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Wie viel Lärm verträgt mein Kind?

Zahlreiche Studien belegen, dass zu viel Lärm Kinder krank machen kann. Als Lärm zählt dabei jedes unangenehme Geräusch, welches als störend wahrgenommen wird.

Als Lärm zählt dabei jedes unangenehme Geräusch, welches als störend wahrgenommen wird. Dies kann sowohl ein tropfender Wasserhahn als auch der Düsenjet sein. Besonders hohe Töne und impulsartige Geräusche werden von den meisten Menschen als störend wahrgenommen. Während eine Hörschädigung durch einen einzelnen lauten Knall häufig gute Heilungschancen hat, kann Lärm als Dauerbelastung zahlreiche körperliche Schäden nach sich ziehen, die sogar über das Gehör hinausgehen. Dadurch, dass sich das Gehirn zumindest teilweise an wiederkehrende Geräusche, wie den Straßenlärm, gewöhnt, wird der Verschleiß häufig nicht einmal bemerkt – oder erst dann, wenn es zu spät ist.

Lärm hängt nicht von den Dezibel ab

Was genau als Lärm gilt und ein Kind krank machen kann, hängt nicht von der Höhe der Dezibel, sondern von der Art des Geräusches und der jeweiligen Situation ab:

  • 40 dB können bereits den Schlaf eines Kindes stören. Dafür reicht bereits ein Flüstern.
  • 60 dB stören die Konzentration beim Lernen und verursachen bereits erste Belastungsreaktionen. Sie sind vergleichbar mit einem Flugzeug in 1.500 Metern Höhe oder einem leisen Radio.
  • 80 dB sorgen als Dauerbelastung bereits für ein erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko. Sie entstehen beispielsweise durch den Geräuschpegel einer Hauptverkehrsstraße oder die Kulisse in einem Klassenzimmer.
  • 100 dB ziehen bei jahrelanger Belastung bereits Gehörschäden nach sich.
  • 120 dB, wie sie auf einem Rockkonzert herrschen, verursachen akute Ohrenschmerzen, auch bei nur kurzer Belastung.

Lauter geht natürlich immer und die Gehörschäden steigen dazu exponentiell an, doch vor allem die leisen andauernden Geräusche werden in ihrer Wirkung häufig unterschätzt. Und zwar nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Eltern. 

Kinder spüren körperlichen Folgen von Lärm

Einige der Auswirkungen von Lärm auf den Körper eines Kindes können auf medizinauskunft.de nachgelesen werden. Besonders gravierend sind dabei nicht nur die Schäden auf das Gehör, sondern der gesamte Organismus leidet. Lärm bedeutet nämlich Stress für den Körper, welcher daraufhin cortisolähnliche Hormone ausschüttet. Dies führt zu einem erhöhten Blutdruck und langfristig zu Herzproblemen. Nächtlicher Lärm stört zudem die wichtige Tiefschlafphase, wodurch sich die Zellen nicht richtig erholen können. Dies verhindert die optimale Regeneration der Organe und führt außerdem zu psychischen Krankheiten. Nächtlicher Lärm besteht in der Regel aus Verkehrslärm oder dem Brummen von Generatoren, Kühlschränken, Heizungen oder anderen Elektrogeräten. Dabei sollte beachtet werden, dass Kinder auch hohe Töne wahrnehmen, die für die Eltern nicht mehr hörbar sind. Schläft das Kind also schlecht, sollte es einmal direkt gefragt werden, ob es in der scheinbaren Ruhe etwas hört. Zum Beispiel ein "Marderschreck" aus einem an der Straße geparkten Autos. 

Gefährliches Spielzeug für Kinder

Auch Spielzeug kann für ein Kind zu laut sein. Dies ist bei Tönen über 95 Dezibel der Fall. Trillerpfeifen oder Trommeln sollten bestenfalls nicht einmal die Grenze von 50 dB überschreiten. Dennoch, eine Übervorsorge ist hier nicht notwendig. Professor Schönweiler der Uniklinik Lübeck beruhigt: „Die Ohren von Kindern unterscheiden sich nicht wesentlich von denen Erwachsener.“, (Zitat aus: baby-und-familie.de). Was also die Eltern als laut wahrnehmen, ist es auch für die Kinder. Doch auch umgekehrt: Was für die Eltern leise klingt, ist für die Kinder keine Gefahr. Es gilt also einfach eine gewisse Sensibilität zu entwickeln und auf seinen eigenen Instinkt zu vertrauen.

Hinzu kommt, dass „pränatale Schäden am Gehör extrem unwahrscheinlich“ sind, so Schönweiler. Es ist also nicht notwendig, während der Schwangerschaft übermäßige Ruhe zu suchen, außer zum eigenen Wohlbefinden. Denn der Stress der Mutter wiederum überträgt sich auch auf das Ungeborene. 

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Die Lärm-Zeit-Beziehung macht den Unterschied

Wie bereits erwähnt, sind einmalige laute Geräusche weniger schädlich als anhaltender Dauerlärm, auch wenn er sich in einem geringen Dezibelbereich abspielt. In der sogenannten RANCH-Studie aus dem Jahr 2005, wurde Medienberichten zufolge nachgewiesen, dass sich Dauerlärm durch Verkehr oder Flugzeuge negativ auf schulische Leistungen auswirkt. Er verschlechtert die Gedächtnisfunktion und damit auch die Lernfähigkeit eines Kindes. Die langfristig angelegte NORAH-Studie belegte im Jahr 2014 zudem, dass die Leseleistung von Kindern in Schulen mit Fluglärmbelästigung schlechter ist als bei vergleichbaren Schulen in leiserer Lernumgebung. Hier ist dann vermehrt die Förderung des Kindes durch die Eltern gefragt. Doch was, wenn auch Zuhause keine Ruhe zu finden ist?

Notfalls sollte über einen Umzug nachgedacht werden

Wer sich dauerhafter Lärmbelästigung ausgesetzt sieht, die aus Faktoren entspringt, welche nicht verändert werden können, sollte über einen Umzug nachdenken. Denn während die Anschaffung eines leiseren Kühlschrankes oder die bessere Schallisolierung zwischen zwei Wohnungen durchaus machbar sind, können Flug- und Verkehrslärm nicht einfach abgestellt werden. Wo nichts mehr hilft, kann ein Umzug die beste Alternative sein, um die Gesundheit der Kinder aber auch der Eltern nachhaltig zu schützen. Allerdings stellt die Wohnungssuche besonders in Großstädten zumeist ein schwieriges Unterfangen dar, schließlich ist die Nachfrage groß, wodurch nicht selten 30 oder mehr Teilnehmer an einem Besichtigungstermin anwesend sind. Die Chancen erhöhen können suchende Familien laut einem Beitrag auf immobilienscout24.de durch eine umfassende Bewerbungsmappe, bei der ähnlich wie bei der Arbeitssuche ein Bewerbungsanschreiben oder ein Lebenslauf zu finden sind, weiterhin aber auch Unterlagen wie Schufa-Auskunft, Einkommensnachweis oder eine Bürgschaft. Insgesamt stellt ein Umzug sicherlich eine drastische Maßnahme dar, ist entsprechend gründlich zu überdenken, vor allem wenn Bezirke oder Regionen in Betracht kommen, die auch einen Kita- oder Schulwechsel bedeuten würden. Dennoch, die Gesundheit und das Wohlbefinden aller Familienmitglieder stehen an oberster Stelle. 

Häufig gestellte Fragen

Wie viel Dezibel darf ein Baby hören?

Während das Arbeitsschutzgesetz Grenzwerte bezüglich der Lautstärke am Arbeitsplatz festlegt, wird bei den Kindern oftmals zu wenig darauf geachtet. Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) empfiehlt, dass sie maximal 75 Dezibel betragen sollte. Zum Vergleich: Bei einer normalen Gesprächslautstärke sind es 60 Dezibel. Ist die Lärmbelastung dauerhaft zu hoch, kann dies die Gesundheit des Kindes negativ beeinflussen. Das vegetative Nervensystem leidet. Der Körper schüttet in dem Fall vermehrt Stresshormone, wie Adrenalin, aus. Der Stoffwechsel arbeitet schneller. Verschiedene Probleme sind möglich, beispielsweise Kopfschmerzen und Konzentrationsprobleme. Auch das Hörvermögen kann gefährdet werden, wenn die Haarzellen im Innenohr überreizt werden.


Wie viel dB im Kindergarten?

Lärm gehört zu den stärksten Stressfaktoren in Kindergärten. Dauerhaft belastet er den Körper und die Psyche und geht, langfristig gesehen, mit diversen Risiken, wie mangelnde Konzentrations- und Leistungsfähigkeit, aber auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Tinnitus, einher. Laut Untersuchungen wird es im Kindergarten bis zu 117 Dezibel laut. Ein Lärmpegel von rund 90 Dezibel ist jedoch schädlich, wenn Kinder diesem wöchentlich länger als zwölf Stunden ausgesetzt sind. Bei Babys können bereits 80 Dezibel zu Gehörschäden führen, wenn sie diesem Wert länger als acht Stunden in der Woche ausgesetzt sind.


Sind Babys lärmempfindlich?

Ob beim Spielen mit Bauklötzen oder auf der Trommel, im Bereich von Kindern wird es gern einmal lauter. Doch es sollten Grenzen bezüglich der Lautstärke beachtet werden, denn Kinder und ebenso Babys reagieren empfindlich auf Lärm. Die WHO empfiehlt eine Lautstärke von maximal 75 Dezibel. Eine Babyrassel, die nah am Ohr ist, erzeugt bereits mehr als 90 Dezibel. Ab 85 Dezibel kann es schon kritisch werden und ab 135 Dezibel drohen ernsthafte Folgen. Je länger der unangemessene Lärm einwirkt, umso wahrscheinlicher ist eine Schädigung. In der Silvesternacht empfehlen Experten daher einen Gehörschutz, wenn Babys und Kleinkinder im Freien mit dabei sind.


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