Experimente für Kinder: Experimente mit Wasser: Die Lupe aus dem Wasserglas

Die Lupe aus dem Wasserglas

Du willst etwas Kleingedrucktes lesen, hast aber keine Lupe? Dann bastle dir eine! Das einfachste Modell kostet kaum etwas, ist schnell gemacht und jederzeit einsatzbereit.

Was brauchst du dafür?

  • ein Stück Klarsichtfolie
  • eine Schere
  • ein Glas Wasser
  • etwas zu lesen (Zeitung, Buch, Zeitschrift)

Wie geht das?

Wasserglas-Lupe: Schritt 1.1

1. Schneide ein Stück von der Klarsichtfolie ab und lege es flach auf die Zeitung, die Zeitschrift oder das Buch vor dir.

Wasserglas-Lupe: Schritt 2

2. Tauche einen Finger in das Wasserglas, nimm ihn heraus und lass von ihm einen großen Tropfen auf die Mitte der Klarsichtfolie fallen.

Wasserglas-Lupe: Schritt 3

3. Schiebe die Klarsichtfolie mit dem Wassertropfen auf dem Text hin und her und schau hindurch.

Was passiert da?

Unter der Lupe: Der Wassertropfen wirkt wie eine kleine Lupe: Er vergrößert die Buchstaben des Textes. Und wenn du die Folie zum Beispiel über die Tischdecke ziehst, kannst du unter dem Wassertropfen die einzelnen Fäden des Stoffs erkennen.

Warum ist das so?

Die kleinsten Wasserteilchen, die Wassermoleküle, ziehen sich gegenseitig an. Das führt zur Oberflächenspannung des Wassers, die versucht, die Oberfläche jedes Tropfens  möglichst klein zu halten. Die kleinstmögliche Oberfläche bietet eine Kugel.

Ganz kugelrund wird der Tropfen allerdings nicht, da er ja auf der Folie liegt. Durch die halbrunde Form wirkt der Tropfen wie die Sammellinse einer Lupe. Es sieht aus, als würden Dinge, die du durch  die Lupe siehst, größer werden. Das ist natürlich nicht so. Durch die Lupe werden die Lichtstrahlen gebündelt, und das hat den gleichen Effekt, wie wenn du einen Gegenstand, etwa ein Buch, näher ans Auge hältst. Die wichtigsten Linsen tragen wir in unseren Augen mit uns herum. Es sind besonders weiche und flexible Linsen, die ihre Form und damit ihre optischen Eigenschaften ändern können. Blickst du einen Gegenstand in der Nähe an, ziehen sich die Augenmuskeln zusammen, und die Augenlinse wölbt sich stärker. Blickst du in die Ferne, entspannen sich die Muskeln, und die Linse wird flacher. Dieses Scharfstellen des Auges heißt "Akkomodation".

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