Tipps für Eltern - Tipps für Schule und Erziehung: Was ist gutes eLearning? Digitales Lernen heute und in Zukunft

Was ist gutes eLearning? Digitales Lernen heute und in Zukunft

eLearning ist in aller Munde - Studium, Weiterbildung und mehr mithilfe von Internet und Technik.

2) Lernmanagementsysteme als Unterstützung im Unterricht

Mit den sogenannten LMS oder auch Lernmanagementsystemen soll vor allem die Erfassung, Aufbereitung und Verteilung bzw. Bereitstellung von Lerninhalten vereinfacht und optimiert werden. Grundsätzlich handelt es sich dabei um eine serverseitig installierte Software, die die Vermittlung von Informationen unterstützt und gleichzeitig auch die Organisation der notwendigen Lernprozesse vereinfacht. Gerade bei der Aus- und Weiterbildung sind sie feste Bestandteile und aus etlichen Bereichen kaum mehr wegzudenken. 

Lernmanagementsysteme als Unterstützung im Unterricht

a. Funktionsbereiche

Mithilfe eines LMS werden verschiedene Bereiche abgedeckt. Daraus entsteht ein System, welches nicht nur systematisch katalogisiert, sondern durchaus vielseitig eingesetzt werden kann und Anwendern zahlreiche Möglichkeiten der Interaktion bietet. Vor allem folgende Funktionsbereiche sind dabei relevant:

i) Authoring

Das sogenannte Authoring meint im Grunde das klassische Verfassen von Inhalten. In der Regel ist es hierbei der Lehrende, der die Inhalte erstellt – damit kann sowohl ein tatsächlicher Lehrer als auch ein Personalentwickler oder Dozent gemeint sein, je nachdem, welche Zielgruppe mit den Inhalten angesprochen wird. Zunehmend wird das Authoring aber auch von den Lernenden übernommen, zumal so interessante Synergieeffekte erzielt werden können. Auf diese Weise entsteht nicht nur einfacher Content, sondern die Ersteller erleben auch den direkten Prozess des informellen Lernens.

ii) Assessment

Beim Assessment geht es um Hilfen bei der Evaluation und Bewertung. Wie gut hat ein Lernender das Wissen aufgenommen, kann er es aktiv anwenden und wie steht er im Vergleich mit den anderen Lernenden? Gerade für Unternehmen ist dieser Punkt wichtig, da die Mitarbeiter auf diese Weise zertifiziert werden können und sich bei Bedarf eine Übersicht für Ist und Soll im Lernprozess erstellen lässt – bedacht werden sollte hier allerdings in jedem Fall, dass der Betriebsrat keine Einwände haben sollte. Generell ist das Assessment durchaus sinnvoll, da der Lehrende so besser auf mögliche Wissenslücke oder sogar große Defizite eingehen kann.

iii) Zertifizierung

Zertifizierung muss nicht zwangsläufig ein Funktionsbereich an sich sein, er kann theoretisch auch dem Assessment zugeschrieben werden. Allerdings wird die Zertifizierung immer relevanter, sodass sie an dieser Stelle eine eigene Erläuterung erhält. Bei der Zertifizierung muss es sich nicht zwangsläufig um ein tatsächliches Zertifikat handeln, das der Lernende erhält (wenngleich dies sowohl denkbar als auch möglich ist). Vielmehr geht es um die Erfassung des Lernfortschritts und den jeweils aktuellen Status. Im Idealfall wird die Lernhistorie eines Mitarbeiters oder Lernenden erfasst, wobei sowohl Präsenztermine als auch abgelegte Prüfungen, bestandene Kurse, erhaltene Credits, Pflichtteile oder zusätzliche Aufgaben erfasst werden.

iv) Präsentation

Bei der Präsentation geht es vor allem darum, Lerninhalte in geeigneter Form bereitzustellen, abzurufen oder online zu bearbeiten. Dieser Funktionsbereich ist wohl einer der wichtigsten eines LMS, trotzdem sollten sich Nutzer nicht nur darauf allein fokussieren. Denn einerseits kann das LMS funktional sehr viel umfangreicher genutzt werden und andererseits wird der Mehrwert so stark eingegrenzt.

v) Administration

Bei einem LMS können nicht nur Rechte und Rollen an alle Anwender vergeben werden, auch administrative Aufgaben lassen sich – beispielsweise als Lehrender – durchführen. Unter anderem kann so die termingerechte Abgabe von Arbeiten und Übungen überwacht und koordiniert werden. Auch die Bewertung und Evaluation wird dadurch erleichtert, dass das LMS als administrative Unterstützung dient.

vi) Kommunikationswerkzeug

Chats, Foren, eigene Beiträge, Kurse und Tests – ein Lernmanagementsystem hat sowohl Lehrenden als auch Lernenden viel zu bieten.

Nicht zuletzt macht auch die Kommunikation einen unverzichtbaren Teil eines LMS aus. Ursprünglich waren entsprechende Werkzeuge keine primäre Funktion eines solchen Systems, mittlerweile hat sich dies jedoch grundlegend geändert. Neben dem Bereitstellen von Informationen ist der Austausch zwischen den Beteiligten sehr wichtig geworden, dies gilt auch für die Lernenden unter sich. Diesbezüglich gibt es allerdings noch immer Verbesserungspotenzial. Der Grund dafür ist, dass Kommunikation vor allem ein sozialer Prozess ist, welcher bei einem technisierten und digitalisierten Lernangebot nur schwer umsetzbar ist.

b. Was muss ein LMS heutzutage leisten?

Der richtige Online-Kurs – was muss bei der Auswahl bedacht werden?

Heutzutage müssen Lernmanagementsysteme auf unterschiedlichste Branchen angepasst werden, dementsprechend gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Lösungen je nach Bedarf. Vor allem dort, wo die Nutzerzahl sehr hoch ist (beispielsweise an Hochschulen oder in großen Unternehmen), finden die Systeme Anwendung. In Schulungen oder bei Weiterbildungen sind sie meist eine ergänzende Komponente, die das Präsenztraining erweitert. Zudem kann es auf veränderte Bedingungen besser reagieren, da die Inhalte nicht zwangsläufig starr und unveränderbar sind. Gerade wenn es um den Qualitätsbegriff geht, muss ein LMS heute jedoch mehr denn je leisten. Wichtig ist dabei die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine. Der Fokus wird in Zukunft also immer stärker darauf gelegt, eine einfache und möglichst intuitive Bedienung zu ermöglichen, gleichermaßen muss jedoch auch eine schnelle Kommunikation gewährleistet werden. Dies hängt einerseits von der technischen Leistungsfähigkeit, andererseits aber auch von der Teilnahmebereitschaft der Nutzer ab. Damit ein LMS im Alltag langfristig überzeugt, müssen diese Punkte miteinander harmonieren und sich gegenseitig positiv beeinflussen.

Welche Fördermöglichkeiten existieren, zeigt beispielsweise ein Leitfaden der Stiftung Warentest.

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