Wie viel Lärm verträgt mein Kind?

Zahlreiche Studien belegen, dass zu viel Lärm Kinder krank machen kann. Als Lärm zählt dabei jedes unangenehme Geräusch, welches als störend wahrgenommen wird.

Als Lärm zählt dabei jedes unangenehme Geräusch, welches als störend wahrgenommen wird. Dies kann sowohl ein tropfender Wasserhahn als auch der Düsenjet sein. Besonders hohe Töne und impulsartige Geräusche werden von den meisten Menschen als störend wahrgenommen. Während eine Hörschädigung durch einen einzelnen lauten Knall häufig gute Heilungschancen hat, kann Lärm als Dauerbelastung zahlreiche körperliche Schäden nach sich ziehen, die sogar über das Gehör hinausgehen. Dadurch, dass sich das Gehirn zumindest teilweise an wiederkehrende Geräusche, wie den Straßenlärm, gewöhnt, wird der Verschleiß häufig nicht einmal bemerkt – oder erst dann, wenn es zu spät ist.

Lärm

Lärm hängt nicht von den Dezibel ab

Lärm ist nicht immer eine Frage der Dezibel. Deutlich schädlicher als kurze laute Töne sind langanhaltende Geräusche, unabhängig von ihrer Lautstärke. pixabay.com © OpenClips (CC0 Public Domain)

Was genau als Lärm gilt und ein Kind krank machen kann, hängt nicht von der Höhe der Dezibel, sondern von der Art des Geräusches und der jeweiligen Situation ab:

  • 40 dB können bereits den Schlaf eines Kindes stören. Dafür reicht bereits ein Flüstern.
  • 60 dB stören die Konzentration beim Lernen und verursachen bereits erste Belastungsreaktionen. Sie sind vergleichbar mit einem Flugzeug in 1.500 Metern Höhe oder einem leisen Radio.
  • 80 dB sorgen als Dauerbelastung bereits für ein erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko. Sie entstehen beispielsweise durch den Geräuschpegel einer Hauptverkehrsstraße oder die Kulisse in einem Klassenzimmer.
  • 100 dB ziehen bei jahrelanger Belastung bereits Gehörschäden nach sich.
  • 120 dB, wie sie auf einem Rockkonzert herrschen, verursachen akute Ohrenschmerzen, auch bei nur kurzer Belastung.

Lauter geht natürlich immer und die Gehörschäden steigen dazu exponentiell an, doch vor allem die leisen andauernden Geräusche werden in ihrer Wirkung häufig unterschätzt. Und zwar nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Eltern. 

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