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Mein Kind lügt - was kann ich tun?

„Nö, ich habe den letzten Keks nicht gegessen, das war Papa!“ Kennen Sie das? Viel zu oft erzählt Ihr Kind Ihnen Lügen über verschwundenes Essen, weggeflogene Spielsachen und Kinderzimmer, die von selbst wieder unordentlich werden... Jetzt lesen und kommentiere
Tipps für Eltern - Tipps für Schule und Erziehung: Mein Kind lügt - was kann ich tun?

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Das kennen viele Eltern: Kleine Kinder flunkern manchmal, dass sich die Balken biegen. Weil Kleinkinder den Unterschied zwischen Wahrheit und Lüge noch nicht kennen, nimmt ihnen das keiner krumm. Wenn die Vierjährige am Telefon den Großeltern erzählt, der wesentlich kleine Bruder könne schon sprechen, ist das sogar richtig lustig. Bei Schulkindern hingegen sieht das schon anders aus. Denn etwa ab dem Zeitpunkt der Einschulung können Kinder zwischen Lügen und Wahrheit unterscheiden. Lügt ein Kind immer wieder, geschieht das also womöglich ganz bewusst. Warum lügen Kinder  – und wie sieht eine gute Reaktion der Eltern aus?

10 Tipps, wenn Kinder lügen

Seien Sie Ihrem Kind ein gutes Vorbild

Kinder lernen durch Nachahmung. Erwischt ihr Sprössling Sie selbst beim Lügen, aus welchen Gründen auch immer, lernt er, dass Lügen auch ganz okay sein kann. Wenn Sie sich keinen kleinen Nachahmer wünschen, sollten Sie selbst auf Lügen lieber verzichten. Dazu können Sie Ihr Kind ermutigen, die Wahrheit zu sagen und auch zu Fehlern und Schwächen zu stehen. Loben Sie ausdrücklich den Mut zur Wahrheit, wenn Ihr Kind Ihnen etwas beichtet. Und zeigen Sie sich verständnisvoll: "Das kann jedem passieren. Was meinst du: Wie kannst du/können wir gemeinsam den Fehler wiedergutmachen?"

Verzicht auf Moralpredigten

Bleiben Sie gerecht und stellen Sie Ihrem Kind keine Fallen, die seine Lügen aufdecken sollen. Es ist immer besser, das Thema direkt anzusprechen. Nicht vergessen: Sie sind schließlich der vernünftige Erwachsene. Zeigen Sie offenes Verständnis: Es macht keinen Sinn, Ihrem Kind Schuldgefühle einzureden oder ihm sein Fehlverhalten ständig vorzuwerfen. Sprechen Sie den Sachverhalt an: "Ich kann Dir nicht so recht glauben. Du kannst mir ruhig sagen, was wirklich los ist." Im Gespräch können Sie Ihren Gefühlen oder Ihrer Meinung Ausdruck geben – aber bleiben Sie sachlich.

Schaffen Sie Vertrauen zu Ihrem Kind

Natürlich haben Kinder beim Lügen ein schlechtes Gewissen. Sie wissen ganz genau, dass es besser wäre, ehrlich zu bleiben. Manchmal sind die Grundvoraussetzungen dafür einfach nicht geschaffen. Denn um immer bei der Wahrheit zu bleiben, ist ein Gefühl von Sicherheit wichtig. Kinder müssen wissen, dass sie bedingungslos geliebt werden. Sogar, wenn sie etwas angestellt haben. 

Sollen Kinder für das Lügen bestraft werden?

Die meisten Lügen basieren auf dem Wunsch, einen Fehler zu verheimlichen. Die Angst vor Bestrafung verunsichert ein Kind. Vor allem, wenn es nicht genau weiß, wie die Eltern auf sein Fehlverhalten reagieren. Dann traut es sich vielleicht nicht, etwas zuzugeben. Helfen Sie Ihrem Kind, ehrlich zu sein: Reagieren Sie anders, als Ihr Kind vermutlich befürchtet und zeigen Sie Verständnis. Ist eine Bestrafung unumgänglich, bemühen Sie sich um logische Konsequenzen, die das Kind auch nachvollziehen kann. Auch harte Strafen sind zu vermeiden. Ihr Kind könnte glauben, dass die Lüge beim nächsten Mal einfach nur besser sein muss, um nicht erwischt zu werden.

Wenn Kinder aus Scham lügen

Manche Kinder sehen ihre Fehler als so schlimm an, dass sie die Eltern gar nicht damit belasten wollen. Zeigen Sie Verständnis und vermitteln Sie Ihrem Kind, dass Fehler normal sind und Sie es trotzdem lieben. Hinter diesen Lügen steht schließlich der Wunsch des Kindes, den Belogenen – also Sie – zu schützen oder nicht zu enttäuschen. Streitet Ihr Kind einen Punkt hartnäckig ab, lassen Sie sich erzählen, vor was Ihr Kind sich fürchtet, wenn die Sache ans Licht käme. Dann können Sie ihm diese Angst nehmen.

Wenn Kinder aus Überforderung lügen

Kinder wünschen sich die Anerkennung ihrer Eltern. Manchmal sind deren Anforderungen aber zu groß: Eine Lüge scheint unumgänglich. Wenn Ihre Älteste also wieder nicht die Hasen gefüttert hat, obwohl sie es behauptete, ist sie vielleicht schlichtweg überfordert. Fragen Sie verständnisvoll nach, und lassen Sie dem Kind eventuell mehr Zeit für sich selbst. Überhaupt ist es wichtig zu erfahren, warum es gelogen hat. Dann können Sie gemeinsam überlegen, wie es sich künftig in einer ähnlichen Situation verhalten kann, ohne zu lügen.

Vermeintlicher Nutzen von Lügen für Kinder und die Folgen

Manchmal geht es einfach nur um den unmittelbaren Vorteil einer Lüge. Zum Beispiel: "Wenn ich lüge, werde ich nicht bestraft." Die langfristigen Folgen und Nachteile sind Kindern nicht bewusst. Erklären Sie deshalb, warum es wichtig ist, die Wahrheit zu sagen: Jeder Mensch sollte die Verantwortung für sein Handeln selbst übernehmen. Häufiges Lügen kann schlimme Folgen haben. Besprechen Sie gemeinsam den Sinn des Sprichworts: "Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, und wenn er auch die Wahrheit spricht." Auch Ihr Kind selbst möchte vermutlich lieber mit ehrlichen Menschen zu tun haben.

Kinder wünschen sich Anerkennung

Kinder lieben Märchen. Wenn sie sich aber nur noch in einer Märchenwelt bewegen, stimmt etwas nicht. Vor allem unsichere Kinder flüchten sich manchmal in Fantasiewelten. Dann sollten Sie das Selbstbewusstsein Ihres Kindes stärken, indem sie seine Stärken und Talente immer wieder loben und fördern.

Machen Sie Ihrem Kind keine Szene

Auch Eltern sind verletzt oder verärgert, wenn sie eine Lüge Ihres Sprösslings aufdecken. Nehmen Sie trotzdem Rücksicht auf Ihr Kind und stellen Sie seine Lüge nicht vor anderen bloß. Es ist besser, Sie klären die Situation unter vier Augen.

Lassen Sie sich und Ihrer Familie helfen, wenn das Lügen überhand nimmt

Haben Sie das Gefühl, dass Ihr Kind eine ungesunde Neigung zum Lügen entwickelt, kann das tiefere Ursachen haben. Versuchen Sie, den Dingen auf den Grund zu gehen, und schämen Sie sich bitte nicht, professionelle Hilfe – z.B. durch eine Familienberatungsstelle – in Anspruch zu nehmen.

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Häufig gestellte Fragen

Was tun, wenn Kinder lügen 5 Jahre?

Ertappen Eltern ihr Kind beim Lügen, kochen oft die Emotionen hoch. Doch Schwindeleien gehören zur kindlichen Entwicklung dazu und sind oft harmlos. Mit fünf Jahren versteht das Kind die Wirkung einer Lüge nicht vollumfänglich. So geschieht sie oftmals nur aus Sorge vor einer Konsequenz. Eltern sollten es daher nicht überbewerten, aber müssen es auch nicht akzeptieren. Gespräche können durchaus sinnvoll sein. Es gilt, herausfinden, warum das Kind unehrlich war.


In welchem Alter beginnen Kinder zu lügen?

Kinder flunkern bereits im frühen Kleinkindalter, doch sie lügen nicht bewusst, da sie kognitiv dazu noch nicht imstande sind. Erst ab dem vierten Lebensjahr sind sie in der Lage, Wahres von Unwahrem zu unterscheiden. Erst ab fünf bis sechs Jahren probieren Kinder gezielt, ob sie mit Flunkereien Erfolg haben. Eltern sollten immer bedenken, dass das Kind meist keine böse Absicht hat. Statt es dafür zu bestrafen, sollte gemeinsam nach den Ursachen und Lösungen gesucht werden.


Warum lügen Kinder 10 Jahre?

Bei den größeren Kindern passieren Lügen oftmals zum "Selbstschutz", beispielsweise aus Angst vor einer Bestrafung bei Fehlern und Verstößen. Auch Scham, Überforderung, Verlegenheit oder der Wunsch nach Aufmerksamkeit sind mögliche Gründe für Lügen. Es ist immer wichtig, Vertrauen aufzubauen. Das Kind sollte merken, dass es mit den Eltern jederzeit über Ängste, Probleme und Fehlverhalten sprechen kann. Zudem empfiehlt es sich, in dem Fall für die Ehrlichkeit des Kindes zu loben.


Wer einmal lügt, glaubt man nicht Geschichte?

Das Lügen gilt als "moralische Verfehlung" und so wird es auch oft in Geschichten und Fabeln bewertet. Beispiel Pinocchio: Er hat versucht, sich mit Lügen durch sein Leben zu schummeln und bei jeder Lüge ist seine Holznase ein Stück gewachsen. Dennoch sollte das Lügen in vielen Fällen nicht überbewertet werden, beispielsweise Notlügen aus Angst vor Konsequenzen. Vorsicht gilt, wenn das Kind mit seiner Lüge anderen schadet.


Warum übertreiben Kinder?

Ein wenig Fantasie ist beim Lügen in Ordnung und sollte nicht überbewertet werden. Doch wenn das Kind ständig übertreibt, sollten Eltern aufhorchen, die Gründe ermitteln und nach Lösungen suchen. Hinter den Übertreibungen könnten sich Ängste, Sorgen oder Bedürfnisse verbergen. Grundsätzlich gelten ein vertrauensvolles Miteinander innerhalb der Familie, Offenheit und Ehrlichkeit als beste Voraussetzung, das Kind zu einem ehrlichen Menschen zu erziehen. Die Eltern dienen dabei als Vorbild.


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