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01.02.2008, 08:16 #1Spezialist
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Ich habe in einem Zeitungsbericht gelesen, dass Jungen in den Schulen bei gleichem Wissensstand meist schlechtere Noten bekommen. Dies steht wohl in einem Bericht des Bundesbildungsministeriums.
Gerade in der Grundschule fällt mir auch auf, dass die Lehrerinnen oft die Mädchen bevorzugen. Ich musste mir da schon die tollsten Sachen anhören, wie " Jungs sind grundsätzlich faul ".
Aber ist es nicht eher so, dass Jungen in diesem Alter in der Entwicklung noch nicht so weit sind wie die Mädchen und man darauf auch mal Rücksicht nehmen müsste?
Wie sind eure Erfahrungen?
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01.02.2008, 08:22 #2
finde das sie im Kindergarten schon benachteiligt werden. Jungs brauchen bewegung und im Kindergarten gibts ne Puppenecke und ne Bauecke, aber nichts wo sie sich mal richtig austoben können.
Jonathan 9 Jahre (3. Klasse)
Emily 5 Jahre (Vorschulkind)
Nur Kinder verstehen es, vollkommen arglos zu lachen - deshalb sind sie auch so bezaubernd.
Fjodor M. Dostojewski
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01.02.2008, 08:23 #3
Hallo Gingha!
Ich habe so was auch schon mal gelesen! Kann das aber jetzt von unserer Schule bzw. unserer Klasse nicht sagen. Ich habe nicht das Gefühl das die Mädchen bevorzugt werden.
Bei uns ist es eher so das die Jungs bessere Noten haben wie die Mädchen.
Lieben Gruß, Biene!
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01.02.2008, 08:24 #4Stammgast
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Hallo Gingha
in der Klasse von meinem Sohn(4. Schuljahr) werden auch die Jungen oft als Störenfriede abgestempelt. Die Mädchen interessieren sich jetzt schon für Schmuck und gucken sich genau an was die anderen anziehen.Jungs toben noch lieber und sind dabei halt lauter.Und ich glaube auch,das Jungen bei gleicher Leistung die schlechtere Note bekommen.
LG Niflan
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01.02.2008, 08:56 #5Spezialist
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Hi Gingha,
ja, ich glaube, das ist so.
Hier hat z.B. ein mit uns bekannter Lehrer vom Gym erzählt, dass sie nur noch einen Anteil von 1/3 Jungs in den Klassen im Durchschnitt haben. Als ich neulich mal im Vertretungsunterricht mit einer unserer Klassen im Schwimmbad war, sah ich eine 7. Klasse vom Gym mit ungefähr 23 Mädchen und 6 Jungs...
So, dazu könnte ich noch seitenweise schreiben... *seufz*...
Aber ich muss jetzt weg, ich treffe meine beste und liebste Freundin, die hier nicht mehr wohnt und zu Besuch ist *freu*.
Viel Spaß noch beim Diskutieren hierzu, vielleicht mögen noch mehr erzählen, wie hoch der Jungsanteil in den Gym-Klassen ist...
Lieben Gruß
Deala
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01.02.2008, 09:11 #6PferdefreundinGast
Hallo,
gelesen hab ich das auch schon . Und ich kann mir auch vorstellen, das es teilweise so ist!
Bei uns in der Klasse konnte ich das noch nicht feststellen (2.Klasse). Denke das Ganze steht und fällt mit dem Lehrer/ der Lehrerin, wie alles in der Schule!!
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01.02.2008, 09:51 #7
Deala
mein Sohn geht aufs Gym. Bei ihm sind die Jungen klar in der Überzahl. Er selbst ist in einer Klasse mit 7 Mädchen und 20 Jungen. Dies betonte auch der Direktor des Gymnasium, dass die Jungs immer in der Überzahl sind. Hier ist es so.
Habe auch schon gelesen, dass die Jungs besser abschneiden, wenn sie nur mit Jungen unterrichtet werden.
In der Grundschule konnte ich da keine Benachteiligung durch die Lehrkräfte feststellen.
LG juna
Forenstern
Freundinnen sind wie Schuhe:
Man denkt, man kann nicht genug davon haben, aber letztendlich sind es immer die gleichen, mit denen man sich wohl fühlt.
(Kerstin Gier)
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04.02.2008, 07:47 #8Spezialist
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Hallo in die Runde,
ich möchte die Diskussion gerne noch einmal ein wenig anstubsen
, da ich das Thema sehr interessant und bedenkenswert finde.
Letzte Woche hatte ich nicht viel Zeit, will jetzt aber mal aufschreiben, was mir an Benachteiligung der Jungs so auffällt.
1.) Ich suche immer noch nach tollen Büchern für und über Jungs. Besonders im Kiga-Alter gab es eine FLut von Büchern über tolle mutige toughe Mädchen (Conni, Bibi BLocksberg und v.a.). Eine echte Ausnahme waren da die Wilde-Kerle-Bücher, die hier verschlungen wurden. Jungs, die raubaukig waren, tough, Abenteuer erlebten und zueinander hielten. Alles verpackt in aktuellen Themen (Kinderarmut, Alleineerziehende Eltern etc.). Aktuell suche ich immer noch nach guten Vorlesebüchern, deren Hauptpersonen Jungs sind. Stellt Euch mal spaßeshalber vor so ein Bücherregal in einem Buchladen und guckt Euch die BÜcher für Kinder von 8 bis 10 an...
2.) Mädchen werden hofiert, sich auch in Männerberufen zu versuchen. Da gibt es sogar extra Berufsfindungstage, wo Mädchen ihre Väter begleiten sollen... Nur auf Beschwerden seitens der Eltern wurde das lustlos auf die Jungs erweitert. Denen wird überhaupt gar kein Mut gemacht, in Frauenberufe zu gehen (z.B. Grundschullehrer, die werden händeringend gesucht und gebraucht...).
3.) In vielen Schulen gibt es besondere Mädchenangebote. Freunde berichten, dass an der IGS ihres SOhnes ein Mädchenraum existiert, wo nur Mädchen Zutritt haben. Einen Jungsraum gibt es nicht. An meiner Schule gibt es von der Sozialpädagogin eine Mädchen-AG, keine 'Jungs-AG'. Wenn ich an meinen SOhn und seine 'Freunde' denke, wäre eine AG für Jungs, in der sie lernen miteinander gut umzugehen dringend angesagt.
Das sind jetzt wahllos herausgegriffene Punkte, die sicherlich beliebig erweiterbar wären. Es ist z.B. bekannt, das Jungs sich viel mehr körperlich betätigen müssten - im Unterricht der normalen Schulen bleibt das unberücksichtigt.
Außerdem ist es außerdem schon längst bekannt, dass Mädchen die besseren Schulleistungen erbringen...
Klar, ich kenne genügend Ausnahmen auch hier. Aber die Aussage zur Klasse meines Sohnes von mehreren Lehrern ist immer 'In der Klasse sind sogar die Jungs gut'...
Tja...
Lieben Gruß
Deala
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04.02.2008, 08:54 #9
der meinung bin ich auch...
wie ich schon geschrieben habe, es fängt schon klein an....Im Kindergarten dürfen die Jungs nicht toben oder kämpfen. Ich habe einen Vortrag besucht: Die herausforderung einen Sohn zu erziehen
Das war sehr interessant.
Jungs haben meistens mit Frauen zutun. Im Kindergarten, beim Mutterkind turnen, beim Bäcker, usw...
Im Kindergarten spielen Kinder oft dieses typische Rollenspiel: Mutter Vater Kind.
Die Mädchen wissen was sie zutun haben die Junges eher selten, die Mädchen schicken die Jungs zum arbeiten und was machen sie? Sie setzten sich an einen Tisch und wissen eigentlich garnicht was ihre Väter arbeiten und warten bis sie wieder nach hause kommen dürfen.
Mädchen sehen was ihr Mütter machen.
Uns wurde nahe gelegt das die Jungs auch kämpfen müssen, das es wichtig sei. Aber wo dürfen sie es denn??? Im Kindergarten werden sie ermahnt sie sollen es lassen, in der Schule auch. Deshalb ist es so wichtig dies zuhause zu machen.
Wir haben es eingeführt das ich der Schietsrichter bin und es muss sich an bestimmte regeln gehalten werden, es darf nicht getretten werden, nicht beissen usw... Mein Mann und unser Sohn raufen dann und es tut beiden gut. Jungs können sich so ihre nähe und zuneugung holen. >Denn ab einem bestimmten alter wollen sie nicht mehr mit Mama und Papa schmusen.
Für Jungs ist dies sehr wichtig... Auch sollte man zulassen das sie mit Pistolen spielen, das gehört dazu.
Für mich war der Vortag sehr interessant!
Die Frauenbewegung gab es irgendwann, aber wo ist die Männerbewegung??? Wo sind die starken Männer die für ihre Söhne kämpfen und ihre rechte vertretten?
Jonathan 9 Jahre (3. Klasse)
Emily 5 Jahre (Vorschulkind)
Nur Kinder verstehen es, vollkommen arglos zu lachen - deshalb sind sie auch so bezaubernd.
Fjodor M. Dostojewski
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04.02.2008, 12:53 #10Neuling
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ICH FINDE NICHT DAS DIE JUNGS SCHLECHTER DA STEHEN ALS DIE MÄDCHEN ZUMINDEST NICHT BEI MEINEM SOHN IN DER SCHULE:
ES WERDEN ALLE GLEICH BEHANDELT:
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04.02.2008, 13:45 #11Spezialist
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Micaela,
das glaub' ich Dir aufs Wort... Die Benachteiligung von Jungs kommt auf leisen Sohlen...
Es ist eher gesellschaftsfähig Mädchen zu toughen selbstbestimmten Frauen zu erziehen als Jungs...
Es ist ein Problem, dass von auffälligen Schülern die meisten Jungs sind...
Die Benachteiligung findet im Kleinen statt und lässt sich erst durch absolute Zahlen messen (z.B. Jungsquote am Gym, Jungsquote mit Abi...).
Ich würde auch wirklich zu Recht behaupten, dass an der Schule des Sohnes keine Jungsbenachteiligung stattfindet...
Lieben Gruß
Deala
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04.02.2008, 13:50 #12
Bei meiner Tochter am Gym sind 17 Mädchen und 13 Jungs in ihrer Klasse.
Bei allen Parallelklassen hält sich das Verhältnis Mädchen / Junge die Waage - am Nachbargym allerdings sind in den KLassen hauptsächlich Mädchen.
In einer Klasse gibt es nur 4 Jungs ( erzählte meine Tochter mir gerade )
Es stimmt aber - alleine die Aussage vom Klassenlehrer bei Alex - alle Jungs machen zur Zeit Quatsch ! sagt doch schon einiges - Mädchen sind ( meist ) nett, lieb und strebsam !
Liebe Grüße
Jodatz
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Die Forenchefin
mit Alex 13 Jahre und Jette 14 Jahre und Supermann
Gebildet ist der, der weiß, wo er findet, was er nicht weiß.
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04.02.2008, 18:07 #13
bei unseren sohn in der klasse sind die jungs auch in der überzahl,es werden aber alle gleich behandelt,
Lg sylvia und lukas
Forenmutter
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06.02.2008, 09:14 #14
Heute stand in der Badische Zeitung, das Baden Württemberg neben ein Girls-day auch ein Boys-day organisiert, um die Jungs für Frauenberufe, wie Kindergärtner, Grundschullehrer, Altenpfleger usw. zu interessieren. Diese findet statt am 24.04.2008. Mehr Info steht hier Ministerium für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg: Boys’ Day – Neue Wege für Jungs
Geändert von Marijke (06.02.2008 um 09:18 Uhr)
Liebe Grüße,
Marijke
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FORENMEISJE
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06.02.2008, 09:27 #15
Mein Sohn (10) wechselt diesen Sommer die Schule. Der Anteil der Kinder die aufs Gymmi kommen, sind in seiner Klasse 8 Jungen und nur 1 Mädchen.
Bei den Paralleklassen ist das Verhältnis etwas gemischter.
Ich denke, dass es so etwas wie "Jungenlehrer" und "Mädchenlehrer" gibt.
In unserem Fall hatte mein Sohn wohl das Glück an eine "Jungenlehrerin" gekommen zu sein. Von Anfang an sass mein Sohn vorne und die ganzen 3 1/2 Jahre ist er dort nicht weggesetzt worden. Und seine Kumpels, die mit ihm auf Gymnasium gehen, sitzen auch alle dort. Allerdings gibt es auch Fächer bei anderen Lehrern (z.B. Religion) - da hat er einen Lehrer und mein Sohn sagte nach dem letzten Zeugnis alle Jungs haben bei Herrn XYZ eine drei, nur die Mädels bekommen besere Noten.
Ich hoffe nur das der Anteil dieser Lehrer auch fair auf die Geschlechter aufgeteilt ist, dann hält sich alles vielleicht die Waage.
Gruß
Sandra



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