Professor Stachel erklärt Vulkane
Die Natur heilt sich selbst: Meist kehrt das Leben nach einem Vulkanausbruch nach wenigen Monaten zurück, und es wachsen wieder Pflanzen aus der Asche. Weltweit gibt es etwa 1. 500 aktive Vulkane. Die meisten liegen an den Küsten des Pazifischen Ozeans. Im sogenannten „Feuerring“ sind die Vulkane wie die Perlen einer Kette hintereinander aufgereiht: in Neuseeland, Indonesien, den Philippinen und Japan bis hin zu Island und Hawaii. Das liegt am Aufbau unseres Planeten.
Die Erdkruste ist keine geschlossene Nussschale. Sie gleicht eher einem Puzzle aus riesigen Platten, die auf dem darunter liegenden heißen Gestein treiben. Manchmal stoßen die Platten aneinander oder werden auseinandergezogen. Dann entsteht ein Spalt, durch den Magma herausfließen kann. Das passiert nicht nur auf dem Land, sondern auch auf dem Meeresgrund. Dort kühlt der Lavastrom rasch ab, und es entstehen neue Platten. Die Folge ist, dass sich andere Teile im großen Erdkrusten-Puzzle verschieben. An den Plattenrändern ist die Gefahr eines Vulkanausbruchs besonders groß.
Wenn ein Vulkan aktiv wird, gibt es Anzeichen: Das Quellwasser in der Nähe wird wärmer, die Erde bebt, und man hört grummelnde Geräusche. Spezielle Forscher, die Vulkanologen, messen mit ihren Geräten die Stärke der Beben und die Hitze im Inneren des Vulkans. So können sie viele, aber nicht alle Vulkanausbrüche vorhersagen.
Warum spuckt die Erde Feuer?
Die Erde grollt und bebt, der Himmel verdunkelt sich. Die Spitze des Berges explodiert. Rot glühende Lava, Asche und Steine werden in die Luft geschleudert – ein Vulkan bricht aus!

- Kilometertief unter der Erdoberfläche liegt eine Höhle mit geschmolzenem Gestein: die Magma-Kammer.
- Im heißen Magma blubbern Gasblasen. Sammelt sich in der Kammer zu viel Gas an, bricht der Vulkan aus.
- Das Magma steigt durch ein langes Rohr wie durch einen Schornstein nach oben.
- Flüssiges Gestein, Asche und Felsbrocken werden aus der Spitze des Vulkans – dem Krater – geschleudert.
- Magma, das aus der Erde kommt, enthält kein Gas mehr, Man nennt es nun Lava.
- Sind Aschewolken in der Luft, darf kein Flugzeug fliegen. Die Ascheteilchen könnten die Triebwerke verstopfen – mit der Folge, dass das Flugzeug abstürzt.
Ein aktiver Vulkan kann jederzeit wieder ausbrechen. Ein erloschener Vulkan bricht nicht mehr aus.

Die Erde sieht wie ein Pfirsich aus: Innen hat sie einen Kern. Der ist von einer dicken Schicht aus heißem Gestein umhüllt. Und darüber liegt die dünne Erdkruste, auf der wir leben.
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