Präsentiert vom Sailer Verlag - Deutschlands großer Wissensverlag für Kinder
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Ostergedichte für Kinder

Gedichte für Kinder zu Ostern

Erinnern Sie sich an die Osterzeit Ihrer Kindheit? Der Frühling liegt in der Luft, Knospen sprießen, Eier werden ausgeblasen und bunt bemalt.

Damit Sie mit Ihrer Familie die Osterzeit ganz entspannt erleben können, haben die Redakteure von Schule und Familie die allerschönsten Ostergedichte, Sprüche und Zitate zusammengestellt. Unsere Verse können Sie gemeinsam lesen oder mit Ihrem Kind auswendig lernen und am Ostersonntag, nachdem die Kinder ihre Osternester gesucht haben, im Kreise der Familie vortragen.

Unsere schönsten Ostergedichte und Reime

Henne oder Ei?

Der Osterhase sitzt auf bunten Ostereiern.

Die Gelehrten und die Pfaffen
streiten sich mit viel Geschrei,
was hat Gott zuerst erschaffen
wohl die Henne, wohl das Ei!

Wäre das so schwer zu lösen
erstlich ward ein Ei erdacht,
doch weil noch kein Huhn gewesen
darum hat´s  der Has` gebracht!

Eduard Mörike (1804-1875)

Osterspaziergang

Viele bunte Ostereier

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
durch des Frühlings holden, belebenden Blick.
Im Tale grünet Hoffnungsglück.
Der alte Winter in seiner Schwäche
zog sich in rauhe Berge zurück.

Von dorther sendet er, fliehend, nur
ohnmächtige Schauer körnigen Eises
in Streifen über die grünende Flur.
Aber die Sonne duldet kein Weißes.
Überall regt sich Bildung und Streben,
alles will sie mit Farbe beleben.

Doch an Blumen fehlts im Revier.
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.
Kehre dich um, von diesen Höhen
nach der Stadt zurückzusehen!

Aus dem hohlen, finstern Tor
dringt ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder sonnt sich heute so gern.
Sie feiern die Auferstehung des Herrn,
denn sie sind selber auferstanden.

Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
aus Handwerks- und Gewerbesbanden,
aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
aus der Straßen quetschender Enge,
aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
sind sie alle ans Licht gebracht.

Sieh nur, sieh, wie behend sich die Menge
durch die Gärten und Felder zerschlägt,
wie der Fluß in Breit und Länge
so manchen lustigen Nachen bewegt,
und, bis zum Sinken überladen,
entfernt sich dieser letzte Kahn.

Selbst von des Berges ferner Pfaden
blinken uns farbige Kleider an.
Ich höre schon des Dorfs Getümmel.
Hier ist des Volkes wahrer Himmel.

Zufrieden jauchzet groß und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein!

Johann Wolfgang Goethe (1749-1832)

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