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Die 7 wichtigsten Grundsätze der Montessori-Pädagogik

Die Pädagogik von Maria Montessori wird immer beliebter. Teile ihres Konzepts finden sich in fast allen Regeleinrichtungen – von der Krippe bis zur Schule. Warum

Grundsätze der Montessori-Pädagogik

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Die Pädagogik von Maria Montessori wird immer beliebter. Teile ihres Konzepts finden sich in fast allen Regeleinrichtungen – von der Krippe bis zur Schule. Warum?

Maria Montessori lebte von 1870 bis 1952. Schon während ihres Medizin-Studiums beschäftigte sie sich mit Kinderheilkunde. Entgegen des damaligen Zeitgeists, der Kinder eher als „unfertig“ betrachtete, sah Montessori jedes Kind als einzigartiges Individuum mit eigener Persönlichkeit an, die es zu respektieren galt. Ihr Hauptziel lag darin, Kinder zur Selbstständigkeit zu erziehen und ihnen Selbstvertrauen zu vermitteln. Beides, so war sie überzeugt, werde ihnen in ihrem späteren Leben von großem Vorteil sein. Das sind die sieben wichtigsten Bausteine ihres Konzepts:

 

1. Freie Wahl der Arbeit

„Jetzt malen wir alle eine Blume.“ Solche Aufforderungen gibt es in der Montessori-Pädagogik nicht. Denn die Kinder entscheiden selbst, womit sie sich gerade beschäftigen wollen, und werden nicht von den Erziehern zu einer Aufgabe gedrängt. Das führt zu weniger Unruhe in der Gruppe, da jedes Kind seinen Interessen in seinem eigenen Tempo nachgehen kann. Montessori war überzeugt, dass nur durch die freie Wahl ein echtes Interesse an einer Arbeit geweckt werden kann.

 

2. Die vorbereitete Umgebung

Damit die Kinder sich frei entscheiden können, womit sie sich beschäftigen, müssen die Materialien frei zugänglich sein. Montessori nannte das die „vorbereitete“ Umgebung. Sie unterscheidet sich in vielen Punkten von den meisten überladenen Kinderzimmern, denn ein Überangebot an Materialien verhindert, dass sich die Kinder auf eine einzige Aufgabe konzentrieren können. Jeder Gegenstand braucht einen festen Platz, den die Kinder sicher wiederfinden und gut erreichen können.

 

3. Hilf mir, es selbst zu tun!

„Hilf mir, es selbst zu tun. Zeig mir, wie es geht. Tu es nicht für mich. Ich kann und will es allein tun. Hab Geduld, meine Wege zu begreifen. Sie sind vielleicht länger, vielleicht brauche ich mehr Zeit, weil ich mehrere Versuche machen will. Mute mir Fehler zu, denn aus ihnen kann ich lernen.“

Der wohl meistzitierte Satz von Montessori ist ein zentraler Punkt ihrer Pädagogik. Die Kinder sollen ermächtigt werden, gemäß ihrem Können und Wissen Aufgaben selbst zu erledigen, die sonst schnell Erwachsene für sie übernehmen. Auch wenn das, vor allem bei kleinen Kindern, oft mehr Zeit in Anspruch nimmt. Die Erzieher beobachten eher im Hintergrund und greifen nur ein, wenn die Kinder selbst nicht weiterkommen. Kinder haben oft erstaunliche Lösungswege für Probleme, die wir ganz anders angehen würden. Durch diese Eigenständigkeit erleben die Kinder sich als wirkmächtig und lernen so, dass sie sich und ihrem eigenen Können vertrauen können. 

 

4. Übungen des praktischen Lebens

Natürlich brauchen Kinder genug Zeit zum Toben, Klettern und Spielen, doch daneben können auch schon jüngere Kinder an die Übungen des praktischen Lebens herangeführt werden. Zum Beispiel sollte ihnen Gelegenheit gegeben werden, sich selbst an- und auszuziehen, das eigne Brot zu schmieren oder sich selbst Getränke einzuschütten – wenn möglich sogar in ein echtes Glas. Je nach Alter kommen weitere Übungen dazu, etwa die Pflege der Umgebung (z.B. Tisch decken, saubermachen) oder die Pflege der sozialen Beziehungen (z.B. grüßen, um Hilfe bitten, Konflikte lösen).

 

5. Der absorbierende Geist

Montessori ging davon aus, dass Kinder bis zum sechsten Lebensjahr ihre Umgebung und vor allem das, was die Menschen tun, wie ein Schwamm aufsaugen, also absorbieren. Das heißt: Sie hinterfragen nicht und trennen nicht Wichtiges von Unwichtigem. Der absorbierende Geist sorgt dafür, dass Kinder mühelos nebenbei lernen. Das heißt aber auch: Sieht ein Kind, dass ein Erwachsener etwas tut, was es selbst nicht tun soll (etwa das Messer ablecken), wird es diese Handlung mit großer Wahrscheinlichkeit nachmachen. Deshalb sollten sich Erzieher und Erwachsene stets so verhalten, dass sie ein gutes Vorbild für die Kinder sind.

 

6. Montessori-Materialien

In einer Montessori-Einrichtung, egal ob Krippe, Kindergarten oder Schule, kommen „Montessori-Materialien“ zum Einsatz. Sie sind so gestaltet, dass Kinder sich gerne mit ihnen beschäftigen und intuitiv begreifen, was damit zu tun ist. Wichtig ist auch, dass sie eine Fehlerkontrolle haben, das heißt: Das Kind merkt, wenn es etwas falsch macht und kann sich selbst korrigieren. 

 

7. Kosmische Erziehung

Dieser Begriff bringt der Montessori-Pädagogik oft den Vorwurf der „abgehobenen Esoterik-Erziehung“ ein. Montessori meinte damit, dass die Kinder schon in jungen Jahren angeleitet werden sollen, Gesetzmäßigkeiten in der Natur und globale Zusammenhänge zu verstehen. Ihnen soll eben nicht Wissen aus unterschiedlichen Bereichen beigebracht werden, das sie nicht zusammenbringen können. Vielmehr sollen sie befähigt werden, die Folgen ihres Tuns zu reflektieren und dementsprechend verantwortungsvoll zu handeln. So sollen sie ihren eigenen Platz in der Welt finden. Montessoris Begriff „Kosmos“ umfasst also auch die Wechselbeziehungen von Mensch und Natur und der Menschen untereinander.

Weitere Informationen zu Montessori, zum Beispiel ob die Schulform für Sie und Ihr Kind die richtige Wahl ist, finden Sie hier.

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