Tipps für Eltern - Tipps für Schule und Erziehung: Wie stark ist das Umweltverständnis bei Kindern und Jugendlichen?

Wie stark ist das Umweltverständnis bei Kindern und Jugendlichen?

Das Umweltverständnis bei Kindern und Jugendlichen stärken – notwendig oder nicht?

4. Umweltbildung an Schulen

Dass das Thema Umweltverständnis bzw. Nachhaltigkeit bisher nicht auf allen Lehrplänen zu finden ist, wurde bereits oben erwähnt. Dabei wäre es in der Tat sehr wichtig, die Grundlagen, die im Kindergarten und in der Vorschule vermittelt worden sind auch in der späteren Schulausbildung weiterzuführen und zu verfeinern – das sagt und fordert auch der BUND Naturschutz Bayern (BN), der BLLV und der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin (VBIO) in einer gemeinsamen Erklärung.

a. Unverzichtbarer Bestandteil einer nachhaltigen Entwicklung

Die Umweltbildung an Schulen ist tatsächlich ein wichtiger und unverzichtbarer Bestandteil. Nicht nur, um der Umwelt etwas Gutes zu tun und Schüler entsprechend zu bilden, sondern auch, weil mit einem Unterricht dieser Art wichtige Werte vermittelt und somit die Persönlichkeiten der einzelnen Schüler besser entwickelt werden: sie werden zu mehr Verantwortung herangezogen, lernen verantwortungsbewusstes Handeln und ihnen wird die Möglichkeit gegeben, ihren eigenen Lebensstil und ihr Konsumverhalten sinnvoll zu hinterfragen.

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b. Umweltbildung kommt insgesamt zu kurz

Trotz der Wichtigkeit der Umweltbildung kommt diese an vielen Schulen noch viel zu kurz. Das liegt nicht einmal unbedingt an fehlendem Interesse der Schüler und Pädagogen, sondern hauptsächlich an fehlenden finanziellen Mitteln, Personal und Zeit für einen umfangreichen Unterricht dieser Art, zum Beispiel als Nachmittagsangebot. Laut dem BUND stehen Schulen aber nur etwa 6.000 Euro pro Jahr und Klasse dazu zur Verfügung, was de facto viel zu wenig ist.

i. Theorie vs. Praxis  - wie lässt sich die Jugend begeistern?

Bei manchen Kindern und Jugendlichen fehlt es zudem an der Lust, sich im Unterricht mit dem Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit zu beschäftigen. Dies ist gerade bei pubertierenden Teenagern nicht sonderlich verwunderlich, ist der Unterrichtsstoff in der Theorie doch relativ trocken. Jugendliche könnten mit praktischen Übungen jedoch sehr leicht begeistert werden, zum Beispiel mit Ausflügen, Experimenten oder anderen interaktiven Unterrichtsmaßnahmen.

5. Welche Umweltaspekte sind für die heutige Jugend wichtig?

Dass der Umweltschutz für die folgenden Generationen immer wichtiger wird, ist durch zahlreiche Studien und Forschungen erwiesen. Klimaschutz, nachhaltige Holzverwertung, Recycling, Müllvermeidung – all diese Themen sind bereits für die heutige Jugend wichtig, möchten sie selbst und ihre späteren Kinder in einer Welt leben, in der sie keine Angst vor dem Klimawandel, der Erderwärmung und der Zerstörung der Ozonschicht haben müssen.

a. Umweltschutz – was geht das mich an?

Und dennoch gibt es zahlreiche Jugendliche, die der festen Überzeugung sind, dass sie der Umweltschutz nichts angehen würde. Sie hören von Jahreszahlen in Bezug auf mögliche Umweltkatastrophen, die noch in weiter Ferne liegen oder sehen Berichte von aktuell geschehenen Umweltkatastrophen, die allerdings weit ab von ihrer Heimat geschehen, so wie Erdbeben oder Tsunamis. „Bei uns kann das ja eh nicht passieren“ sind häufig gehörte Aussagen, die dazu führen, dass der Umweltschutz bei so manch einem Jugendlichen kaum oder nur sehr weit unten in der Liste der für ihn brisantesten Themen steht.

b. Umweltprobleme, die vom Menschen gelöst werden müssen

Ein weiteres Argument gegen die aktive Mithilfe zum Umweltschutz könnte auch sein, dass Jugendliche denken, dass sie sowieso nichts (mehr) bewirken können. Das stimmt jedoch nicht, vielmehr sind es diverse Umweltprobleme, die nur von den Menschen gelöst werden können, die sich aktuell an Hilfen beteiligen können.

i. Klimawandel

Der Klimawandel bringt bereits heute sichtbare Folgen mit sich. So schmilzt beispielsweise das Eis. Nicht nur an den Polen, sondern auch auf den Gletschern weltweit, in den Alpen beispielsweise. Des Weiteren wärmen sich die Ozeane auf, der Meeresspiegel steigt entsprechend und es kommt vermehrt zu Überschwemmungen. Weitere Folgen des Klimawandels sind Wetterextreme, wie beispielsweise Hurrikane oder extrem warme Sommer und Dürreperioden. Um dies so gut es geht zu verhindern, müssen die Menschen einsehen, dass sie mehr Wert auf Nachhaltigkeit legen müssen, das beinhaltet das Achten auf energieeffiziente Haushaltsgeräte, die Modernisierung von Heizungen, das Nutzen von erneuerbaren Energien und das Dämmen von Häusern, um Energieverschwendung zu vermeiden.

ii. Verstädterung

Verstädterung

Ein weiteres Problem ist die zunehmende Verstädterung. Im Jahr 2030 rechnet der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen mit 5 Milliarden Städtern, vor allem in Afrika und Asien geht die Urbanisierung erschreckend schnell vonstatten. Das Problem an dieser Verstädterung liegt darin, dass sie die Landwirtschaft, die Wasserversorgung, die Waldwirtschaft und die Biodiversität negativ beeinträchtigt. Aber gerade in Gebieten, in denen durch extreme Urbanisierungen sogenannte Ghettos entstehen, ist die Umweltverschmutzung enorm, Gewässer werden aufgrund von fehlenden sanitären Möglichkeiten stark verschmutzt. Zwei weitere Probleme, die große Städte zu bewältigen haben, sind einerseits der große Anfall an Müllmengen, deren manche Städte kaum bis gar nicht mehr Herr werden können. Andererseits kommt außerdem die Luftverschmutzung durch dichten Verkehr in den Städten und einer großen Bebauung von Industriegebieten hinzu. Diese Probleme lassen sich durch einen einzelnen nicht lösen, jedoch können Stadtbewohner einmal mehr auf ihren Wasserkonsum achten und sich zweimal überlegen, ob sie nicht besser das Fahrrad als das Auto nehmen.  

iii. Konsum als Bedrohung

Umweltschutz kann bereits beim Thema Konsum beginnen, bzw. wird bei falschem Konsumverhalten zu einem Problem. Der bereits angesprochene Verzicht auf das Auto kann ein Beitrag zum Umweltschutz sein – viel zu viele Menschen legen sehr kurze Strecken mit dem Auto zurück. Energiefressende Haushaltsgeräte können gegen energiesparende Modelle ausgetauscht werden, das Licht sollte nicht unnötig brennen gelassen werden, beim Einkauf sollte besser eine umweltfreundliche Tasche von Zuhause mitgebracht werden als jedes Mal eine Plastiktüte zu kaufen. Solche Kleinigkeiten können einen großen Teil zu einem verbesserten Konsumverhalten beitragen, vor allem, wenn sich jeder daran halten würde. Des Weiteren ist es sinnvoll, beim Einkauf auf nachhaltige Produkte und auf Bio-Siegel zu achten.

iv. Energie

Mehrfach wurde das wichtige Thema Energie schon angesprochen. Dazu gehört neben dem Nutzen von energieeffizienten Haushaltsgeräten auch die Inanspruchnahme von Strom aus erneuerbaren Energien wie Wind- oder Wasserkraft. Mit dem anstehenden Atomausstieg hat Deutschland bereits den ersten Schritt gemacht, doch es liegt ebenso an den Haushalten selbst, die Belastung der Umwelt so gering wie möglich zu halten.

v. Neues Wirtschaften

Betriebe tragen leider oftmals einen großen Teil zu nicht umweltgerechten Handlungen bei. Nicht selten liegt der Grund im eigenen Profit: lieber wird auf höhere Gewinne Wert gelegt als auf Nachhaltigkeit. Mit dem „neuen Wirtschaften“ soll dies geändert werden. Die von Deutschland und Österreich ausgehende Initiative „Global Marshall Plan für eine weltweite Ökosoziale Marktwirtschaft“ hat sich drei Ziele gesetzt, darunter auch die ökologische Nachhaltigkeit durch Kostenwahrheit und Verursacherprinzip. Darunter fällt beispielsweise die innovative Entwicklung von Technologien und Produktionsabläufen und der daraus resultierende verringerte Energie- und Rohstoffbedarf.

c. Kinder und Jugendliche dürfen und sollten eine eigene Meinung entwickeln

Der Umweltschutz geht – wie nun eindringlich behandelt – nicht nur Erwachsene, sondern vor allem auch Kinder und Jugendliche etwas an. Dementsprechend dürfen sie nicht nur, sondern sollen sich sogar ihre eigene Meinung zum Thema bilden. Denn dies bedeutet, dass sie sich mit der Thematik beschäftigt haben und das Bilden einer Meinung funktioniert nur, wenn sie sich ausreichend informiert haben. Ein wichtiger Schritt zur Interessenentwicklung in die richtige Richtung.

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