Tipps für Eltern - Bewegungs- und Gesundheitstipps: Yoga für Kinder

Yoga für Kinder

Es stärkt die Muskeln, baut Stress ab und macht gute Laune. Also komm mit auf die Matte. Wir machen tolle Yoga-Übungen zum Energietanken und Entspannen. Trainieren Sie gemeinsam mit Ihrem Kind.

Yoga-Übungen für Kinder
© shutterstock/vectorfusionart

Kinder brauchen Bewegung, um gesund zu bleiben. Dabei ist es egal, welchen Sport Ihr Kind betreibt. Erlaubt ist, was Spaß macht und dem jeweiligen Entwicklungsstand entspricht. Ein Trend jedoch in vielen Kinderzimmern und Turnhallen: Yoga.

Der Sport aus Indien trainiert Körper und Seele. Mit den richtigen Übungen wird Ihr Kind stärker, ruhiger, selbstbewusster und ausgeglichener. Wissenschaftler haben die positiven Effekte von Yoga längst erkannt. Laut Harvard Medical School hilft Yoga Kindern, besser mit Schulstress umzugehen. Gerade Kinder mit ADHS üben beim Yoga Ruhe und Konzentration. Gründe, Yoga zu machen, gibt es also genug. Probieren Sie es aus!

Die Vorteile auf einen Blick:

Yoga hilft, ...

  • ... die Konzentrationsfähigkeit zu fördern.
  • ... eine gute Körperwahrnehmung und gleichzeitig ein starkes Selbstwertgefühl zu entwickeln.
  • ... Haltungsschäden zu korrigieren oder diesen vorzubeugen.
  • ... das Immunsystem anzuregen.
  • ... die motorischen Fähigkeiten zu verbessern und die Muskeln zu kräftigen.
  • ... die Gelenkigkeit und den Gleichgewichtssinn zu stärken.
  • ... das allgemeine Wohlbefinden zu steigern und Entspannung zu bringen.

Am besten rollen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind die Matten aus und legen los! Sie machen die Übung vor, Ihr Kind turnt nach. Wichtig: Wenn Sie oder Ihr Kind bei einer Übung Schmerzen haben oder sich nicht wohlfühlen, brechen Sie ab.

Baum – macht stabil

Stellen Sie sich gerade hin. Verlagern Sie das Gewicht auf einen Fuß, bis Sie den anderen vom Boden lösen können. Wandern Sie nun mit dem Fuß an der Innenseite des Standbeins nach oben. Fürs Erste reicht es, den Fuß an den Knöchel anzulehnen. Sie können die Ferse aber auch weiter oben platzieren: an der Wade, am Knie oder an der Innenseite des Oberschenkels (die Version für Fortgeschrittene). Stemmen Sie den Fuß gegen das Standbein, um Stabilität zu gewinnen, spannen Sie die Muskeln an und balancieren Sie sich aus.

Legen Sie die Handflächen vor der Brust aneinander. Wenn Sie stabil stehen, schieben Sie Ihre Hände so weit wie möglich über den Kopf. Bauen Sie etwas Druck zwischen den Handflächen auf und versuchen Sie, die Schultern nach unten zu ziehen. Senken Sie das Bein langsam wieder ab und wechseln Sie zur anderen Seite.

Tipp: Fixieren Sie mit Ihren Augen einen festen Punkt, um das Gleichgewicht besser zu halten.


Bogen - stärkt den Rücken

Legen Sie sich auf den Bauch und beugen Sie die Knie, bis Sie Ihre Fußgelenke von außen greifen können. Die Arme sind gestreckt, die Knie hüftbreit auseinander. Heben Sie beim Einatmen den Oberkörper ein wenig an und richten den Blick nach vorne. Atmen Sie aus und versuchen Sie, auch die Knie und Oberschenkel von der Matte zu lösen. Legen Sie sich nach einigen Atemzügen wieder auf den Bauch und entspannen Sie sich.


Vorwärtsbeuge – intensive Dehnung

Stellen Sie sich auf die Matte, die Beine hüftbreit auseinander. Atmen Sie tief ein und heben Sie dabei die Arme nach oben. Beugen Sie sich beim Ausatmen von der Hüfte aus nach vorne und unten, bis Ihre Hände oder die Fingerspitzen den Boden berühren. Wenn das nicht klappt, können Sie die Knie etwas beugen. Bleiben Sie einige Atemzüge lang in dieser Haltung und entspannen Sie dabei Nacken und Schultern. Rollen Sie dann den Rücken Wirbel für Wirbel auf, bis Sie wieder in der Standposition angekommen sind.


Dreieck – bringt Energie

Stellen Sie sich in eine weite Grätsche und strecken Sie die Arme auf Schulterhöhe seitlich aus. Die Füße sind parallel zueinander. Atmen Sie ein. Drehen Sie den rechten Fuß nach rechts. Beugen Sie beim Ausatmen den Oberkörper nach rechts und nehmen Sie die Arme mit. Umfassen Sie mit der rechten Hand den rechten Knöchel. Die Beine sind gestreckt, die Hüften zeigen möglichst gerade nach vorne. Der linke Arm weist senkrecht nach oben. Richten Sie Ihren Blick auf die ausgestreckten Fingerspitzen. Atmen Sie einige Male ruhig ein und aus. Mit dem Einatmen kommen Sie zurück zur Mitte. Beim Ausatmen wiederholen Sie den Ablauf, dieses Mal wird die linke Seite gedehnt.


Hund – gibt Kraft

Beginnen Sie in der Position des Kindes: Hände und Füße schulter- bzw. hüftbreit auseinander. Stellen Sie die Zehen auf, so dass Ihr Gewicht auf die Fußballen kommt. Spannen Sie die Muskeln an, drücken Sie die Hände in die Matte und schieben Sie die Hüfte so weit es geht nach oben. Ihr Körper bildet jetzt ein umgekehrtes V. Der Kopf befindet sich zwischen den Armen. Arme und Rücken bilden eine gerade Linie. Die Beine sind gestreckt. Wenn Ihnen das zu anstrengend ist, beugen Sie die Beine ein wenig an. Ziehen Sie den Nabel Richtung Wirbelsäule. Intensivieren Sie mit jedem Atemzug die Dehnung.


Brücke – Neuer Blickwinkel