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Pro und Contra Gesamtschule

Wer kann schon wirklich wissen, wie sich ein Kind in der Pubertät entwickelt? Auch sonst ist die Kindheit die große Zeit der Veränderung – es kann also manchmal viel zu verfrüht sein, bereits nach der vierten Klasse über die Art des Schulabschlusses in ein paar Jahren zu entscheiden.
Inhaltsverzeichnis

Bis zur Siebten zusammen

Die integrative Gesamtschule nimmt Eltern und Schülern diese Entscheidung zunächst einmal ab. Hier lernen die Kinder nämlich bis zum siebten Schuljahr alle gemeinsam, unabhängig von individueller schulischer Leistung. Das klingt vielleicht bereits sehr verführerisch. Doch alles hat zwei Seiten. Hier haben wir mögliche Vor- und Nachteile der integrierten Gesamtschule für Ihr Kind zusammengefasst:

Vorteile der integrierten Gesamtschule:

1. Abitur oder Mittlere Reife? Erstmal abwarten

Welchen Abschluss Ihr Kind macht, kann letzten Endes sogar zum Ende des 10. Schuljahrs offenbleiben. Ab der 11. Klasse können Schüler die gymnasiale Oberstufe absolvieren und dann auch das Abitur machen.

2. Spezielle Förderung

Die Jahrgänge sieben und acht werden hier als Differenzierungsstufe betrachtet. Je nach Neigung bekommen die Schüler und Schülerinnen in Englisch, Deutsch und Mathematik auf zwei Leistungsniveaus Unterricht.

3. Praxisnähe

Die Profilierungsstufe umfasst neunte und zehnte Klasse: Ab jetzt werden berufsvorbereitende Wahlpflichtkurse angeboten, z.B. Informatik, Handwerk oder Elektronik – das sorgt für praxisnahes Lernen und erleichtert vielleicht später die Berufswahl.

Empfehlenswert zum Beispiel, wenn Kinder fürs Gymnasium vorgeschlagen werden und ein Abi anstreben, aber der Wunsch nach einem Ausbildungsberuf bereits feststeht 

3. Keine Angst vorm Sitzenbleiben

Sinken die Leistungen in bestimmten Fächern, wird nicht wie anderswo üblich vielleicht die ganze Klasse wiederholt. Stattdessen werden Förderkurse angeboten und auf einem niedrigeren oder langsameren Niveau, das dem Kind entgegenkommt, weitergelernt.

4. Längere Schulzeit

Je nach Bundesland ist es trotz Reformen gar nicht so einfach, ein Gymnasium zu finden, das  G9 anbietet. Wenn Sie also für Ihr Kind das vielleicht entspanntere Abitur nach 13 Jahren wünschen, ist der Schulabschluss an einer integrierten Gesamtschule eine Überlegung wert – hier gibt es kein G8.

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Nachteile:

1. Anonymität

Es kommt auf die einzelne Schule an, aber einige Gesamtschulen sind sehr groß und haben große Klassenverbände. Mache Kinder, die vielleicht individuelle Betreuung bräuchten, gehen dann in der reinen Masse unter.

2. Gemeinsames Lernen

Es kommt nun auf Ihre persönliche Haltung an, ob Sie das gemeinsame Lernen von Kindern auf Gymnasial-, Realschul- und Hauptschulniveau positiv oder negativ bewerten. Wenn Sie zu den eher ehrgeizigen Eltern gehören, könnte Sie das vielleicht stören. Mancherorts werden die leistungsschwächeren Schüler überfordert und die leistungsstärkeren Schüler unterfordert – andererseits ist das soziale Gefüge gemischt, und die Kinder können nicht nur auf sozialer Ebene toll voneinander lernen.

3. Kein G8

Auch hier ein Punkt, der oben als Vorteil genannt wurde und den einen als Grund für die integrative Gesamtschule, für die anderen definitiv als Nachteil dieser Einrichtung gilt.

Häufig gestellte Fragen

Welche Vorteile hat die Gesamtschule?

  • die Entscheidung für den weiteren Werdegang (Gymnasium, Realschule, Hauptschule) muss nicht bereits in der vierten Klasse fallen
  • Schüler lernen gemeinsam, unabhängig von ihrer jeweiligen Gesellschaftsgruppen
  • die schwachen Schüler können von den starken Schülern profitieren
  • Stärkung von sozialem Engagement, Wir-Gefühl, Integration
  • flexible Bildungswege und Fördersysteme innerhalb der Schule
  • für den gymnasialen Weg gibt es auf jeden Fall G9

Welche Nachteile hat die Gesamtschule?

  • relativ große Klassenverbände
  • nicht überall und in allen Bundesländern vorhanden
  • schwache Schüler werden überfordert
  • starke Schüle werden unterfordert
  • es wird kein G8 angeboten

Gesamtschule oder Realschule? Was ist besser?

Wenn es nach der Grundschule auf die Realschule geht, gibt es nach der 10. Klasse und einer bestandenen Prüfung die mittlere Reife. Falls der Wunsch besteht, das Abitur zu machen, besteht die Möglichkeit, in die Sekundarstufe II eines Gymnasiums zu wechseln. Ob das reibungslos funktioniert, hängt dann vom Notendurchschnitt und der Empfehlung der Lehrer ab. Je nach Bundesland ist ein Notendurchschnitt von 2,0 bis 2,5 notwendig. Auch die Bewertung der Lehrer über das Lernverhalten spielt dabei eine Rolle.
Die Entscheidung, nach der 10. Klasse doch lieber Abitur machen zu wollen, ist auf der Gesamtschule einfacher umzusetzen. Die Entscheidung nach der Grundschule auf eine Gesamtschule oder Realschule zu gehen, hängt letztendlich davon ab, wie man allgemein zu den Konzepten einer Gesamtschule steht.


Gesamtschule oder Gymnasium? Was sind die Unterschiede?

Die Entscheidung für das Abitur kann auf einer Gesamtschule langsam reifen. Allerdings gilt hier für den gymnasialen Weg G9. Das heißt, erst nach dem 13. Schuljahr werden die Abiturprüfungen absolviert.
Anders herum, wer einen schnelleren Durchgang bevorzugt, findet unter den Gymnasien auch die Möglichkeit nach dem 12. Schuljahr das Abitur zu machen (G8).
Eher leistungsorientierte Schülerinnen und Schüler, die bereits wissen, dass sie ein Studium anstreben, werden sich letztendlich für das Gymnasium entscheiden. Wenn die Eltern bei ihren zehnjährigen Kindern noch keine Tendenz in die ein oder andere Richtung ausmachen können, ist die Gesamtschule eine gute Möglichkeit, das im Laufe der Zeit herauszufinden.


Ist eine Gesamtschule eine Hauptschule?

Nein, aber es ist möglich, die Gesamtschule mit einem Hauptschulabschluss zu verlassen. Den Hauptschulabschluss hat man mit Versetzung in die 10. Klasse automatisch erreich. Ebenso ist es möglich, sich nach der neunten Klasse, für weitere Schuljahre zu entscheiden. Je nach Verlauf der letzten zwei Schuljahre und dem Notendurchschnitt, kann dies auf einer Gesamtschule nahezu übergangslos erfolgen.


Wann müssen Kinder auf die Gesamtschule?

Die Gesamtschule ist eine weiterführende Schule. Nach der vierten Klasse ist der Wechsel auf eine Gesamtschule möglich. Ein Einstieg von einer Regelschul auf eine Gesamtschule ist fast jederzeit möglich.


Ist ein Wechsel von der Gesamtschule auf die Regelschulen und umgekehrt möglich?

Von den drei Regelschulen kann man jederzeit auf eine Gesamtschule wechseln. Auch umgekehrt ist ein Wechsel von einer Gesamtschule auf ein Gymnasium oder eine Realschule möglich. Allerdings unterscheiden sich die Bedingungen in den einzelnen Bundesländern zum Teil erheblich.


Kann man auf einer Gesamtschule das Abitur machen?

In den Gesamtschulen wird das Abitur nach der 13. Klasse absolviert (G9). Die Abiturprüfung erfolgt nach dem einheitlichen Zentralabitur.


Welchen Abschluss macht man auf der Gesamtschule?

Mit der Versetzung von der 9. in die 10. Klasse hat man einen Hauptschulabschluss. Nach der 10. Klasse hat man die Möglichkeit, die Schule mit der Fachoberschulreife, entweder ohne Qualifikation (FOR) oder mit Qualifikation (FORQ) zu beenden.


Wer sollte auf die Gesamtschule gehen?

Die Entscheidung Gesamtschule oder nicht ist fast schon eine Ideologie, ein Politikum. Die Gesamtschule ist jedoch eine gute Chance für alle Kinder, denen mit neun und zehn Jahren einfach noch nicht anzumerken ist, welche schulische Laufbahn die richtige für sie sein wird. Wem integrative und soziale Gedanken näher liegen als eine ehrgeizige Leistungsorientierung, wird sich ebenfalls eher für die Gesamtschule entscheiden. Auf jeden Fall ist eine Gesamtschule nicht empfehlenswert, wenn das Modell G8, für eine kürzere Zeit bis zum Abitur, befürwortet wird.


Was passiert, wenn man die Gesamtschule nicht besteht?

Der früheste Abschluss ist der Hauptschulabschluss nach Klasse 9, wenn alle Fächer mindestens mit ausreichend (4 bis 4,5) benotet wurden. In der 9. Klasse kann man sitzenbleiben und es ist möglich, sie freiwillig zu wiederholen.


Hat man Nachteile im Berufsleben, wenn man auf der Gesamtschule war?

Die einen sagen so, die anderen so. Die Diskussion ist in etwa vergleichbar mit der, ob ein Abitur aus Nordrheinwestfalen weniger wert ist, wie ein Abitur aus Bayern. Letztendlich kommt es auf die individuellen Fähigkeiten und den persönlichen Einsatz an. Und natürlich wird es immer Arbeitgeber geben, die Vorurteile in Bezug auf die Schulform haben und sich danach entscheiden werden.


Was ist eine integrierte Gesamtschule?

In einer integrierten Gesamtschule (IGS) werden, im Gegensatz zur additiven Gesamtschule, alle Schülerinnen und Schüler bis zur 10. Klasse gemeinsam unterrichtet. Egal welchen Abschluss sie anstreben. Eine Differenzierung nach Leistung erfolgt in Grund-, Förder- und Leistungskursen. Der Schwerpunkt liegt in einem sozialen Umgang der Schüler untereinander. Stärken und Schwächen werden individuell gefördert.


Was ist eine kooperative Gesamtschule?

Die kooperative Gesamtschule behält die Trennung in Haupt-, Realschule und Gymnasium bei, aber unter einem Dach auf demselben Gelände. Die kooperative Gesamtschule wird auch additive Gesamtschule genannt. Die Übergänge zu den einzelnen Schulformen sind hier einfacher zu überwinden, nicht zuletzt auch durch die räumliche Nähe der gleichen Jahrgänge. Allgemeine Fächer, wie zum Beispiel Sport oder ästhetische Fächer, werden gemeinsam gelehrt.


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