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Das offene Fenster

Ist Lisas Wellensittich Karli entfolgen? Lesen Sie mit Ihrem Kind die Geschichte aufmerksam durch. Wie findet der Detektiv heraus, dass der Wellensittich nicht freiwillig davongeflogen ist?
Vorlesegeschichten - Familien-Ratekrimis: Das offene Fenster

Blaue verweinte Augen blicken den Detektiv an. Er spürt, dass er nicht Nein sagen kann. „Na gut, Lisa, ich helfe dir!“, verspricht er und versucht, seine Zweifel zu verbergen. Obwohl er schon viele Fälle gelöst hat, glaubt er nicht an einen Erfolg. Lisa schon. Sie wischt sich die Tränen ab und zeigt dem Detektiv den Weg zum Hochhaus, in dem sie wohnt. An der Tür im dritten Stock wartet schon Lisas Mutter. „Sag bloß, du hast den Detektiv geholt?“, fragt sie. „Ich habe dir doch erklärt, dass er uns nicht helfen kann, Schatz!“ Lisa hört gar nicht hin. Sie führt ihn in ihr Zimmer.

Und da steht er: der leere Käfig von Karli! Lisa holt ein gerahmtes Foto. Es zeigt einen grünen Wellensittich, der wegen zahlloser Kuss-Abdrücke auf dem Glas nur nunscharf zu erkennen ist. Lisa streichelt über das Bild und erzählt: „Meine Freundin Caro von nebenan kommt immer nachmittags zu mir, dann lassen wir Karli im Zimmer herumfliegen. Caro hat kein Haustier. Ihre Mutter findet, es genügt, wenn sie Karli besucht. Vor zwei Tagen haben wir wieder mit ihm gespielt, doch als ich vom Klo zurückkam, stand mein Fenster offen, und Karli war weg!“ Lisa beginnt zu schluchzen. „Hat Caro es geöffnet?“, fragt der Detektiv verblüfft. „Ja, sie musste es tun, weil ihr kleiner Bruder unten stand und den Schlüssel vergessen hatte. Sie wollte ihm den Schlüssel runterwerfen, da ist Karli hinausgeflogen.“ Er bohrt nach: „Habt ihr versucht, ihn einzufangen?“ Lisas Augen füllen sich mit Tränen: „Karli saß noch auf einem Baum vorm Haus. Caro ist in ihre Wohnung geflitzt und wollte den Kescher von ihrem Papa holen, aber der war beim Angeln und hatte ihn mitgenommen.“

Falsche Nummer

Der Detektiv weiß nicht, wie er Lisa helfen soll. Vor dem Fenster fegt der Novemberwind die letzten Blätter von den Bäumen. „Ob Karli bei diesem Wetter überleben kann?“, denkt der Detektiv. Da klingelt es, und Lisas Freundin Caro kommt herein. „Wir haben die Flugblätter mit Karlis Bild, die du gemacht hast, an Bäume und Laternen gehängt, aber bisher hat sich niemand gemeldet“, berichtet sie. Ihm fällt auf, dass Caros Finger mit schwarzen Punkten übersät sind. Wohl von einem Stift, der sich schwer abwaschen lässt. „So haben meine Finger zu Schulzeiten auch ausgesehen“, denkt der Detektiv schmunzelnd.

Er hat zwar wenig Hoffnung, möchte aber trotzdem die Gegend nach Karli absuchen. Als er vor die Haustür tritt, bemerkt er einen kleinen Jungen, der seinen Schlüssel unter der Fußmatte hervorzieht. „Das ist aber kein sicheres Versteck!“, ermahnt ihn der Detektiv. „Ich weiß“, sagt der Junge verlegen, „aber so kann ich ihn nie verlieren.“ „Wie lange machst du das schon?“, fragt der Detektiv. „Seit ein paar Wochen, und es hat noch niemand bemerkt, nicht mal meine Schwester Caro!“ Der Detektiv runzelt die Stirn. „Soso! Gab’s bei euch vorgestern Fisch zu essen?“ Der Junge staunt. „Nö, mein Papa ist zwar Angler, aber bei der Kälte beißt keiner mehr an!“

Der Detektiv macht sich auf den Weg durch die Straßen, vorbei an den Flugblättern mit Karlis Foto. Ihm fällt ein, dass er Lisa nicht nach der Richtung gefragt hat, in die der Vogel geflogen ist. Zum Glück steht ihre Handynummer auf den Flugblättern. Er wählt und staunt. „Kein Anschluss unter dieser Nummer“, verkündet eine elektronische Stimme. Hat Lisa sich verschrieben? Er zückt die Lupe. Und da sieht er ihn: den kleinen Strich, der nur eine Spur schwärzer ist als die kopierten Zahlen. Er macht aus der 1 eine 7! „Oje“, murmelt der Detektiv. Doch als er zum Hochhaus zurückkehrt, fällt ihm Lisa freudig in die Arme. „Karli ist wieder da! Er saß plötzlich auf der Fensterbank!“ Der Detektiv blickt zu Caro. Caro blickt zu Boden. „Na, da habt ihr beide aber Glück gehabt!“, sagt er.

Kann sich Ihr Kind schon denken, was der Detektiv damit meint?

Und hier geht es direkt zur Lösung.

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