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Was tun, wenn mein Kind Schimpfwörter aus dem Kindergarten nach Hause bringt?

„Blöde Mama!“ Im Kindergarten-Alter stehen Schimpfwörter hoch im Kurs. Woran liegt das? Und wie gehen wir am besten damit um?

@iStock 500074888

Kinder wollen Grenzen ausloten

„Fang mich doch, du Eierloch!“ Als Anke ihre Tochter aus dem Kindergarten abholen will, tönt ihr dieser Ruf entgegen. Eierloch? Das klingt doch fast wie das verwandte Schimpfwort, denkt Anke. Und so schiebt sie lieber schon mal den Riegel vor den eigentümlichen Ausdruck: „Ich will das nicht mehr hören!“ In diesem Moment merkt Marie, dass man Mama mit Wörtern auf die Palme bringen kann. Mal sehen, denkt Marie, ob es noch andere Wörter gibt, die ihr nicht gefallen … Wie das Bocken und die Verweigerungshaltung in der Trotzphase, so hat auch der Gebrauch von Schimpfwörtern zunächst den Zweck, die Grenze auszuloten: Wie wirkt es, was ich tue? Wie werden die Erwachsenen reagieren? Wie weit kann ich gehen? Eine weitere Funktion ist das Zusammengehörigkeitsgefühl mit den Freunden. Zwar sind Mama und Papa immer noch eindeutig die Nummer eins, doch Freundschaften gewinnen im Kindergarten immer mehr an Bedeutung. Wie ein Vorgriff auf die Pubertät wirkt es, wenn die Kinder nun eigene Wege gehen – auch in ihrem Vokabular.

Das böse „Sch…“-Wort und seine Verwandten sind ein Teil der kleinen Rebellion, die die Kinder anzetteln, um sich abzugrenzen und autonom werden zu können. Zu Hause legen die Eltern die Spielregeln dafür fest: „Wir sagen solche Dinge nicht.“ Und gehen dann mit gutem Vorbild voran.

Ein Ventil für die kindliche Wut

Schwierig wird es, wenn die Sprache bewusst eingesetzt wird, um zu verletzen. „Du blöde Arschloch-Mama!“, schleudert Felix seiner Mutter ins Gesicht, als sie ihm verbietet, einen Kaugummi in den Einkaufswagen zu legen. Das sitzt. Auch bei Kindern haben Schimpfwörter die Funktion, dem Ärger Luft zu machen. Die große Wut, die in einem kleinen Kind brodeln kann, braucht ein Ventil. Die Erwachsenen – jedenfalls die meisten von ihnen – haben gelernt, mit dieser Wut umzugehen, ohne um sich zu schlagen oder verbal auszurasten. Die Lebens-Neulinge aber sind ihren Gefühlen ausgeliefert, sie haben noch keine Routine im Verdrängen und Kompensieren.

Was tun bei verbalen Angriffen von Kindern?

Wie aber soll man verbalen Angriffen begegnen? Übergehen? Darüber sprechen? Das Kind bestrafen? Kinder sind in der Lage zu verstehen, dass es jemandem weh tut, wenn man ihm unfreundliche Dinge sagt. Darum ist ein Gespräch angebracht, wenn drastische Ausdrücke gefallen sind. „Schlagen ist unfair“, könnte der Einstieg in ein solches Gespräch sein, „und jemandem mit Worten weh zu tun, ist genauso gemein.“ Und die kleinen, eher harmlosen Provokationen? Die überhören kluge Eltern einfach. Denn Provokationen sind zum Provozieren da. Und klappt das nicht, erledigt sich das Problem meist von selbst.

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Häufig gestellte Fragen

Was tun, wenn Kinder schimpfen?

Zunächst einmal lässt es sich nicht ausschließen, dass Kinder auch mal schimpfen, denn sie drücken darüber ihre negativen Emotionen aus. Zudem ist zu bedenken, dass nicht alle Wörter gleich schlimm sind und somit nicht immer eine erzieherische Reaktion erfordern. Der Grund für das Schimpfen und das Alter des Kindes sollten ebenso berücksichtigt werden. Bei wiederholtem aggressiven Verhalten sollten Eltern klar machen, dass dieses Vokabular nicht erwünscht ist. Es ist aber auch immer wichtig, über die Wut, die dahintersteckt, zu sprechen.


Was tun gegen Fäkalsprache?

Für Kinder ist Fäkalsprache oft ein Ventil, mit Wut und Frustrationen umzugehen, sie sollte jedoch Grenzen haben. Schimpft das Kind andauernd und flucht bei jedem Problem, sollten Eltern darauf reagieren und klar und unmissverständlich, aber ruhig erklären, dass dies nicht gewünscht ist. Daneben gilt es, den eigenen Wortschatz zu überprüfen. Wer stets "Scheiße" sagt, gibt kein gutes Vorbild ab. Eltern können Alternativen vorschlagen, beispielsweise "Verflixt".


Was tun, wenn mein Kind mich provoziert?

Es kommt vor, dass Kinder trotz Ermahnung nicht aufgeben und provozieren, indem sie beispielsweise die Lautstärke erhöhen. Eltern sollten ruhig bleiben, aber bestimmt verdeutlichen, dass die Schimpfwörter nicht erwünscht sind. Sie können den Nachwuchs auch aus dem Raum schicken, um Grenzen zu setzen. Am besten erklärt man dem Kind, wie sehr es einen verletzt. Lobe können bei gutem Benehmen motivierend und vorbeugend wirken.


Was tun, mein Kind hört nicht?

Gelegentliche Streitigkeiten zwischen den Eltern und dem Nachwuchs sind normal. Sollte das Kind ständig nicht hören, sollte erklärt werden, dass dieses Verhalten unerwünscht ist. Man kann das Kind aus dem Zimmer schicken, um Grenzen zu setzen. Harte Bestrafungen und Aggressivität sind kontraproduktiv und können die Beziehung schädigen.


Warum provoziert mich mein Kind?

Jedes Kind buhlt um die Aufmerksamkeit der Eltern. Nehmen sie sich zu wenig Zeit, reagieren die Kleinen oft mit schlechtem Verhalten wie Provozieren. Dadurch erreichen sie die Aufmerksamkeit der Eltern. Weitere mögliche Ursachen sind Hunger oder Müdigkeit. Daher gilt es immer, die Gründe für das provokante Verhalten zu ermitteln und ruhig mit dem Kind zu sprechen.


Was tun, wenn man provoziert wird?

Provozierende, freche Antworten sind eine Strategie des Kindes. Es möchte den Eltern damit unbewusst etwas sagen, womit es nicht einverstanden ist. Um den Grund für die Provokationen zu verstehen und Lösungen zu finden, müssen Eltern daher herausfinden, was das Kind damit meint. Vielleicht ist der Grund mangelnde Aufmerksamkeit. Dann versucht es, diese durch Provozieren zu erhalten. Eltern sollten präsent sein, sich auf Augenhöhe begeben und mit dem Kind reden.


Wie höre ich auf, zu fluchen?

Eltern fungieren als Vorbild und sollten daher nicht fluchen, wenn sie dieses Verhalten auch beim Nachwuchs nicht wünschen. Kinder ahmen vieles nach. Fluchen dient als Ventil und hilft dabei, angestaute Emotionen herauszulassen. Es gilt, dieses anders zu erreichen und darauf zu achten, dass das Fluchen zu keiner schlechten Angewohnheit wird. Eine positive Denkweise ist unverzichtbar, wenn man damit aufhören will.


Was bedeutet dumme Kuh?

Beispiele für Beschimpfungen und Abwertungen wie "Blöde Kuh" gibt es genügend. Jeder war wahrscheinlich schon in der Situation, dass er entweder selber Schimpfwörter verwendet hat oder damit konfrontiert wurde. "Dumme Kuh" gehört fast schon zur harmlosen Variante der möglichen Schimpfwörter. Sinngemäß steht es dafür, dass die "dumme" Kuh den ganzen Tag auf der Weide steht, kaut und umherschaut. Dabei macht sie nicht den intelligentesten Eindruck. Doch es sind einfach nur ruhige und keine dummen Tiere.


Warum ist mein Kind so frech zu mir?

Kinder sind nicht frech, sondern möchten meist nur ernst genommen werden und genügend Aufmerksamkeit bekommen. Eltern sollten daher versuchen, herauszufinden, was der Nachwuchs mit dem frechen Verhalten mitteilen möchte. Danach ist es möglich, gemeinsam eine Lösung zu finden. Eine gute und sichere Bindung zwischen Eltern und Kind ist immer wichtig und die Voraussetzung für einen liebevollen Umgang.


Wie nennt man freche Kinder?

Ein freches Kind nennen viele beispielsweise Göre oder Gör. Der Begriff ist überall verbreitet. Auch Rabauke, Frechdachs oder Lümmel sind gern verwendete Bezeichnungen für freche Kinder.


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