mal einen Antrag beim Jugendamt gestellt. Mal sehen , was das gibt.
Zu Lukas gibt es übrigens genau 2 Tadel der Mathelehrerin, dass Lukas den Unterricht stört. Und dann die Mitteilung, dass Lukas für 1 Woche vom Unterricht ausgeschlossen wird!
In der Woche hat man mein Kind übrigens jeden morgen und jeden Mittag da antanzen lassen, damit er sich Aufg. abholt und wieder abgibt. Da war die Orga seitens der Schule allerdings so mies, dass er manchmal grade 1 Aufg. für 1 Fach pro Vormittag bekommen hat. Aber auch das nur am Rande!
Nun mag ich noch kurz was zu Förderschulen im allgemeinen sagen.
Ich bin voll und ganz Deiner Meinung, daß die Abschlaffung dieser Schulen ein Drama ist - zumal sich keiner darum gekümmert hat, wie die dort beschulten Kinder in die Regelschule integriert werden sollen, wenn sie unter den "normalen" Umständen überhaupt unterrichtet werden können.
Und bis man E-Klassen an den Schulen gebildet hat, sind die betroffenen längst nicht mehr schulpflichtig.
Was jedoch das Niveau angeht - ich komme aus NRW, dem Ruhrgebiet. Sozialer Brennpunkt, hoher Arbeitslosigkeit und hohem Anteil an Mitbürgern mit Migrationshintergrund. Gerade die Schulen für Emotionate Entwicklungsstörungen sind hier Parkplätze für Kinder, um die sich keiner wirklich kümmert, die einfach durch das Raster fallen.
Daher nimm es bitte nicht allzu persönlich - aber ich denke in Niedersachsen sieht die Sache besser aus als bei uns.
Würde er eine Schule für ADHS-Kinder geben, also kleine Klassen, enge Betreuung........ was so ein Kind halt braucht, aber das ganze bitte auf einem Niveau, dass mein Kind seinen geistigen Fähigkeiten entsprechen fordert, hätten wir erst gar kein Regel-Gymnasium ausgesucht. Leider gibt es so eine Schule hier nicht.
Wir haben sogar schweren Herzens ein Internat in Erwägung gezogen - aber leider können wir uns das nicht leißten. Schulgeld von 1500,- Minimum pro Monat und pro Kind sind bei uns leider nicht drin.
So nun ist mein Bericht wieder sooooo lang - aber vielleicht ist Dein Bild jetzt etwas genauer und Du kannst mir noch ein paar Dinge dazu sagen.
Liebe Grüße
Kalo
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14.04.2010, 12:56 #15Spezialist
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Hallo kalo,
so - jetzt habe ich alle Fakten, die ich brauchte und so langsam auch ein Bild der ganzen Situation. Dauerte ein bisschen länger...
Was ist aus dem Unterrichtsausschluss geworden? Vor allem nach der Intervention des RA's, dass dieser ja nicht durch eine nachgeschobene KK in rechtlich einwandfreie Bahnen gelenkt wurde...
WAS denkst DU persönlich, warum Euch die Schule das Leben so schwer macht... Den einen Sohn rausschmeißt und den anderen - ohne die geringste Ahnung zu haben (und so wird es sein) - auf sonderpäd. Förderbedarf hin überprüfen will...?????????
Was geht da ab?
Ich würde Dir das Folgende raten:
Schreibe bitte alles auf. Alle Kontakte mit der Schule, alle Vereinbarungen, die besprochen wurden... ALLES... Systematisch, zeitlich geordnet.
NICHTS ist so eindrucksvoll in Krisengesprächen wie ein derartiges Dokument!
Nehmt Euch dazu Zeit, überlegt alle zusammen, welche 'Vorfälle' es bei beiden Kindern gab und wie die Schule handelte... Notiere alle Gesprächsanlasse mit der Schule, alle!
Kennst Du den Vorgesetzten dieser Schule (Schulrat, Schuldezernent, Bezirksregierung o.ä.)? Schick' ihm dieses und formuliere deutlich Eure vollkommene Verzweiflung über die Zukunft Eures Sohnes, der getestet werden soll. BITTET um Hilfe. Lasst Euch nicht von irgendwelchen Sachbearbeitern abspeisen, auch Eltern haben das Recht auf ein Gespräch mit dem Schulrat. Sagt, dass die Situation so verfahren ist, dass er nicht mehr ein noch aus wisst... Sagt, dass Ihr euch sonst verzweifelt wie Ihr seid an die Presse wendet.
Fruchtet das nicht, wendet Euch mit diesem Schreiben und dem Zusatz, die vorgesetzte Schulbehörde reagiere nicht, an Euren Landtagsabgeordneten. Macht mit diesem einen Termin.
~~~~ Andere mögliche Vorgehensweise als Alternative: ~~~~~
Wendet Euch mit dem Schreiben an diese 'Sonnenschule' und bittet dort um ein Informationsgespräch. Vielleicht können die, die Ahnung haben, EUCH helfen. Wie oft habe ich es schon erlebt, dass Kollegen der Regelschulen Kinder loswerden wollen und ich/andere Kollegen ihnen erst einmal klar machen mussten, dass es SO nicht ginge... Die kommen dann immer ganz schön ins Schwitzen, wenn sie merken, dass ihre Vorstellung Kinder loszuwerden nicht im Mindestens mit Regeln und Gesetzen vereinbar ist...
Hast Du von dieser Schule eine link...? Den würde ich mir gerne mal ansehen!
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Vor allem noch eines... Ihr dürft nicht mehr warten. Das Schuljahr hat noch 10 Wochen. Das ist verdammt wenig.
MICH macht stutzig, dass da von der Überprüfung geredet wird, und NICHTS passiert. Auch aus anderen Bundesländern kenne ich es so, dass VOR den Osterferien überprüft wird. Dass dann zeitnah die Gutachten (immerhin gerne mal 12 Seiten, pro Lehrer gerne auch 4 Gutachten...) geschrieben werden und spätestens im Mai die Verfügungen zur Schuljahresplanung des kommenden Schuljahres klar sind.
WANN soll das bei Euch noch passieren...?
Insgesamt bin ich einfach nur verwirrt, wenn ich Eure Fakten sehe...
Zum Thema Medikinet: Im Rahmen meiner eigenen sonderpäd. Überprüfungen hatte ich auch mit einem Kind zu tun, was auf Medikinet mit schlimmen Nebenwirkungen reagierte. Ich telefonierte deswegen mit diversen Ärzten/Therapeuten und hörte viel zur richtigen Dosierung von Medikinet. Dabei wurde mir deutlichst gesagt, dass die richtige Dosierung in absolute Spezialistenhände gehören würde... Also nicht zum Kinderarzt oder Hausarzt gehen, sondern zum Kinder- und Jugendpsychiater. Zur Not diesen auch wechseln... Medinet wirkt ja sofort, wenn es richtig dosiert ist.
Melde Dich noch mal!
Lieben Gruß
Deala



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