Typisch Einzelkind?!

Egoistisch sollen sie angeblich sein, denn sie teilen nicht gerne: So heißt es jedenfalls von Einzelkindern. Ein Vorurteil, das – wie so oft – nicht viel mit der Wahrheit zu tun hat.

Einzelkind
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Egoistisch sollen sie angeblich sein, denn sie teilen nicht gerne: So heißt es jedenfalls von Einzelkindern. Ein Vorurteil, das – wie so oft – nicht viel mit der Wahrheit zu tun hat.

Entwickelt haben sich die negativen Ansichten über Kinder, die ohne Geschwister aufwachsen, schon vor mehr als 100 Jahren. Damals hatte die typische Familie hierzulande quer durch alle Gesellschaftsschichten im Durchschnitt fünf Kinder. Auch nach dem ersten Weltkrieg waren immer noch mehr als zwei Kinder die Regel. Keine Geschwister? Da musste irgendetwas nicht stimmen, so glaubte man.

Schlechte Bedingungen für Einzelkinder

In der Tat wuchsen diese Kinder seinerzeit unter vergleichsweise schlechten Bedingungen auf – so wurden sie zum Beispiel oft unehelich geboren, waren Halbwaisen oder ihre Eltern steckten in Schwierigkeiten. Denkbar schlechte Voraussetzungen für einen guten Start ins Leben.

Bewusste Entscheidung für ein Einzelkind

Seit es mit der Pille eine sichere Geburtenkontrolle gibt, wachsen mehr Kinder ohne Geschwister auf – in Deutschland sind sie allerdings gegenüber den Kindern mit Brüdern und Schwestern in der Minderheit. Viele Paare entscheiden sich bewusst für nur ein Kind, sei es aus finanziellen oder persönlichen Gründen. Hinzu kommt, dass sich die Elternschaft immer weiter nach hinten verschiebt, was das Alter der Mutter angeht, und deshalb biologische Gründe gegen ein zweites Kind sprechen können. 

Einzelkind: verwöhnt und verzogen?

Das Vorurteil, Einzelkinder seien verwöhnt und verzogen, hält sich hartnäckig. Dabei weiß man heute, dass Einzelkinder sich als Erwachsene individuell kaum von Personen unterscheiden, die mit Geschwistern aufgewachsen sind. Es gibt unter Geschwisterkindern genauso viele Egoisten wie unter Einzelkindern.

So klappt das Eltern-Kind-Verhältnis

Wichtiger ist für alle Kinder das Verhalten ihrer Eltern ihnen gegenüber. 

1. Vertrauen aufbauen
2. Grenzen setzen
3.
Freiheiten gewähren

Ruht das Eltern-Kind-Verhältnis auf diesen drei Säulen, ist es völlig egal, ob noch andere Kinder unter demselben Dach leben oder nicht. Hilfreich ist es trotzdem für die soziale Entwicklung, wenn Ihr Nachwuchs Kontakt mit Gleichaltrigen hat.

Kontakt mit Gleichaltrigen ist wichtig

Kindergarten oder Spielgruppen unterstützen Einzelkinder beim Kennenlernen gesellschaftlicher Normen. Und spätestens auf dem Spielplatz, im Sportverein oder in der Schule übernehmen die Altersgenossen mit ihrem Einfluss auf das Verhalten Ihres Einzel-Sprösslings gewisse erzieherische Aufgaben

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