Wissen über Haustiere - Die beliebtesten Haustiere: Meine Stabheuschrecken

Meine Stabheuschrecken

Stabheuschrecken verbreiten Schrecken, sind aber völlig harmlos. Die pflegeleichten Tiere eignen sich als lebendiges "Unterrichtsmaterial" prima für die Schule und können ganz leicht als Haustier gehalten werden. Alles über Haustiere erfährt Ihr Kind jeden Monat in der Kinderzeitschrift Tierfreund.

Interessante Krabbeltiere

Seit zwei Wochen kann es Max kaum erwarten, bis morgens endlich die Schule beginnt. Der Grund dafür sind die neuen "Mitschüler": Stabheuschrecken! Fasziniert beobachten Max und seine Klassenkameraden die interessanten Krabbeltiere.

Perfekt getarnt

Die großen bis zu neun Zentimeter langen Insekten sehen aus wie kleine Ästchen. Im Blätterdickicht verschmelzen sie vollkommen mit ihrer Umgebung. Sie können sogar wie ein Blatt im Wind "schwingen". Das ist eine perfekte Tarnung vor Fressfeinden wie Vögeln, Eidechsen und Spinnen. Für Experten: Eine solche Nachahmung von Pflanzenteilen wird in der Biologie als "Mimese" bezeichnet. Die Stabheuschrecken haben aber noch andere Überlebensstrategien. Zum einen lassen sie sich beider Bedrohung durch einen Feind plötzlich fallen und verschwinden so aus der Gefahrenzone. Zum anderen sind sie in der Lage, an einer vorgebildeten Bruchstelle einTeil ihres Beines abzuwerfen, wenn sie dort von einem Feind gepackt werden. Bei der nächsten Häutung wird das Bein wieder ersetzt.

Ziemlich nutzlose Männchen

Im Laufe ihres etwa einjährigen Lebens legen die Stabheuschreckenweibchen bis zu drei winzige Eier pro Tag, die sie auf den Boden fallenlassen. Die Eier haben eine harte Schale und sehen aus wie Pflanzensamen. Innerhalb von drei bis vier Monaten schlüpfen die Larven. Erstaunlicherweise überwiegen dabei die Weibchen die Männchen um ein Vielfaches. Auf 500 bis 1000 weibliche Tiere kommt nur ein Männchen. Doch das ist für die Fortpflanzung nicht weiter schlimm, denn die Eier entwickeln sich ohne Befruchtung durch ein männliches Tier. Hier sind die Männchen anscheinend reine Dekoration. Oh, Schreck!

Stabheuschrecken stellen sich vor

Das bin ichDas sind wir

Wir sind Gewöhnliche Stabheuschrecken (Carausius morosus). Unser natürlicher Lebensraum sind die tropischen Wälder Vorder- und Südindiens, Chinas, Japans und der großen Sundainseln. Wir gehören zu den Insekten, obwohl wir keine Flügel haben. Tagsüber hängen wir reglos am Ast, nachts suchen wir Futter.

Das mag ichDas mögen wir

Als Heimtiere fühlen wir uns bei Zimertemperatur wohl. Doch wir lieben eine hohe Luftfeuchtigkeit,damit wir uns besser häuten können. Deshalb sollte man uns uns jeden Tag leicht mit einem feinen Wasserzerstäuber besprühen. Wichtig für uns ist auch ein ganz normaler Tag-Nacht-Lichtwechsel.

So wohne ich

So wohnen wir

Wir wohnen zu zweit in einem Terrarium, das 60 Zentimeter hoch, 30 Zentimeter lang und 30 Zentimeter breit ist. Wir fühlen uns aber auch in einem ausgedienten Aquarium wohl. Der Boden unseres Terrariums ist mit leicht feuchter, ungedüngter Gartenerde ausgestreut, damit die Eier, die wir legen, nicht kaputt gehen.

Das brauche ich Das brauchen wir

Damit wir nicht flüchten, wird unser Terrarium mit einem Holzrahmen abgedeckt, der mit Drahtgaze bespannt ist. In unserem Terrarium stehen zwei wasergefüllte Marmeladengläser. In die Deckel der Gläser wurden Löcher gebohrt und Zweige hineingesteckt. Sie dienen als Versteck und Nahrung.

Das esse ich Das essen wir

Die Blätter von Brombeeren und Himbeeren schmecken uns am besten. Die kann man auch im Winter besorgen. Wir gewöhnen uns aber auch an das Laub von beispielsweise Hainbuche, Liguster, Efeu und Brennnesseln. Besprüht man die Bläter mit etwas Wasser, kann man beobachten, wie wir an den Wassertropfen trinken.

So alt werde ich So alt werden wir

Nach einer Entwicklungszeit zwischen 3 bis 4 Monaten schlüpfen wir aus dem Ei. In diesem Stadium werden wir auch als Nymphen bezeichnet. Die Entwicklung von der Nymphe bis zum erwachsenen Tier dauert drei bis acht Monate. In dieser Zeit häuten wir uns vier bis fünf Mal. Ausgewachsen leben wir etwa ein Jahr.

Das koste ichDas kosten wir

Uns gibt es in den meisten Zoofachgeschäften. Sie können uns aber auch auf Insektenbörsen oder über Adressen von Insektenliebhabern kaufen. Wir kosten - je nach Größe - zwischen 0,10 € biszu 5 € pro Stück. Ansonsten muss man nur den Anschaffungspreis für unsere Unterkunft rechnen. Unsere Nahrung ist kostenlos.

Dazu passe ichDazu passen wir

Natürlich sind wir keine Kuscheltiere. Schon bei der kleinsten Berührung lassen wir uns einfach fallen. Doch wenn Ihr Kind gern beobachtet, dann sind wir die richtigen für Sie. Wir können problemlos mit der Australischen Gespenstschrecke (Extatosomatiaratum) zusammen gehalten werden.

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Das Schrecken-Quartier

Ein ausgedientes Aquarium oder ein Terrarium bietet den Stabheuschrecken einen guten Lebensraum. Wichtig: Ein Fliegennetz oder Drahtgaze als Abdeckung verhindert, dass die Tiere auswandern. Frische Zweige mit Blättern (Efeu, Himbeere, Liguster) dienen als Versteck und Nahrung. Sie müssen nur einmal pro Woche erneuert werden. Der Boden kann mit Sand oder Erde bedeckt sein. Tiere und Pflanzen 1x täglich mit Wasser besprühen!

Weitere Infos zu Stabheuschrecken finden Sie unter www.biologiedidaktik.at

Schon gewusst, dass die Färbung der Stabheuschrecken von Grüntönen über braun bis schwarz reichen kann?

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