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25.09.2011, 13:54 #1Aufstrebendes Mitglied
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Hallo liebes Forum.
Die Klasse unseres Sohnes (10. Klasse Gymnasuim) wird im Frühjahr 2012 auf Klassenfahrt fahren und die ersten Planungen gehen schon jetzt los. Auf dem letzten Elternabend schlugen mehrere Eltern vor, die Fahrt als Highlight unter dem Motto Grenzerfahrung, Erlebnis und Abenteuer zu gestalten, mit Klettern, Kanutouren, Übernachtung unter freiem Himmel, Rafting, Canyoning etc. Diese ,,Formate", ursprünglich als Selbsterfahrungs- und Teambuildingtrips für Manager und Führungskräfte entwickelt, halten wohl allmählich Einzug in die Klassenfahrtbranche. Auch die Klassenlehrerin (Sportlehrerin
) zeigte sich dieser Idee ziemlich zugetan und meinte, dass sie eine solche Tour auch unter pädagogischen Gesichtspunkten zumindest nicht abwegig finden würde (Grenz- und Selbsterfahrung, Teamstärkung, Naturerlebnis). Alles natürlich unter fachkundiger und professioneller Durchführung. Hier gibt es übrigens einen Artikel, der das alles ganz gut zusammenfasst Schule - Klassenfahrt in die Gefahr - Job & Karriere - sueddeutsche.de .
Also wir sind da erstmal etwas anderer Meinung, erstens gefällt uns dieses Übergreifen von ,,schneller, höher, weiter, extremer" auf Schulveranstaltungen irgendwie nicht wirklich, zweitens sehen wir dabei gerade was den Zusammenhalt in der Klasse betrifft eher Nachteile . Wäre es doch so, dass die selbstbewussten Sportskanonen glänzen können und vieleicht die etwas weniger mutigen und sportlichen Schüler in der ,,Looserrolle" verfestigt würden ?
Es soll bald einen weiteren Elternabend geben, bei dem dann konkretere Vorschläge erörtert werden sollen.
Was haltet ihr von dieser Art von Fahrtorganisation ? Kennt ihr ähnliche Entwicklungen an den Schulen eurer Kinder? Vieleicht sind wir ja einfach nur zu altmodisch und haben Bedenken vor dem Unbekannten ?
Geändert von Neptunus (25.09.2011 um 19:09 Uhr)
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25.09.2011, 14:03 #2
Hallo,
in Hamburg gibt es eine Schule, die regelmäßig sogenannte Herausforderungen durchführt - hier ist mal der Link:
Herausforderungen
Vielleicht bringt euch das Weiter.
Wobei das nichts mit Klassenreisen zu tun hat, soweit ich weiß.
Liebe Grüße
Jodatz
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mit Alex 13 Jahre und Jette 14 Jahre und Supermann
Gebildet ist der, der weiß, wo er findet, was er nicht weiß.
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26.09.2011, 07:56 #3
Bis jetzt ist mir hier nix aus Schulen bekannt das sowas als Abschlussfahrt gemacht wird....
Wie sollte dies auch aus versicherungstechnischen Gründen gehen ???
Bei uns werden immer noch "normale" Fahrten gemacht ---Paris,London,Schweden,runter nach Italien,Spanien, Südfrankreich oder Ungarn sind angesagt.....
LIEBE GRÜSSE MICHA
FORENSPIELEMUTTI
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26.09.2011, 08:14 #4
Prinzipipell finde ich solche Fahrten nicht schlecht - solange sie gut organisiert sind -
Die Lehrer sollten dabei sicherlich die Schüler berücksichtigen - es muss sichergestellt werden, dass Kinder, die bestimmte Aufgaben einfach nicht lösen können ( heftige Höhenangst z.B. ) eben nicht als Looser dastehen - dass sie nicht deswegen gemobbt werden usw.
Prinzipiell würde ich mir da - bei guter Orga und Betreuung- nicht allzuviel Sorgen machen.
Liebe Grüße
Jodatz
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26.09.2011, 08:22 #5
Also,mir ist von den Schulen bei uns auch nichts bekannt.
Ich finde es aber übertrieben,solche Abschlußfahrten anzubieten. Heute reicht es einfach nicht mehr,normal irgendwo hinzufahren ,vielleicht Land und Leute kennen zu lernen,oder noch mal abschließend die Zeit gemeinsam zu genießen-Nein...es müssen immer neuere ,bessere Sachen angeboten werden,man braucht den Kick und alles unter dem Deckmantel,Vertrauen und Zusammenhalt zu trainieren.
Also,wenn es die Jahre zuvor evtl. nicht geklappt hat,dann bringt es jetzt die Abschlußfahrt,wo eh alle auseinandergehen.
Nee,also mal ehrlich muß es denn immer so extrem sein???
Dazu kommt,das es vielleicht auch Familien gibt,die solche Fahrten nicht bezahlen können,dazu kommt doch bestimmt noch etwas Ausrüstung,usw.
Ich finde es ja grundsätzlich nicht schlecht,wenn man im Rahmen einer Fahrt als Angebot mal in den Hochseilgarten geht,oder eine Raftingtourmacht,aber alles??Nö.
Das ist meine ganz persönliche Meinung.
ELSE
mit Moritz (12) und Papa(40)
FOREN-SCHWESTER
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26.09.2011, 08:57 #6
Finanzierbar für JEDEN muss es natürlich bleiben !!!!
Und die Gemeinschaft darf dabei natürlich nicht zu kurz kommen
Persönlich kenne ich solche Fahrten auch nicht - auch nicht bei unseren Schulen !
Liebe Grüße
Jodatz
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26.09.2011, 12:45 #7
Klassenfahrt sollte eigentlich Spass machen. Ein sogenannter Grenzerfahrung, zum Hochseilklettergarten oder Kanufahrt als Höhepunkt, dagegen ist nichts einzuwenden. Aber wenn jeden Tag sowas anstehen soll, das finde ich doch übertrieben.
Und so billig sind dann alle Sachen zusammen wohl nicht.
Also, bezahlbar sollte eine Klassenreise schon sein
LG alusru
Lesen gefährdet die Dummheit
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26.09.2011, 14:07 #8Spezialist
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Von einer Klassenfahrt ganz unter diesem Thema habe ich hier noch nie gehört. Allerdings haben meine Kinder schon immer mal Ausflüge(auch mehrtägige) gemacht deren Bestandteil dann eine Kanutour war oder eben ein Besuch im Kletterpark. Allerdings kamen die Vorschläge immer von den Kindern selber.
Und die Sache mit dem Klassenzusammenhalt ist ja wirklich etwas merkwürdig. Immerhin trennen sich doch im Sommer die Wege
Liebe Grüße
Danny
FOREN-TWISTER
Wir leben alle unter dem gleichen Sternenhimmel,
aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont.
"Wir brauchen euch alle. Egal wo ihr wohnt, egal zu welchem Gott ihr betet.
Jeder von uns kann Verantwortung übernehmen. Jeder von uns kann die Freiheit bewachen."
Jens Stoltenberg
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27.09.2011, 09:33 #9Spezialist
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Mein Sohn hat in der 6. auch eine Klassenfahrt gemacht, bei der es um "Teambildung" ging. Das war auch so´n "Kletterding" mit den Schattenspringern.
War gut und auch nicht so teuer. Canyoning, Rafting und was weiß ich alles, finde ich auch total übertrieben und wird auch sicher SEHR teuer sein.
LG hanja
Forenseele
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27.09.2011, 10:45 #10Aufstrebendes Mitglied
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Danke schonmal für euer Feedback,
jetzt haben wir erstmal ein konkretes Angebot in der Hand, da heute ein Rundbrief ankam. Es geht ja erstmal darum Vorschläge und Angebote zu sammeln.
Die Klassenlehrerin hat konkret dieses hier vorgeschlagen (ganz unverbindlich) ...Protectours... Klassenfahrt Tirol: Das Actioncamp .
Da die Preise für 2012 noch nicht 100prozentig feststehen, muss von ca. 220 € Stand 2011 (Montag-Freitag) ausgegangen werden.
Im Preis inbegriffen sind Unterkunft (Gruppenzelte
), Vollverpflegung und 4 professionell geführte und betreute Halbtagestouren inkl. kompletter Ausrüstung (Wandern, Rafting, Mountainbike, Canyoning).
Dazukommen würde eben noch die An- und Abreise, vermutlich per Bahn, kommen. Sonstige Nebenkosten würden vermutlich kaum anfallen, eventuell vieleicht mal ein Eintrittsgeld ins Heimatmuseum oder so.
Finanziell gäbe es vermutlich keine Probleme, da soweit wir wissen, die Schülerschaft eher aus ,,ganz gut situierten" Elternhäusern kommt.
Die Kids sind natürlich ganz wild auf einen solchen Trip. Sicherheitstechnisch dürfte es eigentlich denke ich mal wenig Bedenken geben, da alle Touren von Profis geleitet werden, aber mit Schülern, die stellenweise kaum so Fahradfahren, z.B. Mountainbiking in der Bergen....
.
Mal sehen welche Vorschläge noch kommen, interesant hört sich das ganze ja an. Wir finden aber irgendwie trotzdem, dass das alles etwas zu viel ist und die Messlatte schon zu früh zu hoch angesetzt wird, ich meine was soll als nächstes kommen um noch zu begeistern, dieses höher, schneller, weiter, immer mehr Action, kommt uns etwas zu früh, wenn ihr versteht was ich meine.
Allerdings würden wir ungern quasi als Spaßbremsen einem Erlebnis im Weg stehen. Mal sehen, welche Vorschläge noch kommen und was so die anderen Eltern sagen
.
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27.09.2011, 10:54 #11
Hört sich ganz gut an und ist von den Kosten her auch noch verträglich - man muss natürlich schauen, was die Fahrtkosten noch so machen.
Ich muss aber sagen - warum nicht - die Jugend von heute sitzt doch teilweise nur noch drinnen rum an ihren PCs - so eine Herausforderung ist doch mal was total spannendes - und wer weiß ob man sowas in seinem Leben noch mal machen würde.
Liebe Grüße
Jodatz
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27.09.2011, 15:56 #12Spezialist
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Ich finde 220Euro ohne Fahrtkosten recht viel.
Da muss wirklich sicher sein, dass keiner in Finanzierungsnöte gerät...
LG hanja
Forenseele
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13.10.2011, 14:08 #13Aufstrebendes Mitglied
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Ich melde mich nochmal, wenn soll es vermutlich diese Reise im Mai 2012 sein ...Protectours... Klassenfahrt Tirol: Das Actioncamp . Programm laut Seite, allerdings Klettern statt wandern .
Die Kosten liegen bei 220€ pro Kind + Fahrtkosten.
Allerdings muss die Anreise per Bahn erfolgen, da sämtliche Kostenvoranschläge von Busunternehmen einfach den finanziellen Rahmen dann doch sprengen würden. Das heisst grob gesagt aus Niedersachsen bis Südtirol per Bahn mit x mal umsteigen (27 Schüler + 2 Lehrkräfte)
. Aber was soll`s. Die Kosten sind kein Problem, die Elternschaft ist eher solvent.
Das Programm hat es allerdings ziemlich in sich.
Sonntag vormittag Abreise von zuhause aus, Montag früh
Ankunft in Südtirol, dann die Halbtagestouren (Rafting, Canyoning, Mountainbike, Klettern) von Dienstag bis Freitag, Freitag später Abend Abreise, Samstag Nachmittag Ankunft zuhause. Wenn ihr mich fragt eine ziemliche Tortur . Aber die Kids sind ganz wild drauf und die Lehrer sind der Sache auch sehr zugetan, man höre und staune
.
Jetz ist ein Problem aufgetaucht, nachdem die ganze Sache schon fast in Sack und Tüten war, haben beim eigentlich finalen Organisationselternabend drei !! Familien etwas betreten ,,ausgepackt", dass ihre Kinder nicht schwimmen können (16 Jahre alt
) .
Da würde bedeuten, dass bei der Rafting und Canyoning-Tour trotz Schwimmwestenpflicht diese Kinder aus sicherheitstechnischen und auch versicherungstechnischen Gründen seitens des Veranstalters nicht mitmachen könnten. Klar ist es blöd, dass Kinder quasi so schon vorweg von Aktivitäten ausgeschlosen werden, aber wenn die ganze Klasse nun sozusagen aus Solidarität auf die eigentlichen Hightlights der Fahrt verzichtet, wäre es ja irgendwie auch etwas bizarr. Der Veranstalter bräuchte eine verbindliche Zusage innerhalb einer Woche, da diese Touren wohl sehr begehrt und dem entsprechend früh ausgebucht sind. Jetzt sollen Eltern und Schüler entscheiden, wie es weitergehen soll.
Es gab leider wohl schon die ersten Sprüche nach dem Motto : ,,Nur weil du nicht schwimmen kannst, wird uns möglicherweise die ganze Action versaut !", was natürlich sehr mies ist. Nun müssen wir sehen, wie es weitergeht. Wir sind auch hin und hergerissen. Es ist zwar nur eine Klassenfahrt, aber wann bekommen die Kids schon mal solche Möglichkeiten des Naturerlebnisses und der Herausforderung, auf der anderen Seiten steht der Stress der Fahrt für diese 5 Tage und womöglich die Gefahr, Schüler (Nichtschwimmer) unfreiwillig auszuschließen.
Geändert von Neptunus (13.10.2011 um 15:32 Uhr)
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13.10.2011, 16:33 #14
Das Problem mit Nichtschwimmern oder Allergikern, die gar nicht ins Wasser ( bei Schwimmbädern ) dürfen, hat man leider immer.
Schwierig, wobei ich es schon wunderlich finde, dass Kinder mit 16 noch nicht Schwimmen können.
Aber .. bis Mai ist noch etwas Zeit - wenn diese Kids mehrere Schwimmkurse machen würden - dann klappt sogar das noch !
Schwierige Situation - und das jetzt schon " gemobbt " wird - gar nicht schön !
Liebe Grüße
Jodatz
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Gebildet ist der, der weiß, wo er findet, was er nicht weiß.
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14.10.2011, 15:16 #15Spezialist
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Hallo,
ich habe das schon länger verfolgt und bin immer noch unsicher, wie ich es finden soll...
Natürlich wäre der Sohn hier auch Feuer und Flamme und begeistert ohne Ende. Es kann - KANN! - ein supertolles Erlebnis sein.
Aber wehe, wehe - da geht was in die Hose. Mir - ich bin selber Lehrerin - wäre das zu heiß. Die Verantwortung möchte ich nicht tragen müssen. Dazu dann der Stress der langen Reise mit den wenigen Tagen Aufenthalt. UND nun auch noch die Kinder, die mit 16 (verwunderlich, auf jeden Fall) nicht schwimmen können.
Wahrscheinlich sind die geführten Touren richtig gut abgesichert und wahrscheinlich ist das alles mit 16 Jahren wirklich schon O.K., Bauchschmerzen hätte ich trotzdem.
Ich bin gespannt zu lesen, wie es bei Euch weitergeht und denke da auch wie Jodatz... Eigentlich sollten die Nichtschwimmer das jetzt als Anlass nehmen, es endlich doch noch zu können (es sei denn, es sprechen medizinische Gründe dagegen).
Dass die nun gemobbt werden, ist ungut. Wahrscheinlich haben sie sowieso keine besonders gute 'Stellung' innerhalb der Klassengemeinschaft und dann hacken die anderen bei solcher Gelegenheit natürlich ungehindert zu. Das würde ich als Lehrer unterbinden wollen und auch Gespräche dazu führen.
Lieben Gruß
Deala



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