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  1. #1
    Spezialist Avatar von Sanne
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    Hallo,
    bei unserem Kleinen (7 J.) wurde kurz nach der Einschulung frühkindlicher Autismus festgestellt. Nachdem ich mich etwas mit der Besonderheit Autismus beschäftigt habe, mußte ich feststellen, daß es in unserer Gesellschaft noch ein Tabuthema ist. Würde mich interessieren, ob hier noch Eltern sind, die ebenfalls autistische Kinder haben und das Tabut brechen wollen?!
    Würde mich über Antworten von Euch freuen!
    Liebe Grüße v. Sanne

    Jeder Tag ohne ein Lächeln ist ein verlorener Tag!

  2. #2
    Spezialist Avatar von Marita
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    Bei meiner Tochter ist auch ein Junge
    in der Klasse mit Asperger- Autismus.

    Sie geht in die Realschule.

    Und er bekommt auch eine
    Intregationshilfe.

    Also hier wird was gemacht für die Kinder.
    Man muss sich nur wehren.

    LG Marita

    Queenie!



    Marotto!
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    ( Richard v. Weizsäcker )

  3. #3
    Spezialist Avatar von Sanne
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    Es ist schwierig mit dem wehren, weil nicht in allen Bundesländern gleiches gilt bzw. die Ämter sich lange querstellen. Man muß alles selbst herausfinden und dann die entsprechenden §§ vorlegen.
    LG v. Sanne

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  4. #4
    Spezialist Avatar von alusru
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    Mir ist in der Umgebung kein Kind bekannt, dass daran leidet.
    Wie sind denn die Auswirkungen, Sanne?

    LG alusru

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  5. #5
    Spezialist Avatar von Sanne
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    Das ist sehr schwer zu beschreiben, da nicht jeder Tag gleich ist.
    Das größte Problem für Kay ist, daß er sich mit sozialen Dingen sehr schwer tut, d.h. anstatt jemanden freundlich anzusprechen, rempelt er denjenigen an. Viele Autisten können dem Gegenüber nicht in die Augen schauen, können keine Empathie zeigen, d.h. kein Mitgefühl, Trauer oder Freude. Autisten leben in einer eigenen Welt. Kay hat z.B. sehr große Probleme wenn zu viel auf ihn einströmt, z.B. zu viele Geräusche. Bei "normalen" Menschen werden viele Reize vom Körper abgehalten, sozusagen eine Schutzreaktion vom Körper. Bei Autisten gibt es diesen Schutz nicht, sie sind den Reizen voll ausgesetzt, was dann zu einer Überladung des Gehirns kommen kann, d.h. zu evtl. aggressiven Aussetzern. Bei Kay muß auch alles im voraus bekannt bzw. geplant sein, spontane Unternehmungen sind mit ihm nicht möglich. Auch zuhause hat alles seine Ordnung, kommt etwas durcheinander oder ist etwas anders als gewohnt, wird er unruhig oder "rastet" aus.
    Da Kay auch noch ADHS hat, ist er sehr leicht abgelenkt und kann sich nur schwer konzentrieren.
    Ich hoffe ich habe es einigermaßen verständlich geschrieben, bin ja auch noch ganz neu auf dem Gebiet und suche Gleichgesinnte. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, daß viele nicht darüber sprechen bzw. schreiben wollen und sich zurückziehen, was ich sehr schade finde.
    LG v. Sanne

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  6. #6
    Spezialist Avatar von alusru
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    Hallo Sanne,

    Vielleicht gibt es auch ein Forum darüber oder eine Selbsthilfegruppe in deiner Nähe.

    LG alusru

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    Forenagentin

  7. #7
    Spezialist Avatar von alusru
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    LG alusru

    Lesen gefährdet die Dummheit

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  8. #8
    Spezialist Avatar von Sanne
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    Danke für den Link, das Forum ist mir bereits bekannt.
    Aber ich dachte das Thema gehört genauso in Schule und Familie....;-)
    LG v. Sanne

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  9. #9
    Spezialist Avatar von Laurasmom
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    Ich denke manchmal das meine Laura eine leichte Form von Autismus hat.
    Sie hat auch eine sehr geringe Toleranzschwelle. Wenn zuviele Eindrücke auf sie eindrücken ist es aus und sie wird agressiv.

    Der Sohn einer Bekannten hat ein leichtes Tourette Syndrom.

    Ist deinem Sohn mit Medikamenten zu helfen?
    Es hört sich an als ob er sehr schnell Reizüberflutet ist und ihm halt dann die Umwelt zu viel wird.
    Ergo bekommt er vermutlich schon?
    Die wissen auch oft viel weiter.
    Bei Selsbthilfegruppen bekommst du vlcht. Info über Fördermöglichkeiten.

    Autismus ist so breit gefächert so das es da keine Pauschalen Ratschläge gibt.
    Ich kann mir vorstellen das er eventuell mit Alternativen Methoden wie Klangschalentherapie erreichbar ist.

    Diese Kids brauchen auch mehr Pausen und Freizeit als "normale" ( wobei ich mich frage was als Normal gilt) Schüler.
    Autisten haben oft fantastische Talente in denen sie voll happy aufgehen können.

    Der Mensch ist ewig ein lernender. Auch Lehrer

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    ( Spruch meines Ausbilders, wat ein kluger Mann das ist)


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  10. #10
    Spezialist Avatar von Sanne
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    Wir bekommen für Kay keine Ergo, da die Ärzte der Meinung sind, es würde weder bei ADHS noch bei Autismus helfen.
    Kay nimmt jeden Morgen Methylpenidat, aber nur eine ganz geringe Dosis, so daß es gerade für die Schule reicht und er sich besser konzentrieren kann.
    LG v. Sanne

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  11. #11
    Spezialist Avatar von Laurasmom
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    Das ist aber eine Seltsame Aussage von den Ärzten.
    Ich kenne viele Kinder die dieselbe Ergopraxis besuchen und AD+-HS haben.

    Hol dir mehrere Meinungen von verschiedenen Ärzten ein.
    Ein unverbindliches Gespräch mit einer Ergotherapeutin würde ich da schon machen. Vor allen weil die brauchbare Info über Förderung und Hilfe usw haben

    Ich habe von dem Pysiotherapeuten und der Ergotante mehr Hilfe und Rat bekommen als von den Ärzten.

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  12. #12
    Spezialist Avatar von Marita
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    Unsere Psychologin sagte letztens
    zu mir das wir hier Glück haben
    in Rheinland Pfalz.

    In anderen Bundesländern wäre es sehr viel schwerer
    etwas zu bekommen

    LG Marita

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  13. #13
    Spezialist Avatar von alusru
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    Zitat Zitat von Sanne Beitrag anzeigen
    Danke für den Link, das Forum ist mir bereits bekannt.
    Aber ich dachte das Thema gehört genauso in Schule und Familie....;-)
    LG v. Sanne
    Das Thema passt schon, klar.



    LG alusru

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  14. #14
    Spezialist Avatar von Sanne
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    Zitat Zitat von Laurasmom Beitrag anzeigen
    Hol dir mehrere Meinungen von verschiedenen Ärzten ein.
    Ich habe von dem Pysiotherapeuten und der Ergotante mehr Hilfe und Rat bekommen als von den Ärzten.
    Wir waren mittlerweile beim KJP, beim Kinderarzt und beim Hausarzt und jeder schiebt es dem anderen zu.
    Momentan kämpfen wir an allen Fronten. Die Krankenkasse hat schon das zweite Mal den Antrag fürs Pflegegeld nicht bekommen, Jugendamt und Bezirk streiten sich um die Zuständigkeit usw. usw.
    Und nicht nur die Bundesländer sind unterschiedlicher Meinung, sondern auch die Städte handeln sehr verschieden. So weiß ich z.B. von einer Familie aus Unterfranken daß sie ganztags einen Schulbegleiter bekommen haben. Wir bekommen gesagt, es geht nur halbtags.
    Man weiß nicht mehr was man glauben kann bzw. wo man sich noch hinwenden soll.
    LG v. Sanne

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  15. #15
    Spezialist Avatar von alusru
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    @Sanne, anstatt kompetente Hilfe, nur Steine im Weg, das geht ja voll auf Kosten deines Sohnes

    Ich habe leider keinen Ratschlag für dich

    LG alusru

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