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Gitarrenunterricht für Kinder: Die 5 besten Tipps

Musikunterricht für Kinder: Die Gitarre ist eins der beliebtesten Einsteigerinstrumente

Tipp 4: Die geeignete Spieltechnik finden

Bild: fotolia.com © AntonioDiaz (#56788171)

Das Spielen nach Noten ist zwar komplizierter, Kinder können so aber mehr als nur die Begleitung spielen. 

Beim Erlernen der Gitarre gibt es zwei Spieltechniken: Die Kinder können entweder nach Noten oder nach Akkorden spielen. Doch welche Variante ist besser geeignet? Beim Spielen nach Akkorden stellen sich relativ schnell Erfolgserlebnisse ein. Schon mit nur wenigen Gitarren können sich die Kleinen bei diversen Kinderliedern auf der Gitarre begleiten und so etwa bei Familienfeiern ihr Können beweisen. Das dabei erhaltene Lob steigert ihre Motivation und Lust, weiterzuspielen. Allerdings ist das Spielen nach Akkorden immer nur Begleitung und bringt nur etwas, wenn dazu gesungen wird oder ein anderes Instrument die Melodie spielt. Lernen die Kinder dagegen, nach Noten Gitarre zu spielen, erlernen sie nach und nach jede Saite und Note. Das ist zwar aufwändig und erfordert Geduld, weil sie Lied für Lied neu erlernen müssen. Allerdings lernen sie auf diese Weise auch, die Melodie zu spielen und können mehr spielen als nur die Gesangs-Begleitung auf einem Kindergeburtstag oder an einem Lagerfeuer.
Letzten Endes kann die Frage nicht pauschal beantwortet werden. In Musikschulen wird häufig nach Noten gespielt. Aber auch der Charakter des Kindes entscheidet, ob dieses dranbleibt oder die Lust am Spielen verliert. Ehrgeizige Kinder haben sicherlich kein Problem damit, die anspruchsvollere Spieltechnik zu erlernen. Ungeduldige Kinder dagegen sollten eher nach Akkorden spielen, um schnelle Erfolgserlebnisse zu erzielen und die Motivation zum Spielen aufrechtzuerhalten.

Tipp 5: Die Motivation des Kindes aufrechterhalten

Selbst, wenn das Kind Lust hat, Gitarre zu spielen: Phasen, in denen es keine Lust auf das Üben hat und beispielsweise lieber Fernsehen würde, gibt es immer. Ähnlich wie bei den Hausaufgaben schiebt es das Üben dann immer wieder vor sich her. Doch es gibt ein paar grundlegende Kriterien, die erfüllt sein sollten, damit das Kind grundsätzlich Spaß am Instrument hat:

  • Lieblingslieder: Besonders viel Spaß macht das Üben, wenn die Kinder ein Lied erlernen sollen, das ihnen gut gefällt. Denn dann sind sie umso motivierter, das Lied perfekt auf der Gitarre zu beherrschen. Kennen sie das Lied dagegen nicht, wird es ihnen vermutlich schwerer fallen, sich zum Üben zu motivieren.
  • Wunschinstrument: Am längsten bleibt die Motivation zum Üben und Spielen erhalten, wenn es sich um das Wunschinstrument des Kindes handelt. Will es also beispielsweise lieber E-Gitarre als akustische Gitarre spielen, sollte diesem Wunsch nachgegangen werden.
  • Erfolgserlebnisse: Nichts motiviert mehr als Erfolgserlebnisse. Mit der Gitarre stellen diese sich schnell ein – besonders das Erlernen von Akkorden ist recht einfach. Wichtig ist es auch, die Kinder zu loben, denn das sorgt für zusätzliche Motivation – auch, wenn es mal nicht so gut mit dem Spielen klappt. Zudem sollten die Kinder langsam anfangen und sich nicht gleich zu viel vornehmen. So ist es durchaus in Ordnung, wenn sie sich beispielsweise zunächst darauf konzentrieren, den Rhythmus zu erlernen, bevor sie sich der Melodie widmen.
  • Verfügbarkeit: Am besten ist es, wenn die Gitarre stets zur Hand genommen werden kann und an einer gut sichtbaren Stelle aufgestellt wird – etwa im Wohnzimmer. So können die Kinder immer mal wieder zwischendurch zur Gitarre greifen und ein paar Minuten üben – beispielsweise in den Werbepausen während der Lieblings-Fernsehsendung. Das ist manchmal besser, als wenn Kinder sich dazu zwingen müssen, eine halbe Stunde am Stück zu üben. Ohnehin ist die Regelmäßigkeit das Wichtigste. Es ist also besser, täglich zehn Minuten zu üben, als einmal in der Woche eine ganze Stunde am Stück.
  • Teamgeist: Wer allein in seinem Zimmer üben muss, hat oft nicht besonders viel Lust dazu. Gemeinsam üben macht dagegen mehr Spaß. Hilfreich könnte es daher auch sein, wenn das Kind sich mit anderen Kindern aus dem Gitarrenunterricht trifft, um zusammen zu üben.
  • Ziele: Auch auf ein Ziel hinzuüben kann zum Üben motivieren. Egal, ob das Spielen eines Lieds bei der nächsten Geburtstagsparty, ein Vorspiel in der Musikschule oder ein Konzert: Die Motivation, möglichst gut zu spielen, spornt zum effektiven Üben an.

Phasen, in denen die Kinder keine Lust zum Üben haben, gibt es zwar immer. Doch wenn diese Punkte erfüllt sind, bleibt der grundlegende Spaß an der Gitarre im Normalfall erhalten.

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