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Zeugnis ohne Noten?

In dieser Geschichte für Kinder findet der Detektiv heraus, wer der Lehrerin Frau Liebig das Blatt mit den Noten fürs Zwischenzeugnis gestohlen hat. Ihr Kind beim Lesen oder Vorlesen gleich mitraten!
Vorlesegeschichten - Diebische Detektivgeschichten: Zeugnis ohne Noten?

Berufe-Tag

"Kinder, durchsucht eure Ranzen!", mahnt Frau Liebig schon zum dritten Mal. Ihre Stimme klingt nervös. Den Papierstapel auf ihrem Lehrerpult schichtet sie von links nach rechts, dann wieder von rechts nach links. Aber ihr Gesicht bleibt angespannt. "Das gibt es doch nicht..." Ein lautes Klopfen an der Klassenzimmertür lässt Frau Liebig erschrocken in die Höhe fahren. "Ja, bitte!" Der Detektiv tritt ein und lächelt die Lehrerin erwartungsvoll an. "Ach, Sie habe ich total vergessen", entschuldigt sich Frau Liebig. "Kinder, heute ist Berufe-Tag. Da besuchen uns verschiedene Erwachsene und erzählen etwas über ihre Arbeit. Das hier ist ein Detektiv." Beim letzten Wort hellt sich Frau Liebigs  Gesicht auf. "Detektiv! Sie schickt der Himmel!" Dann erzählt sie ihm von ihrem Problem. "Wir haben Notenschluss für die Zwischenzeugnisse, und mein Formular, auf dem alle Noten stehen, ist verschwunden."

Der Detektiv schaut sich im Klassenzimmer um. "Ziemlich gemütlich", denkt er. Zimmerpflanzen füllen die Fensterbänke, bunte Gemälde verzieren die Wände, und kleine rote Fische schnappen in einem Aquarium nach Flockenfutter. Die Kinder sehen ihn neugierig an. Ihre Tische sind mit Papierschnipseln übersät und auch der Boden verrät, dass gerade Basteln auf dem Stundenplan steht. "Was wird das Schönes?", will der Detektiv wissen. "Masken für Fasching, die malen wir dann noch bunt an", erklärt ein Mädchen aus der ersten Reihe eifrig.

Da hört der Detektiv, wie sich die Lehrerin neben ihm räuspert. "Herr Detektiv, es wäre sehr nett, wenn Sie mir helfen könnten, dieses Formular mit den Noten zu finden. Ich habe es bei Unterrichtsbeginn auf mein Pult gelegt" jammert Frau Liebig. Er blickt auf die Uhr. Gleich müsste die Schulglocke zur ersten Pause läuten. "Hat irgendjemand dieses Zimmer heute schon verlassen", will er von der Lehrerin wissen. Da sie den Kopf schüttelt, ruft er erleichtert: "Wunderbar! Das Formular muss also noch im Zimmer sein."

Keine Pause

Unter lautem Protest verkündet der Detektiv den Schülern, dass die Pause ausfällt und sie stattdessen ihre Ranzen auspacken sollen. "Gemeinheit, nur weil Frau Liebig so vergesslich ist...", brummelt Tom. "Wir wollen uns Würstchen kaufen", protestiert Eva. Und Jan fügt zornig an: "Hauptsache die Fische bekommen ihr Futter, wir dürfen ruhig hungern!" Der Detektiv blickt zum Aquarium und sieht, wie die Tiere nach den weißen Flocken schnappen, die im Wasser treiben. Doch was ist das? Sie spucken die Stücke wieder aus. "Wohl zu viel Futter. Das kenn ich von meinen Fischen auch", überlegt er.

Dann wendet er sich den Schulbänken zu. Sorgfältig durchsucht er Heft für Heft, Block für Block, Buch für Buch und sogar Mülleimer und Jackentaschen. "Wir werden behandelt wie Schwerverbrecher", nörgelt Tom, "das erzähle ich meinem Vater".  Auch der Detektiv bekommt ein schlechtes Gewissen. So hat er sich den Tag in der Schule nicht vorgestellt. "Also, Frau Liebig, niemand hat ihr Formular! Vielleicht haben Sie es doch zu Hause vergessen?" Die Lehrerin lässt sich kraftlos auf ihren Stuhl sinken. "Wahrscheinlich! Ich werde alt."

Der Detektiv schickt die Kinder in die Pause. Dann setzt er sich neben die verzweifelte Lehrerin. "Waren heute Schüler an ihrem Pult?", fragt er sie. "Ja sicher. Eva und Tom sollten die weißen Bastelblätter verteilen, die hier lagen. Und Felix musste mir sein Heft mit der Strafarbeit zeigen. Der vergisst immer die Hausaufgaben. Hoffentlich nimmt er sich sein schlechtes Zwischenzeugnis zu Herzen." -  "Wird er sitzen bleiben?" - "Ja, wenn er sich nicht bessert", erklärt Frau Liebig und fügt traurig an, "dabei kann er so ein lieber Junge sein. Heute hat er sich freiwillig bereit erklärt, die Fische zu füttern, die alle immer vergessen..."  Jetzt hält es der Detektiv keine Sekunde länger auf dem Stuhl. Er spurtet zum Aquarium, zückt die Lupe und  lächelt. "Der Fall ist gelöst."

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