Tipps für Eltern - Tipps für Schule und Erziehung: Wie stark ist das Umweltverständnis bei Kindern und Jugendlichen?

Wie stark ist das Umweltverständnis bei Kindern und Jugendlichen?

Das Umweltverständnis bei Kindern und Jugendlichen stärken – notwendig oder nicht?

2. Europas Jugend – so „öko“ sind die Teenager heute

Deutsche Jugendliche stehen also dem Thema Umwelt nicht nur offen gegenüber, sondern engagieren sich oftmals bereits aktiv dafür. Was die Jugend Europas als ihre größten Herausforderungen sieht, wollte die Redaktion von Spiegel Online wissen und hat in acht europäischen Großstädten (Wien, Zürich, Trondheim, Hamburg, Barcelona, Paris, Warschau und Brüssel) diesbezüglich eine Umfrage durchgeführt. Herausgekommen ist dabei, dass drei Viertel der Befragten das Thema Umwelt- und Klimaschutz als sehr wichtig erachten, noch vor der Herausforderung der Arbeitslosigkeit und der Verbesserung des Bildungssystems. Europäischen Jugendlichen – allen voran die in Trondheim, Barcelona und Hamburg – ist die Brisanz des Themas Umweltschutz also durchaus bekannt und wird von ihnen ernst genommen. Lediglich in Polen haben Teenager die Verbesserung des Gesundheitssystems, die Kriminalität und die Arbeitslosigkeit als größere Herausforderungen genannt.

a. Uneinigkeit herrscht vor allem bei der Atomenergie

Atomenergie

Während sich die Jugend Europas in Umweltfragen recht einig ist, gehen die Meinungen in Bezug auf die Atomenergie allerdings sehr stark auseinander. Scheinbar ist in diesen Fällen die Politik des jeweiligen Landes „Schuld“: Während der Atomausstieg in Deutschland im vollen Gange ist, halten dies 58% der befragten Studenten in Hamburg für sehr wichtig. In Frankreich wiederum, wo die Regierung weiterhin auf Atomkraft setzt, sind nur 23% für den Atomausstieg, in Warschau sogar nur 12%. Dies beweist auch, dass die Politik in Umweltfragen oftmals einen großen Einfluss auf die Jugend nimmt und junge Erwachsene sich nicht selten danach richten, was sie von ihrer Regierung vermittelt bekommen.

3. Umweltverständnis schon vor der Schule stärken – geht das?

Dies ist eine gute Frage, denn eigentlich haben Kinder vor der Schule ohnehin sehr viel zu lernen. Das beginnt beim vernünftigen Sprechen, geht über das Erlernen von speziellen Begriffen und endet bei sozialer Verträglichkeit und dem Umgang mit anderen Kindern. Andererseits aber sind gerade sehr junge Kinder äußerst lernfähig und meistens sehr lernbereit. Was ihnen in jungen Jahren vermittelt wird, prägt sich stark ein und wird sie ihr Leben lang begleiten. Dementsprechend sollte es durchaus möglich sein, Kindern bereits vor der Grundschulzeit ein gewisses Verständnis für die Umwelt mit auf den Weg zu geben.

a. Konzepte für Kindergarten und Vorschule

Die gute Nachricht ist, dass es Konzepte zur Stärkung des Umweltverständnisses bei Kindern im Kindergarten- und Vorschulalter bereits gibt. Der Internationale Bund, als einer der großen Anbieter der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit in Deutschland, hat diesbezüglich ein Rahmenkonzept entwickelt. In diesem Zusammenhang sind Pädagogen in Kindergärten und Vorschulen dazu angehalten, Kindern vielfältige Gelegenheiten zum Experimentieren zu geben. Auch Ausflüge in die Natur stehen auf dem Plan, sowie die Übergabe von entwicklungsgerechter Verantwortung für Tiere und Pflanzen. Auf diese Art und Weise lernen Kinder die Natur als Lebensraum für Pflanzen, Tiere und Menschen kennen und beginnen von sich aus ein Verständnis für den richtigen Umgang mit der Umwelt zu entwickeln. Spezielle Naturkindergärten, wie es in Deutschland mittlerweile etwa 450 gibt, legen zudem neben der Förderung von Eigenverantwortlichkeit großen Wert auf Umwelterziehung und Naturpädagogik.

i. Mülltrennung

Mülltrennung

Eine einfache und dennoch wichtige Lektion können Kindergarten- und Vorschulkinder durch eine simple Aufgabe wie die Mülltrennung lernen – natürlich auf kindgerechte Art und Weise. Kinder erleben gerne etwas Neues und lernen dabei dazu. Dementsprechend spannend ist es, wenn beispielsweise ein Mann von der Müllabfuhr zu Besuch kommt und den Kindern in Beispielen erklärt, wie viel Müll im Jahr wovon entsteht. Interaktiver Unterricht ist beim Thema Mülltrennung besonders gut machbar, so können Kinder den Inhalt einer Mülltonne selbst begutachten und in die richtigen Behälter sortieren. Gerade kleine Kinder lieben Sortierspiele. Dies muss nicht immer in Form von bunten Bauklötzen geschehen, sondern kann ideal für das Umweltverständnis in Bezug auf Mülltrennung vermittelt werden. Sinnvoll ist zudem, kleine Alltäglichkeiten mit in den Lehrstoff einzubinden, zum Beispiel die Betrachtung der Verpackung ihres Mittagsessens und das „Spielen“ mit recycelbarem Müll, wie dem Basteln mit ausgewaschenen Joghurtbechern usw.

ii. Natur- und Waldtage

Natur

Noch mehr als Sortierspiele lieben Kinder Ausflüge. Mit kindlicher Neugier und der üblichen Wissbegierde sollten bei Kindergärten und Vorschulen Natur- und Waldtage unbedingt auf dem Programm stehen, um zum Beispiel unterschiedliche Pflanzen und Waldbewohner kennenzulernen. Fangen sie erst an die Natur zu mögen, werden sie schnell verstehen können, wie wichtig der richtige Umgang mit eben dieser ist.

iii. Jahreszeiten, Elemente und Energie

Jahreszeiten und Elemente

Die Punkte Jahreszeiten, Elemente und Energie können ebenso einfach in den Kindergartenalltag auf spielerische Art und Weise integriert werden. Sei es mithilfe von Büchern, mit Bastelstunden mit Materialien aus der Natur, die nur zu einer bestimmten Jahreszeit vorkommen oder mit Wasser- oder Buddelspielen. Kindern fällt es leicht, eine Bindung zu einzelnen Elementen aufzubauen, sie spielen gerne in der Erde, planschen im Wasser und lassen Drachen im Wind steigen. Dass das Thema Energie Kindern ebenfalls spielerisch näher gebracht werden kann, beweist das Institut für Innovative Bildungskonzepte, das „Inspektor Energie“ ins Leben gerufen hat. Mit einem Puppenspiel beispielsweise lernen Kinder die Wichtigkeit des Themas mithilfe von kindgerechter Unterhaltung.

b. Förderung durch den BUND

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (kurz BUND) hat bereits über 500.000 Mitglieder und Förderer und setzt sich aktiv für den Schutz der Umwelt ein. Nicht nur das Engagement für den Klimaschutz, der Schutz bedrohter Arten und der Ausbau regenerativer Energien stehen auf dem Plan, sondern auch die Vermittlung der Wichtigkeit des Themas Umweltverständnis an ganz junge Erdenbürger. In speziell organisierten Kindergruppen wird den Kindern zum Beispiel die Natur näher gebracht, aber auch Wissen über wichtige Dinge wie das Klima und das Wasser beigebracht.

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