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Sprachentwicklung bei Kleinkindern

Am Ende des ersten Lebensjahres beginnen Kinder, Wörter zu artikulieren. Sie entdecken Sprache allmählich als Mittel zwischenmenschlicher Kommunikation. Und sie finden heraus, dass ein einfaches „Habn!“ oft zur Erfüllung aller Wünsche führt!

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Eltern als wichtigste Vermittler von Sprache

Obwohl das Sprechen lernen scheinbar ganz selbstverständlich und ohne gezielten Unterricht geschieht, sollten es die Eltern dennoch von Anfang an fördern. Denn auf die Sprachentwicklung ihres Kindes haben sie entscheidenden Einfluss. Je mehr Eltern mit ihrem Kind kommunizieren, desto größer wird sein Wunsch sein, selbst zu sprechen. Erklären Sie Ihrem Kind also, was Sie tun, wenn Sie kochen und einkaufen gehen, und was passiert, wenn Sie es baden oder anziehen. Dinge außerhalb seines alltäglichen Lebensumfeldes lernt Ihr Kind kennen, indem Sie gemeinsam Bilderbücher betrachten und ihm erklären, was da zu sehen ist.

Vorlesen fördert die Merkfähigkeit von Kleinkindern

Zudem fördern Erzählen oder Vorlesen neben der Sprachentwicklung Gedächtnis und Merkfähigkeit des Kindes. Denn um der Handlung einer Geschichte zu folgen, muss das Kind aufmerksam sein und „bei der Sache bleiben“ können. Kinderlieder und -reime, die immer wieder gesungen und vorgesprochen werden, vergrößern den Wortschatz und lassen Freude an der Sprache und ihrer besonderen Melodie entstehen. Denn: Sprechen lernen Kinder nur durch Sprechen! Was Eltern aber vermeiden sollten, ist Baby-Sprache in der Unterhaltung mit ihrem Kind. Also: immer in ganzen Sätzen sprechen, auf Baby-Wörter verzichten und alle Dinge richtig benennen!

Individuelle Unterschiede in der Sprachentwicklung von Kleinkindern

Ähnlich wie das Laufen lernen ist auch die Sprachentwicklung bei jedem Kind individuell verschieden. Besonders Jungen lassen sich mit dem Sprechen häufig etwas mehr Zeit. Jedes Kind hat sein eigenes Lerntempo. Eltern müssen sich also keine Sorgen machen, wenn sich ihr Kind einige Wochen länger als der gleichaltrige Spielgefährte mit einem sehr begrenzten Wortschatz begnügt! Wie die Übersicht auf der nächsten Seite zeigt, verläuft die Sprachentwicklung bei den meisten Kindern dennoch ähnlich.

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So verläuft die Sprachentwicklung bei Kleinkindern

9–12 Monate

Was für eine Freude: Ihr Kind beginnt zu brabbeln sowie Konsonanten und Vokale zu kombinieren – es experimentiert mit seiner Stimme! Es erkennt, dass Sprache einen Rhythmus, eine Melodie hat und dass sie ein Mittel der Kommunikation ist. Wenn Sie mit Ihrem Baby sprechen, dann erklären Sie ihm, was Sie tun, und nennen Sie die Dinge bei ihrem Namen – aber bitte nicht (nur) in „Babysprache“.

12-18 Monate

In diesem Alter beginnt Ihr Kind, die Bedeutung von Wörtern zu verstehen. Wenn Sie zum Beispiel „Ohr“ sagen, wird Ihr Kind versuchen, sich an die Ohren zu fassen. Und hört es das Wort „Schuhe“, wird es auf seine Füße blicken. Bald schon werden Ihrem Kind zahlreiche Begriffe aus seinem ganz alltäglichen Leben vertraut sein.

18-24 Monate

Ab etwa 18 Monaten versteht Ihr Kind bereits kompliziertere Zusammenhänge und kann auf diese reagieren. Neben dem passiven Wortschatz vergrößert sich nun auch der aktive deutlich. Am Ende des zweiten Lebensjahres beherrscht Ihr Kind ungefähr 50 Wörter – darunter auch Adjektive und Verben –, mit denen es allmählich kurze, meist aus zwei Wörtern bestehende Sätze bildet.

2-3 Jahre

Die Sprachentwicklung macht jetzt rasante Fortschritte! Hat Ihr Kind mit zwei Jahren bereits erste Zwei-Wort-Sätze gesprochen, bestehen die Sätze im Alter von drei Jahren meist aus mehr als drei Wörtern. Bis zum Ende des dritten Lebensjahres verfügt Ihr Kind über einen Wortschatz, der aus 800 bis 1000 Wörtern besteht. Ihr Kind erzählt jetzt viel und fängt an, eigene Geschichten zu erfinden.

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Häufig gestellte Fragen

Wie viel muss ein 2-jähriges Kind sprechen?

Vor dem zweiten Geburtstag steht die Vorsorgeuntersuchung U 7 an. Nun wird die Sprachkompetenz geprüft. Allgemein heißt es oft, dass das Kind nun in der Lage sein sollte, mindestens 50 Wörter zu sprechen. Was viele Eltern missverstehen, ist, dass es dies nicht perfekt können muss. Auch Wörter wie "wauwau" zählen dazu, wenn das Kind damit etwas bestimmtes, wie in dem Fall einen Hund, meint. Schon bevor es seine ersten Worte spricht, speichert das Gehirn wichtige Strukturen der Muttersprache ab. Der Fernseher ist kein guter Förderer, denn die optischen Reize überwiegen. Sich zu unterhalten, Bilderbücher und Reime vorzulesen oder gemeinsam zu spielen, sind gute Möglichkeiten, um die Sprache zu fördern.


Was versteht man unter Sprachverständnis?

Das Sprachverständnis beschreibt, dass man die Bedeutung des Geäußerten erfasst. Zudem kann das Kind den Sinn der Sprache verstehen. So ermöglicht ein Sprachverständnis, das wichtig für die Kommunikation ist, anderen zuzuhören und den Inhalt zu verstehen. Bis zum Erwerben der Schriftsprache erfolgt das Verstehen im mündlichen Kommunizieren. Liegt eine Störung des Sprachverständnisses vor, wird von einer Sprachverständnisstörung gesprochen. Eltern sollten jedoch bedenken, dass kein Kind dem anderen gleicht. Nicht immer muss direkt eine Störung vorliegen.


Was ist wichtig für die Sprachentwicklung?

Die Eltern und Erzieher sind bei der Sprachentwicklung bedeutend. Egal, ob Spielen, Bücher anschauen und Vorlesen, Lieder, Fingerverse und kleine Gedichte, Essen oder Baden, jede gemeinsame Situation und Aktivität kann man spielerisch zum Sprechen lernen nutzen. Wenn das Kind etwas noch nicht richtig sagt, sollten Eltern es ergänzen, ohne es zu verbessern, beispielsweise "Ich auch haben", dann sagt die Mutter "Du willst auch Kuchen essen". Kontraproduktiv sind ebenso Abfragen und Nachsprechen lassen. Da es sich unter Druck schlechter lernt, wird dieser möglichst gemieden. Positive Rückmeldung ist besser, als negative Entmutigung. Bis zur Einschulung gilt, dass die Wiederholung der erworbenen Sprachkenntnisse wertvoll sind. Die Verläufe der Sprachentwicklung können von Kind zu Kind variieren.


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