Tipps für Eltern - Tipps für Schule und Erziehung: Vorlesen unterstützt die Entwicklung Ihres Kindes

Vorlesen unterstützt die Entwicklung Ihres Kindes

Vorlesen unterstützt die Entwicklung - die Rhetorik und Artikulation mit Geschichten fördern.

Langfristige Wirkung der frühen Sprachentwicklung

Wer als Kleinkind mit Vorlesen konfrontiert war, entwickelt die sogenannten „pre-literacy“-Fähigkeiten. Das heißt, Sprechen und die Welt der Schriftsprache offenbart sich ihm. Zudem lernt er

  • Neue Wörter kennen
  • Satzstrukturen zu üben
  • Sich treffend auszudrücken

Das alles sind Fähigkeiten, die ihm oder ihr später in der Schule, aber auch im täglichen Leben helfen. Denn je positiver ein Kind an den Spracherwerb herangeführt wurde, desto offener ist es für weiteres Lernen, unter anderem sogar von weiteren Sprachen bzw. Fremdsprachen. Neben dem Wortschatz, der durch das Vorlesen bereits effektiv bereichert wurde, erhält das Kind auch Einsicht in die Buchstaben und bekommt Lust, diese zu schreiben. Damit wird das sogenannte phonologische Bewusstsein geschaffen, das zu den pre-literacy skills dazugehört. Dieses ist besonders bedeutend, sobald Kinder die Schriftsprache lernen. Wer hier mit Problemen konfrontiert ist, kann in der Folge auch beim Lesen und Rechtschreiben Schwierigkeiten entwickeln.

Die Ästhetik und die Phantasie kommen ins Spiel

Wenn Eltern mit ihrem Kind Bilderbücher betrachten und dabei Farben und Figuren genau benennen, wird die ästhetische Wahrnehmung des Kleinen gefördert. Es lernt genau hinzusehen und die Dinge exakt zu benennen. Diese Fähigkeiten sind nicht nur im Rahmen des späteren Deutschunterrichts, etwa beim Aufsatzschreiben, gefragt sondern auch im alltäglichen Leben, wenn es um das Empfinden von Ästhetik geht.  

Kinder, denen eine Geschichte vorgelesen wird, werden oft dazu motiviert, diese selbst weiterzuentwickeln oder zu erfinden. Damit wird die Kreativität umfassend gefördert. Sie malen oder „schreiben“ ihre eigenen Erzählungen, was in der Schule durchaus förderlich wirkt. Denn das Weitererfinden von Geschichten ist eine wichtige Lesetechnik, die bereits während des Unterrichts in der Grundschule angewendet wird.

Das Lernen generell wird erleichtert

Ein Kind, dem regelmäßig vorgelesen wird, kann insbesondere folgende Fähigkeiten sehr viel besser ausbauen, als es bei Kindern der Fall ist, die ohne Vorlese- und Einschlaf-Bücher aufwachsen: 

Regelmäßiges Vorlesen fördert

Ein Buch zu lesen erfordert es, dass sich der Betreffende auch wirklich darauf einlassen kann. Zudem braucht es Ausdauer und Konzentration, um auch ein Buch mit vielen Seiten durchzulesen. Diese Fähigkeiten, die das Kind spielend und mit spannenden Abenteuern in den Kinderbüchern erwirbt, erleichtern sein späteres Leben um ein Vielfaches. Denn es sind genau die Skills, die später auch im Studium, im Beruf und im Alltag gefragt sind. So erlebt das Kind durch ein familiäres Ritual eine wichtige Vorbereitung auf die Herausforderungen des späteren Lebens, die es sich so später nicht mehr aneignen kann.

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Bücher fördern Gemeinschaft

Auch wenn Lesen eigentlich eine Tätigkeit ist, die viele für sich allein, im Schaukelstuhl, im Bett oder auf der Couch genießen, ist es doch auch eine gemeinschaftliche Aktion. Damit ist natürlich in erster Linie das Betrachten von Bilderbüchern gemeint oder auch das Vorlesen, das in vielen Familien ein echtes Ritual darstellt. Auch wenn Kinder es im Laufe der Jahre vorziehen alleine zu lesen, nutzen sie die Geschichte bzw. den Inhalt, um mit den Eltern oder Freunden oder sonstigen Bezugspersonen ins Gespräch zu kommen. Dies ist in erster Linie dann der Fall, wenn ein Elternteil oder die beste Freundin das gleiche Buch gelesen hat. Diesen Prozess zu unterstützen ist besonders wichtig, da die Leseerfahrung so geteilt wird – und genau das fördert die Gemeinsamkeit und das Teamgefühl.

Moderne Medien vs. Klassische Kinderbücher

In Zeiten von Walt Disney und anderen Zeichentrickserien glauben viele Eltern, sich das Vorlesen ersparen zu können. Immerhin sind die Filme durchaus aufwändig gestaltet und oft mit dem Vermerk „lernfördernd“ versehen. Und werden die Figuren, die meist abstrakt und skurril anmutend gezeichnet sind, mit denen in Kinderbüchern verglichen, meinen einige Erwachsene, dass gar kein so großer Unterschied besteht. Warum also die Kinder nicht vor dem Fernseher „parken“? Die Antwort ist schnell gefunden, denn auch wenn das Argument der sprechenden Tiere und bunten Zauberer stimmt, gibt es doch einen wesentlichen Unterschied zwischen TV und Kinderbuch. 

Moderne Medien vs. Klassische Kinderbücher

Während im Fernsehen die Phantasiefiguren im Vordergrund stehen, ist dies im Buch immer die Geschichte selbst, die den Mittelpunkt bildet. Damit liegt es auf der Hand, dass die sprachliche Entwicklungsförderung in den Fernsehserien kaum vorhanden ist. Zu viele davon vermitteln sprachlich ein eher niedrig anzusetzendes Niveau und nutzen manchmal nur einzelne Laute oder Verniedlichungen von Silben und Wörtern. Babys und Kinder können so die Sprache sogar falsch erlernen und haben später Nachholbedarf – ähnlich wie diejenigen, die überhaupt nicht mit Märchenfiguren oder Geschichtenerzählern in Kontakt kommen. Ein normaler sprachlicher Umgang ist da viel eher zu empfehlen,  da die überzeichneten Inhalte im TV die Kinder nicht nur in der Sprachentwicklung hemmen, sondern ihnen gleichzeitig viel an Kreativitäts- und Phantasiepotential nehmen. Dies ist in etwa vergleichbar mit der Verfilmung von Literaturklassikern oder sonstigen Romanen. Auch hier wird dem Zuseher bzw. dem Leser die Empfindung genommen. Der Grund dafür ist einfach, denn da keine Bilder vorhanden sind, entwickelt jeder Leser bzw. jedes Kind mithilfe der Phantasie eigene Räume, Personen und Vorstellungen. Auch werden die Geschichten selbst zu Ende gedacht, womit den Gedanken freier Lauf gelassen wird. Im Unterschied dazu sind Serien oder Filme nach Ende des Drehschlusses fertig erzählt und einfach aus, was den Spielraum für eigene Gedanken massiv einschränkt.

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