Welche Werte sind wichtig für mein Kind?

Welche Werte bestimmen unser Leben? Und welche Werte sollte ich meinem Kind mit auf den Weg geben? Unsere schnelllebige Gesellschaft hinterfragt traditionelle Werte und sucht nach neuen Orientierungspunkten. Wir stellen Ihnen elf wichtige Werte vor und verraten, warum sie so erstrebenswert sind.

Wichtige Werte

© Maksym Povozniuk / shutterstock.com

Werte machen glücklich

Forscher haben herausgefunden, dass Kinder glücklicher sind, wenn sie in einer Familie groß werden, die sich an Werten orientiert. Diese Kinder bewältigen Probleme und Misserfolge leichter und haben eine positivere Einstellung zum Leben. Unsere heutige Gesellschaft ist kaum mehr an Traditionen gebunden. Umso wichtiger ist es, Kindern wichtige Werte vorzuleben. Denn Werteerziehung bedeutet vor allem, Kindern eine Orientierung anzubieten und sie auf dem Weg in die Gesellschaft zu begleiten.

Werte leben

Sind manche Werte wichtiger oder erstrebenswerter als andere? Eine allgemeingültige Regel gibt es dafür nicht. Experten sind sich aber einig, dass es wichtig ist, dass Erwachsene in der Familie Wertvorstellungen besitzen. Denn die Eltern haben eine Vorbild-Funktion und legen den Grundstein für ein ausgeprägtes Wertebewusstsein ihres Kindes. Leben Sie Ihrem Kind diejenigen Werte vor, die Sie vermitteln möchten. Taten zählen hier mehr als Worte. Gehen Sie beispielsweise respektvoll miteinander um und bleiben Sie auch in Konfliktsituationen fair.

Werte entwickeln

Die moralische Entwicklung Ihres Kindes zu einem verantwortungsbewussten Erwachsenen ist ein langer Prozess, der sich über mehrere Stufen erstreckt und den Sie aufmerksam begleiten sollten. Werte wie Fairness, Respekt oder Mitgefühl erlernt Ihr Kind zum Beispiel erst, wenn es ein ausgeprägtes Gewissen entwickelt hat. Eltern können diesen Prozess der Wertfindung am besten unterstützen, indem sie die Fähigkeit ihres Kindes stärken, sich in andere hineinzuversetzen. Denn einfühlsame Kinder handeln meist so, dass sie keinem anderen absichtlich schaden.

Werte pflegen

Die Wertevermittlung durch die Familie ist meist mit Beginn der Pubertät abgeschlossen. Danach sieht sich Ihr Kind mit neuen Werten aus dem Freundeskreis, dem Sportverein oder auch dem Internet konfrontiert. In dieser Phase sollten Sie beobachten, was Ihr Kind erlebt, und sowohl Situationen als auch neue Werte besprechen. Zeigen Sie Interesse für neue Freunde, Internetaktivitäten, Fernsehsendungen oder Computerspiele und reden Sie mit Ihrem Kind über die Inhalte.

Welche Werte sind wichtig?

Eltern wollen mit der Erziehung ihres Kindes die Basis für ein glückliches Leben in der Gemeinschaft legen. Sie sind auf der Suche nach einem Regelwerk, das Orientierung für ein friedvolles Zusammenleben bietet. Zehn wichtige Regeln hat Moses am Berg Sinai von Gott empfangen. Heute sind sie häufig in Vergessenheit geraten, obwohl sie nicht nur für Christen, sondern über kulturelle Grenzen hinweg das Fundament für ein gemeinschaftliches Zusammenleben bilden. Eine Rückbesinnung auf die Zehn Gebote ist daher aktueller denn je.

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Inspiriert davon hat die Redaktion von Schule und Familie eine Liste mit Werten zusammengestellt, die wir für erstrebenswert halten:

1. Respekt vor anderen und sich selbst

Respekt ist ein Zeichen von Anerkennung. Wir sollten Respekt gegenüber anderen haben, traditionell besonders vor Älteren und Eltern, aber – und das ist sehr wichtig – auch vor uns selbst. Respekt kann sich in vielen Facetten äußern, zum Beispiel in Achtsamkeit, Pünktlichkeit, Höflichkeit und Verständnis. Ein respektvolles Miteinander ist ein Kontakt auf Augenhöhe.

2. Ehrlichkeit

Ehrlich zu sein fällt Kindern manchmal schwer. Häufig haben sie Angst, für einen Fehler oder ihre Meinung bestraft zu werden. Versichern Sie Ihrem Kind, dass Fehler menschlich sind und Ehrlichkeit ein Zeichen von Größe ist. Sie ändern nichts an Ihrer Liebe zu Ihrem Kind. Ehrlichkeit schließt auch Aufrichtigkeit und Respekt für das Gegenüber ein.

3. Fairness

Fairness zeigt sich nicht nur im sportlichen Wettkampf. Fair sein bedeutet, seine Mitmenschen gerecht zu behandeln und manchmal die eigenen Bedürfnisse hinten anzustellen. So zeigt sich Fairness auch im aufrichtigen Umgang miteinander.

4. Treue

Wer treu ist, ist für den anderen da. Er zeigt ihm gegenüber Respekt und unterstützt ihn dabei, schwierige Zeiten zu bewältigen. Treue gibt ein Gefühl von Sicherheit und ist die beste Basis, um Vertrauen aufzubauen.

5. Verantwortungsbewusstsein

Wer die Folgen seiner Taten absehen kann und diese berücksichtigt, handelt verantwortungsbewusst. Dabei stehen nicht immer die eigenen Bedürfnisse im Vordergrund. Denn verantwortungsvoll handeln bedeutet auch, sich zuverlässig für andere einzusetzen und für seine Entscheidungen einzustehen.

6. Mitgefühl

Mitgefühl ist ein Merkmal unserer Menschlichkeit und die Grundlage vieler Werte. Wer mit anderen fühlt, entwickelt Verantwortungsbewusstsein, Respekt und handelt gerecht. Üben Sie deshalb mit Ihrem Kind, sich in die Lage seiner Mitmenschen zu versetzen. Wer versucht, die Situation anderer nachzuempfinden, löst den Fokus von sich selbst und zeigt Verständnis für sein Gegenüber.

7. Toleranz

Tolerant zu sein bedeutet, andere zu akzeptieren. Egal welche Meinung, welches Aussehen, welcher Glaube – alle Menschen sind gleichwertig. Wir alle verdienen einen menschenwürdigen Umgang und die Freiheit, wir selbst sein zu dürfen.

8. Friedfertigkeit

Unter Friedfertigkeit versteht man den Wunsch und die Fähigkeit, Frieden zu erhalten, Frieden zu schließen und den ersten Schritt zur Versöhnung zu machen. Fehler einzugestehen und Fehler zu vergeben ist ein Zeichen der Nächstenliebe.

9. Freundschaft

In der Freundschaft begegnen einem viele Werte wie Loyalität oder Verständnis. Wer Freundschaften pflegt, lernt andere und sich selbst besser kennen und entwickelt sich weiter.

10. Solidarität

Setzen Sie auf Zusammenhalt! Solidarität gilt als Grundprinzip menschlichen Zusammenlebens. Sie steht für die Verbundenheit Gleichgesinnter und den Einsatz für gemeinsame Werte. 

11. Dankbarkeit

Dankbar sein bedeutet, sich bewusst zu machen, was man hat, und dies zu schätzen. Wer dankbar gegenüber seinem Mitmenschen ist, achtet diesen.

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