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Tipps für Eltern - Tipps für Schule und Erziehung: Fünfte Klasse und schlechte Noten – ist das normal?

Fünfte Klasse und schlechte Noten – ist das normal?

Fünfte Klasse und schlechte Noten – ist das normal? Anfangsschwierigkeiten im Gymnasium: Das hilft, wenn Ihr Kind überfordert ist.

Anfangsschwierigkeiten im Gymnasium: Das hilft, wenn Ihr Kind überfordert ist

Die Grundschule ist vorbei, der Übertritt geschafft – puh, denken da viele Eltern und wischen sich erleichtert den Schweiß von der Stirn. Doch kaum hat das Kind die ersten Wochen auf dem Gymnasium oder der Realschule hinter sich, geht der Stress weiter: Es hagelt schlechte Noten. Hier die besten Tipps, wie Sie mit dem Leistungsabfall in der 5. Klasse umgehen sollten.

Nach der vierten (in einigen wenigen Bundesländern auch nach der fünften, bzw. sechsten) Klasse beginnt jährlich für rund 660.000 Schüler in Deutschland die Sekundarstufe. 32 Prozent davon, so das Statistische Bundesamt, wechseln an eine Realschule oder eine integrierte Gesamtschule. Der weitaus größere Anteil, nämlich 40 Prozent, aber geht an ein Gymnasium. Das sind fünf Prozent mehr als noch vor zehn Jahren – ein Trend, der zeigt, dass es immer mehr Eltern sehr wichtig ist, ihrem Kind die beste Ausbildung zu ermöglichen.

Ein verständlicher Wunsch. Doch gerade das erste Jahr im Gymnasium bedeutet oftmals Stress für die Kinder, und zwar nicht nur für jene, die den Übertritt gerade mal so geschafft haben, sondern auch für jene, die bislang durchgehend gute Noten mit nach Hause gebracht haben. Viele fühlen sich heillos überfordert, gehen nur noch mit Angst zur Schule oder zeigen sogar Verhaltensauffälligkeiten. Die Gründe für einen schweren Start am Gymnasium sind vielfältig. Deshalb das Wichtigste zuerst: Zeigen Sie Verständnis!

1. Leistungsabfall in der Eingewöhnungsphase

Denken Sie daran: Der Schulwechsel ist für Ihre Tochter oder Ihren Sohn in etwa so, wie wenn Sie einen neuen Job beginnen. Mit dem entscheidenden Unterschied, dass 10-Jährige nun mal nicht über Ihre Lebenserfahrung verfügen. Die Kinder können also gar nicht einschätzen, was auf sie zukommt. Und auch wenn sie sich zunächst auf den Besuch des Gymnasiums gefreut haben, kann es ganz schnell zur Ernüchterung kommen

2. Der Übertritt: ein wichtiger Lebensabschnitt

Die Umstellung von der Grundschule aufs Gymnasium ist eine ziemliche Herausforderung, körperlich, wie auch seelisch. Dadurch, dass die neue Schule oftmals nicht mehr gleich um die Ecke des Elternhauses liegt, und die Kinder plötzlich längere Schulwege in Kauf nehmen müssen, heißt es auch: Früher raus aus den Federn. Dazu kommt, dass sich die Kinder in einer für sie fremden Umgebung zurechtfinden müssen.

3. Neue Klassenkameraden

Während in den Grundschuljahren feste soziale Strukturen herrschten, müssen sich die Kinder in der neuen Schule erst einmal wieder in ihre Rollen finden, Kontakte knüpfen, Freundschaften eingehen (und andere womöglich zurücklassen) und auch nicht selten Machtkämpfe ausfechten, kurz: sich neu positionieren. Dazu kommt: Am Gymnasium sind die Kinder jetzt nicht mehr die Großen und Überlegenen, sondern zählen wieder zu den Kleinsten. Das kann ganz schön am Selbstbewusstsein kratzen.

4. Selbstständiges Arbeiten gefordert

Statt eines vertrauten Klassenlehrers gibt es nun viele verschiedene Fachlehrer, und die erwarten, statt klare Ansagen zu machen („bitte holt das rote Heft heraus und schreibt ab, was an der Tafel steht“) plötzlich selbstständiges Mitdenken und Handeln. Natürlich sind auch die schulischen Anforderungen um ein Vielfaches höher und das Lerntempo schneller.

5. Vergleich mit anderen

Während das Kind an der Grundschule vielleicht stets zu den Leistungsträgern gehörte, trifft es an einer weiterführenden Schule nun auf gleich gute Schüler. Nicht automatisch zu den Besten zu gehören, ist für viele eher demotivierend als beflügelnd.

6. Lernen lernen nach dem Übertritt

Am Gymnasium stellen viele Kinder erstaunt fest, dass sie die Hausaufgaben nicht mehr schnell mal nebenbei erledigen können, sondern tatsächlich täglich richtig üben müssen –sogar für Fächer wie Musik oder Kunst. Durch die Vielzahl der neuen Fächer erkennen sie auch, dass sie Vorlieben und Abneigungen entwickeln. Eine Erfahrung, die natürlich gut und wichtig ist, aber manchmal halt auch unangenehm.

7. Schlechte Noten? Bleiben Sie ruhig!

Ihr Kind bringt nach dem Übertritt nur noch Vieren und Fünfen nach Hause? Gerade Eltern, die selbst nicht die Möglichkeit hatten, eine weiterführende  Schule zu besuchen, geraten da schnell in Panik: Wird das Kind bestehen? Oder war die Schulwahl womöglich falsch? Schulpsychologen und Pädagogen plädieren eindringlich dafür, erst einmal Ruhe zu bewahren, denn eine Vier bedeutet nun mal immer noch „ausreichend“ und selbst eine Fünf oder Sechs ist nicht gleich das Aus für eine gute schulische Karriere. Wichtig ist, mit dem Kind im Gespräch zu bleiben und Sätze wie: „Stell dich nicht so an“ oder „Das musst du doch endlich mal kapieren“ zu ersetzen durch verständnisvolle Fragen. Etwa „Ich sehe, da hast du Schwierigkeiten. Wie kann ich dir helfen?“

8. Unterstützung bei Problemen am Gymnasium

Wenn die Leistungen ihres Kindes abfallen, sehen sich viele Eltern schnell in die Rolle des stets verfügbaren Nachhilfelehrers gedrängt. Das sollte nicht sein, denn erstens hängt da der Familiensegen ganz schnell schief und zweitens sollen die Kinder die Hausaufgaben natürlich möglichst selbstständig erledigen. Statt ständig einzugreifen heißt das Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“. Unterstützend können Sie allerdings bei der richtigen Organisation der häuslichen Arbeiten sein, so die Experten:

  • Bestehen Sie darauf, dass Ihre Tochter oder Ihr Sohn ein Hausaufgaben-Heft führt – und überprüfen Sie es zumindest in den ersten Monaten konsequent. Unterhalten Sie sich auch über den Stoff, der in der Schule durchgenommen wurde. Indem es Sachverhalte selbstständig formuliert, prägt sich Ihr Kind das Gelernte noch einmal ein und versteht es gleichzeitig auch besser.
  • Legen Sie gemeinsam eine bestimmte Uhrzeit fest, in der Hausaufgaben erledigt werden (ob vor oder nach der Freizeit, ist individuell). Oder führen Sie, wenn Sie berufstätig sind und ihre Kinder im Hort die Hausaufgaben machen, ein regelmäßiges Ritual ein, bei dem Sie sich die Aufgaben zeigen lassen.
  • Lassen Sie Ihr Kind erstmal selbst versuchen, die Aufgaben zu erledigen
  • Schauen Sie anfangs täglich, später nur noch alle 2 oder 3 Tage nach, ob alles korrekt ist.
  • Wenn Sie Fehler entdecken, prüfen Sie, worin das Missverständnis oder die Schwierigkeit liegt.
  • Erklären Sie die Aufgabe mit eigenen Worten neu, wenn das Kind sie nicht verstanden hat und lassen Sie es das Ganz noch mal selbst probieren.
  • Nur wenn Ihrem Kind die eigentliche Bearbeitung überhaupt nicht möglich ist, sollten Sie eingreifen und gemeinsam eine Lösung erarbeiten!
  • Dehnen Sie die Hausaufgaben nicht endlos aus. Gerade, wenn es stockt, ist es wichtig, eine Pause zu machen. Lassen Sie Ihr Kind spielen gehen oder unternehmen Sie etwas zusammen. Gemeinsam-Zeit von Eltern und Kindern ist gerade nach einem Übertritt besonders wichtig. Dadurch, dass sie die Hausaufgaben nicht alleine machen wollen, zeigen Kinder oft, dass sie jetzt besonders viel Nähe und Aufmerksamkeit brauchen.

9. Schulwechsel bei Problemen?

Wenn Ihr Fünftklässler dauerhaft Probleme damit hat, den Lernstoff zu bewältigen und mit den Hausaufgaben gar nicht mehr zurechtkommt, kann Nachhilfe durchaus sinnvoll sein. Auch eine regelmäßige Hausaufgabenbetreuung nimmt oft den Druck aus den Familien. Besprechen Sie die schlechten Noten auch unbedingt offen und ehrlich mit den Lehrkräften oder Schulpsychologen. Sie wissen am besten, wie vorhandene Wissenslücken am besten geschlossen werden können oder ob andere Gründe für den Leistungsabfall vorliegen. Auf keinen Fall sollten Sie überstürzt mit einem Schulwechsel reagieren oder Ihr Kind freiwillig das Jahr wiederholen lassen, weil es die Fünfte nur mit Ach und geschafft hat. Eine „Ehrenrunde“ kann es zur Not auch in der Sechsten noch machen (und oftmals geschehen da Wunder!).

Ist Ihr Kind allerdings nachhaltig unglücklich und zeigt Anzeichen einer ernsthaften Überforderung, ist das Gymnasium vielleicht tatsächlich die falsche Schulwahl gewesen – und es blüht geradezu auf, wenn es an die Realschule wechselt oder zurück auf die Hauptschule (in Bayern: Mittelschule) geht. Denken Sie immer daran: Das ist kein persönliches Versagen – weder das Ihres Kindes, noch Ihres und auch nicht das der Lehrer!

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