Selbständigkeit unterstützen: So klappt es von Anfang an

Es erscheint in den ersten Monaten mit Kind geradezu unrealistisch, dass dieser kleine Mensch einmal auf eigenen Beinen stehen und selbstbestimmt durchs Leben gehen wird. Über die Jahre hinweg wird jedoch deutlich:

Je besser sich Eltern auf die Förderung von Selbständigkeit verstehen, desto leichter fällt es ihren Kindern, sich auch in komplexen Situationen zurechtzufinden. Förderung beginnt dabei schon vor dem Kindergarten.

Die Welt abseits von Mama kann gruselig sein. Weckt jedoch auch Neugierde.

Die Welt abseits von Mama kann gruselig sein. Weckt jedoch auch Neugierde. (Quelle: Omar Lopez on Unsplash)

Vor dem Kindergarten: Erkundung erlaubt!

Im Baby- und Kleinkindalter ist Selbständigkeit noch in weiter Ferne. Dennoch legen Eltern nun den Grundstein dafür, mit welcher Haltung ihr Kind der Welt und ihren Herausforderungen einmal begegnen wird. Es ist recht typisch für Kinder ab einem bestimmten Alter, sich von Mutter oder Vater zu entfernen, um das nähere Umfeld zu entdecken. Dabei kehren sie in aller Regel häufiger zurück, um etwas aufzutanken und brechen dann zu einer erneuten Erkundungstour auf.

Eltern sollten diese Neugierde nicht unterbinden und ihr Kind dabei unterstützen, sich mutig ein paar Schritte weit wegzubewegen. Dies hat gleich mehrere Vorteile. Das Kind erlebt die Welt auf diese Weise nicht als Ort, der Angst macht. Auch wird es spüren, dass seine Eltern stets als Rückhalt vorhanden sind, was die Bindung stärkt und eine vertrauensvolle Basis schafft. Kinder, die von ihren Eltern stets zurückgehalten werden, können diese Erfahrungen nicht sammeln und entwickeln sich nicht selten zurecht ängstlichen Mädchen und Jungen, die sich weniger zutrauen.

Im Kindergartenalter: Eigene Erfahrungen sind wichtig

Ab einem Alter von etwa drei Jahren ist der Entdeckerdrang meist noch größer. Gut, dass nun die Zeit losgeht, in der sich Kinder im Kindergarten gemeinsam mit Gleichaltrigen so richtig austoben können. Knapp 2,1 Millionen Kinder zwischen drei und sechs Jahren besuchen laut Zahlen des Statistischen Bundesamtes eine Kindertagesstätte. Immer wird es ihnen dabei jedoch nicht leichtfallen, sich von Mama und Papa zu lösen. Oft spielen sich gerade während der ersten Zeit dramatische Trennungsszene ab, bei denen viele Tränen fließen. Eltern fühlen sich dann meist schlecht, wenn sie ihr Kind in der Kita zurücklassen.

Prinzipiell ist es für Kinder jedoch wichtig, auch alleine Erfahrungen zu sammeln. Eltern sollten dabei jedoch nie den Eindruck hinterlassen, nicht zuverlässig zu sein. Es ist wichtig, dass Kinder zur vereinbarten Zeit abgeholt werden, denn Verspätungen können ihnen große Angst machen. Es ist wichtig zu bedenken, dass Jungen und Mädchen im Kindergarten weiterhin recht klein sind und ein stabiles, sie umsorgendes Umfeld mit großem Sicherheitsgefühl brauchen.

Ohne Mama und Papa klappt es im Kita-Alter auch mal.

Ohne Mama und Papa klappt es im Kita-Alter auch mal. (Quelle: Ashton Bingham on Unsplash)

Aus diesem Gefühl heraus sind dann jedoch tolle Erfahrungen möglich. Im sozialen Umfeld erste Streitigkeiten zu bewältigen, draußen im Sand zu buddeln, Spiele zu verlieren und zu gewinnen: All das sorgt dafür, dass ein Kind seinen Platz in der Welt einnehmen kann. Die Selbständigkeit wird dadurch insofern gefördert, als dass das Kind sich als selbstwirksam erlebt und entsprechend motivierter ist, sich einzubringen.

Die Grundschule: Selbständigkeit fördern und Fehler zulassen

Mit dem Wechsel vom Kindergarten in die Grundschule spielt Selbständigkeit plötzlich eine ganz große Rolle. Jetzt müssen Hausaufgaben gemacht, Bücher eingepackt und alle Utensilien wieder mit nach Hause gebracht werden. Da kann es schonmal turbulent zugehen und Malheure sind gerade in der Anfangszeit nicht unüblich oder problematisch. Die verlorene Brotdose oder das zerknüllte Arbeitsblatt stellen sogar gute Möglichkeiten dar, an kritischen Punkten zu wachsen.

Über die Jahre werden Kinder dann auch im eigenen Zuhause immer selbständiger, was Eltern unbedingt unterstützen sollten. Kinder können jetzt

  • ihre eigene Kleidung für den nächsten Tag rauslegen,
  • den Ranzen nach Stundenplan selbst packen,
  • beim Kochen größere Aufgaben übernehmen,
  • ihr Zimmer eigenständig aufräumen,
  • die Wäsche selbst sortieren,
  • selbst bei Freunden anrufen, um sich zu verabreden

und noch viele weitere Aufgaben ganz ohne große Hilfe allein erledigen.

Auch der Gedanke an ein Haustier kann jetzt durchaus sinnvoll sein. Hier sollten Eltern jedoch gründlich überlegen, wie viel Verantwortung das eigene Kind tatsächlich tragen kann und an welchen Punkten elterliche Unterstützung notwendig bleibt. Mit einem Hund hat sicherlich die gesamte Familie Arbeit, während Kleintiere mit steigendem Kindesalter gut, aber nicht ausschließlich, selbst gepflegt werden können. Eine Hilfestellung rund um die Entscheidung bietet ITS mit einem kostenlosen E-Book zum Download.

Jugendliche: Das schaffst du auch allein

Nach der Grundschule zeigt sich, inwiefern Selbständigkeit inzwischen zu einem festen Bestandteil des Lebens geworden ist. Haben Kinder sehr viel Unterstützung erhalten und konnten sie aufgrund dessen kaum Fehler machen oder Rückschläge erleben, sind die ersten Monate auf weiterführenden Schulen nicht selten eine große Herausforderung. Jetzt nämlich ist eigenverantwortliches Handeln das A und O.

Im Teenie-Alter sind Regeln nicht „in“, aber weiterhin wichtig.

Im Teenie-Alter sind Regeln nicht „in“, aber weiterhin wichtig. (Quelle: Matheus Ferrero on Unsplash)

In der Teenagerzeit spielt jedoch nicht nur das, sondern auch die Pubertät eine wichtige Rolle. Nun ist es an den Eltern, die Entwicklung ihres Kindes nicht zu blockieren, sie aber zeitgleich nicht völlig aus den Augen zu verlieren. Grenzen, hier sind sich Experten inzwischen einig, geben auch während der Pubertät Sicherheit. Eltern sollten folglich nicht alles erlauben oder ermöglichen und ebenfalls an den geltenden Regeln innerhalb des eigenen Haushalts festhalten.

Auf dieser Grundlage können Teenager dann eigene Entscheidungen treffen. Sich vegetarisch oder vegan zu ernähren, gehört beispielsweise hierzu und beides kann mit Unterstützung der Eltern hervorragend gelingen. Ernährungsexperten haben eine gut geplante vegane Ernährung für Kinder und Jugendliche inzwischen als angemessen bewertet. Weitere Entscheidungen in Bereichen wie Freundeskreis, Kleidung, Konsum oder auch Berufsperspektive treffen Jugendliche am besten so, wie sie schon als Baby die ersten Erkundungsversuche gestartet haben: Mit starken Eltern als Rückhalt.

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