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Wissen über Haustiere - Pferde und Huftiere: Pferde – Umgang, Pflege und Gesundheit

Pferde – Umgang, Pflege und Gesundheit

Ob man sich ein eigenes Pferd zulegt oder Reitunterricht nimmt: Beim Umgang mit den großen Vierbeinern gibt es einiges zu beachten, um Missverständnisse zwischen Ross und Reiter zu vermeiden.

Vorfahren der Pferde

Wer noch nie viel mit Pferden zu tun hatte, wundert sich vielleicht, dass die großen Tiere so scheu wirken. Dabei reagieren die Vierbeiner einfach nur sehr sensibel auf unsere menschliche Körpersprache. Und dass ein Pferd scheinbar unvermittelt die Flucht antritt, sobald man sich nähert, hat zum Teil anatomische Gründe: Pferdeaugen liegen sehr weit auseinander. Die Vorfahren der Pferde waren Steppenbewohner und brauchten den breiteren Blickwinkel, um Feinde rechtzeitig wahrzunehmen. Doch dafür gibt es einen „toten Winkel“ direkt zwischen den Augen. Geht man nun also frontal auf ein Pferd zu, kann es sein, dass es davon zunächst nichts mitbekommt und sich dann erschreckt. Noch überraschender ist es für die Tiere, wenn sich Menschen unvermittelt von hinten nähern. Das kann den Fluchtinstinkt der Pferde reizen. Womöglich schlagen sie dann nach hinten aus.

Die Schokoladenseite: links

Wichtigste Regel ist also: Immer von vorne schräg auf das Pferd zugehen, damit es nicht erschrickt. Ganz ähnlich verhält es sich beim Aufenthalt in der direkten Nähe von Pferden, also beim Führen, Halten, Putzen oder Satteln. Hier heißt es: Immer von links an das Pferd herantreten und am besten neben seiner linken Schulter stehen bzw. gehen. Das hat zwei Gründe: Man ist gut zu sehen und falls das Tier doch unruhig wird, kann es einen nicht mit den Hufen treffen. Außerdem kommt man so z.B. mit dem Striegel in der rechten Hand überall hin. Weil die meisten Menschen Rechtshänder sind, haben sich auch Pferde an diese Position links vom Kopf gewöhnt.

Kontaktaufnahme

Will man Kontakt mit einem Pferd aufnehmen, dann hält man ihm erstmal die Hand zum Schnuppern hin. Gefüttert werden sollte es nur mit der flachen Hand, damit kein Finger mit einer Möhre verwechselt wird. Aber Achtung: Man sollte vorher den Besitzer fragen, ob es gefüttert werden darf. Pferde vertragen nicht alles und dürfen auch nicht zu viel bekommen. Angelegte Ohren zeigen, dass das Tier angespannt ist. Oft spiegelt es mit seinem Verhalten das seines Gegenübers wider. Denn Pferde und Ponys erkennen an der Körpersprache sofort, ob der Mensch ängstlich ist, unsicher – oder voller Selbstbewusstsein. Unsicherheit empfinden sie als irritierend. Jedenfalls erinnert es sie daran, dass sie größer und stärker sind als der Mensch. Manche Tiere nutzen das aus. Ein sicheres Auftreten kann man sich aber zum Glück antrainieren. Fürs Erste helfen eine aufrechte Körperhaltung, langsame, gleichmäßige Bewegungen und Sprechen mit ruhiger, tiefer Stimme. Bleibt das Pferd ruhig und hat gespitzte Ohren, kann es am Nasenrücken oder am Hals gestreichelt werden. Den meisten Pferden ist das angenehm.

Elefantengedächtnis

Das Pferd ist ein echtes Gewohnheitstier. Alltäglich wiederkehrende Erlebnisse wie Pflege oder Satteln beruhigen es deshalb. Anders ist es bei neuen Situationen. Hier sind Geduld und auch Vorsicht im Umgang mit den sensiblen Tieren gefragt. Eine unangenehme Erfahrung bleibt lange im Pferdegedächtnis haften und erschwert ähnliche künftige Situationen. Deshalb sollte das Tier mit Lob und Beruhigung langsam an Neues gewöhnt werden. Laute Worte und körperliche Strafe sind im Umgang mit ängstlichen Pferden nicht zu empfehlen.

Erziehung ist alles

Pferde sind Muskelpakete und können uns leicht verletzen. Wenn ein Pferd den Menschen nicht respektiert, kann es ihn in unangenehme Situationen bringen! Es drückt ihn vielleicht einfach an die Wand, lässt sich nicht führen, ist zappelig oder schnappt sogar. Dass sich ein Pferd dem Willen des Reiters anpasst, hat allerdings gar nichts mit dessen körperlicher Stärke zu tun. Gut erzogene Tiere vertrauen dem Menschen und respektieren ihn als Anführer, obwohl er schwächer ist als sie. Es ist also ganz wichtig, das Pferd richtig zu behandeln. Es lernt meist sehr schnell. Weil ihnen auch nicht die kleinste Bewegung entgeht, reagieren Pferde auf einfache Signale, wenn sie oft genug wiederholt werden. Wichtig ist, dass das Tier bei der erwünschten Reaktion sofort gelobt wird.

Sechs Tipps für Reitanfänger

  1. Gewöhne das Pferd an dich durch besonnenes Verhalten und Lob.
  2. Versuche, möglichst viel Selbstbewusstsein auszustrahlen. Denk dran: Du bist dem Pferd (geistig) überlegen.
  3. Dranbleiben! Zeig dem Pferd so lange, was du von ihm möchtest, bis es entsprechend reagiert. Bleib dabei geduldig und ruhig.
  4. Pferde lieben Rituale. Am besten übst du alltägliche Handlungen immer auf dieselbe Weise und in der immer gleichen Reihenfolge aus.
  5. Vorausschauend handeln: In neuen Situationen musst du immer mit der Angst und Nervosität des Tieres rechnen.
  6. Bestrafe niemals ein ängstliches Pferd. Wenn eine Strafe nötig ist, dann immer unmittelbar, also sofort nach unerwünschtem Verhalten. Später versteht das Pferd den Zusammenhang nicht mehr und hält dich einfach nur für fies.

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