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Mehr Erfolg in der Schule

Mehr Zufriedenheit in der Familie


In dieser Rubrik möchten wir Ihnen regelmäßig Hilfestellungen und Tipps geben, wie Sie Ihr Kind optimal beim „Lernen lernen“ unterstützen können.

Folge 1: Die Voraussetzungen für konzentriertes Lernen und Arbeiten

Folgende grundlegende Bedingungen müssen erfüllt sein, damit Kinder ausdauerndes und konzentriertes Arbeiten lernen können:

Eine stabile und positive Eltern-Kind-Beziehung
Ein klar strukturierter Tagesablauf
Ruhezeiten und Ruheplätze
Das Fördern der Wahrnehmungsfähigkeit
Ausreichend frische Luft und Licht
Viel Bewegung und Schlaf und eine ausgewogene Ernährung
Wann aber braucht ein Kind gezielte Förderung?



Eine stabile und positive Eltern-Kind-Beziehung
Sie ist wohl eine der wichtigsten Grundvoraussetzungen. Nur in einem geschützten, sicheren und positiven Umfeld können Kinder gefahrlos die Welt um sich herum vergessen und so die nötige Ruhe und Konzentration zum Lernen und Arbeiten finden.

Ein klar strukturierter Tagesablauf
Ebenfalls Sicherheit vermittelt ein klar strukturierter Tagesablauf. Feste Ruhe-, Schlaf-, Spiel- oder Essenszeiten machen den Tag überschaubarer. Das erleichtert Ihrem Kind, sich auf das einzulassen, was gerade an der Reihe ist.

Ruhezeiten und Ruheplätze
Ruhe ist wichtig, um sich intensiv mit einer Aufgabe beschäftigen zu können. Ruhe ist aber auch wichtig, um zunächst die Kraft für spätere Konzentrationsaufgaben zu sammeln. Feste Ruhezeiten, zum Beispiel nach dem Mittagessen oder vor dem Schlafengehen, sind deshalb sinnvoll. Gefüllt werden können diese Zeiten mit ruhigen Spielen, Musik, Träumen, Malen etc. Ebenso wichtig ist es, dass Ihr Kind einen Ort hat, an dem es zur Ruhe kommen kann und nicht durch Geschwister, Fernsehen oder Telefon gestört wird. Nur ein ruhiges Kind kann längere Zeit bei einer Sache verweilen, in die Tiefe gehen und so Zusammenhänge erkennen und weiter erforschen.       

Das Fördern der Wahrnehmungsfähigkeit
Unsere Umwelt nehmen wir über unsere Sinne wahr. Geschärfte Sinne, eine wache Aufmerksamkeit und zielgerichtetes Denken hängen so unmittelbar zusammen. Deshalb helfen Sie Ihrem Kind, genau hinzuschauen, genau zu horchen, genau zu fühlen, genau zu riechen, genau zu schmecken. Natürlich können die Sinne mit speziellen Wahrnehmungsübungen trainiert werden, aber eigentlich bieten sich jeden Tag von selbst viele Möglichkeiten dazu: im Garten, beim Einkaufen, beim Essen oder beim Spielen.

Ausreichend frische Luft und Licht
Niemand arbeitet gerne in dunklen und stickigen Räumen. Das drückt nicht nur auf die Stimmung, sondern auch auf die Konzentration. Lassen Sie Ihr Kind daher in hellen und gut gelüfteten Räumen spielen. Auch im Winter sollte es nicht zu warm sein, denn zu viel Wärme macht schnell träge. Ab und zu eine „Schocklüftung“ tut hier gut.

Viel Bewegung und Schlaf und eine ausgewogene Ernährung
Ohne ausreichend Schlaf und Bewegung ist Konzentration kaum möglich. Achten sie darauf, dass diese beiden Grundbedürfnisse je nach individuellem Bedarf Ihres Kindes erfüllt sind.
Ebenfalls eine wichtige Rolle für das Konzentrationsvermögen spielt die Ernährung. Eine nährstoffreiche Kost und vor allem viel Flüssigkeit sind hier wichtig. Zu viel Süßes und Flüssigkeitsmangel können sich negativ auf die Ausdauerleistung Ihres Kindes auswirken.    

Wann aber braucht ein Kind gezielte Förderung?
Die Grenzen zwischen sehr bewegungsfreudigen, aktiven, aber aufmerksamen Kindern und Kindern mit einer tatsächlichen Konzentrationsstörung sind oft fließend. Häufig vergeht viel Zeit, bevor ein Arzt oder Psychiater hier eine aussagekräftige Diagnose stellen kann. Dennoch gibt es typische Verhaltensweisen, die darauf hindeuten können, dass ein Kind am Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADS) leidet:
•    Das Kind bleibt nur kurz bei einer Tätigkeit und beginnt dann schnell wieder etwas Neues,
•    es führt keine Tätigkeit zu Ende, gibt schnell auf,
•    es schläft schlecht, wirkt zerfahren und unausgeruht,
•    es spricht schnell und undeutlich,
•    es leidet unter Stimmungsschwankungen – entweder ist die Welt rosarot oder schwarzgrau,
•    es hat Probleme, Freunde zu finden und zu behalten,
•    es wirkt zurückgezogen und verängstigt und
•    es ist aggressiv, unvorsichtig und verletzt sich häufig.

Generell wird zwischen ADS mit Hyperaktivität (HKS) und ADS ohne HKS sowie einer Mischform unterschieden. Nach aktuellem Forschungsstand hat ADS biologische Ursachen. Das heißt, ein Ungleichgewicht an Botenstoffen im Gehirn führt dazu, dass nicht zwischen wichtigen und unwichtigen äußeren Reizen unterschieden werden kann. Die Steuerung der Aufmerksamkeit ist so kaum möglich. Dieses also genetisch bedingte Defizit betrifft etwa vier Prozent aller Kinder und kann vererbt werden.        
Wird ADS nicht behandelt, kann dies negative Folgen für das Kind haben: starker Leistungsabfall in der Schule, innerer Rückzug aufgrund fehlender Sozialkontakte, Verlust des Selbstwertgefühls und nicht zuletzt viel familiärer Streit und Stress.
Die Therapie ist oft eine Mischung aus Verhaltenstraining und Medikamentengabe. Ob eine Medikament, zum Beispiel Ritalin, sinnvoll ist oder nicht, muss von Fall zu Fall entschieden werden. Grundsätzlich ist die Medikamentengabe in Deutschland bei der Behandlung von ADS umstritten.

Alle Tipps von:
Das LernTeam
Ferienseminare – Familienseminare - Coaching
Dirk & Christiane Konnertz
Frankfurter Str. 42
35037 Marburg
Tel. 06421-169690
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie es sehen können
Internet: www.lernteam.de
 
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