Präsentiert vom Sailer Verlag - Deutschlands großer Wissensverlag für Kinder
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Brain Food - Einfluss richtiger Ernährung auf die Leistung von Schulkindern

Die richtigen Lebensmittel beeinflussen die Hirnleistung eines Menschen erheblich.

Gerade für Schüler heißt es also, sich adäquat zu ernähren. Entsprechend gibt es Nährstoffe, die die Hirnleistung mehr oder weniger unterstützen. Diese guten Lebensmittel werden gemeinhin als Brainfood bezeichnet. Doch warum ist das Gehirn so auf diese Stoffe angewiesen? Um diese einleitende Frage zu klären, werden zunächst die Funktionsweise des Gehirns sowie die Vorgänge beim Lernen näher erläutert. Der Hauptteil des Textes zeigt schließlich die Verbindungen zwischen den Nährstoffen und der Hirnleistung des Menschen auf. Für Eltern ist dies insbesondere von Belang, denn viele Erziehungsberechtigte haben nicht die ausreichenden Kenntnisse über die geeigneten Nahrungsmittel für ihre Schützlinge.

1. Das Gehirn – Steuerungsorgan lebenswichtiger Körperfunktionen

a) Funktionsweise 

Brain Food - Einfluss richtiger Ernährung auf die Leistung von Schulkindern Grafik 1

Dieses Organ ist für die Steuerung der meisten lebenswichtigen Funktionen verantwortlich und wiegt gerade einmal 1400 Gramm. Neben dem emotionalen Erleben ist es auch für das Lernen und viele weitere Prozesse zuständig. Im Gehirn geschieht die Kommunikation zwischen Milliarden von Nervenzellen, welche sich mit Hilfe von elektrischen Impulsen austauschen. Dabei besteht es aus unterschiedlichen Regionen, die andersartige Aufgaben zu erfüllen haben. Die Übertragung der Informationen erfolgt mit Hilfe der Neuronen, die untereinander verbunden sind und lediglich aufgrund der vielen Vernetzungen diese hohe Rechenleistung stemmen können. Über 100 Milliarden Neuronen, die auch als Nervenzellen bezeichnet werden können, befinden sich außerdem im Gehirn. Jedes dieser Neuronen verfügt über rund 10.000 Dendrite, also kleine Antennen, die für die Weiterleitung der Informationen in Bruchteilen von Sekunden verantwortlich sind. Entsprechend werden die Eindrücke über lange Kommunikationswege in die eigentlichen Regionen geleitet. Die Synapsen, also die Verbindungsstellen zwischen den Zellen, sind ebenfalls von übergeordneter Bedeutung, denn nur so lässt sich Gelerntes schnell verarbeiten. Durch Wiederholungen bilden sich neue Synapsen und neue Zellen, die alten werden zerstört. So befindet sich das Organ in einem stetigen Wandel und wird in einem fortlaufenden Prozess immer wieder auf den neusten Stand gebracht.

b) Lernen – eine wichtige Eigenschaft des Nervensystems

Das Gehirn besteht im Schnitt lediglich aus 2 Prozent des Körpergewichts, benötigt jedoch bis zu 20 Prozent der Nährstoffe, um richtig arbeiten zu können. Dabei sind die Vorgänge im Gehirn äußerst komplex. Das Lernen wird gemeinhin durch das deklarative Gedächtnis gesteuert. Dieses steht unter maßgeblichem Einfluss durch die Zusammenarbeit unterschiedlicher Bereiche der Großhirnrinde. Neue Erfahrungen werden zu Beginn im Arbeitsgedächtnis gespeichert. Dieses Areal ist eine Übergangsform zum deklarativen Gedächtnis und sitzt in der präfrontalen Großhirnrinde. Ebenfalls von übergeordneter Bedeutung ist das semantische Gedächtnis, welches als Teil des deklarativen Gedächtnisses an der Erinnerung einzelner Situationen und Sachverhalte beteiligt ist. Des Weiteren wird von einem episodischen Gedächtnis gesprochen, welches hauptsächlich für die Fragen „was“, „wo“ und „wann“ zuständig ist.Es ist erkennbar, dass es viele verschiedene Areale des Gehirns gibt, welche für unterschiedliche Gedächtnisaufgaben verantwortlich sind. Wichtige Bereiche, wie das deklarative und das kognitive Gedächtnis sind dem Hippocampus, der parahippocampalen Struktur sowie der präfrontalen Großhirnrinde untergliedert. Forscher gehen davon aus, dass die Leistung des Gedächtnisses auf der ständigen Änderung der Synapsen, also den Verbindungspunkten der einzelnen Nervenzellen besteht. Weitere Fakten über das zentrale Nervensystem werden in dieser Publikation näher dargelegt.

2. Nahrung für das Gehirn

Brain Food - Einfluss richtiger Ernährung auf die Leistung von Schulkindern Grafik 2

a) Die wichtigsten Nährstoffe

Vorweg ist eines zu sagen: Die richtige Nahrung macht keinesfalls schlauer, hilft jedoch dabei, sich besser zu konzentrieren und das Gelernte einfacher zu verarbeiten. Folglich gibt es Lebensmittel, die dem Gehirn mehr Energie liefern und es dadurch fördern und jene Produkte, die die Leistung des Gehirns, vor allem die Fähigkeit, sich gezielt zu fokussieren, schmälern.

  • Afa – Algen

Diese Alge, die auch Klamath-Alge genannt wird, da der Ursprung im Klamath-See in Oregon/USA liegt, soll, so viele Experten, über eine so hohe Nährstoffdichte verfügen, dass sie durchaus zu dem sogenannten Brainfood gehört. Bei einem Großteil der Nährstoffe ist der Körper in der Lage, diese schnell aufzunehmen. Dazu gehören unter anderem Mineralstoffe, Kohlenhydrate, Fette sowie Glykoproteine. Gerade die Hirnleistung werde durch die Alge stimuliert, berichten Konsumenten. Es führe zu einer besseren Konzentrationsfähigkeit sowie einer Optimierung der Gedächtnisleistung.  

  • Glukose: Komplexe statt einfache Kohlenhydrate

Es gibt die unterschiedlichsten Formen von Kohlenhydraten.

In diesem Artikel wird die Aufgabe der Glukose als Brainfood näher beschrieben. Der Nährstoff dient als Hauptenergielieferant für das Gehirn und hat daher einen übergeordneten Stellenwert. So kann ein schwankender Blutzuckerspiegel für eine Beeinträchtigung der Hirnleistung verantwortlich sein. Sogar Erschöpfung, Schwindel und weitere Mangelerscheinungen können eintreten, wenn der Glukosehaushalt aus den Fugen gerät. Komplexe Kohlenhydrate sind aus diesem Grund besonders wichtig, denn sie werden nur langsam in das Blut abgegeben und sorgen im Umkehrschluss für einen stabilen Blutzuckerpegel. Während Traubenzucker oder Weißbrot als Einfachkohlenhydrate zu bezeichnen sind und schnell in das Blut gelangen, dienen die komplexen Kohlenhydrate, wie sie unter anderem in Hülsenfrüchten oder Kartoffeln zu finden sind, als besserer Lieferant. Anhand des Glykämischen Index werden die unterschiedlichen Kohlenhydrate entsprechend ihrer Blutzuckerwirksamkeit charakterisiert. Gegenüber worldsoffood.de erläutert die Ernährungswissenschaftlerin Nina Schaller, die an der Technischen Universität in München lehrt: 

„Der Glykämische Index kann bei der Auswahl geeigneter Lebensmittel, also solchen, die eine geringe Blutzuckerwirksamkeit haben, durchaus behilflich sein. Allerdings ist der Glykämische Index auch sehr individuell und variiert von Person zu Person.“

  • Essentielle Fettsäuren: Omega-3 und Omega-6

Lachs gehört zu den Lebensmitteln mit vielen Omega-3-Fettsäuren.

Lachs, Walnüsse oder auch Kiwi, diese Produkte verfügen über einen hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren, welche entscheidende Einflüsse auf die Entwicklung des Gehirns ausüben. In diesem Dokument werden alle wissenswerten Fakten bezüglich dieser Docosahexaensäure näher erläutert. Schockierend dabei: Bis zu 80 Prozent der deutschen Bevölkerung ist nicht ausreichend mit dem Nährstoff versorgt. Dabei lässt sich dem einfach durch die Aufnahme von genug Fisch zuvorkommen. Doch nicht nur Omega-3-, sondern auch Omega-6-Fettsäuren sind für die Gehirnleistung essentiell. Wichtig ist in diesem Zusammenhang jedoch, dass die übermäßige externe Zufuhr von Omega-6 auch schädlich sein kann, zumal in der europäischen Nahrung ausreichend dieser Fettsäuren vorhanden sind. Nichtdestotrotz gehören sie zu den erforderlichen Bestandteilen, da der Körper selbst nicht in der Lage ist, diese selbst zu produzieren. Stattdessen ist eine externe Versorgung von Nöten.

  • Aminosäuren: Grundlage der Neurotransmitter

Der Körper ist auch bei den Aminosäuren nicht in der Lage, diese Botenstoffe in der Gesamtheit selbst herzustellen. Daher müssen hier ebenfalls einige der Nährstoffe extern mit Hilfe von tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln hinzugefügt werden, die über einen hohen Eiweißanteil verfügen. Beispielsweise das Isoleucin, welches für die Denkleistung im Gehirn zuständig ist. Aminosäuren sind in Fleisch, Thunfisch, Nüssen oder auch Weizenkeimen zu finden. Anhand kleiner Snacks lässt sich die Lernleistung eines Menschen folglich erheblich beeinflussen. Die Säure Tyrosin dient zusätzlich als Brainfood und hat die Funktion eines Wachmachers, denn es enthält den Wirtstoff Dopamin, der für die Konzentration und die Reaktionsgeschwindigkeit verantwortlich ist. Grundsätzlich haben die Aminosäuren die Funktion der Nachrichtenübermittlung, da sie als Bausteine der Eiweiße die Vorstufen der Nervenbotenstoffe (Neurotransmitter) bilden.

  • Vitamine: Mangelerscheinung bei Nichtzufuhr 

Beispiele für Vitamin B

Diese Stoffe sind unverzichtbar bei einem geordneten Nährstoffhaushalt, schließlich sind sie bei allen Stoffwechselvorgängen beteiligt. Darüber hinaus helfen sie, die Gesundheit zu schützen. Für die Gehirnleistung sind speziell die B-Vitamine wichtig. Der Grund ist beispielsweise der Glukoseumsatz, der durch das Vitamin B1 angeregt wird. Ohne diesen Nährstoff ist Brainfood schlicht nicht so effektiv. Liegt ein Mangel an B-Vitaminen vor, so wird die Hirnleistung erheblich eingeschränkt. Auch die Konzentration lässt dadurch nach. Diese Quelle bietet eine detaillierte Auflistung über die verschiedenen B-Vitamine sowie deren Funktion im Gehirn und im weiteren Nervensystem. Dazu gehören unter anderem Thiamin (B1), Pyridoxin (B6), Niacin (B3) sowie Cobalamin (B12).

  • Mineralstoffe: Unterstützung für die Nervenzellen

Diese anorganischen und essentiellen Nährstoffe können in zwei Gruppen unterteilt werden. Zum einen die Mengen- und zum anderen die Spurenelemente. Diese Nährstoffe sind zusätzlich wichtig für die Leistung des Körpers sowie des Geistes. Besonders bedeutend ist das Magnesium, denn Mangelerscheinungen führen zu Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche, Nervosität sowie Unlust. Der Mineralstoff dient im Gegenzug als Fitmacher und vermeidet jene Mangelerscheinungen. Weitere Mineralstoffe sind Calcium, Kalium sowie Natrium, die unterstützend bei den Funktionen der Nervenzellen dienen. Phosphor ist ebenfalls für die Energieproduktion im Gehirn notwendig genauso wie die Spurenelemente Zink, Selen und Kalium.

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