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Tipps für Eltern - Familienleben und Freizeit: Osterbräuche aus aller Welt

Osterbräuche aus aller Welt

Beim Ostern feiern stellt sich die Frage - woher kommt der Osterhase? Der Osterhase gehört zu Ostern wie der Weihnachtsmann zu Weihnachten. Hasen, Osternester, Eiersuche: Das Redaktionsteam von Schule und Familie verrät Ihnen, was es mit diesen Bräuchen auf sich hat.

Osterhase

Zu Ostern kommt der Osterhase und versteckt Eier, das weiß jedes Kind. Doch warum ein Hase und kein Wildschwein oder Reh? Früher war es nicht immer nur der Hase, der den Kindern die Eier ins Osternest legte. In verschiedenen Regionen Deutschlands übernahmen das auch Kuckuck, Fuchs, Hahn oder Storch. 

Das erste Mal schriftlich erwähnt wird der Osterhase im 17. Jahrhundert in einer medizinischen Abhandlung des Arztes Georg Franck. Der Mediziner beschreibt die Osterbräuche im Elsass und vor allem die negativen gesundheitlichen Auswirkungen von übermäßigem Eierkonsum.

Der Hase als Überbringer der Ostereier hat sich schließlich durchgesetzt. Eine mögliche Erklärung ist die symbolische Fruchtbarkeit, die den Hasen und den Frühling miteinander verbindet. Und auch aus anderen Gründen bietet sich der Hase als Eierbote an: Im Frühling wagten sich die sonst sehr scheuen Tiere immer besonders nah an menschliche Siedlungen heran, um dort in den Gärten nach Futter zu suchen – und "Eier zu verstecken".

Ostereier

Warum der Osterhase ausgerechnet Eier versteckt, ist nicht ganz klar. Auch hier gibt es verschiedene Theorien. Grundsätzlich ist das Ei schon seit dem Mittelalter als Symbol für Fruchtbarkeit bekannt. Sehr passend für die Osterzeit, in der der Winter mit Feuern ausgetrieben wird und der Frühling und das neue Erntejahr erwacht.

In einer anderen Legende heißt es, der Grund dafür, dass an Ostern so viele Eier versteckt und gegessen werden, sei die vorausgehende Fastenzeit. Während der 40 Tage vor Ostern durften weder Fleisch, noch Milch oder Eier gegessen werden. Die Hühner legten aber natürlich fleißig weiter, so dass sich bis Ostern jede Menge Eier ansammelten. Hier hat auch der Brauch des Ostereierfärbens seinen Ursprung. Um die Eier haltbar zu machen, wurden sie gekocht und anschließend gefärbt, um sie von den frischen Eiern zu unterschieden.

Ostern international

Ostern ist fast überall auf der Welt ein wichtiger Feiertag. Das spiegelt sich auch in den verschiedenen Osterbräuchen wieder. Einige der schönsten und skurrilsten Traditionen aus aller Welt finden Sie hier:

Wasserschlacht

Feuchtfröhlicher als in Deutschland geht es an Ostern in Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Rumänien zu. Dort ist es am Ostermontag Brauch, dass die Männer die Frauen mit Wasser oder Parfum besprengen. Danach setzt es ein paar symbolische Schläge mit handgemachten und mit Bändern geschmückten Ruten.

Angeblich bleiben die Frauen dadurch für ein weiteres Jahr gesund und schön. Die Schläge sind dabei natürlich harmlos und niemand ist beleidigt, wenn er ein paar Hiebe abbekommt. Im Gegenteil: Wird eine Frau bei diesem Ritual übergangen, gilt das unter Umständen als Beleidigung. In manchen Gegenden revangieren sich die Frauen übrigens: mit einem Eimer voll eiskaltem Wasser...

Größenwahn

Ostern auf den Philippinen ist gar nicht so anders als in Deutschland. Den Osterhasen gibt es und auch Ostereier werden gesucht. Das jedoch hauptsächlich von der reichen Bevölkerung. Einen besonderen Brauch gibt es aber auch dort: Wenn am Sonntag die Osterglocken läuten, fassen Eltern ihre Kinder beim Kopf und heben sie in die Luft. Das soll den Kleinen beim Wachstum helfen.

Harmlose Schlägerei:

Auch in Finnland schlagen sich Freunde und Bekannte an Ostern. Aber natürlich nur leicht. Die Birkenruten, die sie dazu verwenden sollen an die Palmzweige erinnern, die Jesus bei seiner Ankunft in Jerusalem zu Füßen gelegt wurden.

Tanzveranstaltung:

In Mexiko geht es zu Ostern heiß her. Zwei Wochen dauern die Feierlichkeiten! Die Straßen sind mit bunten Girlanden geschmückt, es wird getanzt, gesungen und musiziert. Dem Volksfestcharakter steht der Karfreitag entgegen. Dann ist es ruhig und es finden viele Prozessionen statt.

Ei, Ei, Ei:

Die Engländer sind für ihre skurrilen Sport- und Freizeitaktivitäten bekannt. Auch an Ostern lassen sie sich nicht lumpen: Dann rollen sie bunte Eier Straßen und Abhänge hinunter, bis die Schalen in Fetzen hängen.

Von Liebeszauber und Bettelweibern:

Geheimnisvoll geht es an Ostern in Schweden zu. Dort ist es ein alter Brauch, dass unverheiratete Frauen in der Osternacht schweigend an eine Quelle gehen und Quellwasser schöpfen. Schaffen sie es, mit diesem Wasser heimlich einen Mann zu beträufeln, erobern sie – so die Legende – seine Liebe. Am Gründonnerstag verkleiden sich die schwedischen Kinder zudem als Hexen und Bettelweiber und ziehen von Tür zu Tür. Dort bekommen sie Süßigkeiten im Austausch für selbstgemalte Bilder.

Osterhühner:

Sehr ähnlich wie in Deutschland geht es an Ostern auch in Frankreich zu. Mit einer großen Ausnahme: Dort steht weniger der Osterhase, als vielmehr das Osterhuhn im Mittelpunkt.

Eier-Roll-Wettbewerb:

Eine große Sache ist Ostern auch in den USA. Dort findet in New York City jedes Jahr die berühmte "Easter Parade" statt, für die die komplette Fifth Avenue gesperrt wird. Auf riesigen Wagen und bunt verkleidet, fahren die Amerikaner durch die Straßen. Und selbst der Präsident bleibt von den amerikanischen Osterbräuchen nicht unberührt: Beim "White House Easter Egg Roll" rollen die Teilnehmer im Garten des Weißen Hauses Eier um die Wette. Als Andenken erhält jeder ein signiertes Holzei.

Blumen-Verbrennung:

Auch in Luxemburg wird an die Palmzweige erinnert, die man Jesus bei seinem Einzug in Jerusalem darbrachte. Hier ziehen vor allem die Kinder am Karfreitag mit bunt geschmückten Schlehendornsträuchern durch die Straßen. Dabei singen sie und klappern mit Ratschen. Am Abend werden die Dornenzweige traditionell verbrannt.

Edles Tröpfchen:

In Australien glaubt man daran, dass das Wasser, das man an Ostern aus einer Quelle oder einem Bach schöpft, besondere Kräfte hat. Deshalb füllen viele Paare etwas "Osterwasser" ab und bewahren es bis zu ihrem Hochzeitstag auf. Bevor sie zur Kirche gehen, besprengen sie sich gegenseitig damit. Das soll für die zukünftige Ehe viel Glück bringen.

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