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10.05.2010, 15:45 #1
Hallo, ich wende mich mal mit einer kleinen Frage an euch. Es geht um unseren Sohn Lion. r ist 10 und geht in die 5. Klasse auf ein Gymnasium. Da wir aus NRW kommen, trifft ihn hier auch G8. In der Grundschulestand unser sohn ohne sich wirklich anzustrengen immer auf 1 oder 2. Er gehörte immer zu den Klassenbesten.
Jetzt geht er bald ein ganzes Jahr aufs Gymnasium und seine Noten sind deutlich schlechter geworden. Uns ist klar, dass er sich erst an den höheren Leistungsdruck gewöhnen muss, an die vielen neuen Fächer und eben auch G8. Genau das selbe hat seine Schwester ein Jahr zuvor durchgemacht. Gleiches Gymnasium, auch G8. Allerdings war ihr "Abfall in den Noten" nicht so stark und sie hat sich schon im zweiten Halbjahr wiedergefangen.
Bei Lion haben wir das Gefühl er wird immer schlechter. War er in der grundschule in Mathe noch 1, stand im ersten Halbjahr eine wackelige 2 und jetzt eine wirklich wackelige 3. Eher sogar eine 4.
Er fühlt sich in seiner Klasse eigentlich sehr wohl und geht gerne zur Schule. Aber ich habe trotzdem irgendwie die Befürchtung er würde mit dem Druck nicht ganz klar kommen. Wenn wir uns am wochenende dann mal hinsetzen und versuchen zu lernen z.b. für arbeiten ist er total unkonzentriert und überhaupt nicht bei der Sache. Und wenn es dann nicht auf anhieb klappt ist er auch schnell gefrustet und enttäuscht.
Letzte Woche war jetzt Elternsprechtag und unsere beobachtungen habe sich bestätigt. Lion ist deutlich schlechter geworden. Alle Fächer nur noch 3 oder sogar 4. Es ist keine einzige 2 mehr dabei. Wir haben die KLassenlehrerin auf unsere Bedenken angesprochen, aber sie meinte nur wir sollten uns nicht so anstellen, das wäre völlig normal. So ist das eben, wenn man aufs Gymnasium kommt.
Ich will Lion ja jetzt nicht sofort von der Schule nehmen, aber ich denke man sollte diese Entwicklung schon genau beobachten und nicht gleich als schwachsinnig abtun
Nur weil andere noch mehr Probleme haben(das weiß ich ja) heißt es ja nicht gleich, dass bei Lion alles super läuft.
Hatten eure Kinder damals auch so eine richtige Tiefphase? Ist das wirklich ganz normal und unsere Tochter war da nur eine Ausnahme?
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10.05.2010, 16:36 #2Spezialist
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Hallo Snoops,
mein Sohn ist auch 10 und auch in der 5. Klasse G8.
In der GS war er in einer Klasse, die deutlich besser war als die beiden Parallelklassen. D.h. er musste immer schon lernen um 2'en zu schaffen. Der Anspruch in dieser Klasse war immer höher... Die anfänglichen 1'en in Ma und SU waren dann auch in der 4. 2'er.
Auch seine jetzige Klasse gilt als SEHR leistungsstark (wieso haben immer wir dieses Glück...).
So war das erste halbe Jahr der HAMMER. Wir haben NUR noch gelernt, sogar wenn er vom Ganztag nach Hause kam, musste er dennoch mindestens eine Stunde noch arbeiten.
Die Noten im Zeugnis fand ich dann für den Aufwand eher frustrierend: 5x2, 5x3. In Ma und En stand er im Schriftlichen 2 und bekam wegen nicht genügend qualitativer mündlicher Beiträge die 3.
Aktuell scheint sich einiges zu entspannen. Nach dem Ganztag wird kaum noch gearbeitet. Die Mengen sind irgendwie überschaubarer geworden. Er hat in Ma auch wieder 1'en geschrieben und in En eine 2+, ebenso im Aufsatz eine 2+ (nachdem der letzte eine 4+ war...).
Tja... was haben wir gemacht...
Also ganz klar - er hat gemerkt etwas tun ZU MÜSSEN. In der Klasse sind einige leistungsstarke Jungs, da möchte er dazugehören. Er hat außerdem gemerkt, dass wenn er auf mich hört (was Lernpensum und -zeit anbelangt), schreibt er grundsätzlich gute Noten.
ICH habe mich allerdings im Gegenzug etwas lockerer gemacht, aufgehört in jeder Note ein Drama zu sehen und mir klar gemacht, dass es letztlich darauf ankommt, dass ER UND ICH uns gut verstehen. Das soll im Vordergrund stehen und nicht eine notenhysterische Mutter. Was andere Kinder an Noten haben, weiß er nicht und will ich nicht wissen.
Gleichzeitig wurde auch klarer, was wann und wie in der Schule verlangt wird. Wir haben gelernt, wie man für Arbeiten lernen muss und wissen ungefähr, was verlangt wird.
Ich sage wann und was gelernt wird. Und er macht's. So läuft der Laden ganz gut.
Ich achte sehr auf Pausen und Auszeiten und vor allem auf 'kleine Belohnungen' zwischendurch.
Was sagen denn die Lehrer, warum Dein Sohn nicht besser ist? Hier wurde ganz klar benannt, dass er sich im Mündlichen steigern muss und etwas 'ordentlicher' werden MUSS *hust*. Dazu gab es auch ein offizielles Gespräch - das hat Veränderungen eben einfacher gemacht, weil man wusste was zu tun ist...
Hast Du Kontakt zu anderen Eltern, was sagen die?
Lieben Gruß
Deala
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11.05.2010, 05:47 #3
Hallo snoops
meine Tochter ist jetzt in der 7ten Klasse am Gym G8.
Sie musste schon in der Grundschule ein bisschen was tun ( nicht viel ) und hatte dort ein solides 2er Zeugnis.
In der 5ten Klasse konnte sie dieses sogar weitgehend halten ( ist in einigen wenigen Fächern leicht abgerutscht)
In der 6ten Klasse dann bekam sie noch Latein dazu und das Elend begann.
Die Noten wurden allgmein etwas schlechter ( nicht nicht beunruhigend ) und sie bekam dann nach der 6ten noch mal eine weitere Empfehlung, dass sie am Gym bleiben kann.
Jetzt ist sie in der 7ten Klasse und es geht gar nicht mehr - sie ist dem Druck, der dort herrscht nicht mehr gewachsen - hatte zum Halbjahr plötzlich ein Zeugnis aus 5x3 und 5x4 Noten.
Die Motivation ( sie ist jetzt 12, wird diesen Monat 13 ) ist total flöten - ab und zu noch mal ein aufbäumen.
Sie hat dann selbst entschieden, dass sie die Schule wechseln möchte, da sie endlich mal wieder gute Noten haben möchte und einen guten Abschluss.
Tja und nun wechselt sie , gegen den Rat ihrer Lehrer, zum Sommer auf eine Stadtteilschule ( H-R-Schule mit anschließender Möglichkeit zum Abi)
Denn das Abi möchte sie trotzdem machen.
Und den Satz, den du geschrieben hattest - " aber sie meinte nur wir sollten uns nicht so anstellen, das wäre völlig normal "
den haben wir ja auch gehört - alles ist gut - sie schafft das.
Tja - MEIN Kind möchte es aber nicht unter solchen stressigen Bedingungen schaffen.
Nun muss ich noch dazu sagen, dass es generell ein ziemlich Leistungsorientges Gym ist - und ich bin mir sicher, die Ruhephase dann ab Sommer wird ihr gut tun.
Ich habe auch noch einen Sohn, der war in der 5ten Klasse auch am Gym. Er hat , auf eigenen Wunsch, bereits zum Halbjahr die Schule wieder verlassen - er war in der leistungsstärksten 5ten Klasse, wurde gemobbt, hatte dementsprechend noch weniger Lust und seine Noten waren ne Katastrophe.
Nun ist er in der 5ten Klassen auf der HR Schule und ist zur Zeit mit Klassenbester. Für Arbeiten braucht er nicht lernen - total entspannend.
(mal abgesehen vom Hausimachen)
Wenn ihr also das Gefühl habt, euer Sohn ist jetzt schon total überfordert und dann irgendwann auch demotiviert ( denn wem macht es schon spaß zu lernen und trotzdem schlechte Noten zu schreiben)dann würde ich persönlich den Druck durch einen Schulwechsel nehmen.
Das Abi ist ja nicht verbaut - denke auch in NRW kann man das später noch machen.
Ha- jetzt habe ich auch mal so lange geschrieben - sorry.
Liebe Grüße
Jodatz
______________________
Die Forenchefin
mit Alex 13 Jahre und Jette 14 Jahre und Supermann
Gebildet ist der, der weiß, wo er findet, was er nicht weiß.
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11.05.2010, 09:29 #4
Danke für eure ausführlichen Antworten.
Deala,
die Situation, die du beschreibst, kommt mir bekannt vor. Auf einmal muss man viel lernen und die Noten sind trotzdem nicht wirklich berauschend. Wie du schon sagst echt frustrierend.
Ihm und auch uns als Eltern ist klar, dass man lernen muss um hier gute Noten zu schreiben. Dazu sind wir auch erst mal bereit. Selbst Lion möchte ja gute Noten schreiben und will dafür auch was tun. Lion kommt wegen seinem langen Schultag an normalen Tagen ohne Ganztag erst um 14 Uhr nach hause. Dann gibt es Mittagessen und dann gehen er und seine Schwester eine Runde mit den Hunden. Ich habe einfach gemerkt, dass sich beide besser konzetrieren können, wenn sie das vorher machen. Schließlich haben sie ja vorher stundenlang fast nur rumgesessen.
Bis wir dann mit Hausuafgaben anfangen können ist es also schon 15 Uhr. Dann folgen 60-90 Minuten Hausaufgaben. Wenn Arbeiten oder Test anstehen nochmal mindestens 30 Minuten oben drauf zum lernen. Da ist es mit Pause zwischendurch schon mal schnell kurz vor 18 Uhr bis man fertig ist. Und ich habe das Geüfhl irgendein Test wird an dieser Schule immer geschrieben. Und sein es nur einer in Sport. Und da kommen dann so Aufgaben wie "Beschreibe den Bewegungsablauf beim Hochsprung" obwohl vorher im Unterricht Volleyball durchgenommen wurde
Aber man hat ja Hochsprung schon mal mündliche besprochen. Das müssen sich die Kinder natürlich merken
Mein Sohn soll ja auch noch seine Freizeit haben und das nicht nur am Wochenende. Zweimal die Woche hat er Fußballtraining. Früher ist er dann noch gerne mit zu einem seiner Mannschaftkamaraden mit nach hause gegangen und sie haben ein bisschen gespielt. Das geht jetzt nicht mehr. Für sowas bleibt kaum noch Zeit.
Arzttermine müssen zeitlich schon ganz genau geplant werden und letzte Woche musste ich den Zahnarzttermin mal wieder absagen, weil wir mit Hausaufgaben gar nicht hinterher kamen.
Ich habe natürlich mit anderen Eltern gesprochen. Es sieht so aus, dass sich die Klasse im augenblick in zwei Hälften teilt. Eine kleine Gruppe von Kindern, die es einfach können ohne wirklich was dafür zu tun, und von Kindern, die soviel lernen, dass sie keine Freizeit mehr haben. Ein Freund von Lion wurde jetzt sogar vom Fußball abgemeldet, weil er die Zeit für die Schule braucht.
Die anderen Kinder schreiben eher schlechte Noten(trotz mehr oder weniger viel lernen). Einige würden dieses Jahr auch sitzenbleiben, aber das gibt es hier nach der 5. Klasse nicht. Bei diesen Kindern gehört Lion wohl noch zu den besseren. Darum sieht die Lehrerin wohl auch keinen Bedarf etwas zu unternehmen.
Wenn ich es richtig verstanden habe waren bei euch die Lehrer bereit euch zumindest zu sagen woran ihr arbeiten könnt. Damit habe ich die Klassenlehrerin letzte Woche wohl überfordert "Ist halt alles so im Durchschnitt" *ah ja*
Vielleicht hast du ja irgendwelche Tipps für uns wie wir effizienter lernen können?
Jodatz,
wir spielen ja auch mit dem Gedanken zu wechseln. Abhalten tut uns bisher nur, dass Lion sich in seiner Klasse so wohl fühlt. In der Grundschule wurde er immer gemobbt und jetzt ist es für ihn einfach ganz toll auch Freunde in der Klasse zu haben. Ich habe gesehen wie mein sohn im ersten Halbjahr merklich aufgeblüht ist und das will ich ihm nur ungern nehmen. Das ist im Augenblick das einzige was für mich noch gegen einen Schulwechsel spricht.
Aber es ist schon wie du sagst "Tja - MEIN Kind möchte es aber nicht unter solchen stressigen Bedingungen schaffen.". Das gleiche denke ich im augenblick auch. Und mein Sohn wird irgendwann auch, wenn es so weiter geht. Schule als Job mit 40 Stunden Woche ist dann doch nichts für ihn und für uns.
Und klar, hat man hier immer die Möglichkeit noch Abiutr zu machen. Mann kann sogar mit einem qualifizierten Hauptschulabschluss direkt ohne Umwege aufs Gymnasium wechseln. Da muss ich unsere Schulpolitik ganz ausnahmsweise mal loben. Theoretisch ist das Schulsystem wirklich offen. Es wird nur so selten genutzt.
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11.05.2010, 10:26 #5
Hallo snoops,
wenn ich mir das immer so anschaue - auch bei meinen - ich weiß nicht.
Keine Freizeit mehr, Hobbies schwierig - selbst die Wochenenden waren ständig verplant.
Mein Sohn spielt nochc 2x in der Woche Handball und dann noch die Spiele am Wochenende und 1x in der Woche Schach und da dann auch Turniere.
Meine Tochter spielt jetzt 2x in der Woche Schach (besonderes Kadertraining) und hat eigentlich fast jedes Wochenende etwas mit Schach zu tun - sei es Mannschaftskämpfe, Turniere in und außerhalb Hamburgs usw.
Handball hat sie damals gleich zurückgestellt.
Es kann aber m.E. nicht angehen, dass Kinder für Sport und Freunde keine Zeit mehr haben.
Auch gemeinsame Familienaktivitäten scheitern bei uns meist daran, dass die kids mind. 1x am WE unterwegs sind und der andere Tag für Hausis draufgeht.
Das sollte so nicht sein.
Nerven tun mich die Aussagen von den Lehrern bei Schülern mit solchen Noten wie bei meiner Tochter: Alles ist gut -die schafft das, das ist doch gar nicht so schlecht, es gibt noch viel schlechtere.
Das ist doch keine Aussage.
Ihr werdet die richtige Entscheidung treffen - vielleicht kommt euer Sohn aus seinem Tief ja so wieder raus.
Ansonsten
Liebe Grüße
Jodatz
______________________
Die Forenchefin
mit Alex 13 Jahre und Jette 14 Jahre und Supermann
Gebildet ist der, der weiß, wo er findet, was er nicht weiß.
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11.05.2010, 16:00 #6Spezialist
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- 16.01.2008
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- 7.837
Alle , was Ihr beschreibt , ist bei meinem Sohn aber auch auf der Realschule so.
Er hat VIEL zu wenig Zeit! Die Noten sind (zumindest bis jetzt) gut, aber ich finde auch, Schule nimmt zuviel Zeit in Anspruch!
Er arbeitet meistens mindestens einen 40h-Job! +WE-Arbeit!
LG hanja
Geändert von hanja (13.05.2010 um 13:37 Uhr)
Forenseele
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12.05.2010, 08:02 #7
Hallo,
mein Sohn ist ja jetzt in der 6. Klasse. In der 5. Klasse hatten sich seine Noten nicht verschlechtert, sondern verbessert. Die Lehrer haben aber immer gesagt, dass sich die Noten normalerweise verschlechtern. Und alles so um die 3, wäre durchaus normal auf dem Gymi.
Allerdings haben wir das „Vorbereiten“ auf eine Klassenarbeit, sowie Hausaufgaben sehr strukturiert, sodass er immer noch Freizeit hat, um zu spielen oder sich mit Freunden zu treffen.
Wenn er normalerweise von der Schule kommt (um 13.15 Uhr), isst er erst, macht so etwa eine ½ Std. Pause (liest und relaxt), dann macht er sich sofort an die Hausis, sodass er eigentlich immer bis um 15 Uhr fertig ist, dann trifft er sich mit Freunden oder spielt etc.; Englisch/Franzvokabeln lernt er eigentlich immer so um 18 Uhr etwa (10 Min.), dann gibt’s Abendessen. Hausaufgaben haben sie jetzt aber eigentlich nie soviel, dass er länger als max. 1 Std. dransitzt und auch nicht jeden Tag. Falls er keine Hausis hat, lernt er für die nä Klassenarbeit, falls schon eine bekannt ist. Alle Klassenarbeiten-Termine trägt er sich sofort in einen Kalender an, er macht sich dann Notizzettel, die er etwa 10 Tage vorher sich in den Kalender klebt, wann die nä Arbeit kommt.
Da er jetzt 2 x die Woche Mittagsschule hat und er erst um 16.15 Uhr nach Hause kommt, ist an diesen Tagen, fast nichts mehr mit Hausaufgaben zu erledigen. Was er aber da immer trotzdem macht, ist im Wechsel, Englisch oder Franz-Vocabeln . So ist er immer auf dem Laufenden. Das macht er auch am Wochenende. (meistens lernt er da am Morgen, auch etwa 10 Min.). Da er ja auch nicht jeden Tag z. B.Englisch hat, schaut er schon, wann er die Hausis erledigen kann, um sie bis zur nä Stunde zu haben, wenn z. B. 3 Tage dazwischen liegen, erledigt er nur die Hausis, die er am nä Tag auch braucht, und verschiebt die Englisch-Hausis auf den nä Tag oder aufs Wo-E, wenn Englisch erst wieder am Di. gebraucht wird. Das zu planen, musste er aber lernen, da er eigentlich der Typ ist, der sofort alles erledigt haben möchte, was ja auch gut ist, aber dann und wann schon mal zu langen Hausi-Zeiten führen kann. So entzerrt er das Hausi-Thema.
Wenn eine Klassenarbeit ansteht, ist der Termin in der Regel, mind. 2 Wochen vorher bekannt, manchmal auch schon 4 Wochen. Er fängt mind. 10 Tage vorher an, sich jeden Tag für etwa 15-30 Min. auf die Arbeit vorzubereiten (d.h. er liest sich immer ein Thema durch). 2-3 Tage vorher frage ich ihn dann ab. (auch so etwa 15 Min.). Jetzt z. B. steht eine Geschichtsarbeit für den 10. Juni an, da fängt er jetzt am Wochenende schon an, ein Kapitel zu lesen und zu erarbeiten (aber wirklich nie länger als max. 30 Min.). Wenn mehrere Arbeiten anstehen, sprechen wir gemeinsam durch, wann er am Besten anfängt zu lernen, bzw. welcher Stoff umfangreicher ist, welches im leichter fällt, oder wo es dann tatsächlich reicht, nur etwa 3 Tage vorher zu lernen (bei ihm sind das die Sprachen; er ist durch das stetige Vokabellernen immer auf dem Laufenden und so 2-3 Tage vorher, lernt er die Grammatik dazu).
Oft kopieren wir aus Heften und Büchern die entsprechenden Seiten und er markiert sich die „wichtigsten“ Punkte, die er wissen muss. Schon dabei muss er durchlesen und merkt sich vieles. Er wird auch in den Pfingstferien, etwa 30 Min. am Tag sich vorbereiten. (Denke, dass ist in den Ferien auch nicht zuviel). So sitzt der Stoff eigentlich schon relativ gut und ein paar Tage vor der Arbeit, frage ich ihn dann speziell ab.
Bis jetzt fahren wir insgesamt sehr gut mit diesem System, er musste es sich aber erst auch aneignen, dass alles zu strukturieren und sich rechtzeitig vorzubereiten, dabei habe ich ihm geholfen. Ich erinnere ihn aber schon auch noch rechtzeitig, wann er m. E. anfangen soll, sich auf eine KA vorzubereiten.
Bis jetzt gehts bei ihm also mit dem G8, denke aber auch, dass es ab dem nä Schuljahr schon enger wird. Dann muss er schauen, wie er sich dann wieder strukturiert. Ich helfe ihm aber dabei.
Viele Grüße
Dani
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13.05.2010, 08:30 #8Spezialist
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Hi noch mal,
so wie Dani es beschrieben hat (Super
!!!!!!!!!), ist es eine gute Anleitung, wie's laufen kann.
Natürlich ist es hier anders, aber eben nur bestimmt durch andere Bedingungen, vom Prinzip her ist es das Gleiche.
Stetiges Lernen, langfristiges Üben für Arbeiten. Freizeitausgleich bieten und Motivation (durch *hust* Bestechung, wenn's mal arg kommt oder mal'n Euro für ne gute Note).
WENN das trotzdem NICHT wenigstens zu 3'en führt im Schnitt, würde ich neu überlegen und schleunigst Gespräche mit der Schule führen.
MEHR als 3'er müssen es nicht sein, wirklich nicht... Ich würde unbedingt von den Lehrern wissen wollen, WO genau sie die Schwächen von Deinem Kind sehen. So lapidar das abzutun, ist doch Käse...
Lieben Gruß
Deala
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24.05.2010, 21:26 #9
Danke für eure Tipps. Echt super von euch, dass ihr uns helfen wollt.
Allerdings habe ich langsam das Gefühl das jedes strukturierte Lernen in dieser Klasse mit diesen Lehrern hoffnungslos ist.
Es ist so, dass mein sohn seit den Osterferien in allen drei Hauptfächern schon mit dem Schulbuchstoff für die 5. Klasse durch ist. Seitdem nehmen die Lehrer Kapitel aus den 6er Büchern meiner Tochter durch. Die hatte jetzt in Mathe Prozentrechnung und Dreisatz. Mein Sohn einen Jahrgang darunter auch. Letztens hatten beide die gleichen Aufgaben als Hausaufgaben auf. Meine Tochter in ihrem Buch und Lion hat sie als Kopie aus eben diesem Buch bekommen. Ich dachte ich seh nicht richtig. Beim elternabend haben wir dann die Lehrer darauf angesprochen, ob wir nicht lieber die Zeit nutzen könnten um mehr zu wiederholen schließlich hätte selbst mein Sohn als eher guter Matheschüler immer noch Unsicherheiten im Bruchrechnen. Aber das ginge nicht, weil man ja vorarbeiten müsse wegen G8
Die Schulbücher hier sind schon extra auf G8 ausgelegt. Man muss also nur das schaffen was auch drin steht. Langsam werde ich echt aggressiv. Wir mussten hier zuhause ganze Stoffeinheiten alleine erarbeiten(war oft genug Hausuafgabe), weil nur ein Test darüber geschrieben wurde und es dann zum nächsten Thema weiterging. Geometrie wurde in der Schule gar nicht gemacht. War immer nur Hausaufgabe und zum Abschluss gab es einen Test bzw. eine Arbeit. Und das alles nur damit die Klasse hier die beste ist oder wie?! KEINE der 5 Parallelklasse ist soweit. Wir haben Nachgefragt und uns von den Eltern alte arbeiten und Schulhefte zeigen lassen. Die arbeiten alle brav nach Buch. Keiner wunder das das die Arbeiten nicht ganz so schlecht ausfallen.
Morgen wird jetzt bei Lion eine Vergleichsarbeit geschrieben. Und zwar wird da seine 5. Klasse mit allen 6. Klasse verglichen. auf Wunsch des Mathelehrers. Keine andere 5. Klasse schreibt mit. Einen Großteil der aufgaben werden die Kinder nicht lösen können(ist ja logisch), aber es zählt ganz normal wie eine Arbeit.
Boah ich bin so sauer!
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25.05.2010, 06:44 #10
hallo,
ihr solltet euch mal an die SL wenden !!! und ihr müsstet doch eingentlich a) einen Koordinator für eure Stufe haben und b) einen Mathebeauftragten.
Wendet euch an den !!!!- was der Lehrer da macht ist m.M totaler Schwachsinn - die rasen eh so im Stoff.
Diese Vergleichsarbeiten zählen doch nicht in die Noten, wenn ich mich nicht irre - die haben ja andere Aufgaben.
Kläre auch das bei euch !!
Kann aber natürlich sein, dass euer Mathelehrer die als echte Arbeit mitschreibt, weil ihr ja noch nicht in der 6ten seid.
Boah - ihr müsst unbedingt was machen - an höherer Stelle.
Auch beim Elternrat / Elternbeirat thematisieren !!!!!
Liebe Grüße
Jodatz
______________________
Die Forenchefin
mit Alex 13 Jahre und Jette 14 Jahre und Supermann
Gebildet ist der, der weiß, wo er findet, was er nicht weiß.
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25.05.2010, 12:11 #11
Hallo Jodatz.
Doch die Arbeits zählt ganz normal wie jede andere Klassenarbeit auch, weil es sich nicht um eine Vergleichsarbeit für ganz NRW handelt(die haben wie du ja schon sagst andere Aufgaben und werden anders "bewertet") sondern nur um eine schulinterne. Die gibt es bei uns jedes Jahr. Angeblich um das Leistungsniveu der Schüler in allen Klassen konstant zu halten. Mir kommt es im Augenblick eher so vor als würden die Lehrer einen Wettstreit austragen, wer die "schlauste" Klasse hat. Und unsere Lehrer wollen da anscheinend umbedingt ganz vorne mitmischen*heul*
Ob wir einen Mathebeauftragten haben weiß ich gar nicht. Könnte aber ja auch sein, dass das bei uns nur anders heißt. Ich glaube bei uns gibt es Fachbereichsleiter. Das dürfte sowas ähnliches sein.
An die Unterstufenkoardinatoren werde ich mich auch noch wenden, danke für den Tipp.
Die Schulleitung lass ich erstmal aus dem Spiel. das ist so eine Trantüte(sorry) bis die was macht haben unsere Kinder Abi gemacht. Klar werden wir uns letztendlich auch an sie wenden müssen, aber dann nur mit Unterstützung anderer Eltern und Lehrer. Sonst unternimmt die nichts und will erst einmal "darüber reden"
Mein Sohn kam jetzt gerade total verheult nach hause. Er hat mir das aufgabenblatt der Arbeit mitgebracht. Eine aufgabe war zum Beispiel Dreiecke konstruieren. Haben sie nie gemacht. Ist ja auch Stoff der 6!
Mein Sohn ist jetzt total traurig und hat mir gerade gesagt er will nicht mehr auf diese Schule, weil er zu dumm für Mathe ist. Ganz toll!
Lg Snoops
Das Leben ist wie ein Video Spiel.
Der einzige Unterschied liegt darin, dass es bei "Game Over" nicht von vorne anfängt.
Tochter(14) und Söhne(12,10&7)



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