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Legasthenie: Ursachen und Hilfen

Hat auch Ihr Kind in der Schule Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben? Wir verraten alles Wissenswerte über Legasthenie und geben hilfreiche Lerntipps.
Tipps für Eltern - Tipps für Schule und Erziehung: Legasthenie: Ursachen und Hilfen

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Für viele Eltern ist der richtige Umgang mit Legasthenie sehr schwer. Oft neigen sie dazu, ihr Kind zum Lernen oder zur Nachhilfe anzuspornen. Doch allzu häufiges Üben und übertriebenes Lernen überfordern Ihr Kind. Wir haben für Sie wichtige Tipps und Informationen für den Umgang mit jungen Legasthenikern.

Definition: Was ist Legasthenie?

Legasthenie ist eine Lese- und Rechtschreibstörung. Sie äußert sich bei jedem Betroffenen anders. Legasthenie wird oft mit der Lese- und Rechtschreibschwäche (LRS) verwechselt.

Bei der LRS ist meist eine psychische Erkrankung, eine Sinnesbehinderung oder einfach falsches Lernen der Grund für die Probleme beim Lesen und Schreiben. Die LRS erstreckt sich im Gegensatz zur Legasthenie nur über einen vorübergehenden Zeitraum.

Diagnose: So erkennen Sie Legasthenie

Besonders für Laien ist Legasthenie schwer zu erkennen, denn Legastheniker-Kinder machen die gleichen Fehler wie alle Kinder, nur häufiger und über einen längeren Zeitraum. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Kind unter Legasthenie leidet, sollten Sie sich ärztliche Hilfe suchen. Denn je früher Legasthenie erkannt wird, umso besser können Sie Ihrem Kind helfen.
Merkmale für Legasthenie sind stockendes, sehr langsames Lesen und eine hohe Fehlerzahl bei ungeübten Diktaten. Weitere Merkmale finden Sie in unserer Checkliste in unserem Fangate auf Facebook.

Ursache: So entsteht Legasthenie

Die Entwicklung von Legasthenie hat vielfältige Ursachen. Meist ist eine Vermengung einzelner Faktoren verantwortlich. Dazu gehören genetische Faktoren, Störungen der Sinneswahrnehmung (z.B. Seh- oder Hörschwäche), neurologische Auffälligkeiten (Gehirn). Seien Sie also beruhigt: Auch wenn Sie als Eltern Legastheniker sind, muss Ihr Kind nicht zwangsläufig die Störung entwickeln.

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7 Lerntipps bei Legasthenie: Das können Sie tun

  1. Legen Sie einen Karteikasten für Ihr Kind an und üben Sie gemeinsam, schwierige Wörter zu lesen und zu schreiben.
  2. Nutzen Sie bei Leseübungen möglichst viele Sinne Ihres Kindes: Sehen, Hören, Sprechen.
  3. Üben Sie bei Diktaten vor allem mit Merkwörtern, die Ihrem Kind besonders schwer fallen.
  4. Verwenden Sie Farben zum Strukturieren und Kennzeichnen von Wörtern und Buchstaben.
  5. Setzen Sie Prioritäten beim Lernen! Fördern Sie besonders die Lesekompetenz Ihres Kindes. Denn Lesen zu können ist wichtiger als eine perfekte Rechtschreibung.
  6. Lernen Sie spielerisch mit Ihrem Kind. Das nimmt den Stress aus so mancher Lernsituation und macht Ihnen und Ihrem Kind großen Spaß. Geeignete Spiele sind zum Beispiel Scrabble oder Wort-Kniffel.
  7. Bieten Sie vielfältige Leseanreize. Neben Büchern eignen sich auch Zeitungen und Zeitschriften (z.B. die pädagogisch wertvollen Kinderzeitschriften aus dem Sailer-Verlag).

So unterstützen Sie Ihr Kind bei Legasthenie

Unterstützen und loben Sie Ihr Kind auch bei kleinen Erfolgen! Der Rückhalt in der Familie ist besonders wichtig. Überfordern Sie Ihr Kind nicht mit langen, quälenden Übungen zu Hause. Das belastet nur zusätzlich. Denken Sie daran: Legasthenie ist eine Störung, die sich nicht allein durch Fleiß beseitigen lässt! Machen Sie Ihrem Kind also keine Vorwürfe!

Häufig gestellte Fragen

Wie zeigt sich Legasthenie?

Wenn Eltern mit dem Thema Legasthenie, das heißt, Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten, in Kontakt kommen, fragen sie sich oft, welche sicheren Anzeichen es gibt. Das Erlernen des klaren und deutlichen Sprechens erfolgt zum Teil später als erwartet. Das betroffene Kind hat größere Schwierigkeiten, Lesen und Schreiben zu lernen. Ausdrücke und Redeweisen werden gern verwechselt oder ähnlich klingende Wörter verwendet. Die Aussprache ist oft lispelnd und verwaschen. Das Erlernen von Liedern kann schwerfallen.


Ist Legasthenie heilbar?

Es ist nicht möglich, eine Legasthenie vorzubeugen. Doch sie lässt sich durch therapeutische Maßnahmen gut behandeln. Bei einem frühzeitigen Erkennen und Therapieren lassen sich die Defizite im Vergleich zu Nicht-Legasthenikern oftmals deutlich verringern. Nach dem heutigen Stand ist Legasthenie nicht komplett heilbar.


Was verursacht Legasthenie?

Die genauen Ursachen sind noch nicht gänzlich geklärt. Fest steht, dass die Legasthenie von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst wird. Eine genetische Komponente kann eine Rolle spielen, denn die Lese-Rechtschreib-Schwächen treten oft gehäuft innerhalb von Familien auf. Als Ursache werden gestörte Gene vermutet. Jungs sind wesentlich häufiger von Legasthenie betroffen als Mädchen.


Wie fördert man Legastheniker?

Erfolgt keine Förderung, kann sich dies negativ auf die Ausprägung auswirken. Eine Therapie ist auch im Erwachsenenalter noch möglich, wobei die Lernfortschritte dann langsamer eintreten und die Erfolgsaussichten geringer sind. Auf der Webseite des Bundesverbands für Legasthenie werden Hilfestellungen und Kurse für Betroffene angeboten. Eltern sollten sich in der Schule über spezielle Förderungsangebote informieren und sie in Anspruch nehmen. Das Kind kann auch mit speziellen Lese- und Schreibübungen trainieren. Hierfür stehen rhythmische Lesehilfen und Computerprogramme zur Verfügung.


Was können Eltern bei LRS tun?

Eine Legasthenie sollte frühzeitig therapiert werden, denn dann sind die Förderungsmaßnahmen erfolgsversprechender und es ist unwahrscheinlicher, dass das Kind die Schule abbricht oder nur schwer eine gute Berufsausbildung bekommt. Es ist wichtig, dass Eltern dem Kind viel Verständnis und Geduld entgegenbringen. Das Gleiche gilt für Lehrer, denn Druck oder Kränkungen durch Klassenkameraden können die Legasthenie verschlimmern. Auch psychische Erkrankungen werden begünstigt.


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