Experiment für Kinder: Ein Glas steht Kopf
Was brauchen Sie dafür?
- 1 Trinkglas
- 1 Untertasse
- 1 Teelöffel
- 1 Trinkhalm
- etwas kohlensäurefreies zu trinken (Saft, Milch, Kakao)
Wie geht das?
Füllen Sie das Glas und legen die Untertasse darauf, wie es das Foto zeigt. Halten Sie beides zusammen fest und drehen es gemeinsam um – am besten über dem Spül- oder Waschbecken, falls doch etwas daneben geht – , so dass das Glas umgekehrt auf der Untertasse steht.

Heben Sie das Glas etwas an und klemmen den Löffel in den Spalt, damit er offen bleibt. Dabei läuft etwas Flüssigkeit heraus und füllt die Untertasse bis zum oberen Rand des Spaltes. Geben Sie nun Ihren Kindern einen Strohhalm. Sie können versuchen, die Flüssigkeit, die in der Untertasse steht, wegzutrinken.
Was passiert da?

Solange noch etwas im Glas ist, wird Ihr Kind es nicht schaffen, die Untertasse leer zu trinken. Denn sobald man trinkt, strömt Nachschub nach. Wenn das nicht klappt, müssen Sie kontrollieren, ob wirklich Luft durch den Spalt am Löffel gelangt.
Warum ist das so?
Wenn Sie das Glas anheben, dringt etwas Luft hinein, und etwas Saft strömt heraus. Ist der Saftspiegel jedoch bis an den oberen Rand des Spalts gestiegen, kann keine Luft mehr eindringen.
Aber warum läuft die Flüssigkeit im Glas nicht aus?
Dafür sorgt eine unsichtbare Kraft von außen, die auf die Flüssigkeit drückt: der Luftdruck. Der Saftspiegel im Teller bleibt immer gleich, solange genügend Saft im Glas ist.
Sie können diesen Effekt auch beobachten, wenn Sie Saft einschenken und den Flaschenhals so tief ins Glas halten, dass er den Flüssigkeitsspiegel berührt: Dann fließt nichts mehr aus der Flasche. Erst wenn Sie sie ein wenig anheben – oder mit dem Trinkhalm etwas wegtrinken –, kommt wieder Flüssigkeit nach.
Nach demselben Prinzip funktionieren Vogeltränken für Wellensittiche oder Kanarienvögel: Aus einem Vorratsbehälter fließt Wasser in eine kleine Schale, aus der die Vögel trinken. Dabei fließt automatisch Wasser nach, wenn welches verbraucht wurde. So muss man nicht ständig Wasser nachfüllen, und die Vögel können jederzeit trinken. Bei Tränken für Meerschweinchen und Kaninchen dagegen kommt nur etwas heraus, wenn sie daran saugen. Die Oberflächenspannung des Wassers sorgt dafür, dass das dünne Trinkröhrchen sonst stets mit Wasser "verschlossen" ist.
Mehr Infos unter: Klaus Gruber | dolphin photography
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