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Zeugnis-Zeit - Wie Sie mit den Noten Ihres Kindes umgehen

Sommerzeit ist Zeugniszeit! Egal, wie die Noten Ihres Kindes ausgefallen sind: Wir sagen Ihnen, wie Sie am besten darauf eingehen.
Tipps für Eltern - Tipps für Schule und Erziehung: Zeugnis-Zeit - Wie Sie mit den Noten Ihres Kindes umgehen

Besser könnten die Sommerferien gar nicht starten: Das Zeugnis Ihres Kindes ist toll! Nicht nur Sie, sondern auch Ihr Kind ist natürlich glücklich darüber. Das fördert auch die gute Laune in der Familie. Aber Vorsicht: Nehmen Sie die guten Noten nicht als selbstverständlich hin! Loben Sie Ihr Kind, zeigen Sie, dass Sie sich freuen und motivieren Sie es, auch im nächsten Jahr wieder so erfolgreich zu sein. Statt es mit Geld zu belohnen, überlegen Sie lieber, was Sie mit Ihrem Kind gemeinsam unternehmen können.

Fühlen Sie wie ihr Kind

Aber nicht in jedem Fall ist das Zeugnis ein Grund zur Freude: Schlechte Noten können den Ferienstart negativ belasten. Klar, Sie ärgern sich über die schlechten Noten Ihres Kindes. Schließlich möchten Sie nur das Beste für Ihr Kind und wünschen ihm für die Zukunft die besten Chancen. Kommt Ihr Kind aber mit dem schlechten Zeugnis nach Hause, versuchen Sie, sich in Ihren Nachwuchs hinein zu versetzen, bevor Sie laut werden. Geben sie Ihrem Kind das Gefühl, dass es sich auf Sie verlassen kann und von Ihnen unterstützt wird. Ihr Kind ist mindestens genauso enttäuscht über das Zeugnis wie Sie. Es steht unter Druck, gerade weil es Sie nicht enttäuschen möchte.

Das Zeugnis ist nicht mehr als ein Blatt Papier

Deshalb sollten Sie sich immer wieder vor Augen halten, dass das Zeugnis lediglich den aktuellen Leistungsstand Ihres Kindes abbildet. Die Anstrengung und Mühe, die Ihr Kind in Vokabeln lernen und Grammatik pauken gesteckt hat, sind in den Noten nicht direkt zu erkennen. Statt Ihrem Kind freie Zeit zu streichen und knallharte Ultimaten zu setzen, sollten Sie ihm jetzt sanft den Rücken stärken.

Die Zukunft Ihres Kindes zählt

Zuerst einmal sollten Sie Ihrem Kind viel Vertrauen schenken: Lassen Sie ihm die Freiheit, seine Probleme selbst zu lösen und seine Zeit richtig einzuteilen. Es ist wichtig, dass Sie nicht unnötig lange die schlechten Noten des aktuellen Zeugnisses kritisieren, sondern den Blick auf die Zukunft richten. Legen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind feste Lerntage fest, an denen bestimmte Schwachstellen aufgearbeitet werden können. Suchen Sie gemeinsam nach den Ursachen für die schlechten Noten: Streit mit Lehrern und Freunden? Eine lange Krankheit? Vergleichen Sie das Zeugnis auch mit älteren Zeugnissen.

Familienzeit als Motivation für Kinder

Vielleicht hilft auch Nachhilfe? Loben Sie ihr Kind für Fortschritte, damit stärken Sie das Selbstbewusstsein. Wenn Sie Ihren Sprößling gerne belohnen möchte, setzen Sie auf soziale statt auf materielle Belohnungen.

Gemeinsame Ausflüge in den Zoo oder eine Nacht im Zelt mit Papa sind auf jeden Fall wertvoller als ein neues Computerspiel.

Vergessen Sie die Auszeit für Grundschüler nicht

Bestimmt ist Ihr Kind jetzt motiviert genug, um sofort mit dem Lernen anzufangen. Stop! Ferien sollten Ferien  bleiben. Höchstens die letzten zwei Wochen können für einen langsamen Wiedereinstieg genutzt werden, zum Beispiel mit einem Blick ins Vokabelheft. Und in der Zwischenzeit können Sie sich gemeinsam überlegen, was Sie im nächsten Jahr noch gegen die schlechten Noten machen können.

8 Tipps bei schlechten Zeugnissen in der Grundschule

1. Achten Sie darauf, dass die Hausaufgaben immer vollständig und richtig erledigt sind.

2. Ein sauber geführtes Heft kann eine Note verbessern! Haben Sie deshalb einen Blick auf die Hefte Ihrer Kinder.

3. Motivieren Sie Ihr Kind, sich möglichst häufig mündlich zu beteiligen. Eine Wunderwaffe, wenn die Klassenarbeiten nicht so gut ausfallen.

4. Sensibilisieren Sie Ihre Kinder für Tipps, die Lehrer oft vor Arbeiten geben. So weiß Ihr Kind, was es sich nochmal anschauen sollte.

5. Lassen Sie keinen Elternsprechtag aus. Das Gespräch mit den Lehrern ist wichtig, um über den Zwischenstand Ihres Kindes Bescheid zu wissen und früh genug gegen Schwachstellen angehen zu können.

6. Fragen Sie Ihr Kind regelmäßig ab, was es im Unterricht gerade behandelt. Während es Ihnen davon erzählt, prägt es sich die Inhalte schon ein.

7. Damit Ihr Kind nicht das Gefühl hat, sein Wissen nicht anwenden zu können, sollten Sie versuchen, praktische Beispiele zu schaffen. Wohnt ein Freund Ihrer Kinder in einem anderen Bundesland? So können Sie eine Verbindung schaffen.

8. Hilfe finden Sie auch bei der Nummer gegen Kummer: 0800 11 10 333

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Häufig gestellte Fragen

Schlechtes Zeugnis - was tun?

Wenn die Noten auf dem Zeugnis schlecht aussehen, droht vielen Kindern zu Hause Ärger. Meist wird viel Druck ausgeübt und es folgen Vorwürfe. Doch bei allem Verständnis dafür, dass sich Eltern ärgern, bringt dies nichts, ganz im Gegenteil. Druck erzeugt Ängste und diese blockieren das Gehirn. Eltern sollten den Ärger und die Enttäuschung "herunterschlucken" und sich lieber verständnisvoll, helfend und unterstützend zeigen. Es gilt, gemeinsam zu überlegen, was besser gemacht werden kann. Manchmal reicht ein Nachhilfelehrer.


Soll man ein gutes Zeugnis belohnen?

Wenn das Kind mit einem guten Zeugnis nach Hause kommt, dürfen Eltern dies gern belohnen, beispielsweise mit einem Ausflug. Das ist auch bei Notenverbesserungen gerechtfertigt. Natürlich reichen auch Lobe aus, die grundsätzlich sinnvoll sind, da sie motivieren.


Was tun, wenn das Kind nur schlechte Noten schreibt?

Wenn das Kind nur schlechte Noten erhält, gilt es, die Gründe dafür zu ermitteln und gemeinsam nach Lösungen zu suchen, beispielsweise in der Form eines Nachhilfelehrers, einer Hausaufgabengruppe oder vielleicht muss auch einfach nur der Tagesablauf strukturierter sein. Druck bringt nicht viel, denn er entmutigt und kann Gegendruck erzeugen. Ein Gespräch mit dem Lehrer kann Aufschluss geben, warum das Kind schlechte Noten bekommt. Verbessern sie sich, sind Lobe sehr wichtig, denn sie wirken motivierend.


Was darf in einem Schulzeugnis nicht stehen?

Lehrer machen sich ein umfassendes Bild von Schülern und vergeben nicht nur Noten, sondern protokollieren zudem, wie sich das Kind verhält. Doch bei der Formulierung müssen Lehrer einiges beachten. Es gilt, allgemeingültige Bewertungen, persönliche Meinungen oder Aussagen zum Charakter zu meiden.


Was tun, wenn man mit dem Zeugnis nicht einverstanden ist?

Das Zeugnis spielt eine wichtige Rolle für den weiteren Bildungsweg des Kindes. Es sollte daher sowohl in der Benotung als auch Beurteilung gerechtfertigt sein. Vermuten Eltern, dass dem nicht so ist, können sie bei der Schulleitung eine schriftliche Beschwerde einlegen. Wird nichts unternommen, können sie es an die Schulaufsichtsbehörde abgeben, die dann entscheidet.


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