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Sprachentwicklung bei Kleinkindern

Am Ende des ersten Lebensjahres beginnen Kinder, Wörter zu artikulieren. Sie entdecken Sprache allmählich als Mittel zwischenmenschlicher Kommunikation. Und sie finden heraus, dass ein einfaches „Habn!“ oft zur Erfüllung aller Wünsche führt!

Kleinkinder mögen Rituale

Je mehr ein Kind in der Lage ist, Gesprochenes zu verstehen und sich selbst mitzuteilen, umso größer ist seine Fähigkeit, zu lernen und später erfolgreich im Leben zu stehen.

„Lies noch mal“, bittet Ben. „Das Buch mit dem Wald und dem Hasen.“ Immer wieder möchte der Dreijährige seine Lieblingsgeschichte vorgelesen bekommen. Und wehe, Mama oder Papa ändern den Text ab. Den kennt Ben nämlich Wort für Wort, und er protestiert lautstark, wenn sich die Vorleser erzählerische Freiheiten herausnehmen. Bens Wunsch, eine Geschichte immer und immer wieder im gleichen Wortlaut zu hören, ist kein Spleen, sondern eine Technik, sich die Sprache anzueignen. Denn Kinder lernen durch Wiederholung. Auf den Po plumpsen und immer wieder aufstehen, so lernt man laufen. Den Tee verschütten und doch immer wieder den Becher zum Mund führen, genau so bekommt ein Kind Übung beim Trinken aus einem Gefäß. Das ist beim Sprechen lernen nicht anders: Immer wieder die gleichen Wörter zu hören, das schafft zum einen Vertrauen in die Beständigkeit der Welt, und zum anderen festigt es den Wortschatz und die Grammatik.

Kleinkinder lernen durch Wiederholungen

Beides ist in den drei Jahren, seit Ben auf der Welt ist, Tag für Tag gewachsen. „Mamam“, „Dada“, „Baba“ ... so klangen Bens erste Wort-Äußerungen, und überall auf der Welt beginnen Kinder ihre Sprechkarriere mit solchen oder ähnlichen Lauten. Die Eltern in allen Kulturen antworten ihrem Kind instinktiv genauso, wie das Baby es gut verstehen kann: mit hoher Stimme, in kurzen Sätzen und gedehnten Vokalen. „Feiiin hast du das gemacht!“ Bevor Ben seine ersten Wörter formulierte, konnte er schon vieles verstehen, was die Erwachsenen und die älteren Geschwister sagten. „Guck mal, Ben, da ist eine Katze“, sagt die große Schwester, und prompt dreht Baby Ben seinen Kopf in die Richtung, in die der Finger zeigt.

Aber Ben will sich endlich auch mitteilen, er will selbst sprechen. Und darum übt er unermüdlich den Gebrauch von Lippen und Zunge, wird ständig perfekter und hat irgendwann den Bogen raus: „En-te“. Die Erwachsenen sind ganz aus dem Häuschen, wiederholen entzückt die beiden Silben. Aber sie ahnen nicht, dass Ben mit diesen Silben eine ganze Geschichte erzählt. „Ich habe eine Ente in meinem Bilderbuch entdeckt, die ist gelb und hat platte rote Füße. Schön finde ich die!“ Das wollte er eigentlich mitteilen. Also weiterüben.

Wie Kinder flüssig sprechen lernen

Jetzt, mit seinen stolzen drei Jahren, ist Ben schon ein routinierter Sprecher. Seine Sätze verfügen über mehrere Wörter, und er ist richtig neugierig auf neue, noch unbekannte Begriffe. Am liebsten spielt er das Warum-Spiel: „Warum regnet es heute?“ – „Warum hat der Fisch keinen Hals?“ Selbst wenn er die Antwort gar nicht so richtig versteht: Es macht Spaß, zu fragen und Antworten zu bekommen. Ein prima Spiel ist das.

Ben wird seine Sprache mehr und mehr verfeinern, er wird seinen Wortschatz ständig ergänzen. Fremdwörter kommen später hinzu und Fachbegriffe. Das Lesen und der Dialog mit anderen werden die Quellen sein, aus denen er ein Leben lang schöpft – wenn es gutgeht und er seine Neugier und Lust auf die Sprache behalten darf.

Denn ob ein Kind Spaß am Sprechen hat, hängt entscheidend davon ab, wie es seine Sprechversuche und die Reaktionen darauf in den ersten Lebensjahren erlebt. Das Wichtigste dabei sind – natürlich – andere Menschen, die ihm zuhören, ihm antworten und ihm die Welt durch die Sprache erschließen. Denn die Sprache hat in erster Linie eine soziale Funktion: Sie ist der Austausch von Mensch zu Mensch, ihr Herzstück ist der Dialog.

Ein Kind, dessen Sprach-Lehrmeister Fernseher, Youtube, CD-Player oder mp3s sind, kann vielleicht die Wörter nachsprechen, die es gehört hat. Aber es hat keine Chance, sich die Sprache tatsächlich anzueignen. Dazu muss es nämlich Reaktionen auf sein Sprechen erleben, es sollte Bestätigung und Anerkennung erfahren: „Da hast du eine ganz tolle Geschichte erzählt. Und wie geht sie weiter?“

Kleinkinder brauchen Gesprächspartner

Kinder brauchen Partner zum Sprechen lernen: Erwachsene, die sich Zeit nehmen zum Plaudern, zum Geschichten-Erzählen und Vorlesen. Untersuchungen belegen, dass tägliches Vorlesen die Kinder in ihrer Sprachkompetenz deutlich fördert. Geeignete Geschichten sind so beschaffen: Sie bieten dem Kind Spannung, ohne es zu überfordern, sie sind in einer Sprache verfasst, die das Kind gut aufnehmen kann, und idealerweise machen sie das Kind mit Begriffen vertraut, die es noch nicht kennt. Beim Vorlesen soll das Kind jederzeit Gelegenheit haben, die Geschichte zu unterbrechen, um Fragen zu stellen oder das Gehörte zu kommentieren. Auch beim Fernsehen darf das Kind übrigens den Mund aufmachen und über das Gesehene reden. Je mehr, desto besser.

Das Kind muss mit den Wörtern spielen und sich die Grammatik selbst erschließen dürfen, ohne dabei ständig verbessert zu werden. Der Zweck der Sprache, nämlich der Wunsch, verstanden zu werden, ist dabei der beste Lehrmeister. Da braucht es keinen Erwachsenen, der mäkelt und kritisiert: „Sprich doch richtig!“ Das raubt den Mut zum Sprechen. Korrigieren kann auch anders funktionieren. „Ich hab eben ein Eis gegesst!“ – „Du hast ein Eis gegessen? Hat’s gut geschmeckt?“

Extra-Tipps zur Sprachförderung

  • Kritisieren Sie nicht, wenn Ihr Kind Fehler macht. Das raubt den Spaß am Sprechen. Besser ist es, den Satz aufzugreifen und ganz beiläufig in der richtigen Grammatik zu wiederholen.
  • Vermeiden Sie es, mit dem Kind in der „Babysprache“ zu reden. Im Gegenteil: Da das Kind bereits mehr versteht, als es formulieren kann, dürfen Wortschatz und Grammatik etwas anspruchsvoller sein als das momentane Sprachvermögen des Kindes.
  • Zeigen Sie Ihrem Kind, dass Sie sich über seine sprachlichen Äußerungen freuen.
  • Um sprechen zu lernen, muss ein Kind gut hören können. Nehmen Sie die Vorsorge-Untersuchungen beim Kinderarzt wahr, um sicherzugehen, dass das Hörvermögen Ihres Kindes intakt ist.

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Fröhliche Fingerspiele für Kleinkinder

Himpelchen und Pimpelchen saßen auf einem Berg.
Himpelchen war ein Heinzelmann, und Pimpelchen war ein Zwerg.
Sie blieben lange da oben sitzen und wackelten mit den Zipfelmützen.
Doch nach fünfundsiebzig Wochen sind sie auf den Berg gekrochen.
Da schlafen sie nun in guter Ruh. Sei mal leise und hör gut zu!

Die Hände werden zu Fäusten geballt und auf den Tisch gelegt. Die Daumen schauen heraus und wackeln: Sie sind die Zwerge. Dann verschwinden die beiden in den Fäusten. Nun legt man diese an die Ohren des Kindes und schnarcht dazu.


Zehn kleine Zappelmänner zappeln auf und nieder.
Zehn kleine Zappelmänner tun das immer wieder.
Zehn kleine Zappelmänner zappeln ringsherum.
Zehn kleine Zappelmänner, die sind gar nicht dumm.
Zehn kleine Zappelmänner kriechen ins Versteck.
Zehn kleine Zappelmänner sind auf einmal weg.

Alle zehn Finger zappeln hin und her, rauf und runter. Zum Schluss verschwinden die Hände hinter dem Rücken.

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