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  1. #1
    Spezialist Avatar von jodatz
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    So ihr Lieben,
    habe euch mal einen neuen Thread aufgemacht, der sich rund ums Thema Migration - Integration dreht.

    Vielleicht könntet ihr hier einfach eure Gedanken, die ja in dem Gewaltthread jetzt dazwischen huschen, hier weiterschreiben.



    Liebe Grüße
    Jodatz


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  2. #2
    Spezialist Avatar von jodatz
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    In Hamburg gibt es das Projekt von Family Literacy.
    LI-Hamburg | Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung| Projekte & Modellversuche | "Family Literacy"

    Projekt Family Literacy | Lesen in Deutschland

    Hier geht es wirklich um Integration - auch von Eltern -

    Bei alex in der Klasse findet dieses Projekt gemeinsam mit der Nachbarklasse auch statt.
    In seiner Klasse geht es um integration von über 20 Kindern mit Migrationshintergrund ( von 26 Schülern )
    Aber es klappt sehr gut !!!!!
    Auch die Eltern werden immer mit einbezogen, durch gemeinsame Aktivitäten.

    Weiter gibt es folgendes: interkulturelle Erziehung, wo es auch für Schulen und Lehrer Hilfestellungen gibt, um mit den verschiedenen kulturellen Problemen, die eine Vielfalt von Nationalitäten nunmal mitsichbringen kann, zurechtzukommen, so dass alle davon provitieren.

    http://www.hamburger-bildungsserver....infuehrung.pdf

    Liebe Grüße
    Jodatz


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  3. #3
    Stammgast
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    So ich äußere mich dann mal in diesem neuen Thread - denn ich mal zu dem im anderen Thread geschriebenen noch was loswerden.

    Ich bin nicht der Meinung, das man Migrantenkinder nicht fördern soll!!!!!!
    Ganz im Gegenteil, denn wir brauchen in der Zukunft gut gebildete und ausgebildete Kinder. Und bei der demografischen Entwicklung spielen Migrantenkinder für die Zukunft eine ganz große Rolle. Denn es gibt nicht nur nicht mehr genug deutsche Kinder, um unser System zu stemmen, es sind auch deutsche Kinder heute zu häufig von Haus aus zu schlecht ausgestattet, als sie LeistungsTRÄGER der Geselschaft werden können.

    Und genau das ist der Punkt, auf den ich hinaus wollte:
    Ich mache hier die Erfahrung, dass die Förderung (bzw. das,was als solche angesehen wird) für Migranten vorangetrieben wird, die deutschen Kinder aber immer häufiger durchs Raster fallen.
    Konkret:
    Wir haben an unserer Schule eine Ausländeranteil von gut 70% - was im Klartext heißt, hier gehen mehr Migrantenkinder zum Gymnasium als deutsche. Und unsere Schule ist hier kein Einzelfall. Es gibt da noch etliche Schulen mehr, an denen die Situation ähnlich ist, quer durch alle Schulformen. (Ein anderes Gymnasium hat 2 reine Migrantenklassen und in den restlichen 3 sind etwas 5 deutsche Kinder).
    An unserer Schule gibt es aber zur Zeit lediglich Förderunterricht im Fach Deutsch. Da haben meine Kinder keinen Förderbedarf. In Englisch sieht es da ganz anders aus. Aber solch eine Förderung wird nicht angeboten.
    Migrantenkinder haben im übrigen selten Schwierigkeiten, Fremdsprachen dazuzulernen, denn dadurch, dass sie bereits mehr oder weniger 2sprachig aufgewachsen sind, sind sie da bereits im Vorteil (gibt Untersuchungen darüber, dass z.B. Kinder, die zweisprachig aufwachsen oder sogar "nur" einen ausgeprägten Dialekt sprechen, schneller und viel leichter Fremdsprachen erlernen können).
    Beschimpft ein deutsches Kind ein Migrantenkind als "Scheißtürke", "Spagettifresser" oder ähnliches, wird das masiv geahndet. Was Migrantenkinder in ihrer Muttersprache über andere Kinder sagen, KANN meißt gar nicht geahndet werden, denn die Lehrer verstehen ja gar nicht, was da grade gesagt wurde. Auch gern genommenes Beispiel: Kartoffelfresser oder nur Kartoffel - "rassistische" Beschimpfung? Wird zumindest selten als solche geahndet.
    Mir wurde aber mal erklärt, dass die türkischen Mitbürger uns Deutsche so bezeichnen und das ist dann nicht freundlich gemeint!

    Ich mußte auch feststellen, dass die Elternarbeit und der Elternzusammenhalt in einer Klasse von den Migranten offensichtlich wenig geschätzt und teilweise sogar beukotiert wird.
    An der Grundschule habe ich andere Erfahrungen gemacht - aber da war das soziale Umfeld im allgemeinen etwas besser.

    Soviel erstmal von mir dazu.

    Finde die Diskusion übrigens ganz toll, denn Integration finde ich wichtig - aber ich bin der Überzeugung, dass eine wirkliche Integration gar nicht betrieben ( und vielleicht auch gar nicht gewollt) wird.

    LG Kalo


  4. #4
    Spezialist Avatar von Marita
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    Ich bin auch dafür das die Kinder gefördert
    werden.
    Meist spricht in der Familie keiner richtig deutsch.


    Bei uns ist der Ausländeranteil auch sehr hoch
    und ich finde das sehr sinnvoll.


    Was mich ärgert ist das dann Lehrkräfte
    dafür abgezogen werden.
    Ist ja gut und recht.
    Aber für Mathe fehlt es dann.

    Deutschförder braucht meine nicht
    aber in Mathe wäre Bedarf da.

    LG Marita

    Queenie!



    Marotto!
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    Es ist normal anders zu sein
    ( Richard v. Weizsäcker )

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