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Der Morgan

Ihr Kind interessiert sich für Pferde? Wir stellen in unserem Pferde-Lexikon den Morgan vor. Das Pferde-Lexikon erscheint in der Kinderzeitschrift Tierfreund

Zur Rasse des Morgans:

Der Morgan gilt als die älteste dokumentierte Pferderasse der USA. Sie entstand um 1800. Zwar wurde bereits seit rund einhundert Jahren eine andere "neue" Rasse auf dem nordamerikanischen Kontinent gezüchtet: der Appaloosa. Doch die United States of America waren erst später von dreizehn britischen Kolonien begründet und in der Unabhängigkeitserklärung von 1776 und in der Verfassung von 1777 festgeschrieben worden.

Das Morgan-Pferd geht auf einen einzigen Hengst zurück. Er wurde um 1790 geboren, war ein Brauner und hieß Figure; später wurde er nach seinem Besitzer Justin Morgan umbenannt. Sein Vater war vermutlich ein Vollblutaraber, seine Mutter eine Welsh-Cob-Stute. Figure/Morgan war mit 140 Zentimeter Widerristhöhe nicht groß. Aber er gewann sowohl durch seine Kraft wie durch seine Schnelligkeit viele verschiedene Wettbewerbe und besaß dazu ein umgängliches Wesen. Er wurde über dreißig Jahre alt. Besonders über seine drei Söhne Woodbury, Sherman und Bulrush hat er sich vielfältig weitervererbt. Seit 1989 gibt es eine kleine Zucht auch in Deutschland und Österreich.

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Das Äußere des Morgans:

Stockmaß 145 bis 153 Zentimeter

Farben: Braun, Fuchs, Rappe (keine Schimmel). Stabiler, kurzer Körperbau, kräftiger Rücken, muskulöse Kruppe, hübscher Kopf, klare Gliedmaßen. Hohe Aufrichtung.

Das Wesen des Morgans:

Ausgeglichen, gutmütig; ausdauernd.

Die Nutzung des Morgans:

Als Reit-, Fahr- und Showpferde in vielen Bereichen, auch zur Arbeit auf Farmen.

Das Besondere am Morgan:

Morgans wurden in Amerika stark in mehrere andere Rassen eingekreuzt, und als einzige Pferderasse vom Staat gefördert für den Einsatz beim Militär.

Tastsinn

Wie bei den meisten Tieren und beim Menschen sitzen auch bei Pferden in der Haut und über den ganzen Körper verteilt Tastnerven. Der Fühl- oder Tastsinn wird durch die Fellhaare nicht sehr stark beeinträchtigt, an dünn behaarten oder haarlosen Stellen reagieren Pferde aber doch schneller als an Körperbereichen mit dichtem Fell.

Besondere Tastnerven sitzen in der weichen Maulpartie, wo sich auch so genannte Tasthaare befinden. Dadurch kann ein Pferd mit den Lippen Gegenstände ertasten und aufgrund ihrer Oberfläche und ihrer Form feststellen, ob sie brauchbar oder unangenehm sind. Im äußeren Hufhorn befinden sich keine Nerven, hier wird der Tastsinn erst angesprochen, wenn ein Druck oder Stoß auf die Huflederhaut und das Hufinnere einwirkt.

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